Fabrikneue VW Golf stehen auf Transportzügen vor dem Werk Mosel in Zwickau (Sachsen).
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Fehlende Motorteile VW stoppt Produktion in Zwickau

VW muss die Produktion in seinem Werk in Zwickau-Mosel drosseln. Grund für die Produktionsschwierigkeiten ist ein Lieferengpass für Motoren. Der Autokonzern erwägt nun Kurzarbeit.

Fabrikneue VW Golf stehen auf Transportzügen vor dem Werk Mosel in Zwickau (Sachsen).
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Im sächsischen VW-Standort Mosel steht in den nächsten Wochen wohl Kurzarbeit auf dem Programm. Grund dafür sind Lieferschwierigkeiten eines Motorenherstellers. Ein VW-Sprecher sagte MDR SACHSEN, betroffen vom Produktionsstopp sei die Fertigungslinie 2, auf der Golf-Modelle montiert werden. VW prüft nun nach eigenen Angaben für mehr als 1.500 Beschäftigte Kurzarbeit bis zum Monatsende. Durch die Lieferprobleme würden in den nächsten drei Wochen ein Drittel weniger Autos vom Band rollen. Im VW-Werk Mosel werden jeden Tag knapp 1.400 Fahrzeuge produziert.

"Natürlich sind drei Wochen viel, insbesondere auch für die Beschäftigten, die betroffen sind. Es ist ja fast die Hälfte unserer Fertigung", sagte Betriebsratsvorsitzender Jens Rothe MDR SACHSEN. Jetzt komme es bei der Kurzarbeitsbeantragung darauf an, welche Zuschnitte in der Fabrik gemacht werden müssten. Denn es gebe auch Bereiche die nicht so generell voneinander getrennt werden könnten, wie das bei einer Montagelinie der Fall sei.

Auch andere VW-Werke mit Problemen

Lieferschwierigkeiten hat es in der vergangenen Woche auch schon in Wolfsburg und im VW-Werk Emden gegeben. In Wolfsburg standen am Freitag die Montagebänder still. In Emden müssen nach Angaben der "Emder Zeitung" die Bänder an mindestens sieben weiteren Tagen gestoppt werden. Nach Informationen der Zeitung soll es vor allem bei den 1,6- und 2,0-Liter-Turbo-Diesel-Motoren Engpässe geben.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 013.11.2018 | 10:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 14. November 2018, 09:48 Uhr

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1 Kommentar

14.11.2018 10:18 Enrico Pelocke 1

Das ist endlich mal eine gute Nachricht von der Autoindustrie. Dann stehen nicht mehr soviele Autos auf Rad/Gehwegen den Radfahrern und Fußgängern im Weg und die Leute fahren nicht mit dem Auto, sondern mit Zug+Bus+Fahrrad. Prima! Weiter so!

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