Protestaktion Beschäftigte des Haribo-Werks fordern: "Übernahme statt Geschenke"

Protestaktion NGG Haribo
Beschäftigte des Haribo-Werkes in Wilkau-Haßlau haben Geschenke, die sie vom Unternehmen erhalten hatten, aus Protest vor Wagen der angereisten Geschäftsführung gestellt. Bildrechte: NGG Landesbezirk Ost

Die Beschäftigten des Haribo-Werkes haben am Dienstagnachmittag mit ihrer Protestaktion "Übernahme statt Geschenke" ihrer Forderung einer Übernahme durch Katjes Nachdruck verliehen. Wie die Gewerkschaft NGG mitteilte, stellten sie deshalb am Dienstagvormittag Geschenke des Unternehmens, die sie im vergangenen Jahr erhalten hatten, vor die Firmenwagen der angereisten Haribo-Geschäftsführung. Hintergrund der Aktion sei eine Standortbesichtigung eines möglichen Investors gewesen. Ob es sich bei dem Besichtigungstermin um den Kaufinteressenten Katjes gehandelt habe, sei unklar. Die Haribo-Geschäftsführung habe sich dazu nicht geäußert, so die NGG.

NGG hofft auf Übernahme

Thomas Lißner von der NGG hofft, dass mögliche Verhandlungen nun zügig voranschreiten und die Beschäftigten Klarheit erlangen. Es sei nicht akzeptabel, dass die Beschäftigten über einen möglichen Stand der Verhandlungen im Dunkeln gelassen werden. Die Beschäftigten stünden in den Startlöchern, die Süßwarenproduktion in moderner Art am Standort neu zu starten und den Neuaufbau zu unterstützen. "Dafür muss Haribo den Weg jetzt schnell frei machen", so Lißner.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.02.2021 | ab 16:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

2 Kommentare

part vor 1 Wochen

Ich nehme mal an Hans- Riegel- Bonn hat das ehemalige Volkseigentum damals für nen Appel und nen Ei übernommen, wenig investiert, staatliche Beihilfen eingestrichen und versucht nun den verschlissenen Standort meistbietend zu verhökern. Die Belegschaft, die durch jahrelange standortbedingte Lohnverzichte die Marke mit Haribo mit geprägt hat, sollte bitteschön ein Wörtchen mitzureden haben, schließlich hängen unzählige Existenzen an diesem Standort und Unternehmen. Doch leider ist heute manchmal das Betongold in einer Spekulationsblase wertvoller als der Inhalt der Immobilie. Bleibt zu hoffen, es kommt zu einer Einigung und der aktiven Mitarbeit der Landesregierung. Nur finde ich es eigenartig, das schon ein Teil der Produktions- Maschinen demontiert wurde, wo diese doch so abschreibungswürdig dargestellt wurden durch die Geschäftsführung?

B.B. vor 1 Wochen

Warum kauft man dann noch HARIBO.
Pflanzt doch auch Gummibärchen(GB)-Bäume. Gibts auch für grüne GB.

Mehr aus Zwickau, Altenburg und Greiz

Förderturm des Schachtes Martin Hoop IX in Mülsen bei der Sprengung 1 min
Förderturm des Schachtes Martin Hoop IX in Mülsen bei der Sprengung Bildrechte: MDR

In Mülsen bei Zwickau war der Förderturm des Martin-Hoop-Schachtes 9 der letzte Zeitzeuge des Steinkohlebergbaus in der Region. Jetzt wurde der 34 Meter hohe Turm gesprengt.

Mi 03.03.2021 17:02Uhr 00:57 min

https://www.mdr.de/sachsen/chemnitz/zwickau/foerderturm-muelsen-zwickau-sprengung-steinkohle100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Mehr aus Sachsen