Hubertus Heil informieren sich im Volkswagenwerk Zwickau an einem Stand über die Programmierung von Fahrzeugrobotern.
Arbeitsminister Hubertus Heil wurde bei seinem Werksbesuch in Mosel von SPD-Chefin Andrea Nahles begleitet. Bildrechte: dpa

Elektromobilität VW in Zwickau: Bundesregierung verspricht Industrie Hilfe bei E-Mobilität

Der Umstieg auf die Produktion von E-Autos stellt die deutschen Auto-Konzerne vor große Aufgaben. Jetzt will die Bundesregierung helfen und die Qualifizierung der Mitarbeiter finanziell unterstützen.

Hubertus Heil informieren sich im Volkswagenwerk Zwickau an einem Stand über die Programmierung von Fahrzeugrobotern.
Arbeitsminister Hubertus Heil wurde bei seinem Werksbesuch in Mosel von SPD-Chefin Andrea Nahles begleitet. Bildrechte: dpa

Die Bundesregierung will den deutschen Autokonzernen beim Umstieg auf E-Autos mit Steuergeldern unter die Arme greifen. So soll vor allem die Qualifizierung der Mitarbeiter vom Staat gefördert werden. Bei einem Besuch von Arbeitsminister Hubertus Heil im VW-Werk Mosel in Sachsen sagte der SPD-Politiker, um die Beschäftigten für die künftigen Aufgaben zu qualifizieren, brauche es eine "Partnerschaft von Industrie und Politik". Der Autobauer, aber auch mittelständische Zulieferer, bekommen laut Heil finanzielle Unterstützung für die Weiterbildung von Mitarbeitern. Mit dem Qualifizierungschancengesetz, das seit Anfang Januar gilt, solle auch Arbeitslosigkeit verhindert werden, sagte der Minister.

Weiterbildung für Tausende Mitarbeiter

In Mosel bei Zwickau will Volkswagen in Zukunft Elektroautos bauen. Neben dem technischen Umbau der Autofabrik müssen laut VW parallel rund 7.700 Mitarbeiter weitergebildet werden. Bis Jahresende seien insgesamt 13.000 Trainingstage geplant, in denen die Beschäftigten je nach Aufgabenbereich unterschiedlich stark geschult würden. Ab November soll in dem Werk der erste E-VW in Serie gebaut werden. Ab 2021 ist geplant, auch E-Modelle der Marken Audi und Seat in Zwickau herzustellen.

Wir können und müssen das flankieren, beispielsweise wenn es um Qualifizierung geht. Das ist das, was ich will, dass wir Arbeitslosigkeit in diesem Strukturwandel verhindern, bevor sie entsteht.

Hubertus Heil Bundesarbeitsminister

E-Auto-Produktion braucht weniger Beschäftigte

Lars Kaiser (l) und Roy Ullrich, Anlagenfahrer im Karosseriebau von Volkswagen Sachsen in Zwickau, stehen im zukünftigen Karosseriebau für das neue Elektrofahrzeug ID von Volkswagen.
Im VW-Werk in Mosel müssen mehr als 7.700 Mitarbeiter für die E-Auto-produktion weitergebildet werden. Bildrechte: dpa

Der Automatisierungsgrad in der neuen Autofabrik wird sich nach Konzernangaben verdreifachen. Deshalb würden weniger Mitarbeiter als bisher gebraucht. So fallen in der Montage nach Angaben des Konzernbetriebsrats-Vorsitzenden Bernd Osterloh ein Drittel der Mitarbeiter weg. Um keine Mitarbeiter entlassen zu müssen, will VW mehr Autos bauen. Statt wie bisher 1.350 Fahrzeuge sollen ab 2021 jeden Tag 1.500 Autos die Werkhallen verlassen. Osterloh zufolge gilt für den Standort bis 2025 eine Beschäftigungsgarantie.

Der VW-Konzern, der 2018 etwa 17 Milliarden Euro Gewinn erwirtschaftete, will nach eigenen Angaben in Zwickau rund 1,2 Milliarden Euro in den Umstieg zur Elektromobilität investieren. VW will den Anteil der produzierten E-Autos in wenigen Jahren auf deutlich mehr als 20 Prozent anheben.

Quelle: MDR/mwa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 23.01.2019 | 19:00 Uhr
MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.01.2019 | 05:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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Zuletzt aktualisiert: 24. Januar 2019, 10:43 Uhr

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2 Kommentare

25.01.2019 07:06 peter 2

Wer es glaubt, wird seelig!Witz komm raus zu bist umzingelt!

24.01.2019 16:30 Sachse43 1

Genossin Nahles schaut dabei wie der einst ihre Glaubensschwester Künast auf der Grünen Woche und hier H. Heil: Voller Fachinteresse.
Im Ernst, diese Emobil Geschichte ist ein Umweltdesaster. Keiner darf Zahlen zur Ökologie bzw. dieses Doktrins veröffentlichen, kein Journalist wagt sich dazu zu journallisieren. Vom ökonomischen Unsinn kann man nur lachen.

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