10.03.2020 | 14:33 Uhr Staatsanwaltschaft Zwickau ermittelt nach FDJ-Umzug

Am Rande einer FDJ-Demo in Zwickau waren zwei Akteurinnen auf den Rathausbalkon geklettert. Gegen sie und zwei Helfer ermittelt die Staatsanwaltschaft.
Bildrechte: Ralph Köhler

Nach einer Demonstration der Freien Deutschen Jugend ermittelt die Staatsanwaltschaft Zwickau gegen vier Akteure der kommunistischen Organisation wegen Hausfriedensbruch. Die Behörde teilte mit, betroffen seien je zwei junge Frauen und Männer, die sich am Sonnabend an einer FDJ-Demo in Zwickau beteiligt hatten. Am Montag hatte die Stadtverwaltung eine entsprechende Anzeige bestätigt.

Weitere Demos geplant

Die beiden Frauen hätten den Balkon des Zwickauer Rathauses erklommen, die beiden Männer die Leiter gehalten, hieß es von der Staatsanwaltschaft. Zudem prüfe man einen Anfangsverdacht gegen den Anmelder der Kundgebung. Dabei gehe es um das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Die zu DDR-Zeiten größte sozialistische Jugendorganisation mit seinerzeit rund 2,3 Millionen Mitgliedern war Anfang der 1950er-Jahre im Westen verboten worden. Im Osten ist die FDJ nach den Bestimmungen des Einigungsvertrages allerdings legitim.

Die Zwickauer Demo war Teil einer FDJ-Kampagne unter dem Motto "30 Jahre sind genug! Revolution & Sozialismus". Weitere Kundgebungen sind im in Rostock, in Halle und in Eisenhüttenstadt geplant. Angaben über ihre Mitgliederzahl macht die Organisation nicht.

Quelle: MDR/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 10.03.2020 | 13:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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