23.01.2020 | 17:17 Uhr | Update "Jahr der Industriekultur" in Sachsen mit Festakt eröffnet

Festakt Dresden Industriekultur
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Sachsen ist mit einem Festakt in Dresden offiziell in das "Jahr der Industriekultur" gestartet. Das sächsische Kulturministerium erklärte, das Themenjahr wolle die Aufmerksamkeit auf die mehr als 500-jährige sächsische Industriegeschichte lenken. Diese sei stark mit der Identität der Bewohner des Freistaates verbunden.

Unsere These ist, dass für die Leute in Sachsen die Industriekultur, die Arbeits- und Gewerbekultur mit dem Bergbau, ausgehend vom großen Berggeschrey, mindestens genauso wichtig ist wie die Barockkultur.

Thomas Spring Kurator

Kernstück des Themenjahres ist die Sächsische Landesausstellung vom 25. April bis zum 1. November in Zwickau und weiteren Orten der Chemnitzer Industrieregion. Unter dem Titel "Boom" werden Persönlichkeiten und herausragende Beispiele sächsischer Industriekultur vorgestellt. Themenschwerpunkte sind der Bergbau, der Industriemaschinenbau, die Textilindustrie, der Automobilbau und die Eisenbahn mit dem Lokomotivbau.

Bildergalerie Die Orte der 4. Sächsischen Landesausstellung

Was können die Besucher wo erleben? Einen Überblick gibt es hier.

Landesausstellung Sachsen 2020
Industriemuseum Chemnitz Im Industriemuseum Chemnitz geht es um die Fragen: was ist eine Maschine und welche Rolle spielen Maschinen im Leben der Menschen? Ausgewählte Exponate verdeutlichen markante Entwicklungen und die wechselvolle Geschichte des sächsischen Maschinenbaus. Bildrechte: PR/W. Schmidt
Landesausstellung Sachsen 2020
Industriemuseum Chemnitz Im Industriemuseum Chemnitz geht es um die Fragen: was ist eine Maschine und welche Rolle spielen Maschinen im Leben der Menschen? Ausgewählte Exponate verdeutlichen markante Entwicklungen und die wechselvolle Geschichte des sächsischen Maschinenbaus. Bildrechte: PR/W. Schmidt
Landesausstellung Sachsen 2020
Audi-Bau Zwickau In einem Wettbewerb setzte sich schließlich diese Containerlösung durch. Sie stammt von einer Gemeinschaft, zu der eine Berliner Architekten-Gesellschaft und ein Chemnitzer Architekturbüro gehören. Bildrechte: PR/AFF-Architekten
Lokführer Siegfried Fuchs vom Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz rangiert einen Kohletender.
Eisenbahnmuseum Chemnitz Um die Jahrhundertwende wächst der Zugverkehr in Chemnitz und Umgebung so stark an, dass Personen- und Güterverkehr getrennt werden mussten. Damit verbunden erfolgte 1897 bis 1900 der Bau eines der größten Rangierbahnhöfe Deutschlands in Chemnitz-Hilbersdorf. Ein Teil davon, das Bahnbetriebswerk für Güterzuglokomotiven, beherbergt heute das Sächsische Eisenbahnmuseum, und der ehemalige Rangierbahnhof, das heutige Technikmuseum Seilablaufanlage. Zusammen präsentieren beide Häuser die Schauplatzausstellung EisenbahnBoom. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Zwei Mädchen stehen am hölzernen Antrieb einer historischen Spinnereimaschine.
Industriemuseum Chemnitz Begleitet wird die Ausstellung von einem museumspädagogischen Programm. Bildrechte: Deutsches Hygiene-Museum Dresden/Wolfgang Schmidt
Landesausstellung Sachsen 2020
Silberbergwerk Freiberg Eine neue Forschertour zeigt entlang ausgewählter Untertagelabore zukunftsweisende natur- und geowissenschaftliche Forschung. Bildrechte: PR/Malte Burkhardt
In der Ausstellungshalle der Crimmitschauer Museums Tuchfabrik Gebrüder Pfau herrscht Besucherandrang.
Tuchfabrik Pfau Crimmitschau Die Tuchfabrik Pfau ist ein authentischer Standort mit einem einzigartigen Maschinenbestand und historisch wertvoller Industriearchitektur. Im Jahr 1859 gründeten Friedrich und Antonie Pfau eine Handweberei in der Leipziger Straße 49. Mit ihrem kleinen Unternehmen waren sie so erfolgreich, dass sie 1885 in die neugebaute Maschinenweberei am heutigen Standort der Tuchfabrik Pfau umziehen konnten. Bildrechte: MDR/Matthias Vollmer
Aufsteller mit dem Titel der Landesausstellung stehen in einem Raum.
Mit einem knalligen Gelb soll die Ausstellung Interesse wecken. Bildrechte: Deutsches Hygiene-Museum Dresden/Ralph Köhler
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Eröffnung im Zentralwerk Dresden

Die Eröffnungsfeier fand im Ballsaal des Zentralwerks Dresden statt. Das Zentralwerk diente früher als Produktionsstätte von Nähmaschinen, Rüstungsgütern und Druckerzeugnissen. Heute ist es eine Kulturfabrik, die Wohnen, Kunst und Kultur sowie Kreativwirtschaft auf einem Gelände verbindet. Teil des sächsischen Themenjahres ist zudem die Wiedereröffnung der Energiefabrik Knappenrode in Hoyerswerda im Juli, die Förderung des Festivals für urbane Kunst "ibug" im Spätsommer sowie die Kreativmesse "Maker Faire" in Chemnitz Ende März.

Quelle: MDR/lam/kb/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.01.2020 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 23. Januar 2020, 17:17 Uhr

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