13.11.2019 | 19:07 Uhr Acht Jahre Haft nach Totschlag in Zwickauer Regenbogenhaus

Weil er seine Lebensgefährtin erwürgt hat, ist ein Zwickauer am Mittwoch zu acht Jahren Freiheitsentzug verurteilt worden. Davon muss er zunächst zwei Jahre im Strafvollzug absitzen. Danach soll der Verurteilte "in eine Entziehungsanstalt eingewiesen werden. Denn er neigt aufgrund seiner Alkoholkrankheit dazu, im alkoholisierten Zustand erhebliche Straftaten zu begehen", sagte Richter Altfried Luthe nach dem Urteil.

Motiv und Tatablauf unklar

Silvio H. hatte im Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" Zwickau immer wieder heftigen Streit bei Trinkgelagen mit seiner Lebensgefährtin. Am 5. Mai 2019 wurde die 46 Jahre alte Frau zusammengeschlagen und erwürgt in einem völlig verwahrlosten Zimmer gefunden. Den Raum hatten sich die beiden geteilt. Auch in der Tatnacht waren sie betrunken. Das Opfer wurde mit vier Promille im Blut gefunden. Silvio H. hatte nach der Tat erst Stunden später den Notruf gewählt. Auch da lag laut Polizei sein Alkoholwert bei mehr als 2,5 Promille im Blut.

Als Tatmotive könnten Eifersucht oder Streit um Geld in Frage kommen, hieß es während des Prozesses. Wie und warum der Abend letztlich eskalierte, konnte das Gericht im Verfahren nicht klären. Der bereits mehrfach vorbestrafte Angeklagte schwieg während des Prozesses.

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm im MDR MDR UM 4 | 13.11.2019 | 17:00 Uhr

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