20.02.2020 | 16:15 Uhr Frauenleiche im Koffer: Zwölf Jahre Haft für Ehemann

Eine goldfarbene Justitia-Figur steht im Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg vor Aktenbergen.
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Das Dortmunder Schwurgericht hat einen 24-jährigen Afghanen aus Zwickau am Donnerstag wegen Totschlags zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Die Richter sind davon überzeugt, dass der Angeklagte im Juli 2019 in Dortmund seine Ehefrau mit 76 Messerstichen getötet und die Leiche anschließend in einem Koffer versteckt hat. Der Mann hatte im Prozess zu den Tatvorwürfen geschwiegen.

Frau verblutete

Fest steht laut Gericht, dass es zu einer Auseinandersetzung zwischen den Eheleuten gekommen ist, in deren Verlauf der Angeklagte ein Messer zückte und immer wieder zustach. Darüber hinaus soll der 24-Jährige das Opfer auch noch mit einem Schnürsenkel stranguliert haben. Als Todesursache stellten die Rechtsmediziner Verbluten nach innen und außen fest.

Das Mordmerkmal "Grausamkeit" konnten die Richter laut Urteil nicht feststellen. Es könnten keine sicheren Angaben dazu gemacht werden, zu welchem Zeitpunkt das Opfer das Bewusstsein verloren habe, hieß es in der Begründung. Dennoch bleibe festzuhalten: "Ein Totschlag, bei dem mit einer solchen Intensität auf das Opfer eingewirkt wird, ist sehr, sehr außergewöhnlich", so Richter Peter Windgätter.

Quelle: MDR/dpa/st

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.02.2020 | 17:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

Zuletzt aktualisiert: 20. Februar 2020, 16:14 Uhr

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