29.01.2020 | 12:34 Uhr Rocklegenden geben Wohnzimmerkonzert in Hohenstein-Ernstthal

Klaus Kühn und seine Freunde haben im November mit ihrer Interpretation von "Alt wie ein Baum" das MDR SACHSEN-Wohnzimmerkonzert gewonnen. Am Dienstagabend konnten sie ihre Stars von City, Silly und den Puhdys hautnah erleben.

Wohnzimmerkonzert Rocklegenden Hohenstein-Ernstthal
Die Musiker der Ostrockbands Puhdys, Silly und City rocken im Wohnzimmer der Familie Senf. "Es ist alles super vorbereitet und wir wurden sehr nett emfpangen", so Dieter "Maschine" Birr. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Schon drei Stunden vor Beginn des Konzerts ist die Aufregung im Hause Senf greifbar. Familie Senf stellt am Dienstagabend ihr Wohnzimmer für das MDR SACHSEN-Wohnzimmerkonzert der sieben Rocklegenden zur Verfügung. Schon am Montag räumten die Freunde das Wohnzimmer um, um genug Platz für City-Sänger Toni Krahl, Puhdys-Frontmann Dieter "Maschine" Birr sowie Rüdiger "Ritchie" Barton, Uwe Hassbecker, Hans-Jürgen "Jäcki" Reznicek und Julia Neigel von der Band Silly zu schaffen. Zusätzlich unterstützt werden sie von Hassbeckers Sohn als Schlagzeuger. Bereits ab Mittag wurde im Hause Senf eifrig das Buffet aus belegten Brötchen, Kuchen, Kartoffelsalat und Würstchen vorbereitet.

Die "HOTler", wie sie sich selbst nennen, sind fünf befreundete Ehepaare. Sie fahren zusammen in den Urlaub, feiern Silvester und besuchen natürlich auch Konzerte. Die Idee, sich für das Wohnzimmerkonzert zu bewerben, hatten zwei der Frauen an einem Abend in ihrer Lieblingsoldiekneipe. "Es ist unlgaublich, dass wir dann auch gewonnen haben", sagt Klaus Kühn, der ein Bewerbungsvideo stellvertretend für alle eingereicht hat. Gemeinsam wurde dann entschieden, welches Wohnzimmer für diesen besonderen Abend genutzt werden soll.

"Wann erlebt man schon mal sowas?", freut sich Hausherr Uwe Senf. Ostrockfans sind die Freunde alle. Klaus Kühn ist sogar ein Puhdys-Fan der ersten Stunde. "Ich habe sie schon 1969 in Oelsnitz gesehen. Da hatten sie noch gar keine eigenen Lieder", erzählt er. "Ich war damals schon begeistert von der Qualität, wusste aber nicht, was einmal daraus werden würde."

Kartoffelsalat und Würstchen vor dem Auftritt

Nach und nach kommen die Musiker am Dienstagabend an dem Einfamilienhaus in Hohenstein-Ernstthal an. Zur Stärkung gibt es zuerst Kartoffelsalat und Würstchen in der Küche. Dieter "Maschine" Birr von den Puhdys und Toni Krahl von City sind sichtlich begeistert vom netten Empfang. "Wir haben bisher sehr gute Erfahrungen mit Wohnzimmerkonzerten gemacht", so Birr. "Der einzige Grund, warum wir das machen, ist, damit wir vernünftig was zu essen kriegen", scherzt Krahl und lässt sich noch eine weitere Wiener reichen.

Wohnzimmerkonzert Rocklegenden Hohenstein-Ernstthal
Insgesamt eine Stunde spielen die sieben Musiker Lieder von den Puhdys, Silly und City. Bildrechte: MDR/Anett Linke

Der Soundcheck beweist dann schon die Textsicherheit der "HOTler". Lautstark und begeistert singen sie "Lebenszeit" von den Puhdys. "Ich habe direkt Gänsehaut", sagt eine der Frauen. Die Zeit zwischen Soundcheck und dem Beginn des Konzerts wird genutzt, um Erinnerungsfotos zu machen und sich Autogramme zu holen. Zuerst sind die Freunde noch etwas schüchtern, doch die Aufregung legt sich durch die entspannte Art der Musiker bald.

Rund 30 Personen feiern auf 27 Quadratmetern

Pünktlich um 20 Uhr legen die sieben Musiker dann richtig los. Rund 30 Personen befinden sich insgesamt in dem 27 Quadratmeter großen Wohnzimmer der Familie Senf und singen begeistert mit. "Es ist eine ganz tolle Atmosphäre, wenn die Fans mal so ganz nah vor uns sind", sagt Dieter Birr. "Alle haben gute Laune und ich bin sehr bewegt."

Wohnzimmerkonzert Rocklegenden Hohenstein-Ernstthal
Bei "Was bleibt" von den Puhdys werden die Feuerzeuge gezückt. Bildrechte: MDR/Anett Linke

"Sie lassen uns hier in ihr Allerheiligstes", sagt Toni Krahl. "Es ist sehr nah dran und auch sehr intim." Eine Stunde feiern die Musiker zusammen mit den "HOTlern" Hits von allen drei Bands. Bei "Was bleibt" von den Puhdys werden sogar die Feuerzeuge gezückt. Und bei "Hey, wir woll'n die Eisbärn sehn" hält es niemanden mehr auf der Couch.

"Das Erlebnis ist einmalig", sagt Klaus Kühn. "Sie sind so nah dran, fast auf dem Schoß." Auch die Musiker sind begeistert. "Wie geil war das denn?", ruft Julia Neigel, Sängerin von Silly. Es ist ihr erstes Wohnzimmerkonzert überhaupt. "Es ist unheimlich charmant", sagt sie. Am Ende des Konzerts gibt es lauten Jubel. Und die "HOTler" lassen es sich auch nicht nehmen, ihren Stars selbst noch ein Ständchen zu singen.

Quelle: MDR/al

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 29.01.2020 | 19:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. Januar 2020, 12:34 Uhr

1 Kommentar

Karl Gustav2 vor 4 Wochen

Cool.

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