05.03.2020 | 14:57 Uhr Wolf tappt bei Crimmitschau in Fotofalle eines Jägers

Ein Wolf von einer Wildkamera aufgenommen
Bei Crimmitschau ist der Wolf in die Fotofalle eines Jägers getappt. Bildrechte: private Wildkamera

Im Zwickauer Land ist ein Wolf nachgewiesen worden. Die Fachstelle Wolf im Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie teilte mit, als Beleg dienten drei Fotos aus der automatischen Wildkamera eines Jägers. Mitte Februar wurden die Aufnahmen bei Crimmitschau gemacht. Die Fotos seien aber nicht die einzigen Nachweise eines Wolfes in dieser Gegend, hieß es. Eine nachträgliche Untersuchung einer Speichelprobe von gerissenen Schafen Anfang Dezember 2019 in der Nachbargemeinde Neukirchen ergab, dass mit großer Sicherheit ein Wolf der Verursacher war. Aktuell sei es noch unklar, ob es sich bei den Nachweisen um ein und denselben Wolf handelt.

Bevölkerung zu Wolfsmeldungen aufgerufen

Unklar ist nach Angaben des Amtes noch, ob sich der Wolf nur kurzfristig in der Region aufhält oder dort sesshaft geworden ist. Diese Fragen sollen mithilfe des Wolfsmonitorings in den nächsten Monaten geklärt werden. Die Bevölkerung ist aufgerufen: "Wer einen Wolf sichtet oder Spuren entdeckt, soll das bitte zeitnah bei der Fachstelle melden."

Nachweise in der Region schon 2014 und 2018

Erstmals war 2014 im Landkreis Zwickau ein Wolf nachgewiesen worden. Der letzte Nachweis stammte vom 1. März 2018. Damals wurde bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 72 bei Niederfrohna ein Wolf getötet.

Das nächste bestätigte Wolfsterritorium zu den aktuellen Nachweisen ist das Výsluni Rudel in der Tschechischen Republik. Genetische Untersuchungen haben bestätigt, dass die Wölfe dieses Rudels auch auf sächsischer Seite im Grenzbereich zwischen Oberwiesenthal und Jöhstadt im Erzgebirgskreis unterwegs sind.

Quelle: MDR/lam/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.03.2020 | 15:30 Uhr in den Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz

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