14.04.2020 | 13:55 Uhr Ostdeutsche Tourismusorte rechnen mit 2,6 Milliarden Euro Verlusten

Der Strand und die Strandpromenade in Zinnowitz auf Usedom sind fast menschenleer durch das Coronavirus
Menschenleere Strände in Zinnowitz: Wo sich über Ostern normalerweise Tausende Sachsen im Urlaub auf Usedom tummeln, blieben die Betten und Hotels in diesem Jahr leer. Bildrechte: imago images / Leo

Die ostdeutsche Tourismuswirtschaft rechnet mit 2,6 Milliarden Euro Verlust durch die Corona-Krise. Das hat eine Hochrechnung des Ostdeutschen Sparkassenverbandes ergeben. Die Ausfälle beziehen sich demnach auf die Monate März und April sowie auf das weggefallene Ostergeschäft wegen der Ausgangsbeschränkungen. Sollten die Einschränkungen über den April hinaus bestehen bleiben, werde das Minus noch dicker.

Mit Geld und neuen Ideen Krise überbrücken

Neben den akuten Effekten seien im Saisonverlauf 2020 weitere Verluste zu erwarten: Urlaubsgebiete sollten sich aufgrund von Stornierungen und Verbraucherzurückhaltung auf einen extremen Nachfragerückgang einstellen. Auch in Städten mit vielen Veranstaltungen sei eine weitere Zuspitzung zu erwarten. Denn immer mehr Veranstaltungen würden auch für Mai oder Juni 2020 abgesagt.

Blick auf den menschenleeren Neumarkt vor der Frauenkirche in Dresden.
Unklar ist, wann wieder Touristen aus aller Welt die Frauenkriche in Dresden besuchen kommen. Bildrechte: Andreas Weihs/dpa

Die Tourismusbranche geht davon aus, dass der internationale Reiseverkehr länger brauchen werde, um wieder anzuspringen. Der Ostdeutsche Sparkassenverband rät den Betrieben, sich bereits jetzt auf die Zeit nach der Krise einzustellen. Neben Gesprächen über Tilgungsaussetzungen von Krediten oder KfW-Förderdarlehen sollten Gastgeber auch sonst aktiv werden. Vorgeschlagen wird ihnen, transparent zu kommunizieren, neue virtuelle Erlebnisse zu entwickeln oder sich Alternativmärkte zu erschließen.

Hier finden Sie die Regeln für Tourismus in der Corona-Krise in der Übersicht - herausgegeben und zusammengefasst vom Deutschen Tourismusverband:

Quelle: MDR/kk

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 14.04.2020 | 12:00 Uhr in den Nachrichten

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