Entscheidung Corona-Antikörpertest darf in sächsischen Apotheken verkauft werden

Antikörpertest Verpackung wird von einer PErson in den Händen gehalten und betrachtet.
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Im Freistaat Sachsen darf der Coronavirus-Antikörpertest "AProof" freiverkäuflich über Apotheken abgegeben werden. Das gab das Sozialministerium am Donnerstag bekannt. Der in Leipzig entwickelte Test war vor dreieinhalb Wochen vorgestellt worden.

Grundsätzlich sei die Entwicklung eines Antikörpertests positiv zu werten, so Gesundheitsministerin Petra Köpping. Durch die Landesdirektion Sachsen musste jedoch noch eine Bewertung erfolgen, damit für medizinische Laien ein sicherer Umgang mit dem Antikörpertest sichergestellt werden kann.

Wir wissen, dass die Apotheken als Teil der patientennahen Gesundheitsversorgung die beste niederschwellige Beratung bieten können. Sie können daher die bei der Abgabe der Coronavirus-Antikörpertests wichtige Aufklärung leisten.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD)

Die Sicherheit für Anwenderinnen und Anwender stehe an erster Stelle, sagte Köpping. Eine ausführliche Beratung durch entsprechend ausgebildetes Personal sei wichtig. Der Kunde solle gut aufgeklärt werden. Ihm sollte klar sein, dass von einer Immunität bei positivem Testergebnis bezüglich des Vorhandenseins von Antikörpern nicht ausgegangen werden darf.

Der Test funktioniert so: Nach erfolgter Blutabnahme aus dem Finger und Überführung auf die dafür vorgesehene Filterkarte wird diese in ein firmeneigenes Labor übersandt und dort ausgewertet. Das Ergebnis des qualitativen Tests kann mittels personalisiertem Zugangscode spätestens nach 48 Stunden über eine Plattform abgerufen werden.

Der Test "AProof" ist eine Entwicklung des Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrums der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Leipziger Pharmaunternehmen Adversis und kostet 49 Euro.

Quelle: MDR/bh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 24.09.2020 | ab 18:00 Uhr in den Nachrichten

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