Lage in Krankenhäusern Hälfte aller Covid-Intensivpatienten in Sachsen wird beatmet

Blick in ein Stationszimmer mit Beatmungsgeraet fuer schwersterkrankte Covid-19 Patienten
Bildrechte: imago images/Ralph Lueger

In Sachsen muss derzeit mehr als die Hälfte der Covid-19-Patienten auf Intentivstationen invasiv beatmet werden. Das geht aus dem Divi-Intensivregister hervor. In der Datenbank werden täglich alle belegten und freien Intensivbetten aus Krankenhäusern in ganz Deutschland erfasst. Die Kliniken sind verpflichtet, diese Zahlen zu melden.

Sachsenweit werden 302 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Ihr Anteil an den belegten Intensivbetten beträgt 18,1 Prozent. Das ist im Bundesvergleich der zweithöchste Wert. Die Zahlen im Überblick:

  • Anzahl Intensivbetten: 1.669
  • belegte Intensivbetten: 1286 (davon 302 mit Covid-19-Patienten, davon 163 beatmet)
  • freie Intensivbetten: 383
  • Notfallreserve: 713


Stand: 18.11.2020, 16 Uhr

Lage in Landkreisen sehr unterschiedlich

In den Landkreisen Mittelsachen und Meißen gibt es laut Intensivregister nur noch sechs (von 50) beziehungsweise sieben (von 68) freie Intensivbetten. Im Landkreis Bautzen ist der Anteil an Covid-19-Patienten auf Intensivstationen mit 43,2 Prozent am höchsten. Etwas entspannter ist die Lage beispielsweise im Landkreis Nordsachsen. Hier liegt der Anteil bei nur 3,3 Prozent und von 60 Intensivbetten sind noch 25 frei. Die meisten freien Intensivbetten gibt es derzeit im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge: Von 188 Betten sind 116 nicht belegt.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 18.11.2020 | 17:00 Uhr in den Nachrichten

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