Hintergrund Corona und Quarantäne: Was ist wie geregelt?

Die Corona-Fälle in Deutschland und Sachsen steigen seit einigen Wochen wieder. Immer wieder werden ganze Schulklassen in Quarantäne geschickt. Doch Quarantäne ist nicht gleich Quarantäne. Je nach den Umständen gibt es unterschiedliche Regelungen – zum Beispiel für Reiserückkehrer und für Kontaktpersonen von positiv getesteten Personen. MDR SACHSEN hat die wichtigsten Regelungen zusammengefasst.

Ein Mädchen trägt einen Mundschutz.
Bildrechte: imago images / Noah Wedel

Das gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten

Alle Einreisenden aus Ländern, die als Risikogebiet eingestuft sind, müssen sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen. Alternativ können sie ein negatives Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Solange kein negatives Testergebnis vorliegt, müssen sich Einreisende aus Risikogebieten in eine 14-tägige Quarantäne begeben.

Sonderregelungen für Grenzpendler

Für bestimmte Grenzpendler aus Risikogebieten, z.B. zwischen Prag und Sachsen, gibt es Sonderregelungen. Wie das sächsische Gesundheitsministerium mitteilte, müssen sich diese Personengruppen bei der Einreise nach Sachsen nicht wie gesetzlich vorgeschrieben in Quarantäne begeben oder testen lassen. Eine Meldung an das Gesundheitsamt sei auch nicht erforderlich.

Für wen gilt die Ausnahmeregelung:

  • Personen, die regelmäßig die Grenze zwischen Wohnort und Arbeitsstätte überqueren (Grenzpendler).


  • Personen, die für einen begrenzten Zeitraum zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst oder aus sozialen Gründen in das Bundesgebiet einreisen.


  • Personen im diplomatischen Dienst

Das gilt für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikogebieten

Für Rückkehrer aus Ländern, die nicht als Risikogebiet eingestuft sind, gibt es keine Verpflichtung zur Quarantäne oder auf einen Corona-Test. Grundsätzlich besteht aber die Möglichkeit, sich freiwillig in den Testcentern an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden oder beim Hausarzt testen zu lassen. Die Kosten für diese Tests müssen selbst getragen werden.

Das gilt für Kontaktpersonen von positiv Getesteten

Bei direktem Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person muss die Kontaktperson 14 Tage in Quarantäne. Diese gelten rückwirkend ab dem letzten Kontakt zur infizierten Person. Auch ein negativer Corona-Test verkürzt die Quarantäne nicht. Damit soll vermieden werden, dass die Personen während einer möglichen Inkubationszeit weitere Menschen anstecken. Das Gesundheitsamt legt in Einzelfällen das Vorgehen fest.

Quelle: MDR

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 18.09.2020 | 19:00 Uhr

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