19.03.2020 | 15:38 Uhr Hilfsorganisationen in Sachsen starten Internetseite für Helfer und Hilfesuchende

Menschen stehen nebeneinander
Uwe Martin Fichtmüller (ASB), Dietmar Link (Johanniter), Sozialministerin Petra Köpping und DRK-Sachsen-Chef Rüdiger Unger (v.li.) haben am Donnerstag die sachsenweite Helferinitiative vorgestellt. Bildrechte: MDR/Konstantin Henß

Hilfsorganisationen in Sachsen wollen gebündelt während der Corona-Krise Menschen in Not unterstützen. Dafür haben sie in Kooperation mit dem sächsischen Sozialministerium die Internetseite "Team Sachsen" erstellt. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden des DRK Sachsen Rüdinger Unger soll durch die Webseite das freiwillige Engagement der Bürger bei Katastrophenlagen besser koordiniert werden.

Bürger können sich unter teamsachsen.de registrieren und werden dann bei Bedarf durch die Hilfsorganisationen kontaktiert. Ab kommender Woche können sich dann auch Menschen, die Hilfe benötigen, auf der Webseite melden.

Es soll auch ein Aufruf sein, dass die Menschen, die helfen können und wollen, gerade auch in den ländlichen Räumen, sich bei Team Sachsen melden und so Hilfsaufgaben zentral koordiniert werden können.

Petra Köpping Sozialministerin von Sachsen

An "Team Sachsen" sind neben dem DRK, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Johanniter-Unfall-Hilfe und der Malteser Hilfsdienst beteiligt.

Online-Hygieneschulung ist ein Muss

Bevor man sich als Helfer registrieren kann, muss man zuerst eine halbstündige Online-Hygiene- und Desinfektionsschulung mitmachen. Die Schulung soll vermitteln, wie man sich im Umgang mit besonders gefährdeten Personengruppen zu verhalten habe. Auch privat organisierte Hilfsnetzwerke oder Privatpersonen können an der Online-Schulung teilnehmen. Sie ist kostenlos und für jeden zugänglich.

Nach der Registrierung heißt es erstmal warten

Bei der Registrierung wird neben den üblichen Kontaktdaten unter anderem abgefragt, ob man ein eigenes Auto besitzt und welche Berufserfahrung man mitbringt. Diese Angaben dienen dazu, die Helfer für konkrete Einsatzmöglichkeiten weiter zu vermitteln. So sollen in Zukunft zum Beispiel Kindergärtner bei der Kinderbetreuung helfen und Menschen mit Auto bei Einkäufen für ältere Menschen. Da sich die Koordinierungsstelle noch im Aufbau befindet, kann es eine Weile dauern, bis registrierte Helfer erste Anfragen für mögliche Hilfseinsätze bekommen.

Quelle: MDR/kh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 19.03.2020 | 19:00 Uhr

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