28.03.2020 | 11:15 Uhr Landesdirektion Sachsen: Hilfs-Anträge für Berufspendler aus Tschechien und Polen sind online

Ein Pkw wird am Grenzübergang kontrolliert.
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Seit Freitag können tschechische und polnische Berufspendler Geld beim Freistaat beantragen, dass sie für eine vorübergehende Unterkunft in Sachsen benötigen. Diese Unterstützung hatte die sächsischen Landesregierung am Mittwoch beschlossen. Damit soll das Gesundheitssystem des Freistaats in Zeiten der Coronavirus-Krise nicht weiter durch Personalengpässe belasten und arbeitsfähig gehalten werden.

40 Euro pro Tag für ausländische Beschäftigte

Beschäftigte aus der Medizin- und Pflegebranche, die wegen der Corona-Beschränkungen ihrer Heimatländer vorübergehend in Sachsen bleiben müssen, bekommen der Landesdirektion zufolge Hilfen in Höhe von 40 Euro pro Tag. Für nahe Angehörige sollen sie 20 Euro pro Tag und Person erhalten. Voraussetzung für eine Förderung sei, dass die Beschäftigten infolge der neuen Einreisebeschränkungen der Nachbarländer nicht mehr täglich nach Sachsen pendeln könnten. Die Regelungen gelten laut Landesdirektion für eine Laufzeit von zunächst drei Monaten.

Grenzen dicht - Ausnahmen in Tschechien

Tschechien und Polen hatten in der vergangenen Woche ihre Grenzen für Berufspendler geschlossen. Damit soll eine Ausbreitung der Corona-Pandemie verhindert werden. Das tschechische Innenministerium hatte am Mittwochabend eine Ausnahme für Beschäftigte in Gesundheits- und sozialen Diensten eingeräumt. Sie sollen weiterhin die Grenze passieren dürfen.

Quelle: MDR/mar/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.03.2020 | 08:00 Uhr in den Nachrichten

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