Jahresabschluss 2020 Loch von 200 Millionen Euro im sächsischen Haushalt

Gestapelte Geldmünzen liegen am 04.11.2014 in München (Bayern) auf Geldscheinen.
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Sachsens Landeshaushalt weist laut dem vorläufigen Jahresabschluss ein Defizit von 196 Millionen Euro auf. Wie das Finanzministerium am Mittwoch mitteilte, standen zum Stichtag 31. Dezember 2020 rund 21,4 Milliarden Euro Einnahmen Ausgaben in Höhe von etwa 21,6 Milliarden Euro gegenüber.

"Der vorläufige Jahresabschluss 2020 zeigt deutlich, in welchem Fahrwasser sich der sächsische Landeshaushalt coronabedingt bewegt", sagte Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann. Der CDU-Politiker kündigte Einschnitte ab dem nächsten Doppelhaushalt an. Die Ausgaben müssten an die geringeren Einnahmen angepasst werden. Zudem gelte es Prioritäten zu setzen.

Vorjohann will bei Investitionen nicht sparen

Laut Finanzministerium gingen die Steuereinnahmen im vergangenen Jahr gegenüber der Haushaltsplanung um etwa 1,7 Milliarden Euro oder zehn Prozent zurück. Investiert wurden im vergangenen Jahr 3,29 Milliarden Euro, das heißt 400 Millionen Euro mehr als im Jahr 2019. "Dank unserer weiterhin hohen Investitionsquote, die 2020 bei 15,3 Prozent lag, bleiben wir ein starker Partner für Bauwirtschaft und Handwerk", sagte Vorjohann. Ein hohes Investitionsniveau müsse auch das Ziel für die nächsten Jahre sein. In diesem und im nächsten Jahr sind Quoten von 14,7 Prozent beziehungsweise 14 Prozent vorgesehen.

Wegen der Pandemie verzichtete Sachsen auf einen Schuldenabbau. Mit der Einrichtung des "Corona-Bewältigungsfonds" wurden neue Kredite in Höhe von 1,5 Milliarden Euro aufgenommen, hieß es. Die Gesamtverschuldung habe sich somit auf 12,3 Milliarden Euro erhöht.

Quelle: MDR/al/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.01.2021 | 16:00 Uhr in den Nachrichten

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