06.06.2020 | 17:58 Uhr | Update Sachsen will mit eigenem Konjunkturpaket Lücken des Bundes schließen

Ein symbolisches Konjunkturpaket ist geschnürt und liegt in einem Einkaufswagen
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Die sächsische Landesregierung will mit einem eigenen Konjunkturprogramm Lücken in den Corona-Hilfen des Bundes schließen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer bei einer Diskussion mit Vertretern des Gastgewerbes in Plauen an. Man wolle zunächst die vom Bund geplanten Maßnahmen abwarten. Im Anschluss soll über eine Kofinanzierung nachgedacht werden.

Kretschmer: "Maß halten"

Im Konjunkturpaket des Bundes gebe es Komponenten, die genau richtig seien und jetzt gebraucht würden. Man wisse nicht, was in den nächsten Jahren passiere. Deutschland müsse handlungsfähig bleiben, wenn es in besondere Situationen gerate. Man müsse auch dann immer noch so viel "trockenes Pulver" haben, um reagieren zu können. "Deswegen, Maß halten." Die Bundesregierung habe richtig erkannt, dass die Krise bis in das nächste Jahr reichen werde und dass es eine ganze Reihe von Unternehmen gebe, die das ohne Gegenmaßnahmen nicht überleben werden, sagte Kretschmer.

Sachsens Regierung will Anfang kommender Woche auf einer Klausur in Meerane über das Konjunkturprogramm für den Freistaat sprechen. Kretschmer hatte sich kritisch zum geplanten Konjunkturpaket der Bundesregierung und zur Absenkung der Mehrwertsteuer geäußert.

Quelle: MDR SACHSEN

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 06.06.2020 | 19:00 Uhr in den Nachrichten

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