Blick zu den Nachbarn Polen und Tschechien verzeichnen steigende Corona-Zahlen

Aus Angst vor der Corona-Pandemie hatten Polen und Tschechien im Frühjahr ihre Grenzen nach Deutschland gesperrt. Die Folge waren kilometerlange Staus und Nachbarn, die sich nicht mehr besuchen konnten. Diese Sperrungen wurden im Juni wieder aufgehoben, Reisen nach Prag ode Breslau sind wieder problemlos möglich. Nun aber steigen die Corona-Fallzahlen bei unseren Nachbarn wieder - deutlich stärker als hier in Sachsen.

Corona-Grafik
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Mariusz Gujik, Professor für Virologie Uniklinik Warschau, äußert sich besorgt über die aktuelle Corona-Lage in seinem Land: "Wir müssen uns vor einem weiteren Anstieg der Fallzahlen fürchten. Die aktuelle Lage bringt uns an den Rand der Leistungsfähigkeit. Wenn sich die Situation zuspitzt, werden wir nicht jedem Covid-19-Patienten eine Behandlung, etwa mit Atemgeräten, ermöglichen können."

Vergangene Woche meldete Polen etwa 5.000 Neuinfektionen. Gemessen an der Einwohnerzahl entspricht das 13 neuen Fällen auf 100.000 Einwohner im Wochendurchschnitt. In der Tschechischen Republik sind es 15 Neu-Erkrankungen auf 100.000 Einwohner. In Sachsen waren es am Mittwoch 3.

Das Auswärtige Amt fasst die Lage in Polen so zusammen: "Regionale Schwerpunkte liegen derzeit in einzelnen Kreisen und Städten der der Wojewodschaften Großpolen, Heiligkreuz, Kleinpolen, Lodz, Schlesien und Vorkarpaten." Die tschechichen Behörden fassen die Fallzahlen in einer Corona-Ampel zusammen. Die Einreise ist für Deutsche in beide Länder möglich.

Quelle: MDR/SACHSENSPIEGEL

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 13.08.2020 | 19:00 Uhr

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