Schule in der Corona-Pandemie Sächsischer Landesschülerrat plädiert für Wechselunterricht

Schülerinnen und Schüler, einer davon mit einer Schutzmaske am Carolus-Magnus-Gymnasium.
Ab der siebten Klasse gilt eine Maskenpflicht auch im Unterricht. Bildrechte: dpa

Der Landesschülerrat (LSR) plädiert bei der derzeitigen Corona-Infektionslage in Sachsen für die Einführung von Wechselunterricht. Schulen sollten dabei die Freiheiten besitzen, für die konkreten Bedingungen auf Besonderheiten der Einrichtungen einzugehen, vor allem die räumliche Situation und Klassenstärken, sagte Landesschülersprecherin Joanna Kesicka in einer Mitteilung vom Sonnabend. Die Formate sollten in Absprache mit den Schülervertretern gestaltet werden.

Nachteile ausgleichen

Der LSR forderte bei der Einführung von Wechselunterricht entsprechende Nachteile für die Schüler auszugleichen. "Spätestens mit dem Wechselmodell wird auffällig, dass dieses Schuljahr kein normales Schuljahr ist. Deswegen können es auch nicht normale Maßstäbe sein, die für Zeugnisse und Abschlüsse angelegt werden", so Kesicka.

LSR begrüßt Maßnahmen der sächsischen Landesregierung

Generell begrüßte der Landesschülerrat aber die am Freitag beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung. Danach soll bei 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen der Regelbetrieb an Schulen eingeschränkt werden. An den Grundschulen soll es feste Klassen geben, weiterführende Schulen gehen in Absprache mit dem Kultusministerium in den Wechselunterricht. Grundsätzlich ausgenommen von den Wechselmodellen sind die Abschlussklassen. Zudem gilt ab Klassenstufe 7 Maskenpflicht im Unterricht.

Quelle: MDR/bj/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 27.11.2020 | 19:00 Uhr

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