19.06.2020 | 12:16 Uhr Freiwillige Sommerschule für Sachsens Schulen und Schüler in den Ferien

Drittklässler schreiben' Schöne Ferien!' auf eine Tafel in einem Klassenzimmer
Ihre Rucksäcke und Schulbücher sollten Sachsens größere Schüler in den Ferien nicht zu weit weglegen. Wer Lernlücken wegen der coronabedingten Unterrichtsausfälle hat, könnte in die Sommerschule gehen. Bildrechte: dpa

Damit Schüler coronabedingte Lerndefizite ausgleichen können, soll es in Sachsens Schulen in den Sommerferien Bildungsangebote geben. Das Programm "Sommerschule" sei für Oberschulen, Gymnasien und Förderschulen gedacht, um Üben und Lernen zu ermöglichen, teilte das Kultusministerium am Freitag mit. Die Teilnahme für Lehrer und Schüler sei freiwillig. Über die Lerninhalte sollen die Schulen selbst entscheiden.

Angebote in der ersten und fünften Ferienwoche

Vorrangig sollen die Bildungsangebote in der ersten Ferienwoche vom 20. bis 24. Juli und in der fünften Ferienwoche 17. bis 21. August stattfinden. Für das Programm plant das Kultusministerium bis zu elf Millionen Euro ein. Die Sommerschule ist demnach vor allem für Gymnasien, Förder- und Oberschulen gedacht.

"Die Sommerschule ist ein freiwilliges Angebot, niemand kann dazu verdonnert oder verpflichtet werden. Weder die Schülerinnen und Schüler noch die Lehrerinnen und Lehrer", sagte Kultusminister Christian Piwarz MDR Sachsen.

Wir müssen davon ausgehen, dass trotz der vielseitigen Bemühungen in der häuslichen Lernzeit und der seit einigen Wochen wieder aufgenommenen Präsenzphasen bei den Schülerinnen und Schülern der weiterführenden Schulen Bildungsdefizite unterschiedlicher Art entstanden sind.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz

Defizite auch im neuen Schuljahr ausgleichen

Viele Eltern hätten Kultusminister Piwarz in jüngster Zeit Sorgen über Lerndefizite mitgeteilt. Piwarz wolle das mit den Angeboten der Sommerschule ernst nehmen, wies zugleich aber darauf hin, dass die Sommerschule nicht ausreichen werde, die fachlichen Defizite vollständig auszugleichen. "Das wird Aufgabe der Schulen im kommenden Schuljahr sein", sagte Christian Piwarz.

Jede Schule solle prüfen, welche besonderen Bildungsangebote sie für ihre Schüler hilfreich fände und solle die Angebote dann eigenverantwortlich umsetzen, hieß es.

Weitere Informationen des Kultusministeriums

Im Vorfeld um Stellungnahmen gebeten

Piwarz zufolge sind im Vorfeld der Sommerschule alle Beteiligten um eine Stellungnahme gebeten worden, darunter der Landeselternrat und Landesschülerrat, die Lehrerverbände und die Lehrergewerkschaft. "Wir haben zum Teil sehr positive Rückmeldungen bekommen", erklärte der Minister. Gleichwohl seien auch Hinweise gekommen, die halfen, "das Programm auch entsprechend darauf einzustellen". "Insofern sind wir zuversichtlich, dass die Schulen sich der Aufgabe stellen", sagte Piwarz.

Zur Vorbereitung in der kurzen verbleibenden Zeit bis zu den Sommerferien bekämen die Schulen noch detaillierte Hinweise sowie eine Liste von externen Partnern, die für die Sommerschule zur Verfügung stünden.

Quelle: MDR/kk/kt

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.06.2020

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