Corona-Maßnahmen Lockdown bis 14. Februar verlängert: Schärfere Maskenpflicht, mehr Homeoffice

Der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird bis zum 14. Februar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder am Dienstag beschlossen. Zudem wird die Maskenpflicht verschärft. In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen künftig medizinische Masken getragen werden - das können sogenannte OP-Masken oder FFP2-Masken sein. Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten künftig das Arbeiten im Homeoffice überall dort ermöglichen, wo es die Tätigkeiten zulassen. Auch für Schulen und Kitas sollen die bisherigen Auflagen gelten.

Blick auf die leeren Bänke der Brühlschen Terassen in Dresden.
Noch konsequenter Kontakte einschränken, das ist die Devise der Bund-Länder-Runde für die kommenden vier Wochen. Bildrechte: dpa

Bund und Länder haben am Dienstag über den bundesweiten Lockdown beraten und eine Verlängerung besprochen. "Wir haben uns vorgenommen, bis zum 14. Februar, das sind jetzt vier Wochen, sehr konsequent Kontakte runterzufahren und diszipliniert zu sein", sagte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dem MDR SACHSENSPIEGEL. Mehrere Maßnahmen sollen den verlängerten Lockdown stärken. Diskutiert wurde demnach die Einführung der FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen. Dem widersprach Kretschmer jedoch und verwies auf medizinischen Mundschutz. "Das hilft mehr und ist ein Centartikel, der mittlerweile überall erhältlich ist".

In öffentlichen Verkehrsmitteln und Geschäften müssen künftig sogenannte OP-Masken oder Mund-Nase-Bedeckungen mit den Standards KN95/N95 oder FFP2 getragen werden, wie aus dem Beschlusspapier hervorgeht.

Mehr Sachsen sollen im Homeoffice arbeiten

Die in Sachsen bereits geltenden Maßnahmen sollen laut Kretschmer beibehalten und nicht wesentlich weiter verschärft werden. Dazu gehöre auch der 15-Kilometer-Radius im Umfeld der Wohnadresse und die Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr. Allerdings: "Wir wollen etwas mehr Homeoffice erreichen. Je mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten, desto weniger Kontakte sind möglich", sagte Kretschmer. Homeoffice wird laut Kanzlerin Merkel bis mindestens 15. März per Verordnung ermöglicht.

Komplette Betriebsschließungen oder die Einstellung des öffentlichen Nahverkehrs werde es nicht geben, hatte Kretschmer bereits am Montagabend im MDR Polit-Talk Fakt ist! gesagt. In der Sendung kündigte er auch an, dass Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) eine Vorlage erarbeite, die den Handlungsrahmen für mehr Homeoffice vorgeben solle.

Frau legt Mundschutzmaske an
Über eine FFP2-Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen wurde diskutiert. Laut Ministerpräsident Kretschmer sollen medizinische Masken wie im Bild hier zu sehen zur Pflicht werden. Bildrechte: imago images/Michael Weber

Fahrplan der Entscheidungen - auch für Schulen und Kitas

Die Bund-Länder-Beratung liefen bis zum späten Dienstagabend. Streitthema waren vor allem der Umgang mit Kitas und Schulen in den Bundesländern. Kretschmer hatte dem Fernsehsender "Welt" am Rande der laufenden Beratungen gesagt, es herrsche Einigkeit darüber, dass es "nur wenige Ausnahmen" von den Schließungen geben dürfe. Ausnahmen könnten für die Notbetreuung oder für Abschlussklassen gelten. "Sicherlich" werde in den einzelnen Ländern etwas unterschiedlich mit den Ausnahmen umgegangen. In Sachsen werde Kretschmer sehr restriktiv vorgehen, andere Bundesländer wollten "vielleicht etwas mehr auf Freiwilligkeit gehen", sagte der CDU-Politiker.

Das sächsische Kabinett will am Mittwoch die neuen Corona-Regeln für Sachsen festlegen. Am Mittag sollen sie der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Quelle: MDR/kk/lam/AFP/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 19.01.2021 | 19:00 Uhr

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