28.06.2020 | 21:15 Uhr | Update Kitas in Sachsen kehren zum Regelbetrieb zurück

Zaun, auf dem steht in bunten Buchstaben: Schön dass ihr wieder da seid.
Bildrechte: MDR /Christoph Stelzner

Sachsens Kitas können ab Montag in den Regelbetrieb zurückkehren. Die Entscheidung war Anfang der Woche nach ausführlichen Beratungen mit Infektiologen, Vertretern der Kitapraxis und den Trägern von Kindertageseinrichtungen gefallen, wie Kultusminister Christian Piwarz mitteilte. Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln müssen trotzdem weiterhin eingehalten werden. Unter diesen Voraussetzungen sind aber auch wieder Elternabende möglich.

Die Öffnung ist aufgrund des Infektionsgeschehens möglich und pädagogisch geboten.

Christian Piwarz Kultusminister

Ab 29. Juni entfällt demnach in den Kitas die Trennung der unterschiedlichen Gruppen im Gebäude und auf den Außenflächen. Zudem dürfen die Einrichtungen wieder ihre individuellen Konzepte umsetzen. Aufgrund der Änderung können die Kitas auch wieder normal öffnen. Diese Veränderungen sollen die Eltern entlasten. Weiterhin gilt:

  • Eltern müssen Mund-Nasen-Bedeckung tragen
  • Abstandsregeln beim Bringen und Holen der Kinder
  • Einhaltung Hygienemaßnahmen
  • tägliche Gesundheitsbestätigung

Überarbeitung der Gesundheitsbestätigung

An der umstrittenen Gesundheitsbestätigung wird weiter festgehalten. Allerdings müssen die Eltern künftig nur noch die Symptomfreiheit des Kindes bestätigen und nicht mehr die des gesamten Haushalts. Zudem wurden nach Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) die Symptome präzisiert - künftig zählen Husten, Fieber oder Erbrechen dazu - nicht mehr aber etwa Schnupfen. Viele Eltern seien in den vergangenen Wochen verunsichert gewesen, ob sie ihr Kind etwa mit laufender Nase in die Kita bringen könnten, so Ministeriumssprecher Dirk Reelfs.

Die Diakonie, Träger von rund 270 Kitas in Sachsen, begrüßte den Rückkehr zum Regelbetrieb unter Hygiene-Auflagen. Nun könnten auch wieder offene und teiloffene Konzepte und damit verstärkt die Bildung der Kinder in den Blick genommen werden, so Referentin Inga Blickwede. Die vergangenen Wochen mit dem Prinzip der strikt getrennten Gruppen hätten den Einrichtungen viel Kreativität und Engagement abverlangt.

Status quo für Schule und Hort

Der Schul- und Hortbetrieb wird bis zu den Sommerferien in der jetzigen eingeschränkten Form fortgesetzt. In den verbleibenden Wochen des laufenden Schuljahres sollte es auf Wunsch aus der Schulpraxis keine Veränderungen mehr geben, so Piwarz.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.06.2020 | 14:00 Uhr in den Nachrichten

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