25.05.2020 | 17:00 Uhr Corona-Umfrage: Mehr Menschen verlegen Urlaub nach Deutschland

Die Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie haben auch die Reisepläne vieler Menschen durcheinandergebracht. Reisewarnungen, gestrichene Flüge, Ausgangsbeschränkungen in Urlaubsregionen: Viele Menschen können ihren Urlaub nicht wie geplant antreten – das hat auch die Umfrage mdrFRAGT ergeben. Das Ergebnis: Viele Urlauber planen um und wollen nun lieber innerhalb Deutschlands verreisen - oder streichen ihren Urlaub komplett.

Ein Schild mit der Aufschrift 'Bitte Abstand halten' steht am Zugang zum Strand an der Ostsee.
Auch an der Ostsee gilt: Bitte Abstand halten. Bildrechte: dpa

Viele Menschen in Mitteldeutschland müssen ihre Reisepläne für den Sommer umstellen. Das hat eine Umfrage des Meinungsbarometers mdrFRAGT ergeben. Demnach gab knapp die Hälfte der Befragten (45 Prozent) an, dass sie ihre Reisepläne geändert haben. Fast die Hälfte (41 Prozent) derjenigen, die ihre Reisepläne geändert haben, plant nun den Sommerurlaub in Deutschland. In ein europäisches Nachbarland wollen 12 Prozent reisen. Viele wollen jedoch gar nicht mehr verreisen: 45 Prozent der Teilnehmer haben angegeben, dass sie aufgrund von Corona den Sommerurlaub in diesem Jahr komplett gestrichen haben.

Beschränkungen und Unsicherheit sorgen für Umbuchungen

Als Hauptgrund gaben die Teilnehmer an, dass wegen der Beschränkungen die Reise zum Reiseziel nicht möglich ist. Fast die Hälfte (47 Prozent) der Befragten nannte dies als Grund. Allerdings spielt auch die Unsicherheit der Lage eine Rolle für die Planänderung: Etwa ein Drittel (34 Prozent) gaben an, dass aufgrund von Corona alle Planungen generell zu unsicher geworden seien. Rund 20 Prozent haben Angst vor einer Infektion und möchte deshalb lieber nicht mehr verreisen.

Inlandsurlaub als akzeptable Alternative

Dabei stellen die Reisebeschränkungen für den Großteil der Befragten kein Problem dar. Fast 70 Prozent gaben an, dass eine Reise innerhalb Deutschland ausreichend für sie sei. Rund ein Viertel der Befragten (26 Prozent) sehnt sich hingegen nach einer Auslandsreise.

Infektionsschutz im Urlaub

Auf den Boden gesprühte Pfeile und Pylonen regeln den Zugang zum Strand an der Ostsee.
Bildrechte: dpa

Masken, Abstand, Einschränkungen in der Gastronomie: Auch im Sommerurlaub werden Maßnahmen zum Infektionsschutz gelten. Bei der Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahmen bekamen die Abstandsregeln den meisten Zuspruch: 83 Prozent der Befragten finden sie sinnvoll. Auch die Auslastungsbegrenzung in Hotels und Ferienwohnungen, die Kontaktbeschränkung und die Mundschutzpflicht finden jeweils mehr als die Hälfte bis zwei Drittel der Befragten sinnvoll.

Weniger Akzeptanz gibt es dagegen für geschlossene Strände, geschlossene Sehenswürdigkeiten und Zeitbeschränkungen für Restaurantbesuche und Pools. Interessant dabei ist: Grundsätzlich bewerteten die befragten Frauen die Regelungen eher als sinnvoll als die männlichen Teilnehmer.

Umfrage In der siebten Befragung zum Thema Corona vom 21. bis zum 25. Mai 2020 wollte mdrFRAGT- wissen: "Mobilität der Zukunft - Wandel oder Weiter so?"

16.278 Menschen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben online teilgenommen. Die Ergebnisse wurden in Zusammenarbeit mit dem wissenschaftlichen Beirat nach den statistischen Merkmalen Geschlecht, Bildung und Beruf gewichtet. Das heißt, dass die Daten der Befragungsteilnehmer mit den Daten der mitteldeutschen Bevölkerung abgeglichen wurden.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm "FAKT IST!" aus Dresden am 25.05.2020 | 22:05 Uhr Titel: "Corona - und was vom Sommerurlaub noch bleibt"

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