Freiwilliges Tragen empfohlen Ab neuem Schuljahr keine allgemeine Maskenpflicht in Kitas und Schulen

Unterricht in einer Grundschule
(Symbolbild) Bildrechte: imago/wolterfoto

Sachsen verzichtet im neuen Schuljahr auf eine umfassende Maskenpflicht in Kitas und Schulen. Als Grund nannte Kultusminister Christian Piwarz (CDU) die niedrigen Zahlen von Corona-Infektionen im Freistaat. Schulen könnten jedoch selbst eine Maskenpflicht anordnen. Außerdem müssen einrichtungsfremde Personen wie Eltern beim Betreten der Gebäude eine Maske tragen. Das Kultusministerium empfiehlt auch Lehrern und Schülern das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung außerhalb des Unterrichts. Das ist in einer neuen Allgemeinverfügung festgehalten. Diese tritt am 31. August, dem ersten Tag des neuen Schuljahres, in Kraft und ist bis zum 21. Februar 2021 befristet.

Für den Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen in Schulen und Kitas ist es entscheidend, dass sich die Gesellschaft verantwortungsbewusst verhält.

Christian Piwarz Kultusminister von Sachsen

Laut Allgemeinverfügung dürfen Menschen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind oder mindestens ein typisches Symptom aufweisen, kein Schulgebäude betreten. Gleiches gilt für diejenigen, die innerhalb zurückliegender 14 Tage Kontakt mit einer infizierten Person hatten oder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben und keinen negativen Corona-Test vorlegen können.

Eltern dürfen Schulgebäude betreten

Mit der neuen Verordnung ist jedoch generell Eltern und Bezugspersonen der Kinder wieder der Zutritt in die Schulen erlaubt. Auch Schulveranstaltungen können durchgeführt werden. Damit Infektionsketten nachvollziehbar bleiben, sollen die Schulen täglich dokumentieren, welche einrichtungsfremden Personen sich während der Unterrichtszeit oder einer schulischen Veranstaltung in einem Schulgebäude länger als 15 Minuten aufgehalten haben, heißt es in der Information des Kultusministeriums am Dienstag.

Zudem wird den Einrichtungen ein Vier-Stufen-Plan im Falle von Corona-Infektionen zur Hand gegeben. Dieser Plan enthält jeweils Maßnahmen bei bis zu 20, bis zu 35, bis zu 50 oder mehr Neuinfektionen. Ziel ist es, bei lokalen Ausbrüchen Infektionsketten schnell zu unterbrechen und Schließungen zu vermeiden oder zu begrenzen. Im Quarantänefall sollen Schüler Lernaufgaben für zu Hause erhalten.

Schriftliche Gesundheitsbestätigung in Kitas bleibt

Eltern von Kita-Kindern müssen in den Krippen und Kindergärten weiterhin täglich schriftlich erklären, dass ihre Kind kein Symptom wie Fieber, Husten, Durchfall, Erbrechen oder ein allgemeines Krankheitsgefühl aufweist. Auch müssen die Mütter und Väter in der Einrichtung und auf dem übrigen Kita-Gelände eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und auf ausreichenden Abstand achten. Dagegen muss im Schulhort keine schriftliche Gesundheitsbestätigung abgegeben werden.

Quelle: MDR/ma/epd

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 11.08.2020 | ab 14:00 Uhr in den Nachrichten

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