Corona-Auflagen ignoriert Polizei ermittelt nach illegalen Faschingsfeiern in Marienberg und Radeburg

Karnevalkonfetti und Luftschlangen
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Die Polizei ermittelt nach einer aufgeflogenen Faschingsfeier bei Marienberg im Erzgebirge. Wie Marcus Gerschler von der Polizeidirektion Chemnitz mitteilte, hatten am Sonntagnachmittag etwa hundert Wintersportler an einem Rodelhang im Marienberger Ortsteil Satzung Skifasching gefeiert. Als die herbeigerufene Polizei vor Ort ankam, standen Dutzende teils kostümierte Menschen dicht an dicht am Hang, rodelten und fuhren Ski. Dabei trugen einige weder einen Mundnasenschutz noch hielten sie genügend Abstand, um eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus zu vermeiden. Beim Anblick der Polizisten flüchteten die Karnevalisten.

Mann beschimpft und beleidigt Polizisten

Ein mitfeiernder 34 Jahre alter Deutscher beschimpfte zuvor noch die Beamten und beleidigte sie antisemitisch, wie Polizeisprecher Gerschler MDR Sachsen berichtet. Er konnte mit Hilfe von Zeugenaussagen identifiziert werden und muss sich nun wegen Beleidung, Volksverhetzung und des Verstoßes gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung verantworten. Gegen weitere Feiernde liefen noch die Ermittlungen, so Gerschler.

200 Leute feiern Karneval auf Radeburger Markt

Auch in Radeburg bei Dresden wurde am Sonntag die Polizei wegen einer verbotenen Faschingssause auf dem Marktplatz gerufen. Auf Fotos der Facebook-Seite der Lokalzeitung "Radeburger Anzeiger" waren viele Feiernde, teilweise ohne Mund-Nasen-Bedeckung, auf dem Marktplatz zu sehen. Als Polizisten dort eintrafen, zählten sie etwa 200 Personen. Aufgrund der Menschenmenge wurden Unterstützungskräfte gerufen. Wie Marko Laske von der Polizeidirektion Dresden berichtet, hatten die Menschen den Platz verlassen, als die zusätzlichen Beamten eintrafen.

Quelle: MDR/ma

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 15.02.2021 | ab 09:00 Uhr in den Nachrichten

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