19.03.2020 | 14:40 Uhr Odyssee vom Kilimandscharo nach Leipzig

Ein Passagierflugzeug der Fluggesellschaft Turkish Airlines befindet sich kurz nach der Landung auf dem Rollfeld des Flughafens.
Turkish Airlines nimmt keine Passagier mehr an Bord, die innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet waren. Dazu zählt die Airline auch Deutschland- Bildrechte: dpa

Dass die Reise zum Kilimandscharo ein Abenteuer wird, das war Felix Ihlenfeldt, Volker und Markus Gerstenberger im Vorfeld klar. Dass das eigentliche Abenteuer erst nach der Besteigung des höchsten Bergs Afrikas beginnt allerdings nicht. Die Leipziger wollte nach aufregenden Tagen in Tansania am Mittwoch die Heimreise antreten. Die Corona-Pandemie machte ihnen jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Die drei waren bereits am Flughafen, durften bei Turkish Airlines aber nicht mehr einchecken. Der Grund: Die Fluggesellschaft nimmt nur Passagiere an Bord, die mindestens 14 Tage außerhalb eines Risikogebiets waren - wozu sie Deutschland zählt. Da ihre Reise am 7. März in Deutschland begann, könnten sie ihnen frühstmöglich am Sonnabend die Rückreise über Istanbul anbieten. Allerdings fliegt die Airline ab Freitag keine deutschen Flughäfen mehr an.

Tansania - Addis Abeba - Dubai - Frankfurt

Gipfel des Kilimanjaro
Felix Ihlenfeldt, Marcus Gerstenberger und sein Vater Volker auf dem Gipfel des Kilimanscharo Bildrechte: privat

Nun begann die Suche nach alternativen Flügen zurück in die Heimat. Das Buchen wurde durch Strom- und Internetausfälle erschwert. "Sobald wir wieder online waren, hatten sich die Reisebedingungen geändert", berichtet Ihlenfeldt.

Zunächst wollten sie über Kenia die Heimreise antreten, doch der Flug wurde kurzerhand gestrichen. Schließlich haben er und seine Begleiter eine Verbindung buchen können, die sie von Tansania über Addis Abeba nach Dubai bringt und von dort weiter nach Frankfurt. Zurück in Deutschland soll es mit dem Zug von Frankfurt nach Leipzig gehen.

Gestiegene Reisekosten

Für alle nun zusätzlich entstandenen Kosten müssen sie zunächst selbst aufkommen: Flüge, Übernachtungen und Essen. Die Reiseagentur teilte ihnen auf Rückfrage mit, dass sie dafür nicht aufkommen könne. Sie stecke wegen Stornierungen in der Krise, müsse weiter Gehälter zahlen und sei bald nicht mehr liquide.

Quelle: MDR/cb

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 17.03.2020 | 15:10 Uhr

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