Corona-Schutzverordnung Vorerst keine FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV und im Supermarkt in Sachsen

Frau mit FFP2-Maske schiebt einen Einkaufswagen.
Vorerst will Sachsen das Tragen von FFP2-Masken im ÖPNV und beim Einkauf nicht vorschreiben. Bildrechte: imago images / MedienServiceMüller

In Sachsen wird es vorerst keine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen geben. Das stellte Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) klar. Sie sehe derzeit keine Notwendigkeit dafür. "Viele Menschen greifen auch bereits jetzt von sich aus auf solche Masken zurück." Zudem hätten ältere Menschen bereits vom Bund entsprechende Masken bekommen. Gleichzeitig verwies sie auf bessere Schutzwirkung der Masken. "Natürlich empfehle ich gerade gefährdeten Gruppen, in Bus und Bahn und beim Einkaufen eine FFP2-Maske zu tragen."

Ab Sonnabend FFP2-Maskenpflicht in Pflegeheimen

Sachsen hat die Corona-Schutz-Verordnung geändert, teilte das Sozialministerium am Mittwoch mit. Petra Köpping teilte mit, dass ab Sonnabend in den Pflegeheimen und bei der Tagespflege sowohl für Besucher als auch das Personal die Pflicht besteht, eine FFP2-Maske oder eine mit vergleichbarem Standard zu tragen. "In den Pflegeeinrichtungen leben besonders gefährdete Menschen. Auf der anderen Seite bekommen die Heime Masken auch über die Pflegekasse finanziert." Es gebe genügend Masken. "Für die Pflegeeinrichtungen haben wir als Land fünf Millionen Masken kostenlos zur Verfügung gestellt, die auch an die Besucher ausgereicht werden können." Man wolle nicht, dass jemand seine Angehörigen nicht besuchen könne.

Am Dienstag hatte Bayern eine FFP2-Maskenpflicht für Menschen ab 15 Jahren für den öffentlichen Nahverkehr und für das Einkaufen beschlossen.

FFP2-Masken als Einweg- oder Mehrwegartikel?

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt FFP2-Masken grundsätzlich nur für den einmaligen Gebrauch. Im gleichen Atemzug hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Studie der Fachhochschule Münster und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster unterstützt. Darin sind Möglichkeiten der Sterilisierung solcher Masken für private Anwender untersucht worden. Zu den getesteten Desinfektionsverfahren gehören das Trocknen der Masken bei Raumluft für sieben Tage oder das Erhitzen auf 80 Grad in einem Backofen. Gleichzeitig erklären die Wissenschaftler in der Studie, welche haushaltsüblichen Verfahren ungeeignet für eine Desinfektion der FFP2-Masken sind.

Quelle: MDR/tfr/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 13.01.2021 | 19:00 Uhr

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