05.06.2020 | 11:55 Uhr Das gilt in Sachsens Kitas und Schulen ab dem 8. Juni

Schon drei Monate findet der Unterricht und die Kinderbetreuung in Kitas nur auf Sparflamme statt. Vor Beginn des neuen Schuljahres ist nicht mit dem Regelbetrieb, wie wir ihn aus der Zeit vor der Corona-Pandemie kennen, zu rechnen. Trotzdem gibt es gute Nachrichten, denn ab Montag dem 8. Juni kommt es zu weiteren Lockerungen im Freistaat Sachsen.

Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse nehmen mit Mundschutz am Unterricht teil
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Das ist ab 8. Juni neu an Sachsens Schulen

Nach der neuen Sächsischen Allgemeinverfügung zur Regelung des betriebes von Einrichtungen der Kindertagesbetreuung und von Schulen können Elternabende, Elterngespräche, Konferenzen und Gremiensitzungen und Veranstaltungen zum Schuljahresende stattfinden, sofern die Schule einverstanden ist und die Hygienebestimmungen eingehalten werden. Zu diesen Veranstaltungen zählen auch Zeugnisübergaben und Abschlussfeiern.

Auch Vorschüler können sich freuen, denn Schuleinführungen können, wenn auch anders als bisher gewohnt, in den Schulen stattfinden. Genauere Bestimmungen werden nach Aussage von Kultusminister Christian Piwarz rechtzeitig bekanntgegeben.

Die Schüler haben sich einen würdigen Abschluss ihrer Schulzeit verdient. Diesen wollen wir unter den gegebenen Umständen auch möglich machen. Das Gleiche gilt für den Schulstart, den die Vorschüler voller Vorfreude und mit viel Aufregung kaum erwarten können.

Christian Piwarz Sächsischer Kultusminister

Weiter gilt an Sachsens Schulen

Grundschulen
Die Schulbesuchspflicht bleibt weiter ausgesetzt. Das bedeutet, dass die Eltern selbst entscheiden, ob ihr Kind wieder in die Schule geht. Aber auch zu Hause muss gelernt werden, denn die Schulpflicht bleibt weiter bestehen. Fürs Lernen in den eigenen vier Wänden werden Aufgaben von den Lehrern erteilt. Ein Wechsel zwischen dem Unterricht in der Schule und dem Lernen zu Hause ist nicht möglich. Weiterhin bestehen bleibt die Gruppentrennung in den Schulen sowie die tägliche "Gesundheitsbestätigung".

Schüler der Klassen 5 bis 12 und Berufsschüler
Hier bleibt es beim eingeschränkten Regelbetrieb. Dabei wird zwischen Präsenzunterricht an der Schule und Lernzeit zu Hause abgewechselt. An den Präsenztagen besteht Schulbesuchspflicht.

Das ist ab 8. Juni neu in Sachsens Kitas

Ein Kind mit einem Laufrad steht vor einem abgesperrten Spielplatz
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Die Betreuung in Kitas soll weiter in festgelegten Gruppen stattfinden, die sowohl die Kinder als auch das Personal einschließt. Neu ist, dass sich die Gruppen vergrößern können. Ziel sei es so, Pausenzeiten zu gewährleisten und auch in Randzeiten stabile Gruppen anzubieten. Das Zusammenlegen von zwei benachbarten Räumen oder einer ganzen Etage seien dem Ministerium zufolge denkbar. Die Pflicht zur tägliche "Gesundheitsbestätigung" bleibt weiter bestehen.

Den Normalbetrieb fest im Blick

In der vergangenen Woche hatte sich Kultusminister Piwarz mit Vertretern von Kitas, Schulen und Experten des Gesundheitswesens getroffen, um weitere Lockerungen zu besprechen. Diese Treffen sind essenziell, um herauszufinden, was in der Praxis funktioniert und was nicht, so Piwarz. Zudem Kündigte er an: "Spätestens nach den Sommerferien wollen wir wieder in den kompletten Normalbetrieb wechseln, wenn es das Infektionsgeschehen erlaubt."

Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt am 8. Juni in Kraft und gilt bis zum 29. Juni 2020.

Quelle: MDR/lh

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 05.06.2020 | ab 19:00 Uhr

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