Kontrollen Sachsens Polizei stellt Tausende Verstöße gegen Corona-Schutzverordnung fest

Polizist beobachtet Kontrolle
Weil sich viele Menschen nicht an die Corona-Schutzverordnung halten, musste die Polizei seit Mitte Dezember vergangenen Jahres mehrere Tausend Verwarnungen aussprechen und Verfahren einleiten. Bildrechte: LausitzNews

Seit Mitte Dezember des vergangenen Jahres hat die Polizei in Sachsen mehrere Tausend Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung festgestellt. Das hat das Innenministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN mitgeteilt. Demnach haben die Beamten in der Zeit vom 14. Dezember 2020 bis zum 7. Januar 2021 2.477 Bußgeldverfahren eingeleitet. Verwarngelder wurden in 83 Fällen verhängt. Außerdem seien 1.314 mündliche Verwarnungen ausgesprochen worden.

Ein Mann mit Mund-Nasen-Bedeckung welche nicht bis über die Nase gezogen wurde.
Wer die Mund-Nase-Bedeckung nicht richtig trägt, also beispielsweise die Nase nicht bedeckt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Bildrechte: imago images/MedienServiceMüller

Welche Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung zu Bußgeldverfahren und Verwarnungen geführt haben, lässt sich nach Angaben des sächsischen Innenministeriums nicht im Einzelfall ermitteln. Die Art der Verstöße werde nicht statistisch erfasst, hieß es. Häufige Gründe seien aber ganz allgemein die falsche Trageweise von Mund-Nase-Bedeckungen in der Öffentlichkeit sowie die Unterschreitung des Mindestabstandes.

Viele Verstöße in Großstädten und Wintersportgebieten

Polizeiberichten der Direktion Chemnitz zufolge hatten auch zahlreiche Anreisen in Wintersportgebiete in den Weihnachtsferien zu Anzeigen geführt. Kurz nach den Weihnachtsfeiertagen waren etliche Menschen beispielsweise nach Oberwiesenthal gefahren und hatten dabei ohne triftigen Grund den 15-Kilometer-Radius überschritten. An Silvester mussten die Chemnitzer Beamten den Angaben zufolge außerdem mehrere Partys auflösen. Bei Kontrollen im Bereich der Polizeidirektion Görlitz gab es immer wieder Fälle von Grenzübertritten ohne triftigen Grund und Missachtung der nächtlichen Ausgangssperre. Die Polizei in Leipzig hat außerdem bekannt gegeben, dass sie in der ersten Woche des neuen Jahres rund 500 Verstöße gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung festgestellt hat. In rund 400 Fällen hätten Personen ohne triftigen Grund ihre Wohnung verlassen oder unzulässig Gruppen gebildet.

Ob und wo es regionale Schwerpunkte bei Verstößen gab, wollte das Innenministerium auf Anfrage nicht mitteilen. Allgemein lasse sich aber sagen, dass in den Großstädten und Wintersportgebieten vermehrt Verstöße festgestellt werden konnten, hieß es. In den Großstädten sei das auf die hohe Bevölkerungszahl zurückzuführen, in den Wintersportgebieten mit dem Andrang während der Weihnachtsferien.

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.01.2021 | 10:00 Uhr in den Nachrichten

50 Kommentare

Mediator vor 6 Wochen

Wenn sie sich einmal konstruktiv und nicht provokativ mit dem Thema auseinandersetzen würden, dann wäre ihnen klar, dass all die von ihnen genannten Gruppen eine Mitschuld daran tragen, dass die Pandemie sich im Herbst so rasant entwickelt hat.

Neben einem normalen Verlauf der Epedemie gibt es schlicht und ergreifend Faktoren die ihn verschärfen. Dazu gehören:

- Lügner die wieder besseres Wissen behaupten der Virus, Covid-19 seinen ungefährlich oder die Schutz- und Hygienemaßnahmen wären wirkungslos und überzogen und die damit Menschen in diesem Sinne negativ beeinflussen. Die AfD und die Querdenker sind Besipiele für Vertreter dieser Gruppen.

- dumme Menschen, die sich im Rudel und ohne Schutzmaßnahmen treffen und das Virus in der Breite verteilen. Die Querdenker Demos sind hier ebenfalls als Beispiel zu nennen.

- faule Menschen die aus Bequemlichkeit das unterlassen Maske zu tragen

- asoziale Menschen, die lieber heimlich Party machen statt sich und ihre Mitmenschen zu schützen

lk2001 vor 6 Wochen

Ich halte die AFD keineswegs für die Lösung des Problems. Aber wie sie so richtig schrieben, sie ist keine Regierungspartei. Sie hat keinerlei Einfluss auf die Maßnahmen die beschlossen werden. Ich sehe das Versagen der Regierung nun einmal, und das abschieben der Verantwortung ist doch mehr als unredlich.

Mediator vor 6 Wochen

Entschuldigung, aber in ihrer DDR hätte man im Falle von Corona wohl ziemlich blöd aus der Wäsche geschaut, da die MODERNE medizinische Versorgung unter aller Kanone war. Der MDR berichtete ja u.a. über Krankenhäuser mit dem Charme eines Kriegslazaretts. Wie viele Intensivbetten mit Beatmung hätte es da wohl pro einwohner gegeben? Da die DDR chronisch klamm an Devisen war hätte der Staat wohl auch kaum die Devisen besessen um die Bevölkerung flächendeckend mit kostenfreien PCR und Antigen Tests zu testen. Von der Entwicklung und den Devisen zum Ankauf von Impfstoffen ganz zu schweigen.

Sicher hätte die DDR als Diktatur ohne Probleme Städte abriegeln und Menschen dazu zwingen können sich impfen zu lassen. Eine Demokratie tut sich damit gottseidank schwerer, kommt aber langfristig zu deutlich besseren Ergebnissen als diktaturen in denen per Führerbefehl jeder Schmarrn zentral angeordnet werden kann.

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