Kontrollen Corona-Bußgelder auf Sachsens Spielplätzen bleiben die Ausnahme

Die öffentlichen Spielplätze im Freistaat sind gut besucht. Auch hier gelten spezielle Regeln, die in der Corona-Schutz-Verordnung verankert sind. Doch offenbar halten sich nicht alle daran. User berichten von überfüllten Spielplätzen und Verstößen gegen den Mindestabstand und das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Eine Umfrage von MDR SACHSEN hat nun ergeben: Verstöße gibt es, doch sie werden selten geahndet.

Spielplatz vor der Kulisse der Dresdner Altstadt mit der Frauenkirche
Ein Spielplatz in Dresden: Unter Kindern lässt sich die Abstandsregel kaum einhalten. (Symbolfoto) Bildrechte: imago images / Max Stein

Bußgelder aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Schutz-Verordnung bleiben in Sachsen die Ausnahme - obwohl es in einigen Städten zu Verstößen kommt. Das hat eine Umfrage von MDR SACHSEN unter zehn Städten im Freistaat ergeben. Demnach wurde lediglich in Dresden ein Verstoß gegen das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auf einem Spielplatz zur Anzeige gebracht. In Chemnitz, Grimma, Delitzsch und Hoyerswerda seien bisher keine Bußgelder verhängt worden. Die Stadt Leipzig konnte keine genauen Angaben machen: "Eine statistische Unterscheidung der einzelnen Teilbereiche des öffentlichen Raums erfolgt nicht, da diese nur als Gesamtzahl erfasst wird." Die Stadt Plauen verwies in ihrer Antwort auf den Vogtlandkreis.

Spielplätze kein Kontrollschwerpunkt

Grundsätzlich werde bei Kontrollen auf Aufklärung und mündliche Verwarnungen gesetzt, hieß es aus den befragten Städten. Hinweise seien vor allem bei der Einhaltung des Mindestabstandes nötig. Die kommunal betriebenen Spielplätze werden in der Regel von den Ordnungsdiensten der Städte im Rahmen der regulären Streifen kontrolliert. Kontrollschwerpunkte waren sie den Angaben zufolge in keiner Stadt. Die Stadt Hoyerswerda wies darauf hin, dass "eine umfassende Kontrolle der Einhaltung aller Regelungen der Corona-Schutz-Verordnung weder durch die Stadt allein, noch durch gemeinsame Streifen mit der Polizei personell leistbar" sei. Auch Leipzig betonte: "Eine flächendeckende regelmäßige Kontrolle der insgesamt 318 städtischen Spielplätze ist nicht leistbar."

Quelle: MDR/kp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 18.11.2020 | 19:00 Uhr

3 Kommentare

Querdenker vor 4 Tagen

An der frischen Luft sollte man mit Bußgeldern sehr behutsam vorgehen (Ausnahme Demo). Die Kontrollkapazitäten sind begrenzt, der Schwerpunkt bei geschlossenen Räumen richtig (ÖPNV, Geschäfte, etc.). Bußgelder sollten dort konsequent eingezogen werden.

Auch ein flexibles Bußgeld, wie in Berlin (z.B. 50 bis 500 Euro), ist sinnvoll.

Die Schmierinfektion macht am wenigsten aus, sollte aber nicht unterschätzt werden. Das Virus kann ggf. tagelang auf Oberflächen überleben.

siehe „dw Studie: Coronavirus länger überlebensfähig“

mattotaupa vor 4 Tagen

wer - außer ihnen - stellt einen zusammenhang zwischen einem bußgeld und der bekämpfung eines virus her? hygienemaßnahmen sollen die verbreitung eines virus eindämmen. das bußgeld soll lediglich die sabotage der hygienemaßnahmen eindämmen. ps: was auch immer ein wuhan china virus sein soll. aus wuhan/china werden - im gegensatz zu usa, brasilien, rußland und europa - kaum virusinfektionen gemeldet. vermutlich gibt es dort weniger saboteure und effektivere hygienemaßnahmen.

kpmdr2019 vor 4 Tagen

Seit wann hat jemals irgend eine Art von "Bußgelder" den Wuhan China Virus effektiv bekaempft?
"Bußgelder" nur eine Abzockerei im Abzockeland Deutschland!

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