Allgemeine Fragen zum Coronavirus

Wie lange kennt man Coronaviren schon?

Coronaviren wurden erstmals Mitte der 1960er-Jahre identifiziert. Sie können sowohl Menschen als auch verschiedene Tiere infizieren, darunter Vögel und Säugetiere. Coronaviren verursachen beim Menschen verschiedene Krankheiten, von gewöhnlichen Erkältungen bis hin zu gefährlichen oder sogar potenziell tödlich verlaufenden Krankheiten. Das neuartige Coronavirus tauchte erstmals in China im Dezember 2019 auf. 


Wo nahm das neuartige Coronavirus seinen Anfang?

Das neue Coronavirus mit der Bezeichnung Sars-CoV-2 tauchte erstmals in China im Dezember 2019 auf. Die ersten Infektionen werden mit einem Fischmarkt in Wuhan in Verbindung gebracht, auf dem auch Wild- und exotische Tiere verkauft wurden. In einer Studie wurden Schlangen als wahrscheinliche Überträger genannt, andere Experten halten Fledermäuse oder Zibetkatzen für wahrscheinlicher.

Wie lange dauert die Inkubationszeit?

Experten gehen davon aus, dass bis zu 14 Tage zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit vergehen können, in den meisten Fällen liegt die Inkubationszeit bei zwei bis zehn Tagen. Davon kann es immer Abweichungen geben, in sehr seltenen Einzelfällen kann eine Inkubationszeit also auch mal sehr viel länger dauern.

Kann man sich mit dem Virus auch durch Bargeld und Lebensmittel infizieren?

Die Europäische Zentralbank geht nicht davon aus, dass die Ansteckungsgefahr durch den Kontakt mit Bargeld besonders groß ist. Bislang gebe es keinerlei Belege dafür, dass das Coronavirus über Banknoten übertragen wurde. Laut Bundesbank werden regelmäßig Untersuchungen dazu durchführt, ob die Produktion oder der Umlauf von Euro-Banknoten Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit haben können. Generell gilt dennoch nach dem Griff in die Geldbörse: Hände waschen.

Wie lange überlebt das Coronavirus auf Türklinken, Haltegriffen oder Touchscreens?

Auf Kunststoff und Edelstahl überlebt das Coronavirus Sars-CoV-2 bis zu 72 Stunden - also bis zu drei Tage. In der Luft ist es bereits nach etwa drei Stunden nicht mehr nachweisbar. Das schreibt ein Forschungsteam des US-Gesundheitsinstituts NIH und der Seuchenschutzbehörde CDC.

Besteht für Schwangere oder deren ungeborenes Kind ein erhöhtes Risiko zu erkranken?

Bisher gibt es noch wenige Informationen über die Folgen des Coronavirus auf Schwangerschaften. Allerdings, so das Robert Koch-Institut, scheinen Schwangere "nach bisherigen Erkenntnissen aus China kein erhöhtes Risiko gegenüber nicht schwangeren Frauen mit gleichem Gesundheitsstatus zu haben". Eine Einschätzung, die die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) teilt.

Besteht für Neugeborene ein erhöhtes Risiko?

Eine Übertragung auf das neugeborene Kind ist über den engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Bisher gibt es aber keine Nachweise von Coronaviren in der Muttermilch. 

Wie lange dauert die Erkrankung?

Ende Februar 2020 erklärte die Weltgesundheitsorganisation, dass sich Betroffene mit einem leichten Krankheitsverlauf in der Regel binnen zwei Wochen erholten. Bei Patienten mit einem schweren Verlauf dauere es zwischen drei und sechs Wochen, bis die Krankheit wieder abklinge. Wahrscheinlich seien die Betroffenen während der gesamten Erkrankungszeit ansteckend.

Ab wann sollte man sich testen lassen?

Tests sind nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) erst dann sinnvoll, wenn jemand Symptome aufweist, sich zuvor in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten hat oder Kontakt zu einer nachweislich infizierten Person hatte.

Wo kann man sich in Dresden testen lassen?

Ohne Krankheitssymptome oder ernsthaften Verdacht, zum Beispiel durch Kontakt mit einer infizierten Person, werden keine Coronavirus-Tests durchgeführt, so die Stadt Dresden. Wer Symptome aufweist, soll ich telefonisch bei seinem Hausarzt melden, dieser entscheidet dann, ob ein Test notwendig ist. Die Corona-Ambulanz des Universitätsklinikums Dresden kann in Ausnahmefällen beim Auftreten von Symptomen auch Corona-Tests durchführen.

Für Mitarbeiter der sogenannten kritischen Infrastruktur gibt es auf dem Messegelände ein Drive-In für Corona-Tests. Die Testpersonen können dazu im Auto sitzen bleiben. Den Anfang machen Beschäftigte von Pflegeheimen. Pro Tag können etwa 200 Personen getestet werden.

Welche Symptome treten nach einer Ansteckung auf?

Die Erkrankung äußert sich meist durch Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Einige Erkrankte haben auch Durchfall oder verlieren den Geruchs- und Geschmackssinn. Nur bei einem Teil der Patienten scheint das Virus nach Angaben des Robert-Koch-Instituts mit einem schwereren Verlauf einherzugehen und zu Atemproblemen und Lungenentzündungen zu führen. Eine Infektion kann aber auch völlig symptomlos verlaufen.

Wie wird die Krankheit behandelt?

Das Virus kann nicht direkt behandelt werden. Einen Impfstoff gibt es ebenfalls noch nicht. Ärzte können allerdings die Symptome bekämpfen. Patienten können etwa beatmet werden oder zusätzliche Flüssigkeit erhalten. Bei einer begleitenden bakteriellen Infektion können Antibiotika verabreicht werden.

Sind von der Krankheit geheilte Menschen immun?

Zunächst ja. Aber die Immunität hält laut dem Leipziger Virologen Uwe Gerd Liebert sehr wahrscheinlich nur vorübergehend an. Das sei ähnlich wie bei der Influenza, wo der Impfschutz mindestens einmal im Jahr aufgefrischt werden müsse. Längerfristig ist eine erneute Ansteckung also möglich. Wer jetzt aufgrund des Coronavirus erkrankt, wird allerdings die nächsten zwei, drei Monate wahrscheinlich nicht erneut krank.

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