Corona-Pandemie Schließungen und Kontaktbeschränkungen - Neue Corona-Schutzverordnung für Sachsen

Schild Maskenpflicht
Bildrechte: imago images/Pius Koller

Nachdem bereits am Mittwoch nach den Beratungen von Bund und Ländern verschärfte Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus beschlossen wurden, hat am Freitag das sächsische Kabinett die Coronaschutzverordnung für den Freistaat angepasst. Die neue sächsische Coronaschutzverordnung soll am Montag, den 2. November, in Kraft treten und bis zum 30. November gelten. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte, ist es den Landkreisen und kreisfreien Städten möglich, zusätzliche Regelungen zu erlassen, wenn diesen die Verordnung nicht weit genug geht. Die komplette Verordnung soll in den "späten Abendstunden, spätestens aber am Sonnabend vorliegen", so die Ministerin.

Kontaktbeschränkung verschärft

Die neuen Regeln sehen verschärfte Kontaktbeschränkungen vor. Private Zusammenkünfte und Veranstaltungen in der eigenen Wohnung sind nur noch mit Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes bis maximal zehn Personen oder mit insgesamt fünf Personen gestattet. Auch in der Öffentlichkeit ist der Aufenthalt nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes erlaubt. Wo immer möglich soll ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Auch bei Kontakten im öffentlichen Raum wird empfohlen, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Da die touristischen Einrichtungen am Montag schließen, werden auch keine Touristen mehr in Sachsen unterkommen können, erläuterte Ministerpräsident Michael Kretschmer. Es gehe darum, die Kontakte in den nächsten vier Wochen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

Wir wünschen uns alle ein Weihnachtsfest, das wir mit Familie verbringen können, auch Kraft tanken können. Danach werden zwei weitere schwierige Monate kommen.

Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen

Zoos schließen, Bibliotheken bleiben geöffnet

Öffentliche Einrichtungen wie Theater, Konzertsäle, Museen, Zoos und Sportstätten bleiben ab Montag geschlossen, ebenso Hallenbäder, Saunen, Fitnessstudios, Diskotheken, Opernhäuser und Weihnachtsmärkte. Restaurants und Kneipen dürfen nur noch Speisen außer Haus anbieten. Im Handel darf sich nur ein Kunde pro zehn Quadratmeter aufhalten. Ausgenommen ist der Individualsport sowie Profivereine.

Volksfeste, Jahrmärkte, Messen und Kongresse sind untersagt. Außerdem werde empfohlen, auf private Reisen und Besuche, auch von Verwandten (außer aus triftigen Gründen) zu verzichten, heißt es in der Verordnung. Dies gilt auch für das Inland und für überregionale touristische Ausflüge. Bibliotheken bleiben aber weiterhin geöffnet.

Schule geht nach den Ferien weiter

Kultusminister Christian Piwarz hat am Freitag zudem nochmals bekräftigt, dass der Unterricht in Schulen und die Kindertagesbetreuung nach den Herbstferien weiter im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen stattfinden werde. Piwarz kündigte weitere Schutzmaßnahmen für den Schulbereich an.

Übersicht über die wichtigsten Regelungen ab 2. November

  • Private Zusammenkünfte und Veranstaltungen in der eigenen Wohnung sind nur noch mit maximal zehn Personen aus dem eigenen und einem weiteren Hausstandes oder mit insgesamt fünf Personen erlaubt
  • Aufenthalt in der Öffentlichkeit nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes, maximal zehn Personen
  • Mindestabstand von 1,5 Metern wo immer möglich
  • Bei Kontakten im öffentlichen Raum wird empfohlen, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen
  • Keine privaten Reisen  oder Besuche ohne "triftige Gründe"
  • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Kneipen und ähnlichen Einrichtungen dürfen Speisen und Getränken nur zur Lieferung oder Abholung anbieten, ausgenommen ist der Betrieb von Kantinen und Mensen
  • Sport- und Freizeiteinrichtungen sowie Bäder und Saunen und bleiben geschlossen, ausgenommen ist der Individualsport sowie Profivereine
  • Bibliotheken bleiben mit Einschränkungen geöffnet
  • Schulen bleiben weiterhin geöffnet, Maskenpflicht für Oberstufe
  • Volksfeste, Jahrmärkte, Messen und Kongresse sind untersagt, das gilt auch für Weihnachtsmärkte
  • nicht öffnen dürfen Diskotheken, Zoos, Museen, Musikschulen, Kinos, Theatern, Musik- und Konzertveranstaltungsorte sowie Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und sämtliche Prostitutionsstätten
  • In Groß- und Einzelhandelsgeschäften darf sich nicht mehr als ein Kunde pro zehn Quadratmeter Verkaufsfläche aufhalten

Quelle: MDR/bj

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL 30.10.2020 | 19:00 Uhr

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