Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 13.03.: Polen schließt Grenzen ab Sonntag für Ausländer

Schulfrei für öffentliche Schulen, Absagen von Kultur- und Sportveranstaltungen, geschlossene Einrichtungen, die bestätigten Infektionszahlen steigen. Die Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus wirkt sich auch auf Sachsen immer stärker aus. MDR SACHSEN informiert über die aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie auf Sachsen.

Polnische Spezialkräfte für Corona Kontrollen an polnischer Grenze in Zgorzelec
Polnische Spezialkräfte, ausgerüstet mit Infektionsschutz, an der polnischen Grenze in Zgorzelec am Freitag. Bildrechte: dpa

00:33 Uhr | Tickerende

Mit diesen Ereignissen endet ein weiterer ereignisreicher und einschneidender Tag in Sachsen. Das Redaktionsteam sagt Danke für das entgegengebrachte Vertrauen und ruht sich kurz aus. Bleiben Sie gesund!

Die weiteren Entwicklungen - am Sonnabend, den 14. März - können Sie hier verfolgen.

00:22 Uhr | Video: Sachsens Kabinett nach Corona-Krisensitzung

Das sächsische Kabinett um Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Abend das weitere Vorgehen in der Corona-Krise erläutert und die Entscheidungen des Tages begründet. In dem Video wird erklärt, warum bevorstehende Kita- und Schulschließungen nicht sofort umgesetzt werden, welche Einschränkungen es ab sofort für das öffentliche und kulturelle Leben gibt und warum Krankenhäuser für Besucher nur beschränkt zugänglich sind. Außerdem: Infos zur Versorgungslage in Sachsen und zu Wirtschaftshilfen für Unternehmen.

23:37 Uhr | Humorzone Dresden abgesagt

Alle Veranstaltungen des Comedyfestivals "Humorzone 2020" in Dresden fallen ab Sonnabend aus. Informationen zu Ersatzterminen und zur Ticketrückgabe erfolgen ab Sonnabend und sind online hier nachlesbar.

Website zur Absage der Humorzone 2020 in Dresden
Ebenfalls abgesagt: "Humorzone 2020". Bildrechte: MDR

23:30 Uhr | Schüler in Sebnitz mit Coronavirus infiziert

In Dippoldiswalde sind ein Erwachsener und in Sebnitz ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beide befinden sich in Quarantäne, teilte des Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Abend mit. Die Oberschule am Knöchel in Sebnitz ist ab Montag geschlossen. Aktuell ermittle der Krisenstab der Landkreisverwaltung die Kontaktpersonen, die in häusliche Quarantäne geschickt und auf das Virus getestet würden. Der Test soll am Wochenende am neu eingerichteten Standort in Sebnitz erfolgen.

23:00 Uhr | Absagen für Klassenfahrten

Nach der Aussetzung der Schulpflicht in Sachsen hat das Kultusministerium die Regeln für Klassenfahrten definiert. Demnach sind Klassenfahrten außerhalb Sachsens für den Rest des laufenden Schuljahres abzusagen, erklärte Kultusminister Christian Piwarz. Klassenfahrten innerhalb Sachsens, die bis Ostern geplant waren, müssten ebenfalls abgesagt werden. Um Ostern herum werde das Ministerium die Lage für Ausfahrten innerhalb des Freistaats neu bewerten.

22:56 Uhr | Polens Grenzen dicht - aber für Warenverkehr offen

Polen schließt in der Corona-Krise seine Grenzen für Ausländer in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag und hat weitere Details bekanntgegeben. Demnach sollen alle internationalen Flug- und Zugverbindungen ab Sonntag ausgesetzt werden. Polens Ministerpräsident Mariusz Morawiecki sagte in Warschau, dass die Grenzen für den Warenverkehr offen bleiben. Die Maßnahme gelte zunächst für zehn Tage, könne aber um weitere 20 Tage verlängert werden.

Polen wird alle Geschäfte in Einkaufszentren schließen, auch alle Kneipen, Restaurants und Spielcasinos. Lokale dürften aber einen Lieferservice betreiben, sagte Morawiecki. Geöffnet bleiben nur Lebensmittelläden und Apotheken. Ebenso sind Veranstaltungen mit mehr als 50 Besuchern verboten. Sachsens Nachbarland Polen hat derzeit 68 Corona-Infizierte registriert. Davon ist ein Mensch gestorben.

22:45 Uhr | Darum schließt Sachsen Schulen und Kitas nicht sofort

Im Gegensatz zu fast allen anderen Bundesländern hat Sachsen Kindereinrichtungen nicht sofort geschlossen, sondern wendet ein stufenweises Modell an, damit Eltern die Kinderbetreuung organisieren können. Dazu erklärte Ministerpräsident Kretschmer:

Es gab den großen Wunsch der Krankenhäuser und Pfleegeeinrichtungen, sachgerechte Lösungen zu finden, damit die Versorgung in diesen Bereichen nicht zusammenbricht.

Michael Kretschmer Sächsischer Ministerpräsident (CDU)

Kretschmer verwies auf die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Dort war am Donnerstag "von jetzt auf gleich die Schulbetreuung eingestellt" worden, was laut Kretschmer dazu geführt habe, dass lebensnotwendige Operationen nicht stattfinden konnten. Solche Zustände habe er in Sachsen vermeiden wollen.

Übersicht über die beschlossenen Maßnahmen des Landes Sachsen:

22:35 Uhr | Coronaverdacht in Dresdner Kreuzgymnasium nicht bestätigt

Aus Schulkreisen des Kreuzgymnasiums Dresden hat MDR SACHSEN erfahren, dass sich der Verdachtsfall an der Schule nicht bestätigt hat. Die Schule war am Donnerstag geschlossen worden, nachdem ein Coronaverdacht im weiteren Umfeld der Schule bekannt wurde.

22:31 Uhr | Mehr Corona-Ambulanzen in Sachsen

Ein Schild steht vor dem Gesundheitsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und verweist auf die Beprobungssstelle, die es neuerdings dort gibt.
In Pirna im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ist am Freitag die erste mobile Beprobungsstelle aufgebaut worden. Bildrechte: Daniel Förster

Gesundheitsministerin Petra Köpping will, dass möglichst in vielen sächsischen Landkreisen Corona-Ambulanzen öffnen. Die guten Erfahrungen an Unikliniken in Leipzig, Dresden sowie in der Sächsischen Schweiz und seit Freitag auch in Meißen stimmten sie optimistisch. Die Ministerin verwies darauf, dass es in den Ambulanzen nicht um Schnelltests gehe, sondern um Beratung. Die Menschen hätten viele Fragen und seien oft verunsichert. Da sei Aufklärung elementar, sagte Petra Köpping.

22:15 Uhr | Kultusminister stellt Notbetreuungssystem für Kinder in Aussicht

Sollten in Sachsen in der kommenden Woche alle Schulen und Kitas schließen, will das Kultusministerium definieren, welche Eltern besonderer Berufsgruppen ihre Kinder in die Notbetreuung geben können. Welche Berufe damit genau gemeint sind, will Kultusminister Christian Piwarz in den nächsten Tagen mit den Kommunen besprechen.

Kretschmer hatte in der Pressekonferenz bereits relevante Berufszweige genannt: Pflege, Medizin, Polizei, Wasserwerke, Bus- und Bahnunternehmen sowie die Medien.

Piwarz stellte für Sachsen ein flächendeckendes Notbetreuungssystem in Aussicht, das erst noch organisiert werden müsse. Immerhin gebe es in Sachsen für Eltern eine knapp vier Wochen lange unterrichts- und kitafreie Zeit bis nach den Osterferien zu organisieren.

Wir wissen, dass all das nicht ohne ist. Aber wir brauchen eine deutliche Reduktion der Besuche in Kindereinrichtungen, sonst haben die Maßnahmen keinen Sinn.

Christian Piwarz Kultusminister

21:56 Uhr | Wirtschaftsminister appelliert an Unternehmer Sachsens

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) hat die sächsischen Unternehmer dazu aufgefordert, die Entscheidungen der Landesregierung mitzutragen und flexibel zu reagieren. Die Aussetzung der Schulpflicht in Sachsen habe "massive Auswirkungen auf Unternehmen, aber auch auf Eltern", die ihre Kinder betreuen müssten. "Wir brauchen einen gemeinsamen Geist und die Verantwortung aller, auch die Unternehmen müssen die Schritte mitbegleiten."

Zudem kündigte Dulig an, dass ab Montag über die Bürgschaftsbank Expressbürgschaften für Unternehmen ausgegeben werden könnten, die eine Bearbeitungszeit von nur einem Banktag hätten.

21:39 Uhr | Aktuell 78 bestätigte Coronaerkrankte in Sachsen

In Sachsen gibt es aktuell 78 bestätigte Coronavirus-Infizierte. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) soeben in der Pressekonferenz zur Sondersitzung des Kabinetts in Dresden.

Die Fallzahlen verdoppeln sich fast täglich. Es ist zu erwarten, dass es in der kommenden Woche und übernächsten Woche zu schweren Krankheitsverläufen kommt.

Michael Kretschmer Ministerpräsident

21:32 Uhr | Bundeswehr sagt Militärübung wegen Coronavirus-Pandemie ab

Nachdem die US-Streitkräfte ihre Truppenbewegungen für eine Militärgroßübung in Europa unterbrochen haben, hat auch die Bundeswehr ihre Beteiligung an einer gemeinsamen Militärübung abgesagt. Konkret geht es um die deutsche Truppenbeteiligung mit rund 2.500 Soldaten vom 16. bis 30. April auf den Übungsplätzen Bergen und Munster in Niedersachsen, teilte die Bundeswehr mit. Wie es mit dem Großmanöver, das in Deutschland, Polen und den baltischen Staaten abgehalten werden soll, insgesamt weitergeht, ist laut Bundeswehr derzeit offen. Ursprünglich sollten rund 37.000 Soldaten aus 18 Nato-Staaten daran teilnehmen. Durch Sachsen waren zur Vorbereitung bereits Truppen und Material gerollt.

21:20 Uhr | Deutsche Ärzte behandeln einzelne Coronavirus-Patienten mit neuen Medikamenten

Die Düsseldorfer Uni-Klinik (UKD) setzt derzeit "in ausgewählten Einzelfällen" antivirale Medikamente ein, die für die Behandlung von Coronavirus-Patienten noch nicht zugelassen sind. Dazu gehöre das gegen Ebola entwickelte Medikament Remdesivir. Das bekommen Kliniken derzeit nur direkt über den Hersteller nach Einzelfallprüfung, teilte die Uni-Klinik am Donnerstagabend mit. Warum der RKI-Chef Lothar Wieler optimistisch ist, dass das eine gute Idee ist, lesen Sie hier:

20:40 Uhr | Kultusminister Piwarz im Interview zu Veränderungen für sächsische Schulen und Kitas

20:13 Uhr | Medienberichte: Spahn will Arzt-Rentner und Pfleger aus Ruhestand holen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem Medienbericht zufolge in der Corona-Krise Arzt-Rentner sowie Pfleger und Krankenschwestern, die im Ruhestand sind, reaktivieren. Das berichtet die "Bild"-Zeitung in der Sonnabendausgabe und beruft sich auf einen Brief Spahns an die Geschäftsführer der deutschen Krankenhäuser.

20:11 Uhr | Auch Polen schließt ab Sonntag Grenzen für Ausländer

Sachsens Nachbarland Polen will auch seine Grenzen schließen. Die Maßnahme gelte ab Sonntag, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki. Polnische Staatsbürger, die ins Land zurückkehrten, würden für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Restaurants, Bars und Casinos würden vorübergehend geschlossen, hieß es.

19:57 Uhr | Busfahren in Dresden: Bitte hinten einsteigen!

Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) haben Regelungen getroffen, die Fahrgästen helfen sollen, sich vor dem Coronavirus zu schützen. So sollen Bahnen und Busse ab Sonnabend an jeder Haltestelle halten und alle Türen automatisch öffnen. Busfahrer verkaufen vorübergehend keine Tickets mehr in den Bussen und Gäste sollen hinten einsteigen. Die weiteren Maßnahmen:

19:12 Uhr | Kultusminister Piwarz zum Zeitplan für Schulschließungen

Im Gespräch mit dem MDR SACHSENSPIEGEL hat Sachsens Kultusminister Christian Piwarz nochmals erklärt, was die Aussetzung der Schulpflicht genau bedeutet. Kommende Woche findet kein Unterricht statt, die öffentlichen Schulen, aber auch die Kitas blieben geöffnet. Lehrer würden die kommenden Tage nun nutzen, um Aufgaben und Lernmaterialien für ihre Schüler vorzubereiten.

Christian Piwarz
Bildrechte: dpa

Die schulfreie Zeit ist keine Ferienzeit, sie ist Lernzeit.

Christian Piwarz Kultusminister

Zudem müssten Eltern damit rechnen, dass die Schulen und Kitas nächste Woche geschlossen würden. Dann werde es auch eine Notbetreuung für Kinder von Eltern in relevanten Berufen geben.

Eltern sollen Kinderbetreuung organisiert bekommen

Sachsen hat sich laut Piwarz für dieses gestufte Verfahren entschieden, "weil man die Schulen nicht von jetzt auf gleich schließen wollte" und Eltern Möglichkeiten zur Organisation von Betreuung einräumen möchte. Piwarz appellierte an Bürgermeister und Träger von Kitas, die Einrichtungen auch nächste Woche geöffnet zu halten, damit Eltern ihren Nachwuchs betreuen lassen können. Die Verantwortlichen sollten keinen Falschmeldungen aufsitzen, die aus anderen Bundesländern in Sachsen kursierten.

18:34 Uhr | Kretschmer will keine Situation wie in Italien

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat die Sachsen angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf entschiedenes Handeln eingeschworen. "Was vor uns liegt, ist etwas, was die Bundesrepublik so in dieser Form noch nicht erlebt hat", sagte der Regierungschef vor einem Treffen mit rund 200 Bürgermeistern und Landräten in Dresden. Dabei berieten sich die Lokalpolitiker über weitere Maßnahmen im Kampf gegen das Virus. Eine Situation wie in Italien "darf uns nicht, so etwas wird uns nicht passieren", meinte Kretschmer.

18:26 Uhr | Hamsterkäufe in Radebeul und Dresden

Eine leeres Regal in einem Supermarkt
Leere Regale in einem Drogeriemarkt in Radebeul am Freitag. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

Mehrere Reporterkollegen berichten aus Dresden-Laubegast und Radebeul von Hamsterkäufen in einzelnen Supermärkten und Discoutern. Regale, in denen sich sonst Trockenwaren wie Kartoffelpüree, Bulgur und Reis stapeln, waren am Freitagnachmittag leer. An den Kassen eines Supermarktes in Radebeul bildeten sich lange Schlangen, in denen Käufer mit ihren randvollen Einkaufswagen warteten.

Kunden in einem Supermarkt
Viel Geduld mussten die Kunden in diesem Radebeuler Supermarkt mitbringen. Bildrechte: MDR/Diana Köhler

18:14 Uhr | Besuchsverbot in Unikliniken Dresden und Leipzig

Die Universitätskliniken Leipzig und Dresden haben wegen des Coronavirus ihre Besuchsregeln geändert. In der Leipziger Uniklinik gilt für Angehörige von Patienten ein Besucherstopp. Dies geschehe zum Schutz der Patienten und Mitarbeiter, teilte die Klinik auf ihrer Internetseite mit. Für Eltern kranker Kinder sowie Angehöriger schwerstkranker Patienten könnten im Einzelfall und nach vorheriger Anmeldung Ausnahmebesuche genehmigt werden.
In der Dresdner Uniklinik darf jeder Patient pro Tag nur noch einen Besucher empfangen. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

18:05 Uhr | Grenzüberschreitender Regionalverkehr Sachsen-Tschechien unterbrochen

Der Beschluss Tschechiens, die Grenzen zu schließen, wirkt sich auch auf den öffentlichen Regionalverkehr aus. Wie die Länderbahn mitteilte, enden die Züge der Vogtlandbahn nach Kraslice ab Sonnabend bereits in Zwotental. Von Zwickau aus gelangen Resiende mit dem Zug nicht mehr bis Cheb, sondern nur noch bis Bad Brambach. Der Trilex zwischen Dresden und Liberec verkehrt vorerst nur noch bis Zittau. Auf der Strecke Seifhennersdorf/Rybniste über Zittau und Hradek bis Liberec sollen die Züge weiter fahren, aber an den deutschen Stationen nicht mehr halten.

Der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) teilte mit, dass der bei Wanderern beliebte Personenzug zwischen Rumburk und Bad Schandau nur noch zwischen Rumburk und Dolny Poustevna unterwegs sein werde. Zwischen Sebnitz und Bad Schandau werden Ersatzbusse eingesetzt. Die S-Bahn-Linie 1 soll öfter bis nach Schöna an die Grenze fahren. Die Buslinie 398 von Dresden nach Teplice endet ab Sonnabend am Wendeplatz in Zinnwald.

18:00 Uhr | Pressekonferenz der Regierung live im SACHSENSPIEGEL

Das sächsische Kabinett trifft sich am Freitagabend zu einer Sondersitzung in Dresden. Über die Ergebnisse des Treffens berichtet Politikredakteurin Uta Deckow in einer Stunde live im MDR SACHSENSPIEGEL.

17:55 Uhr | Aufatmen in Krostitz – Tagesbilanz aus Nordsachsen

Die Ehefrau und die beiden Kinder des am Coronavirus infizierten Mannes in Krostitz haben sich nicht angesteckt. Wie das Landratsamt mitteilte, ist der Befund negativ ausgefallen. Dennoch müsse die Familie vorsorglich für zwei Wochen in Quarantäne bleiben.

Im Landkreis Nordsachsen gab es bis zum Freitagnachmittag 16:45 Uhr zwei bestätige Infektionsfälle. 20 Menschen sind in häuslicher Quarantäne. Neben dem Mann in Krostitz hat sich auch bei einer Frau aus Schkeuditz der begründete Verdacht auf eine Corona-Infektion bestätigt. Nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet hatte sie sich selbst in häusliche Quarantäne begeben, um ihre Umgebung nicht unnötig zu gefährden.

17:49 Uhr | Katholischer Bischof erwartet Gottesdienst-Absagen

Der Bischof des katholischen Bistums Dresden-Meißen, Heinrich Timmerevers, hat sich dafür ausgesprochen, Gottesdienste aus Sorge um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus abzusagen. Timmerevers rechnet damit, dass in den nächsten Tagen zunehmend auch Gottesdienste abgesagt werden.

Mir fällt es sehr schwer, aber ich kann keine Empfehlung aussprechen, sich diesem Risiko auszusetzen.

Heinrich Timmerevers katholischer Bischof

Gebet und gefeierter Glaube müssten aber nicht zum Erliegen kommen. Anregungen für das Gebet zu Hause wolle das Bistum zeitnah veröffentlichen, kündigte er an.

17:41 Uhr | Corona und Arbeit – Wirtschaftsministerium gibt Hinweise

Da sich die Corona-Pandemie auf den Alltag von immer mehr Beschäftigten und Unternehmen auswirkt, hat das Wirtschaftsministerium im Internet wichtige Fragen und Antworten für Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammengestellt. Dort gibt es beispielsweise Informationen zum Verhalten im Quarantänefall, zur Neuregelung des Kurzarbeitergeldes und zur Lockerung des Sonntagsfahrverbots.

Auch wir haben noch nicht auf alle Fragen alle Antworten. Aber wir bemühen uns, die Informationen, die wir haben, schnell weitergeben zu können.

Martin Dulig Sächsischer Wirtschafts- und Arbeitsminister

17:30 Uhr | Plauen sagt alle eigenen Veranstaltungen ab

Die Vogtlandstadt Plauen hat mit sofortiger Wirkung alle eigenen Veranstaltungen abgesagt. Das betrifft die Festhalle, das Vogtlandkonservatorium, das Stadtbad, das Vogtlandmuseum und die Bibliothek. Der normale Besucherverkehr werde jedoch aufrechterhalten, teilte die Verwaltung mit. Weitere Maßnahmen sollen am kommenden Montag abgestimmt werden. Bürgermeister Steffen Zenner rechnet damit, dass dann eine Generalanordnung durch das Gesundheitsamt erfolge, die Veranstaltungen generell verbiete. Bislang gilt das nur für Großereignisse mit mehr als 1.000 Personen.

Ich appelliere an alle Vereine, Kunst- und Kulturschaffenden unserer Stadt, genau zu überlegen, ob Veranstaltungen wirklich durchgeführt werden müssen.

Steffen Zenner Bürgermeister des Geschäftsbereichs I der Stadt Plauen

17:21 Uhr | Thomaskirche begrenzt Motetten-Zugang

Die Thomaskirche in Leipzig
Bildrechte: MDR/Julia Rubner

Die Leipziger Thomaskirche begrenzt für die Motetten-Aufführung am Wochenende die Anzahl der Besucher. Den behördlichen Auflagen folgend dürfen sich nicht mehr als 200 Personen in der Kirche aufhalten. Weil viel Mitwirkende die Motette gestalten, dürfen nur jeweils 100 Gäste in die Kirche, hieß es. Dies betrifft die Motetten mit dem Bremer Knabenchor am Freitag 18 Uhr und am Sonnabend 15 Uhr sowie die Gottesdienste am Sonntag.

17:14 Uhr | Weißwasser schließt öffentliche Einrichtungen

Die Stadt Weißwasser im Landkreis Görlitz sperrt wegen der Corona-Pandemie bis Ende März alle öffentlichen Einrichtungen. Das betrifft die Eisarena, die Schwimmhalle, das Glasmuseum und die Stadtbibliothek. Die dort Beschäftigten sollen nach Angaben der Verwaltung aber weiterarbeiten - auch damit sie bei Personalengpässen in anderen städtischen Einrichtungen eingesetzt werden könnten. Im Bürgerbüro von Weißwasser werden zudem vermehrt Termine vergeben, damit Besucher nicht lange im Warteraum sitzen müssen. Die Kernarbeitszeit der Verwaltungsmitarbeiter wurde bis 22 Uhr verlängert. Durch den Schichtbetrieb sollen sich Mitarbeiter in den Büros abwechseln können.

16:59 Uhr | Fußballfreies Wochenende

Nicht nur Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat am kommenden Wochenende spielfrei, sondern auch Erzgebirge Aue und RB Leipzig. Die Deutsche Fußball-Liga entschied am Nachmittag, den kompletten Spieltag in der ersten und zweiten Bundesliga abzusagen. Er fällt allerdings nicht komplett aus, sondern soll nachgeholt werden. Zuvor waren bereits die Spieltage in der dritten und der Regional-Liga abgesagt worden. Für untere Ligen empfahl der Nordostdeutsche Fußballverband ebenfalls eine Absage. Der Westlausitzer Fußballverband folgte dieser Empfehlung bereits.

16:47 Uhr | Programmhinweis Fakt ist! aus Dresden

16:40 Uhr | Landkreis Bautzen untersagt Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern

Auch das Landratsamt Bautzen hat eine Allgemeinverfügung erlassen, in der ab dem 14. März alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen untersagt sind. Das Gesundheitsamt empfiehlt zudem, auch Veranstaltungen mit weniger als 100 Personen abzusagen. Diese Entscheidung liege jedoch beim Veranstalter. Alle Kultureinrichtungen blieben vorerst geschlossen. Einzige Ausnahme seien Museen, jedoch dürften hier keine Veranstaltungen stattfinden. Das Gesundheitsamt empfiehlt ebenfalls, Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen abzusagen sowie den Betrieb aller Hallenbäder im Landkreis Bautzen vorerst einzustellen.             

16:18 Uhr | 77 gemeldete Corona-Infektionen in Sachsen

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Corona-Virus in Sachsen ist heute deutlich gestiegen. Das Sozialministerium meldete am Nachmittag 77 Fälle, am Morgen waren es noch 51. Die meisten Fälle wurden in der Stadt Leipzig registriert. Lediglich im Vogtlandkreis ist bislang noch kein Infektionsfall bekannt.

15:24 Uhr | Stadt Dresden sagt städtischen Veranstaltungsbetrieb bis 19. April ab

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die Stadtverwaltung am Freitag den städtischen Veranstaltungsbetrieb bis 19. April komplett abgesagt. Davon betroffen sind Konzerte der Philharmonie und Aufführungen der Staatsoperette und das "Theater der Jungen Generation". Nur die Technischen Sammlungen sind derzeit weiter geöffnet. Allerdings wird es dort keine Veranstaltungen geben.

Wenn auch in jeder Krise etwas Gutes steckt, könnte das vielleicht auch wieder eine Renaissance des Vorlesens in der Familie sein.

Arend Flemming Bibliotheksleiter

Auch die Städtischen Bibliotheken bleiben bis zum 19. April geschlossen. Leser können die elektronische Ausleihe aber nutzen. Bibliotheksleiter Arend Flemming appellierte an Großeltern und Eltern, den Kindern zu Hause vorzulesen.

14:59 Uhr | Ab Montag schulfrei, aber Schulen bleiben offen

Das sächsische Kultusministerium hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Schulpflicht ausgesetzt. Die Behörde ordnete nach eigenen Angaben für öffentliche Schulen ab Montag, dem 16. März, für eine vorerst nicht befristete Zeit unterrichtsfrei an. Die Einrichtungen bleiben jedoch geöffnet und auch die Pädagogen sind anwesend, um die Betreuung für alle Schülerinnen und Schüler sicherzustellen. Diese können aber auch daheim bleiben. In der kommenden Woche soll entschieden werden, ab wann Schulen und Kitas bis zum 17. April komplett schließen. Mit dieser Übergangsregelung will das Ministerium nach eigenen Angaben den Eltern die Möglichkeit geben, eine häusliche Betreuung für ihre Kinder organisieren zu können. Freie Schulen können selbst entscheiden, ob sie die Schulpflicht aussetzen - das sagte Kultusminister Christian Piwarz MDR SACHSEN.

Anmerkung der Redaktion: Aufgrund einer Fehlinformation hatten wir zwischenzeitlich über Einschränkungen bei der Betreuung von Kita- und Schulkindern und Schließungen von Einrichtungen in der kommenden Woche berichtet. Es hat sich herausgestellt, dass diese Hinweise für ein anderes Bundesland gelten. Auf einem für uns nicht nachvollziehbaren Weg wurden sie auch an Eltern in Sachsen verteilt. Richtig ist, dass in Sachsen kommende Woche eine Betreuung für alle Kita- und Schulkinder angeboten wird.

14:48 Uhr | Allgemeinverfügung für Mittelsachsen, Theaterbetrieb eingestellt

Der Landkreis Mittelsachsen nach den ersten Corona-Infektionsfällen ebenfalls eine Allgemeinverfügung zur Durchführung von Veranstaltungen erlassen. Demnach sind alle Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen generell verboten. Kleinere Veranstaltungen müssen Im Gegensatz zu anderen Landkreisen erst ab einer Teilnehmerzahl von 200 Personen angemeldet werden. Dies soll bis 72 Stunden vor Beginn der Veranstaltung erfolgen. Außerdem stellt das Mittelsächsische Theater in Freiberg und Döbeln den Spielbetrieb bis zum 19. April ein.

14:03 Uhr | Staatliche Museen fünf Wochen geschlossen

Ein Geschlossen-Schild in einer Gemäldegalerie
Bildrechte: MDR/imago/momentphoto/Robert Michael

In Sachsen bleiben ab morgen alle Museen in Trägerschaft des Freistaats geschlossen. Das teilte Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch mit. Betroffen sind die 15 Einrichtungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit ihren Außenstellen in Herrnhut und Leipzig, das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz und das Deutsche Hygienemuseum Dresden. Die Schließzeit ist vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19.4. befristet.

Alles, was wir tun, tun wir, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Die Situation ist sehr dynamisch und führt dazu, dass wir unsere Entscheidungen jeden Tag neu überdenken. […] Ich kann nur alle Kulturschaffenden und Besucher um Verständnis bitten, dass wir solche Maßnahmen ergreifen.

Barbara Klepsch Staatsministerin für Kultur und Tourismus in Sachsen

13:24 Uhr | Corona-Fall am Leibniz-Gymnasium in Leipzig

In Leipzig ist das Leibniz-Gymnasium wegen eines Corona-Falls geschlossen worden. Das bestätigte Roman Schulz vom Landesamt für Schule und Bildung auf Anfrage von MDR SACHSEN. Bei der Infizierten handle es sich um eine Lehrerin. Nachdem heute das positive Testergebnis vorlag, ist die Schule auf Anordnung des Gesundheitsamtes umgehend geschlossen worden. Alle Schüler, Lehrer und weitere Mitarbeiter des Gymnasiums müssen für 14 Tage in häusliche Quarantäne.

13:13 Uhr | Sachsens Finanzämter beschränken Kontakt auf Telefon und Post

Die sächsischen Finanzämter bleiben vorerst für den Besucherverkehr geschlossen. Wie Karl Köll, Präsident des Landesamtes für Steuern und Finanzen, erklärte, sollen damit die Bürger geschützt und die Arbeitsfähigkeit der Bediensteten sichergestellt werden. Steuerpflichtige könnten sich telefonisch, schriftlich oder per E-Mail an die Finanzämter wenden. Die Kontaktdaten konkreter Ansprechpartner und Bearbeiter stehen im Internet sowie auf den Steuerbescheiden. Unterlagen können auch direkt in den Briefkasten des jeweiligen Amtes eingeworfen werden.

12:26 Uhr | SLUB schließt alle Standorte

Außenansicht der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) mit einem Hinweisschild im Vordergrund.
Bildrechte: dpa

Ab Sonnabend bleiben alle Standorte der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek geschlossen. Betroffen ist neben Dresden auch die Zweigstelle in Tharandt. Das teilte die SLUB auf ihrer Internetseite mit. Der interne Dienstbetrieb laufe weiter, so dass die Bibliothek telefonisch und per E-Mail erreichbar bleibe. Für die Dauer der Schließzeit fallen den Angaben zufolge keine Mahn- und Überziehungsgebühren an. Alle entliehenen Medien werden automatisch verlängert. Bestehende Vormerkungen bleiben erhalten und liegen bis eine Woche nach Wiederaufnahme des Betriebes bereit. Magazinbestellungen werden ausgesetzt, der Fernleihservice wird eingestellt. Wann die SLUB wieder öffnet, steht noch nicht fest.

12:19 Uhr | Arbeiterwohlfahrt lässt in Region Leipzig keine Besucher mehr in Pflegeheime

Die AWO Sachsen-West lässt ab sofort keine Besucher mehr in ihre 13 Senioren-Pflegeeinrichtungen. Eine Sprecherin sagte MDR SACHSEN, der Krisenstab folge damit entsprechenden Bewertungen der Bundesregierung und der Gesundheitsbehörden. Betroffen sind rund 1.400 Senioren, unter anderem in Leipzig, Markranstädt, Bad Düben, Wurzen, Markkleeberg und Mügeln. Sie würden nun über Aushänge, Angehörige und die Pflegeleitung über die Situation informiert. Die Angehörigen seien schon in den vergangenen Tagen aufgefordert worden, Besuche auf ein Minimum zu beschränken. Zugleich wurde betont, dass es in den Einrichtungen keine Corona-Verdachtsfälle gebe. Wie lange die Vorsichtsmaßnahme gilt, steht noch nicht fest.

12:06 Uhr | Kein Schulkino, weniger politische Bildung

In diesem Jahr wird es wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus keine Schulkinowochen geben. Das teilte der Veranstalter mit. Ursprünglich sollten sie vom 23. März bis 3. April stattfinden. In Leipzig fällt die nach Angaben der Organisatoren größte deutsche Mittelaltermesse aus. Die zuständige Agentur sagte das für den 21. und 22. März geplante Spektakel ab. Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung hat ihr Programm reduziert. Sie teilte heute mit, dass vom 16. März bis 19. April etwa 30 Veranstaltungen ausfallen.

12:01 Uhr | Dresdner Frauenkirche weiter für Besucher geöffnet

Die Frauenkirche in Dresden bleibt trotz der Ausbreitung des Coronavirus vorerst für Besucher geöffnet. Wie die Stiftung Frauenkirche erklärte, kann das Gebäude besichtigt werden und auch der Aufstieg zur Kuppel ist weiter möglich. Die angekündigten Veranstaltungen sollen wie geplant stattfinden. Allerdings könnten kurzfristige Absagen nicht ausgeschlossen werden, erklärte die Stiftung.

11:52 Uhr | Corona und Urlaub - schließt sich das aus?

Viele mit dem neuartigen Corona-Virus infizierte Sachsen haben sich mutmaßlich im Auslandsurlaub angesteckt. Das weckt bei Menschen, deren Urlaub noch bevorsteht, Befürchtungen. Einige überlegen, ihre Reisen nicht anzutreten. Was dabei zu beachten ist, hat MDR SACHSEN Claudia Neumerkel von der Verbraucherzentrale Sachsen gefragt:

11:35 Uhr | Chemnitz schließt alle öffentlichen Einrichtungen

Chemnitz schließt ab heute Abend 18 Uhr schrittweise sämtliche öffentlichen Einrichtungen. Das teilte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig heute Vormittag mit. So sind unter anderem die Stadthalle, das Theater, der Tierpark, Bibliotheken und Schwimmhallen zunächst bis zum 13. April dicht. Die von der Stadt erlassene Allgemeinverfügung umfasst auch ein Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern und eine Meldepflicht für sämtliche Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern - das können auch große Hochzeits- und Geburtstagsfeiern sein.

11:00 Uhr | Fußballspiel Hannover 96 - Dynamo Dresden offiziell abgesagt

Die Deutsche Fußball-Liga hat die für Sonntag geplante Zweitliga-Begegnung zwischen Hannover 96 und Dynamo Dresden offiziell abgesagt. Die Niedersachsen hatten gestern nach dem zweiten bestätigten Corona-Fall in der Mannschaft ihr Profiteam komplett unter Quarantäne gestellt. Dynamo Dresden kündigte daraufhin bereits an, nicht nach Hannover zu fahren. Die Spieler absolvieren nach Vereinsangaben in den kommenden Tagen individuelle Trainingseinheiten und kommen erst am Montagnachmittag wieder zusammen. Die DFL hat unterdessen vorgeschlagen, ab Dienstag den Spielbetrieb in der ersten und zweiten Bundesliga ab kommendem Dienstag zu unterbrechen. Die endgültige Entscheidung soll am Montag fallen. Bereits ausgesetzt ist der Spielbetrieb in der Champions League und in der Europa League. Das teilte die Uefa heute mit. Davon betroffen ist auch RB Leipzig.

10:51 Uhr | Tagesschau #kurzerklärt: Wie die Ausbreitung von Corona verlangsamt werden soll

10:35 Uhr | Erste Corona-Infektionen im Kreis Mittelsachsen

Das neuartige Corona-Virus hat nun auch den Kreis Mittelsachsen erreicht. Wie das Landratsamt am Vormittag mitteilte, ist bei zwei Frauen aus dem Raum Freiberg eine Infektion nachgewiesen worden. Sie haben sich offenbar im Urlaub angesteckt. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen. Damit ist in Sachsen derzeit nur noch der Vogtlandkreis offiziell Corona-frei.

10:29 Uhr | Keine weiteren Infektionsfälle bei der Leag

Nach dem Auftreten einer Corona-Infektion beim einem Mitarbeiter im Energieunternehmen LEAG sind die Tests bei 28 Kollegen negativ ausgefallen. Die Mitarbeiter waren als Kontaktpersonen ermittelt des erkrankten Mitarbeiters ermittelt worden. Das Unternehmen hat nach eigener Aussage weitere Maßnahmen ergriffen, um eine ununterbrochene Versorgung der drei Lausitzer Kraftwerke Jänschwalde, Schwarze Pumpe und Boxberg mit Braunkohle sicherzustellen. So bleiben feste Teams in den jeweiligen Schichten bestehen und in allen Kraftwerken wurden Bereitschaftsräume für den Notfall eingerichtet.

10:14 Uhr | Meldepflicht für Veranstaltungen in Nordsachsen

Im Landkreis Nordsachsen müssen seit heute alle öffentlichen und auch nichtöffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern angemeldet werden. Landrat Kai Emanuel erließ nach dem ersten Corona-Infektionsfall im Landkreis eine entsprechende Allgemeinverfügung. Sie kann auf der Internetseite des Landkreises eingesehen werden. Dort sind die geforderten Anmeldedaten sowie 14 Fragen aufgeführt, die beantwortet werden müssen. Dies kann per E-Mail geschehen: veranstaltungen@lra-nordsachsen.de. Nordsachsen setzt mit der Allgemeinverfügung den "Erlass zum Umgang mit Großveranstaltungen" des Freistaates um. Dazu zählt auch ein Verbot aller öffentlichen und nichtöffentlichen Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen.

09:59 Uhr | 51 bestätigte Infektionsfälle

Das Sozialministerium hat am Morgen eine neue Übersicht über bestätigte Infektionen im Freistaat veröffentlicht. Demnach stieg die Zahl der Fälle seit gestern Nachmittag offiziell um zwei auf 51. Betroffen sind je eine Person im Erzgebirgskreis und im Landkreis Zwickau. Noch nicht berücksichtigt ist allerdings der erste Corona-Fall in Nordsachsen. Landrat Kai Emanuel hatte gestern Abend mitgeteilt, dass es sich um einen Mann aus Krostitz handelt, der in Südtirol im Urlaub war.

09:28 Uhr | Deutsches Chorfest in Leipzig abgesagt

Das Deutsches Chorfest 2020 wird nicht wie geplant vom 30. April bis 3. Mai in Leipzig stattfinden. Der Präsident des Deutschen Chorverbands, Altbundespräsident Christian Wulff, bedauerte den Schritt. Die Gesundheit der Bevölkerung habe aber Vorrang, betonte er. Mit der Stadt Leipzig sowie den Förderern und Partnern werde nun über einen möglichen Ausweichtermin im kommenden Jahr oder 2022 gesprochen. Zum Deutschen Chorfest hatten sich rund 15.000 Sänger und Sängerinnen aus ganz Deutschland angemeldet. Sie erhalten die Teilnahmegebühren zurück. Bereits gekaufte Konzertkarten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden

06:12 Uhr | Bürgermeister und Landräte kommen zur Krisensitzung zusammen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping treffen sich am Freitagnachmittag mit Bürgermeistern und Landräten zu einem Informationsaustausch. Die Kommunalpolitiker sollen über die Ausbreitung des Coronavirus informiert werden. An dem Treffen nimmt auch der Infektologe Christoph Lübbert vom Leipziger Klinikum St. Georg teil. Lübbert mahnte im Vorfeld Verantwortliche und Bürger, Ruhe zu bewahren: Es sei vollkommen klar, dass Menschen Angst vor einer neuen Erkrankung haben, aber man müsse trotzdem die Verhältnismäßigkeit wahren.

05:31 Uhr | Verbot von Großveranstaltungen gilt ab heute in Dresden

Zum Schutz gegen das Coronavirus gilt ab heute in Dresden ein Verbot für Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern. Solche mit 100 bis 1.000 Personen unterliegen der Anzeigepflicht. Ähnliches gilt auch für die Stadt Pirna. Zahlreiche Veranstaltungen wurden bereits abgesagt. Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge ordnete an, dass Rückkehrer aus Coronarisikogebieten 14 Tage zu hause bleiben müssen. Sie sollen sich telefonisch oder elektronisch beim Gesundheitsamt melden.

Quelle: MDR/ma/stt/kk/dpa/epd/AFP

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 13.03.2020 | 19:00 Uhr

12 Kommentare

Manfred vor 32 Wochen

Ich bin auch der Meinung man hat keinen Plan, egal welches Land, alle reagieren völlig panisch. Grenzen zu schließen wird letztendlich wirklich zu Mangelerscheinungen führen, was die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln betrifft. Was für Sinn macht es das "öffentliche Leben" zum Stillstand zu bringen, wenn andererseits zum Beispiel die notwendige Arbeitswelt, Nahverkehr usw. weitergeht. Sinnvoller wäre doch schnellstens funktionierende Systeme aufzubauen um eine sichere Desinfektion zu gewährleisten. Sicher wird das Millionen Kosten, aber im Endeffekt wird es billiger als wie jetzt trotzdem die Industrie lahmzulegen, indem man Schulen und Kitas, sowie Kultur schließt. Und eine letzte Anmerkung , obwohl schon viele sportliche Veranstaltungen abgesagt wurden wird noch immer über im Moment eher uninteressante sportliche Erfolge berichtet als wäre die Welt in Ordnung.

Marko vor 32 Wochen

Wenn der mdr recheriert, stell ich doch glatt mal die Frage....was ist mit den Öffis? Personenverkehr....in dresden pressen die sich alle wie die flundern in die bahnen und Busse.

sachsenfirst vor 32 Wochen

Lieber MDR,
es wäre doch allerhöchste Zeit, dass nun an die Bevölkerung virusschützende Masken ausgegeben werden.
In Taiwan z.B. erhalten Bürger 2 Masken pro Woche, um geschützt die wichtigsten Wege zu erledigen.
War eben notgedrungen wegen Behördenpost auf der Postfiliale im Gedränge und das niest sich einer die Seele aus dem Leibe..
Ein Journalist hat heute bei der täglichen Pressekonferenz vom Robert-Koch-Institut diese Frage gestellt und der sonst sehr souveräne Chef ist direkt ins Stottern gekommen und gab eine sehr schwammige, zögerliche Antwort.
Man verlasse sich auf wissenschaftliche Fakten..

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