Meldungen am Samstag Corona-Ticker Sachsen am 14.03.: Polen schließt um Mitternacht die Grenzen

Schulfrei für öffentliche Schulen, abgesagte Gottesdienste, Kultur- und Sportveranstaltungen und steigende Infektionszahlen. MDR SACHSEN informiert über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Sachsen.

Polnische Spezialkräfte für Corona Kontrollen an polnischer Grenze kontrollieren Fahrzeuge.
Auch der Grenzübergang in Görlitz wird ab Mitternacht geschlossen sein. Bildrechte: dpa

21:20 Uhr | Tickerende

Mit diesen Ereignissen endet ein weiterer ereignisreicher Tag in und für Sachsen. Das Redaktionsteam von MDR SACHSEN sagt Danke für das entgegengebrachte Vertrauen und ruht sich kurz aus. Bleiben Sie gesund!

Informationen zur weiteren Entwicklung am Sonntag, den 15. März, können Sie hier verfolgen.

21:11 Uhr Grenzen zu Polen um Mitternacht dicht

Um Mitternacht schließen die polnischen Behörden die Grenzen. Dann können Deutsche nicht mehr ins Nachbarland fahren.

20:40 Uhr | Leipzig trotzt Absagen - Buchmesse virtuell

Nach der offiziellen Absage der Buchmesse in Leipzig fanden viele Veranstaltungen online oder ohne Publikum statt. MDR KULTUR und die ARD veranstalteten die Buchmesse virtuell. Die Coronapandemie war dabei für alle Teilnehmer Thema. Viele Autoren leiden unter Absagen von Lesungen und Veranstaltungen. Das Fazit der ungewöhnlichen Messe-Ausgabe 2020 lesen Sie hier:

20:27 Uhr | Personalplaner und Eltern im Stress

Wie sollen nach der Aussetzung der Schulpflicht Lehrpläne eingehalten werden? Bleibt es bei den Abiturterminen 2020? Erreichen Lehrer die Schüler zu Hause überhaupt? Diese und viele andere Fragen mussten am Sonnabend Schulleiter und Lehrer zum Treffen im Amt für Schule und Bildung in Chemnitz klären, um die kommenden Tage zu organisieren. Auch Eltern plagen Sorgen zur Kinderbetreuung:

20:16 Uhr | Details zur Notbetreuung von Kindern

Sachsens Kultusministerium möchte eine Notbetreuung für Kinder aufbauen. Im MDR SACHSENSPIEGEL wurden erste Details dazu genannt.

  • So soll diese Betreuung nur für Kindertageseinrichtungen und Grundschulen eingerichtet werden.
  • Für andere Schulen mit größeren Kindern wird kein Bedarf gesehen.
  • Die Notbetreuung soll stehen, bevor die Schulen im Lauf der kommenden Woche geschlossen werden.
  • Diese Notbetreuung wird laut Kultusminister Piwarz nicht umfassend sein.
  • Es werde noch überlegt, welche Eltern bestimmter Berufsgruppen die Notbetreuung nutzen dürfen.

Die Maßnahmen und Schutzziele der sächsischen Regierung in der Zusammenfassung hier:

20:06 Uhr | Gartenlaune gegen Coronakrise?

Am Wochenende haben Sachsens Baumärkte einen Kundenanstrum erlebt. Offenbar wollen Gartenbesitzer und Balkonnutzer die freie Zeit zu Hause für Gartenarbeiten und die Frühlingssonne nutzen:

19:54 Uhr | Leipziger Verkehrsbetriebe bitten um Kartenkauf auf Vorrat

Nachdem bereits mehrere Verkehrsunternehmen in Dresden und in der Oberlausitz neue Regeln für ihren Bus- und Bahnbetrieb bekannt gegeben haben, ändern auch die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ab Sonntag ihre Bestimmungen. Ab morgen sollen Fahrgäste die hinteren Türen zum Einstieg nutzen und sich Ticket auch auf Vorrat kaufen, weil der Ticketverkauf in den Bussen derzeit entfällt. Alle Infos dazu hier.

19:42 Uhr | Tropical Island schließt am Sonntag

Palmen, Strand, Wasser und Besucher im Tropical Island.
Bildrechte: imago/Rainer Weisflog

Der Freizeitpark Tropical Island im brandenburgischen Halbe schließt seinen Gästebetrieb ab Sonntag, 18 Uhr. Auf der Homepage wurde die Schließung bis zum 19. April 2020 angekündigt. Gäste sollen bereits gezahlte Übernachtungen erstattet bekommen.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien alles Gute, bitte bleiben Sie gesund!

Resort-Team des Tropcial Island

19:34 Uhr | Homeoffice für Mitarbeiter

Das Bundesarbeitsministerium (BMAS) hat alle Arbeitgeber dazu aufgerufen, pragmatische Lösungen mit ihren Beschäftigten zu finden. Auf die Schließung von Schulen und Kindergärten könne mit Homeoffice, kreativen Arbeitszeitmodellen, der Nutzung von Urlaub und Arbeitszeitkonten reagiert werden, sagte ein Sprecher.

Eine mittelständische Leipziger Firma bereitet sich auf die kommende Woche vor und schickt mehr als die Hälfte seiner 150 Mitarbeiter vorbeugend zum Arbeiten nach Hause. Mehr dazu und Tipps einer Arbeitsrechtlerin zur Arbeit im Homeoffice:

18:17 Uhr | Verkauf in haushaltsüblichen Mengen

Als Folge einer Verunsicherung durch die Coronavirus-Krise stellt die Supermarktkette Rewe, zu der auch Penny gehört, seit Mittwoch eine deutlich erhöhte Nachfrage fest. Vor allem Trockenlebensmittel wie Nudeln, Reis sowie Konserven und Drogerieartikel würden verstärkt gekauft, sagte ein Sprecher. Es gebe aber kein Problem bei der Warenversorgung. Die Hersteller lieferten weiterhin und die Regale würden zügig nachgefüllt. Aber:

Es wäre nur sinnvoll, wenn die Leute, denen es möglich ist, den Einkauf auf die Woche verteilen, und nicht nur Freitagnachmittag und Samstagmorgen einkaufen.

Rewe-Pressesprecher

Wie viel jeder Kunde kaufen darf, bestimmt laut Rewe jeder Marktleiter selbst. Es gelte wie sonst auch die Vorgabe von haushaltsüblichen Mengen.
Der Discounter Aldi will nach eigenen Angaben alle Kunden mit Lebensmitteln und Artikeln des täglichen Bedarfs "so gut wie möglich" versorgen. "Sollten bestimmte Artikel vorübergehend vergriffen sein, bitten wir dies zu entschuldigen - Nachschub ist unterwegs!", sagte ein Sprecher von Aldi Süd.

In einem Supermarkt in Dresden stehen viele leere, große grüne Kisten an der Wand. Normalerweise stapeln sich darin verschiedene Gemüse- und Obstsorten zum Verkauf. Doch am 14.3.2020 war in diesem Markt alles bereits leergekauft worden.
Um solche leeren Warenauslagen wie in einem Dicounter in Dresden zu vermeiden, sollten alle Kunden, die können, normal an den Wochentagen einkaufen gehen, rät der Lebensmittelkonzern Rewe. Bildrechte: Axel Köhn

17:49 Uhr | Vereine bitten Sportfans um Hilfe

Nach dem Saisonabbruch und Einschränkungen im Spielbetrieb durch die Corona-Krise haben mehrere sächsische Vereine ihre Fans zur Hilfe aufgerufen. Sie sollen die Vereine unterstützen, um die Einnahme-Ausfälle zu lindern. Die Eispiraten Crimmitschau haben dazu die Aktion "Nur Zusammen" gestartet. Dabei können Fans ab zehn Euro helfen. Ihr Name soll dann als Aufkleber auf dem Teambus der neuen Saison erscheinen. Ziel seien 150.000 Euro, um damit die Absage der DEL2-Endrunde und dem Wegfall der mindestens zwei Playdown-Heimspiele kompensieren zu können, teilte doe Eispiraten mit.

Die Dresdner Eislöwen verkaufen Supporter-Tickets: Die kosten zwischen fünf und 20 Euro. Als Dankeschön wird mit allen Ticketkäufern und der Mannschaft vor Beginn der neuen Spielzeit ein XXL-Gruppenbild auf dem Eis erstellt.

Die Volleyballerinnen des Dresdner SC haben nach dem vorzeitigen Abbruch der Bundesliga-Saison die Aktion "Geisterticket" gestartet. Weil auch internationale Cup-Begegnungen abgesagt wurden, können Fans auf die Erstattung ihrer Tickets verzichten, die dann zu sogenannten Geistertickets werden.

17:36 Uhr | Wiederholung der Handball-Saison?

Der Manager des SC DHfK Leipzig, Karsten Günther, erwartet wegen der Coronavirus-Krise einen Abbruch der Handball-Saison. "Für mich ist aktuell das Greifbarste, dass man die Saison einfach nochmal spielt, dass man bei null anfängt - dann aber ab September wieder", sagte er dem MDR. Das sei für ihn die fairste Lösung. Die Liga hat ihren Spielbetrieb vorerst bis mindestens Ende April eingestellt.

Günther bat erneut um finanzielle Solidarität von Fans und Sponsoren - sofern diese möglich sei. "Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht Schiffbruch erleiden", sagte er. Man sei auf Hilfe angewiesen - vor allen Dingen für die Angestellten der Clubs.

17:11 Uhr | Sozialministerium meldet 99 Corona-Infektionen in Sachsen

In Sachsen sind bisher mindestens 99 Menschen nachweislich mit dem Corona-Virus infiziert. Diese Zahl meldet das Sozialministerium mit Stand Sonnabend, 16:00 Uhr. Allerdings sind in dieser Übersicht drei Infektionsfälle nicht enthalten, die der Landkreis Mittelsachsen am Freitag offiziell bekanntgegeben hatte.

17:02 Uhr | Die Tagesschau erklärt auf Instagram, wie Hamsterkäufe zustandekommen

16:47 Uhr | Gesunder Menschenverstand versus Fake-News

Im Zuge der Corona-Krise verbreiten sich nicht nur die gleichnamigen Viren, sondern auch Gerüchte und Falschmeldungen. Das beklagte auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer und rief die Bürger dazu auf, ihren gesunden Menschenverstand einzusetzen.

Einer bei Facebook verbreiteten Meldung zufolge sollten am Sonnabend 14:00 Uhr in Dresden sämtliche Geschäfte geschlossen werden. Diese Foto wurde 16:35 Uhr aufgenommen. Es zeigt den Elbepark in Dresden-Kaditz. Wie ein MDR-SACHSEN-Reporter beobachtete, ist das Gedränge nicht so groß wie sonst häufig an Sonnabenden. Geöffnet haben die Geschäfte trotzdem.

Blick auf die zwei Einkaufsetagen des Elbeparks Dresden. Auf beiden Gängen laufen Menschen oder sitzen an Tischen.
Bildrechte: Roland Halkasch

16:33 Uhr | Dresdner Oberbürgermeister kritisiert Rassismus wegen Corona

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hat das Verhalten von Bürgern kritisiert, die sich im Zuge der Coronavirus-Pandemie rassistisch gegenüber Menschen mit asiatischem Aussehen verhalten. Der FDP-Politiker sagte der "Sächsischen Zeitung": "Mich ärgert es maßlos, dass einige Leute ihre kruden Vorurteile jetzt unter dem Deckmantel von Corona verbreiten. Kein Mensch mit asiatischem Aussehen könne etwas dafür, dass das Virus zuerst in China aufgetreten sei, und keiner von ihnen sei in dieser Hinsicht eine Gefahr. Hilbert hatte in den vergangenen Tagen mehrfach über solche rassistischen Übergriffe berichtet.

16:20 Uhr | Leipzig: Cosplayer treffen sich im Park statt auf der Buchmesse

In Leipzig haben Cosplayer am Sonnabend den Clara-Zetkin-Park erobert. Normalerweise wären die kostümierten Manga- und Anime-Fans an diesem Wochenende auf der Buchmesse unterwegs gewesen, wo sie mit der Manga-Comic-Con einen eigenen Bereich haben. Weil die Messe aber wegen des Coronavirus abgesagt werden musste, planten sie ihre eigene Show. Hunderte Cosplayer versammelten sich bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein im Clara-Zetkin-Park und präsentierten ihre aufwendig gefertigten Kostüme, mit denen sich in ihre Lieblingsfiguren verwandeln. Am Sonntag soll das Spektakel noch einmal stattfinden.

16:09 Uhr | Erzgebirge Aue schränkt Trainingsbetrieb ein

Auch bei Fußball-Zweitligist Erzgebirge Aue ruht der Ball. Wie Vereinspräsident Helge Leonhardt mitteilte, wurde das regelmäßige Training der Profimannschaft vorerst eingestellt. Die Spieler haben demnach bis Dienstag frei, ab dann soll aller drei Tage unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainiert werden. Den Corona-Virus bezeichnete Leonhardt als "unsichtbaren Feind". Die Veilchen-Fans wollen die Spielpause unterdessen nutzen, um in Erinnerungen zu schwelgen. Für heute war geplant, ein vergangenes Spiel ihres Teams "relive" zu kommentieren.

15:50 Uhr | Leere Kirchen am Sonntag in Sachsen - ein Überblick

15:36 Uhr | Tourismusverband Dresden verlangt Aussetzung der Beherbergungssteuer

In Dresden sind wegen der Corona-Krise in den vergangenen Tagen zahlreiche Veranstaltungen abgesagt worden. Die Hotellerie in der Stadt berichtet von tausenden stornierten Übernachtungen und klagt über zunehmende finanzielle Engpässe. Der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dresden, Johannes Lohmeyer, sagte, viele Mitgliedsunternehmen müssten kommende Woche Kurzarbeit anmelden, um einer drohenden Insolvenz auszuweichen. Er rief die Stadt zur Hilfe für Hotels und Pensionen auf. Sein Vorschlag: Die Beherbergungssteuer sollte ausgesetzt und noch offene Forderungen sollten gestundet werden.

15:15 Uhr | Zentraler Anlaufpunkt für Corona-Verdachtsfälle

Chemnitz bereitet sich auf eine stärkeren Anstieg von Corona-Infektionsfällen vor. Wie die Stadt mitteilte, wird derzeit zusammen mit den Krankenhäusern und der Kassenärztlichen Vereinigung in der Messe eine zentrale Teststelle eingerichtet. Sie soll kommende Wochen die Arbeit aufnehmen. Dabei werden zahlreiche Kabinen aufgestellt, um die einzelnen Verdachtsfälle räumlich getrennt untersuchen und testen und behandeln zu können.

14:57 Uhr | Warum Kitas und Schulen in Sachsen nicht sofort komplett schließen

Sachsens Eltern müssen ab Montag flexibel sein: Sie sollen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren. Hintergrund sind Vorbereitungen auf eine mögliche komplette Schließung der Schulen und Kitas im Land. Mitte kommender Woche könnte es dazu eine Entscheidung geben, so das Kultusministerium.

Die Entscheidung, die Kindereinrichtungen in Sachsen nicht sofort zu schließen, begründete Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer so: "Es gab den großen Wunsch der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen, sachgerechte Lösungen zu finden, damit die Versorgung in diesen Bereichen nicht zusammenbricht." Kretschmer verwies auf die Stadt Halle in Sachsen-Anhalt. Dort war am Donnerstag "von jetzt auf gleich die Schulbetreuung eingestellt" worden, was laut Kretschmer dazu geführt haben soll, dass lebensnotwendige Operationen nicht stattfinden konnten. Solche Zustände habe er in Sachsen vermeiden wollen.

Hier finden Sie eine Übersicht der Beschlüsse des Kabinetts, mit denen die Verbreitung des Corona-Virus eingedämmt werden soll:

14:44 Uhr | Apotheker bitten Kunden: Bei Corona-Verdacht nur anrufen

Der Sächsische Apothekerverband hat einen Aufruf zum Schutz der Beschäftigten veröffentlicht. Kunden, die mit dem Corona-Virus infiziert sind oder unter Infektionsverdacht stehen, sollten nicht persönlich in die Apotheken kommen. In einem an zahlreichen Geschäften ausgehängten Flugblatt wird darum gebeten, stattdessen zuerst den Hausarzt oder den zentralen Arztruf 116117 zu anzurufen. Ist ein Apothekenbesuch unumgänglich, sollten die Betroffenen sie nicht betreten, sondern sich vorher telefonisch anzumelden oder die Notdienstglocke zu betätigen. "Wir können unseren Patienten nur helfen, wenn wir gesund bleiben", heißt es in dem Aufruf.

Informationsaushang an der Einganstüre einer Apotheke.
Bildrechte: Daniel Förster

13:49 Uhr | Heimtraining und Reiseverbot für Leipziger Fußballer

Nach der Absage aller Fußball-Bundesligaspiele an diesem Wochenende hat RB Leipzig seinen Profis zunächst freigegeben. Nach einer Trainingseinheit heute Vormittag können sie bis Montag eine Pause einlegen, dürfen aber nicht ins Ausland reisen. Am besten sollten sie Leipzig gar nicht verlassen, erklärte Sportdirektor Markus Krösche. Zudem wurde ihnen empfohlen, Kaufhäuser und Menschenansammlungen zu meiden. Für Dienstag bis Donnerstag bekamen die Spieler "Hausaufgaben": Sie sollen sich mit individuellen Laufplänen fit halten, bis ab Freitag wieder normal trainiert wird. Beim Nachwuchs wird der Trainingsbetrieb dagegen eingestellt, die meisten Mitarbeiter der RB-Geschäftsstelle arbeitet im dem Home Office.

Auch bei Zweitligist Dynamo Dresden sollen sich die Spieler vorerst zu Hause mit Übungen und Laufplänen individuell fit halten. Am Dienstag werde die Mannschaft dann über das weitere Vorgehen informiert werden, sagte ein Vereinssprecher.

13:14 Uhr | Bislang keine größeren Staus an Grenze zu Polen

Trotz der von Polen angekündigten Grenzschließung ab der kommenden Nacht ist die Verkehrslage an den Übergängen ruhig. Wie die Polizeidirektion Görlitz auf Anfrage von MDR SACHSEN erklärte, sind die Wartezeiten durch die Stichprobenkontrollen polnischer Behörden wegen der Corona-Krise ähnlich wie schon seit Anfang der Woche. Auch an den Grenzübergängen in Zittau und Bad Muskau gebe es derzeit keine Behinderungen. Polen schließt ab Sonntag 00:00 Uhr seine Grenzen für alle Ausländer. Betroffen sind auch Flug- und Zugverbindungen. Das Bahnunternehmen Trilex erklärte, in Sachsen würden dann Züge nur noch bis Görlitz fahren. Die polnischen Maßnahmen sind zunächst auf zehn Tage befristet und können bei Bedarf um weitere 20 Tage verlängert werden. 

12:37 Uhr | Auch Bistum Dresden-Meißen sagt Gottesdienste ab

Nach der evangelischen Landeskirche Sachsen hat auch das katholische Bistum Dresden-Meißen alle Gottesdienstfeiern bis auf weiteres abgesagt. Es verwies auf die Handlungsempfehlungen der Landesregierung, mit denen die Ausbreitung des Corona-Virus verlangsamt werden soll. Bischof Heinrich Timmerevers sagte in einer Video-Botschaft: "Wir haben als Gesellschaft die große Pflicht, auf jene zu achten, die durch Alter und Krankheit besonders gefährdet sind. Wir müssen alles tun, um sie an Leib und Leben zu schützen." Er kündigte für die kommenden Wochen Gottesdienstübertragungen per Internet-Livestream an.

12:16 Uhr | Corona-Sendepause bei Leipziger Uniradio "mephisto 97.6"

11:53 Uhr | Dresdner Kita wegen Infektionsfall geschlossen

Das Gebäude der Kita "Mäuseburg" in Dresden.
Bildrechte: Roland Halkasch

In Dresden sollen vorerst sollen alle Kindertageseinrichtungen geöffnet bleiben. Die Kindertagesstätte "Mäuseburg" im Stadtteil Tolkewitz ist allerdings vorsorglich geschlossen worden. Hier fiel gestern der Coronavirus-Test bei einem Kind positiv aus. Für die rund 160 Kita-Kinder und 29 Beschäftigten wurde eine zweiwöchige häusliche Quarantäne, rückwirkend zum 9. März, angeordnet. An diesem Tag war das betroffene Kind zuletzt in der Einrichtung. Damit kann in dieser Kita bis zum 23. März auch keine Notbetreuung angeboten werden.

11:42 Uhr | Keine Sonntagsgottesdienste in evangelischen Kirchen

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Sachsen hat wegen der Corona-Krise alle ihre Gemeinden dazu aufgerufen, morgen auf alle Gottesdienste zu verzichten. Die Kirchen sollten aber trotzdem offen bleiben, Seelsorgerinnen und Seelsorger als Ansprechpartner vor Ort sein und die Glocken läuten. Landesbischof Tobias Bilz will am Sonntag ab 11:00 Uhr einen Web-Gottesdienst abhalten, der live auf der Homepage der EVLKS sowie bei Youtube zu sehen sein soll.

Das Landeskirchenamt empfahl zudem, auch alle anderen öffentlichen Veranstaltungen abzusagen. Damit soll verhindert werden, dass sich Gemeindemitglieder und andere Besucher möglicherweise gegenseitig mit dem Corona-Virus anstecken. Zahlreiche Passionsmusiken und –konzerte sowie weitere Veranstaltungen wurden bereits abgesagt.

Der Verzicht auf die Versammlung der Gemeinde um das Wort ist keine leichte Entscheidung, aber sie entspricht dem Gebot der Nächstenliebe und dient dem gesellschaftlichen Miteinander. Es ist wichtig zu zeigen, dass auch in unserer Kirche ein verantwortlicher Umgang mit der Situation praktiziert wird.

Landeskirchenamt der EVLKS

11:11 Uhr | Chemnitz hilft Firmen wegen Corona-Krise

Die Stadt Chemnitz kommt Unternehmen, die von der Corona-Krise besonders betroffen sind, bei der Gewerbesteuer entgegen Wie die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft CWE mitteilte, können fällige Steuerforderungen gestundet werden. Informationen dazu gibt es hier. Zusammen mit weiteren Institutionen wird den Firmen zudem ein digitaler Ratgeber angeboten.

10:48 Uhr | Ein Blick über die Landesgrenzen

10:22 Uhr | 83 bestätigte Infektionen in Sachsen

Das Robert-Koch-Institut meldet für den Freistaat bisher 83 Corona-Infektionsfälle. Diese wurden der Bundesbehörde für Infektionskrankheiten bis gestern Abend gemeldet. Schwere Krankheitsverläufe oder Todesfälle gibt es bisher nicht. Einen neuen Stand will das sächsische Sozialministerium heute Nachmittag mitteilen. Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte gestern Abend erklärt, es sei damit zu rechnen, dass sich die Zahl der Infektionsfälle derzeit täglich etwa verdoppeln wird. Die beschlossenen Maßnahmen der Landesregierung sollen dazu dienen, die Ausbreitung des Virus so stark wie möglich zu verlangsamen, um die medizinische Versorgung auch bei schweren Krankheitverläufen sicherstellen zu können.

09:05 Uhr | Flüge in die Türkei gestrichen

Die Ankündigung der Türkei, die internationalen Flugverbindungen ab heute zu unterbrechen, wird sich auch auf die sächsischen Flughäfen auswirken. In Leipzig-Halle hob bereits gestern Abend der Flieger nach Antalya nicht ab, der heutige Flug nach Istanbul wurde gestrichen. In Dresden wird heute noch eine Maschine aus Antlya erwartet, Flüge in die Türkei sind aber im aktuellen Flugplan nicht mehr aufgeführt.

08:20 Uhr | Tschechien hat Grenze geschlossen

Grenzübergang Rumburk
Bildrechte: Xcitepress

Seit Mitternacht ist die Grenze zwischen Tschechien und Sachsen weitgehend dicht. Deutsche und Bürger aus anderen Risikostaaten werden abgewiesen. Ab kommender Woche soll dies für alle Ausländer gelten. Es gibt nur wenige Ausnahmen, darunter für Berufspendler und Deutsche mit einem festen Wohnsitz in Tschechien. Auch der grenzüberschreitende Zug- und Busverkehr wurde eingestellt. Die jeweiligen Linien pendeln von beiden Seiten bis an die Grenze, dort ist dann Schluss. Tschechien sorgt mit zahlreichen Sicherheitskräften dafür, dass es keine verbotenen Grenzübertritte gibt. An der Grenze zu Polen sollen ab morgen ähnliche Regelungen gelten.

00:22 Uhr | Video: Sachsens Kabinett nach Corona-Krisensitzung

Das sächsische Kabinett um Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat am Abend das weitere Vorgehen in der Corona-Krise erläutert und die Entscheidungen des Tages begründet. In dem Video wird erklärt, warum bevorstehende Kita- und Schulschließungen nicht sofort umgesetzt werden, welche Einschränkungen es ab sofort für das öffentliche und kulturelle Leben gibt und warum Krankenhäuser für Besucher nur beschränkt zugänglich sind. Außerdem: Infos zur Versorgungslage in Sachsen und zu Wirtschaftshilfen für Unternehmen.

Quelle: MDR/stt/kk/tk//al/ms/dpa/epd/AFP

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSENSPIEGEL | 13.03.2020 | 19:00 Uhr

7 Kommentare

DER Beobachter vor 36 Wochen

Und wer schafft jetzt, eben jetzt, klare Linie? Die "Alternative", die "Werteunion" oder wer ... ??? Wo ist Ihr Themenbezug zu Corona in Sachsen oder bedienen Sie nicht doch Ihr gewohntes Rumgepöbel ???

DER Beobachter vor 36 Wochen

Mir fiel hier in DD schon auf, dass immer weniger fahren und das ist auch richtig. Gut finde ich die Sperrung des vorderen Einstiegs und Fahrkartenverkaufs durch den Busfahrer. Es ist nicht möglich, nun alles total stillzulegen, aber ich habe den Eindruck, was möglich und nötig ist, wird hier realisiert. In Italien mit dem grottenschlechten Gesundheitssystem und (aus Sicht des Nachhineins... ;) ) viel zu spät eingeleiteten Vorsorgemassnahmen hat man ja gerade den Balkonflashmob "Sonore" ;) ;) ;)

DER Beobachter vor 36 Wochen

Verschärfte Einreisebeschränkungen werden in D auch kontrolliert wie in den meisten Staaten. Die Mehrzahl von diesen hatte anders als Sie unterstellen, zum Zeitpunkt Ihres Schreibens ihre Grenzen ebenso wie D gar nicht geschlossen. Und wie sollen Asylbewerber gegenwärtig überhaupt nach D kommen? Fazit Ihres Kommentars, Horst: wie gewohnt substanzlose heisse Luft, ebenso wie bei Ihrem Nachredner "Klarheit"...

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