Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 28.04.: Kosmetikstudios sollen wieder öffnen

In Sachsen ist die Zahl der bekannten Corona-Infektionen weiter nur leicht angestiegen. Am Dienstag waren 4.590 Infizierte den Gesundheitsbehörden bekannt. Sachsens Landesregierung plant eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen für den Handel und für Dienstleister. Nach Angaben von Wirtschaftminister Martin Dulig sollen neben Friseuren auch Kosmetik-, Fußpflege- und Tattoostudios ab Montag wieder öffnen dürfen. Die entsprechende Verordnung soll am Donnerstag beschlossen werden.

Ein geöffneter Cremetiegel steht zwischen Lippenstiften und einem Kosmetikpinsel.
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Neueste Meldungen vom Mittwoch

21:59 Uhr | Tageszusammenfassung und Tickerende

Hier finden Sie zusammengefasst die wichtigsten Themen dieses Tages in Sachsen zur Corona-Krise:

Damit beenden wir unseren Dienstagssticker zur Corona-Lage in Sachsen. Danke für Ihr Interesse an unseren Meldungen und Ihr Vertrauen. Am Mittwoch sind wir wieder mit aktuellen Meldungen für Sie da. Bitte bleiben Sie gesund und #Miteinanderstark!

21:39 Uhr | Menschen mit Behinderung wollen in Werkstätten zurück

In Sachsens Behindertenwerkstätten gilt seit Ende März wegen der Corona-Maßnahmen ein Betretungsverbot. Die Mehrheit der Beschäftigten muss zu Hause bleiben. Das macht nicht nur den Menschen mit Behinderung zunehmend zu schaffen, sondern auch deren Angehörigen.

21:13 Uhr | Urlaubsbuchung lieber aufschieben

Die Verbraucherzentrale Sachsen rät, bei Urlaubsbuchungen noch vorsichtig zu sein. Reiserechtsexpertin Claudia Neumerkel sagte dem MDR, wegen der Corona-Pandemie könne man Kunden nur empfehlen abzuwarten. Sie sollten die Situation in den jeweiligen Urlaubswunschländern genau betrachten. Bei Reisen ins Ausland sollte man darauf achten, eine wirklich stornierbare Unterkunft zu buchen.

Neumerkel verwies zugleich darauf, dass Kunden bei einer weltweiten Reisewarnung auf der sicheren Seite seien. Sie könnten dann in jedem Fall kostenlos stornieren. In der Praxis versuchten Veranstalter und Airlines aber oft, Rückzahlungen zurückzuhalten und stattdessen Gutscheine auszugeben. Darauf müsse sich der Kunde aber nicht einlassen.

20:51 Uhr | Eigentümerverband hofft auf Wohnfonds

Sachsens Eigentümerverband "Haus & Grund" hat die Regelung zur Stundung von Mieten in der Corona-Krise als unzureichend kritisiert. Bis Ende Juni können Mieter die Zahlungen aussetzen und das Geld innerhalb von zwei Jahren nachzahlen. Verbandspräsident René Hobusch sagte dem MDR, die Bundesregierung habe damit das Risiko des Zahlungsausfalls nur vom Mieter auf den Vermieter verschoben. Denen fehlten dann die Einnahmen, um Verbindlichkeiten bedienen zu können.

Hobusch warnte, private Vermieter dürften nicht zum Sozialfall werden. "Haus & Grund" hoffe weiter auf einen Wohnfonds. Daraus könnten die Vermieter ihr Geld erhalten, und der Bund oder das Land würden die Auslagen später von den Mietern einfordern.

20:02 Uhr | Reisebusunternehmen unter Druck

Die Corona-Krise setzt die Reisebusunternehmen unter Druck. Der Geschäftsführer des Landesverbands Sächsischer Omnibus- und Touristikunternehmen (LSOT), Bertram Petzold, sieht eine Pleitewelle kommen und fordert von der Politik schnelle Nothilfen für die Branche.

19:34 Uhr | Chemnitz öffnet Museum, Tierpark und Bibliothek

Chemnitz bereitet für den 4. Mai die Wiedereröffnung der Kunstsammlungen, des Tierparkes, Wildgatters, des Botanischen Gartens und der Stadtbibliothek vor. Das teilte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig mit. Um den Infektionsschutz einzuhalten, werde bei der Stadtbibliothek das Tietz die Öffnungstür sein und der Platz hin zur Annenstraße der Wartebereich, so die Oberbürgermeisterin. Zunächst sei nur die Ausleihe und Rückgabe von Medien möglich, nicht aber das Lesen und Verweilen in der Bibliothek.

19:01 Uhr | "Dienstags direkt" zur Lage der Sportvereine

Nach der Arbeit nochmal schnell zum Sport im Tischtennis-, Volleyball- oder Kegelverein und danach gemeinsam ein kleines Bier trinken. All das ist gerade nicht möglich. Wie geht es den kleinen Sportvereinen in Sachsen in Zeiten von Corona? Darum geht es heute Abend ab 20 Uhr bei MDR SACHSEN im Radiotalk "Dienstags direkt".

18:50 Uhr | Leipziger Theaterwerkstätten nähen weiter Schutzmasken

Die Leipziger Theaterwerkstätten setzen ihre Produktion von Schutzmasken noch bis zum Sommer fort. Laut Stadtsprecher Matthias Hasberg kommen so bis Juli voraussichtlich 46.000 Masken zusammen. Die Masken dienen dem städtischen Eigenbedarf und werden vor allem an Mitarbeiter im Gesundheits- und Ordnungsamt, der Branddirektion sowie an Einrichtungen der Altenpflege sowie der Behinderten-, Jugend-, Migranten- und Obdachlosenhilfe verteilt. Die Schneiderinnen in den Werkstätten hatten im März nach der Schließung der Spielstätten mit dem Nähen von Schutzausrüstung begonnen.

18:18 Uhr | Wenige Neuinfektionen, vier Todesfälle

In Sachsen sind am heutigen Dienstag zehn neue Infektionen im Zusammenhang mit dem Coronavirus von den Landkreisen gemeldet worden. Die Summe der bislang in Sachsen bestätigten, mit dem Coronavirus infizierten Menschen steigt damit auf 4.590. Von den Behörden wurden vier neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gemeldet. Die Gesamtzahl der Todesfälle steigt damit auf 157.

18:02 Uhr | Keine mobile Schadstoffsammlung im Vogtland

Aufgrund der Corona-Pandemie wird die ab Ende April geplante mobile Schadstoffsammlung im Vogtlandkreis verschoben. Wie das Landratsamt mitteilte, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar, wann die Sammlung stattfinden kann. Nach Ablauf der Sächsischen Coronaschutzverordnung wird über das weitere Vorgehen entschieden und informiert.

17:32 Uhr | Görlitzer Rechenleistung für Entwicklung einer Antikörpertherapie

Das Görlitzer Forschungszentrum Casus unterstützt die Entwicklung einer Antikörpertherapie gegen das Corona-Virus. Das deutsch-polnische Zentrum für datenintensive Systemforschung stellt dafür freie Kapazitäten seines Hochleistungsrechners bereit. Diese sollen innerhalb eines Projektes der Stanford University in Kalifornien genutzt werden, um komplexe Proteinstrukturen zu simulieren und zu entschlüsseln. Weltweit stellen auch andere Institute diesem Projekt Rechenkapazitäten zur Verfügung. Damit sei diese Vernetzung leistungsstärker als alle Supercomputer der Welt zusammen, so der Gründungsbeauftragte von Casus Michael Bussmann.

17:24 Uhr | SPD sagt Landesparteitag ab

Die sächsische SPD hat ihren für Mitte September geplanten Landesparteitag wegen der Corona-Krise abgesagt. Das gab Generalsekretär Henning Homann bekannt. Er begründete die Entscheidung mit der Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber den Mitgliedern und Delegierten. Ziel sei, den SPD-Landesparteitag möglichst noch in diesem Jahr nachzuholen. Voraussetzung sei allerdings, dass der Infektionsschutz dies zulasse, betonte Homann.

17:05 Uhr | Kreativmappen am Kita-Zaun

Das Erzieherteam der Kindertagesstätte "Abenteuerland" in Aue hat für alle zu Hause bleibenden Kinder der Einrichtung eine Kreativmappe angelegt. Darin befinden sich kleine Überraschungen und Bastelmaterialien. Wie die Stadt mitteilte, können Eltern mit ihren Kindern die Mappe abholen. Sie hängen tagsüber in Plastikbeuteln am Zaun der Kita.

Beutel mit Kreativmappen hängen am  Zaun einer Kita.
Bildrechte: Stadt Aue-Bad Schlema

16:47 Uhr | Dauercamping an Talsperre Pöhl

Der Tourismus an der Talsperre Pöhl im Vogtland wird schrittweise wieder hochgefahren. Wie der Talsperren-Zweckverband mitteilte, öffnen mit dem heutigen Tag die Dauercampingplätze wieder. Damit ist das Übernachten auf den Parzellen an der Talsperre Pöhl wieder offiziell erlaubt. Der Aufenthalt ist aber nur mit Lebenspartnern und Kindern oder mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. In Bereichen, wo mehrere Personen aufeinandertreffen, gibt es Einschränkungen. So bleiben nach wie vor einzelne Küchen, aber auch Wasch- und Duschbereiche geschlossen.

16:21 Uhr | DGB Sachsen warnt vor Missbrauch von Kurzarbeit

Wegen der Corona-Krise wurden viele Beschäftigte auf Kurzarbeit gesetzt. Aber nicht immer ist dieser Schritt gerechtfertigt und es gibt noch genügend zu tun. Arbeitgeber dürften Kurzarbeit nicht nutzen, um die Belegschaft zum schnelleren Arbeiten anzutreiben und so am Ende Geld zu sparen, sagte Anne Neuendorf, Vizechefin des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Sachsen.

15:56 Uhr | Kosmetikstudios sollen wieder öffnen

Sachsens Landesregierung plant eine weitere Lockerung der Corona-Maßnahmen für den Handel und für Dienstleister. Nach Angaben von Wirtschaftminister Martin Dulig sollen neben Friseuren auch Kosmetik-, Fußpflege- und Tattoostudios ab Montag wieder öffnen dürfen. Voraussetzung sei die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln. Dabei müssten nicht, wie für Friseure zunächst angekündigt, 20 Quadratmeter pro Person eingehalten werden. Stattdessen solle ein Mindestabstand von 1,50 Meter zu Mitarbeitern und weiteren Kunden gelten. Auch sollen Möbelhäuser wieder öffnen dürfen. Die entsprechende Verordnung soll laut Dulig am Donnerstag beschlossen werden.

15:25 Uhr | Freibäder in Dresden bleiben zu

In Dresden bleiben wegen der Corona-Pandemie alle Freibäder bis auf Weiteres geschlossen. Eigentlich sollte an diesem Freitag das Georg-Arnold-Bad die Freibadsaison eröffnen, die anderen Freibäder hätten nachgezogen. Doch ein regulärer Freibadbetrieb scheint in diesem Sommer ausgeschlossen. Falls doch etwas möglich sein sollte, benötigen die Mitarbeiter einen zeitlichen Vorlauf von zwei bis drei Wochen, um sämtliche Anlagen zu prüfen, anzustellen und um geeignete Saisonkräfte zu finden.

14:37 Uhr | Autokino in Leipzig startet

In Leipzig startet heute das Autokino auf der Alten Messe in die Saison. Die Tickets dafür gibt es ausschließlich im Vorverkauf auf der Website. Sie werden dann durch die geschlossene Fahrerscheibe gescannt. Wie die Veranstalter weiter mitteilen, sind pro Auto nur zwei Erwachsene plus eigene Kinder erlaubt. Der Imbiss bleibt noch geschlossen. Zum Auftakt läuft heute 20:30 Uhr der Film "Good Boys".

14:25 Uhr | Vor den Ferien zurück in die Schule

Trotz der Corona-Beschränkungen soll jede Schülerin und jeder Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen. Das schlagen die Kultusminister der Länder den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in übereinstimmenden Beschlussvorlagen vor.

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz erklärte, der Schulbetrieb sei ab Mittwoch kommender Woche zunächst wieder für Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen geplant. Wann die Schule wieder für alle offen ist, steht noch nicht fest. Bisher waren die Schulen in Sachsen nur für die Schüler der Abschlussklassen geöffnet.

14:08 Uhr | Keine Dresdner Gartenspaziergänge

Das für dieses Jahr geplante Programm der Dresdner Gartenspaziergänge wird auf das Jahr 2021 verschoben. Das teilten die Organisatoren – die Landeshauptstadt Dresden, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten und das Institut für Landschaftsarchitektur der TU Dresden – mit. Die ausgewählten Ziele sind eng mit der von der TU Dresden konzipierten Ausstellung "Dresdner Aussichten" im Zentrum für Baukultur Sachsen (ZfBK) verbunden. Auch diese Ausstellung und die dazugehörigen Veranstaltungen gibt es nun erst im kommenden Jahr.

13:44 Uhr | Kultusministerium sieht Kita-Öffnung kritisch

Sachsens Kultusministerium hat sich gegen eine Öffnung von Kindertagesstätten ausgesprochen. Ein Sprecher sagte, wer dies fordere müsse auch erklären, wie sich kleine Kinder an Abstandsgebote und Hygieneregeln halten sollen. Nach Einschätzung des Ministeriums sind diese Vorgaben kaum umsetzbar. Der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugend-Medizin in Dresden, Reinhard Berner, hält eine Öffnung von Kitas und Grundschulen mit kleinen Gruppen hingegen für möglich.

13:15 Uhr | Busfahrer im Verkehrsverbund Mittelsachsen verkaufen wieder Fahrscheine

Im Verkehrsverbund Mittelsachsen kehren Bus- und Bahnunternehmen immer mehr zum Normalbetrieb zurück. Wie der VMS mitteilte, dürfen Fahrgäste ab Freitag wieder vorne beim Busfahrer einsteigen und dort auch eine Fahrkarte kaufen. Zum Schutz von Fahrern und Fahrgästen soll aber eine Trennscheibe eingezogen werden. Wie der Verbund weiter mitteilte, wird es ab 1. Mai auch wieder Fahrscheinkontrollen geben. Ab 4. Mai fahren auch die Züge der Mitteldeutschen Regiobahn auf den Strecke Dresden - Zwickau - Hof, Leipzig - Chemnitz, Chemnitz - Elsterwerda und Leipzig - Döbeln wieder nach regulären Fahrplan.

Der VMS rechne damit, dass die Normalisierung voraussichtlich bis Ende des Monats abgeschlossen sein wird.

12:55 Uhr | Mai-Demo in Leipzig angemeldet

11:50 Uhr | Bischofswerda öffnet zwei weitere Kitas für Notbetreuung

In Bischofswerda werden für die Notbetreuung zwei weitere Kindertagestätten wieder in Betrieb genommen. Der Hintergrund ist die von der Landesregierung erweiterte Liste der Berufsgruppen, die eine Notbetreuung beanspruchen dürfen. Damit sei die Zahl der Kinder in der Notbetreuung in Bischofswerda "signifikant" gestiegen, teilte die Stadtverwaltung mit. Deshalb werden ab dieser Woche in der Kita "Glückskäfer" in Schönbrunn und ab nächster Woche im Kinderhaus "Butterberg-Wichtel" in Geißmannsdorf wieder Mädchen und Jungen betreut.

11:12 Uhr | Psychologe Bochmann plädiert für maskenfreie Zeit in der Schule

Von Normalität im Schulbetrieb kann vorerst keine Rede sein. Wie wirkt sich Unterricht mit Maske auf Kinder aus? MDR SACHSEN hat Dr. René Bochmann gefragt. Er ist Psychologe und Psychotherapeut in Sachsen.

Unterrichtsraum mit Schülern 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

10:50 Uhr | Aue-Bad Schlema verteilt Schutzmasken an Bedürftige

In Aue-Bad Schlema werden ab heute Gesichtsschutzmasken ausgegeben. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, haben freiwillige Helfer rund 1.300 Mund-Nasen-Masken genäht. Diese sollen nun an Menschen verteilt werden, die sich den Kauf einer solchen Maske nicht leisten können oder keine Möglichkeit haben, sich eine zu besorgen. Die Masken sind kostenlos.

Ziel ist, dass jeder Bürger der Stadt Aue-Bad Schlema eine Mund-Nasen-Bedeckung zur Verfügung gestellt bekommt. Die Ausgabe erfolgt heute bis 18 Uhr in der Bibliothek im Rathaus Bad Schlema sowie 14 bis 17 Uhr im Bürgerhaus Aue.

10:44 Uhr | Uniklinik Leipzig fehlen geheilte Covid-19-Patienten für Studie

Der Uniklinik Leipzig fehlen noch etwa 30 Patienten mit überstandener Corona-Infektion für eine Studie. Konkret würde deren Blutplasma benötigt, um die bundesweite Forschung für eine Therapie der Erkrankten voranzutreiben. Bisher haben sich nach Angaben des Univerisätsklinikums 20 Freiwillige gemeldet - benötigt würden aber 50 geheilte Corona-Patienten, die zwischen 18 und 60 Jahren alt sind.

Eine Plasmaspende ist möglich, wenn die Patienten einen positiven Corona-Rachenabstrich hatten und nach mindestens vier Wochen negativ getestet worden sind. Mit dem Blutplasma der genesenen Spender will sich das Klinikum an einer bundesweit koordinierten Studie zum Coronavirus beteiligen. Diese wolle erforschen, ob die während einer Infektion mit dem Virus gebildeten Antikörper im Blut dabei helfen können, andere Erkrankte zu therapieren.

10:35 Uhr | Zweiter Covid-19-Patient in Dresdner Klinikum genesen

Ein Patient wird in einen Krankentransporter geschoben
Bildrechte: Städtisches Klinikum Dresden

Gestern hat der zweite Covid-19-Patient aus Frankreich das Städtische Klinikum Dresden verlassen, um seine Rehabilitation in Kreischa anzutreten. Vor gut drei Wochen wurde er lebensbedrohlich erkrankt aus dem Elsass eingeflogen. Das Klinikum teilte mit, auf der Intensivstation am Standort Neustadt hätten Ärzte und Pflegekräfte um sein Leben gekämpft.

Mit seinen Verwandten und Freunden in Mulhouse steht der Patient bisher nur via Bildtelefon in Kontakt. Ein erster Patient aus Frankreich konnte die Klinik in Dresden bereits vorige Woche verlassen und hat seine Reha angetreten.

09:52 Uhr | Corona-Krise behindert Kampf gegen Borkenkäfer

Die Einschränkungen in der Corona-Krise belasten Waldbesitzer und Forstbetriebe im Kampf gegen den Borkenkäfer. Das ergab eine Recherche des MDR in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Demnach können etwa Bäume nicht aus dem Wald geschafft werden, die bei Stürmen im vergangenen Winter umgestürzt sind oder nach einem Borkenkäferbefall gefällt werden mussten. Der Sprecher des Staatsbetriebes Sachsenforst, Renke Coordes, sagte: "Damit beauftragten Unternehmen fehlen Mitarbeiter aus Osteuropa, Transportunternehmen aus Polen fallen ganz aus."

Die anhaltende Trockenheit sowie der vergleichsweise geringe Niederschlag in den beiden Vorjahren haben dem Wald bereits massiv geschadet und zur Ausbreitung des Schädlings beigetragen.

08:51 Uhr | Mittelsächsischer Kultursommer komplett abgesagt

Der Mittelsächsische Kultursommer fällt in diesem Jahr komplett aus. Alle Veranstaltungen werden ins kommende Jahr verlegt. Das hat der Vorstand des Miskus am gestrigen Abend beschlossen. Grund sind die Einschränkungen aufgrund der Corona-Krise. Geschäftsführer Jörn Hänsel hat für Mitarbeiter ab 1. Mai Kurzarbeit angekündigt. Wie er weiter sagte, hat sich der Miskus mit Partner und Künstlern darauf verständigen können, dass keine Storno- oder Ausfallgebühren fällig werden.

07:59 Uhr | Boxen ermöglichen Altenheim-Besuche in Corona-Zeiten

Seit fünf Wochen gilt für die sächsischen Pflegeeinrichtungen ein absolutes Besuchsverbot. In einem Chemnitzer Altenheim sind jetzt Besuche wieder möglich. In sogenannten Besuchsboxen können sich die Familien treffen.

07:30 Uhr | Infektiologe Berner sieht kein Problem in Kita-Öffnungen

Prof. Reinhard Berner
Prof. Reinhard Berner Bildrechte: Uniklinikum Dresden

Der Dresdner Infektiologe Reinhard Berner sieht kein Problem in einer Öffnung von Kitas und Grundschulen im Zuge von Lockerungen bei den Corona-Schutzmaßnahmen. "Ich persönlich glaube, man sollte es tun", sagte der Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Dresden. Das gehe mit festen kleinen Gruppen von fünf bis sieben Kindern, wobei die Besetzung relativ konstant bleiben muss. "Das ist das Einzige."

Berner glaubt nicht, dass es bei ein paar Vorsichtsmaßnahmen plötzlich zu einer explosionsartigen Vermehrung kommt. "Wir brauchen gerade in der Population der Kinder eine langsam ansteigende Durchseuchung", sagte er. Im Sommer verbreiteten sich die Viren langsamer, eine gewisse Transmission helfe, einen dann nicht mehr beherrschbaren Ausbruch in der sowieso schon problematischen Wintersaison zu vermeiden.

07:12 Uhr | Studentenwerk Dresden bittet um Spenden für Studenten in Not

Das Studentenwerk Dresden bittet Unternehmer, Hochschulmitarbeiter und Privatpersonen um Spenden. Mit diesen soll Studenten geholfen werden, die durch die Corona-Krise in Not geraten sind. Das Studentenwerk teilte mit, der für Härtefälle eingerichtete Notfallfonds in Höhe von 54.000 Euro pro Jahr sei bereits ausgeschöpft. Ziel sei es, dass kein Student aus finanzieller Not heraus sein Studium abbrechen müsse. Das Studentenwerk hilft nach eigenen Angaben auch mit Stundung von Wohnheimmieten in Härtefällen.

Viele klassische Studentenjobs, etwa in Kneipen oder Fitnesstudios, sind wegen der Corona-Beschränkungen weggefallen.

06:41 Uhr | Klepsch sieht Nachbesserungsbedarf bei den Hilfen für Kulturschaffende

Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch sieht Nachbesserungsbedarf bei den Hilfen für Kulturschaffende. Das jetzige Zuschussprogramm des Bundes fange nur die Betriebskosten ab, nicht aber den Verdienstausfall. Das bedauere sie, sagte die Ministerin im Kulturmagazin "Aufgefallen" bei MDR SACHSEN. Um die Lücken zu schließen, habe die Kulturstiftung des Freistaats ein eigenes Stipendienprogramm aufgelegt. Es richtet sich an selbständige Kulturschaffende, damit sie die Zwangspause wegen Corona kreativ nutzen und Ideen für die Zeit danach entwickeln können. Insgesamt hat die sächsische Regierung zehn Millionen Euro Soforthilfe für den Kulturbereich zugesagt.

06:22 Uhr | Gewerkschafter fordern trotz Corona-Krise höheren Mindestlohn

Die Gewerkschaften beharren trotz der Corona-Krise auf einer deutlichen Erhöhung des Mindestlohns. DGB-Vorstand Stefan Körzell sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Forderung von zwölf Euro pro Stunde gelte erst recht nach der Krise. Das sei die untere Haltelinie, um ein Abrutschen in die Armut zu verhindern.

Die Arbeitgeber mahnten hingegen Zurückhaltung an. Verbandschef Steffen Kampeter sagte, wer in diesen Zeiten eine Steigerung des Mindestlohns auf zwölf Euro fordere, denke nicht an die Sicherung der Arbeitsplätze. Körzell und Kampeter gehören der Mindestlohnkomission an. Das Gremium muss bis Ende Juni eine Empfehlung an die Bundesregierung abgeben, wie die Lohnuntergrenze von derzeit 9,35 Euro in der Stunde zum Jahreswechsel angepasst wird.

06:10 Uhr | Weitere Märkte in Chemnitz fallen aus

Aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise kann der für Freitag geplante Pflanzen- und Blumenmarkt auf dem Chemnitzer Markt nicht stattfinden. Wie die Stadtverwaltung weiter mitteilte, muss auch der für Montag geplante Jahrmarkt am Rathaus abgesagt werden.

06:00 Uhr | Kreissportbund Mittelsachsen animiert zum virtuellen Laufen

Weil der Landkreislauf in Roßwein der Corona-Krise zum Opfer gefallen ist, hat der Kreissportbund Mittelsachsen einen virtuellen Lauf gestartet. Dabei soll dennoch körperlich Sport getrieben werden, jedoch allein. Unter #LandkreislaufMS2020 können die Freizeitsportler Bilder oder Videos von ihrem Lauf ins Netz stellen. Noch zwölf Tage läuft die Aktion.

05:55 Uhr | Chirurgie im Krankenhaus in Kamenz läuft wieder an

Das Malteser Krankenhaus in Kamenz nimmt nach sieben Wochen im Krisenmodus schrittweise den Regelbetrieb wieder auf. In der Chirurgie läuft jetzt ein großer Teil des Regelprogramms wieder an, teilte eine Sprecherin mit. Im Krankenhaus würden aber weiterhin 30 Betten auf einer Isolationsstation für Covid-19-Patienten freigehalten. Im Kamenzer Krankenhaus war die Behandlung ambulanter Patienten, beispielsweise die Durchführung endoskopischer Eingriffe, in den vergangenen Wochen stark eingeschränkt worden.

05:45 Uhr | VW Chef Diess fordert Konjunkturprogramm für Autoindustrie

Der Chef des Volkswagenkonzerns, Herbert Diess, fordert ein staatliches Konjunkturprogramm für die Autoindustrie. Diess sagte gestern Abend der ARD, das Auto sei wahrscheinlich die beste Möglichkeit, die Wirtschaft hierzulande anzukurbeln. Andere Branchen wie die Gastronomie oder der Tourismus seien derzeit vielleicht stärker betroffen. Das Auto habe aber einen größeren Effekt.

Ein Autokauf sichere Arbeitsplätze beim Handel, beim Hersteller und beim Zulieferer. Die Produktion solle in den nächsten Wochen weiter hochgefahren werden. Es gebe Zusagen auch aus Italien, dass kritische Zulieferungen funktionieren werden.

05:35 Uhr | Kultusminister planen Konzept zu schrittweisen Schulöffnung

Die Kultusminister der Bundesländer wollen heute ein Konzept für die Öffnung der Schulen vorlegen. Das wurde bei einer Telefonkonferenz vereinbart. Die Minister haben dazu einen Entwurf erarbeitet, der in einzelnen Punkten noch überarbeitet werden soll. Über den Inhalt wurde zunächst nichts bekannt.

Die meisten Länder planen eine schrittweise Öffnung der Schulen ab dem 4. Mai. Zunächst soll es für die Viertklässler wieder losgehen sowie für die älteren Jahrgänge. Die Abschlussklassen sind vielerorts bereits jetzt wieder in der Schule.

05:13 Uhr | Onlinesystem bei Kfz-Zulassungen im Landkreis Bautzen

Für die Fahrzeugzulassungsstellen des Landkreises Bautzen werden Termine ab sofort nur noch über ein neues Onlinesystem vergeben. Darüber informiert das Landratsamt. Mit der Terminvergabe über das Internet sollen Wartezeiten verkürzt und die Ansteckungsgefahr in den Wartebereichen minimiert werden. Das Onlineverfahren wurde für die Zulassungsstellen in Bautzen, Hoyerswerda und Kamenz eingeführt.

Zulassungsdienste und Autohäuser können weiterhin das bisherige Online-Serviceangebot nutzen, teilt das Landratsamt weiter mit. Damit lassen sich alle Antragsdaten zur Kfz-Zulassung vorab an die Zulassungsbehörde übermitteln.

05:08 Uhr | Klinikum Dresden geht langsam in Normalbetrieb

Das Städtische Klinikum Dresden nimmt schrittweise wieder einen Normalbetrieb ins Visier. Zu Beginn der Pandemie habe man nicht gewusst, was kommt, sagt der Medizinische Direktor des Klinikums, Dr. Lutz Blase. Man habe relativ viele Kapazitäten für Corona-Patienten vorgesehen und deshalb planbare Operationen verschoben - entsprechend der Allgemeinverfügung der Landesregierung.

Am Städtischen Klinikum Dresden werden derzeit drei Patienten mit dem Coronavirus behandelt. Sie müssen aber nicht beatmet werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 28.04.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 28.04.2020 | 19:00 Uhr

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