Meldungen vom Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 31.03.: Freistaat entschädigt Eltern für Verdienstausfall bei Kinderbetreuung

Bei der Landesdirektion Sachsen können Eltern eine Entschädigung für ihren Verdienstausfall aufgrund von fehlender Kinderbetreuung beantragen. Zahlungen bis zu 67 Prozent des Netto-Einkommens sind möglich. Nach Angaben des Sozialministeriums gibt es in Sachsen 2.084 nachgewiesene Corona-Infektionen. Gesundheitsministerin Petra Köpping rät dazu, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen.

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Meldungen am 1. April:

22:06 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

Wir beenden für heute die Berichterstattung über die Coronavirus-Pandemie und ihre Auswirkungen in Sachsen. Mittwochfrüh sind wir wieder für Sie da. Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Seien Sie umsichtig und halten Sie durch.

21:40 Uhr | Energieversorger schafft Wohncontainer an

Der Energiedienstleister Eins Energie reagiert mit drastischen Maßnahmen auf die steigenden Corona-Infektionen. Um für den Notfall gerüstet zu sein, hat das Unternehmen vorsorglich 20 Wohncontainer angeschafft. Ein Teil davon soll am Chemnitzer Kraftwerk aufgestellt werden. Sollte eine betriebliche Quarantäne in Kraft treten, könnten dort Mitarbeiter einziehen, um die Stromversorgung weiterhin zu sichern, erklärte das Unternehmen. Auch das Kraftwerk Boxberg hat seine Pandemiepläne aktiviert.

20:53 Uhr | Entschädigung für Verdienstausfall wegen Kinderbetreuung möglich

Die Landesdirektion Sachsen nimmt ab sofort Anträge auf Entschädigung wegen Verdienstausfalls aufgrund von fehlender Kinderbetreuung entgegen. Wie die Institution mitteilte, wird die Entschädigung gewährt, wenn Mütter oder Väter ihren Beruf infolge der Kita- oder Schulschließungen nicht weiter ausüben konnten, da für ihre Kinder keine alternative zumutbare Betreuung verfügbar war.

Die Entschädigung in Höhe von 67 Prozent des Netto-Einkommens sei auf längstens sechs Wochen beschränkt. Für einen vollen Monat jedoch wird höchstens ein Betrag von 2.016 Euro gewährt. Pro Familie kann nur ein Antrag gestellt werden.

20:12 Uhr | Bürgermeisterwahl in Tharandt abgesagt

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat die für den 26. April vorgesehene Bürgermeisterwahl in Tharandt abgesagt. Nachwahlen wurden frühestens für den September angeordnet. Den Termin bestimmt der Stadtrat.

Das Landratsamt begründet den Schritt unter anderem damit, dass durch die derzeit geltenden Ausgangsbeschränkungen Kandidaten faktisch keinen Wahlkampf machen und mit Bürgern ins Gespräch kommen können. Auch würden sich viele Wahlberechtigte vermutlich nicht an der Wahl beteiligen, was das Ergebnis verzerren könne.

19:51 Uhr | Polizisten und Ordnungskräfte dürfen Verwarngelder erheben

In der neuen sächsischen Rechtsverordnung zu den Ausgangsbeschränkungen regelt jetzt ein Bußgeldkatalog konkret, wie Verstöße geahndet werden. Für das Verlassen der Wohnstätte ohne triftigen Grund sind beispielsweise 150 Euro. Polizisten und Ordnungskräfte dürfen auch Verwarngelder in Höhe von 55 Euro erheben.

Zudem gibt es Lockerungen für Besuche in Geburten- und Kinderstationen sowie Palliativstationen und Hospize. Diese seien in Absprache erlaubt. Neu ist auch, dass man im Ausnahmefall mit einer weiteren Person, die nicht zur Familie gehört, unterwegs sein darf. Dabei habe man vor allem an ältere, hilfsbedürftige aber auch einsame Menschen gedacht, so Gesundheitsministerin Petra Köpping.

19:33 Uhr | ARD-Fernsehgottesdienst wechselt die Kirche

Wegen der Corona-Pandemie wird der ARD-Fernsehgottesdienst am Karfreitag aus dem Bautzener Dom in die Unterkirche der Dresdner Frauenkirche verlegt. Da die Kirchenbänke wegen der Ausbreitung des Coronavirus ohnehin leer bleiben müssten, biete sich eine Fernsehübertragung aus einem kleineren Kirchenraum an, teilte das Büro des Senderbeauftragten für die evangelischen Landeskirchen, Holger Treutmann, heute mit.

19:01 Uhr | Lieferservice und Gutscheinaktion in Annaberg-Buchholz

Annaberg-Buchholz hat auf der städtischen Webseite einen speziellen Bereich für Gastronomen angelegt. Wie die Stadt mitteilte, finden hier Nutzer eine Übersicht von Gastronomiebetrieben, die aufgrund der Corona-Krise derzeit einen Abhol- und Lieferservice anbieten. Nach geltender Allgemeinverfügung ist dabei eine Abholung bis 20 Uhr möglich, danach nur noch der Lieferservice.

Außerdem hat sich in dem Ort die Initiative "Gutscheine statt Toilettenpapier" gebildet. Über die App "Herzgutschein.de" kann man Gutscheine kaufen und so ortsansässige Geschäfte unterstützen.

18:35 Uhr | Wochenmarkt am Chemnitzer Rathaus

Chemnitz öffnet morgen wieder den Wochenmarkt am Rathaus. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, werden von 9 bis 16 Uhr die Händler gemäß der neuen Regierungsverordnung ihre Waren anbieten. Sowohl Händler als auch Kunden werden gebeten, die aufgrund der Corona-Pandemie notwendigen Abstände einzuhalten und Gedränge zu vermeiden.

18:12 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer morgen bei MDR SACHSEN

Die aktuelle Corona-Lage ist eine große Herausforderung - auch für Sachsen. Wie geht es weiter? Das fragen wir den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer am Mittwoch ab 18 Uhr live im MDR SACHSEN-Interview.

17:42 Uhr | Kurzarbeit bei fast jedem vierten Betrieb in Sachsen

In Sachsen haben wegen der Coronavirus-Krise rund 28.500 Betriebe Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter bei den Arbeitsagenturen angemeldet. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Chemnitz am Dienstag mitteilte, sind dies rund 25 Prozent aller etwa 111.500 Betriebe im Freistaat. Den Angaben zufolge sind nahezu alle Wirtschaftsbranchen davon betroffen. Die meisten Anzeigen habe es aus der Gastronomie, dem Einzelhandel und von Autohändlern gegeben.

Die Anzeigen auf Kurzarbeit seien die Grundlage, um Löhne zu refinanzieren und damit Arbeitsplätze zu sichern, sagte Direktionsleiter Klaus-Peter Hansen. "Deshalb ist die hohe Zahl der Anzeigen ein Indiz dafür, dass Betriebe ihre Arbeitsplätze und damit die Jobs der Menschen in Sachsen sichern wollen und dafür auf Kurzarbeitergeld setzen."

17:20 Uhr | Corona-Patienten aus Italien weiter in kritischem Zustand

Die zwei 57-jährigen Männer aus dem italienischen Bergamo, die seit einer Woche im Uniklinikum Leipzig (UKL) auf der Intensivstation behandelt werden, sind weiterhin in einem kritischen Zustand. Sie müssten beatmet werden, ihr Zustand sei ernst, aber stabil, teilte das Klinikum mit. Insgesamt sei die Zahl der Covid-19-Patienten am UKL noch klein, auch dank der Zusammenarbeit mit dem Klinikum St. Georg - das als erste Anlaufstelle die Leipziger Fälle aufnimmt, hieß es.

Parallel würden am Uniklinikum mit Hochdruck zusätzliche Kapazitäten für die Intensivmedizin geschaffen. Insgesamt stünden derzeit 36 Betten allein für die Versorgung von Covid-19-Intensivpatienten zur Verfügung. Diese Kapazität werde schrittweise ausgebaut. Als weitere Schutzmaßnahme wird am Klinikum nun auch die Kontrolle der Körpertemperatur der wenigen noch zugelassenen Besucher eingeführt. Wer Fieber hat, darf nicht rein. Aktuell gilt ein Besucherstopp. Als Ausnahmen können schwerkranke Patienten noch sehr eingeschränkt Besuch erhalten, ebenso kranke Kinder.

16:56 Uhr | Bürgermeister im Krisenmodus

In Krostitz vernetzten sich derzeit Jung und Alt, um in der Corona-Krise den Menschen die Hilfe anzubieten, die sie brauchen. Ins Leben gerufen hat die Aktion Oliver Kläring, der neue Bürgermeister der nordsächsischen Gemeinde.

16:42 Uhr | SAB hat erste Anträge auf Soforthilfe bewilligt

Von rund 9.700 eingegangenen Anträgen auf ein Soforthilfe-Darlehen hat die Sächsische Aufbaubank (SAB) fast ein Drittel bereits bewilligt. Das teilte die Bank heute in Dresden mit. Seit gestern läuft die Soforthilfe des Bundes für Soloselbstständige, kleine Unternehmen, Freiberufler und Landwirte. Zuletzt hatte es Kritik am mangelnden Tempo der Hilfe gegeben. Allein am Montag waren rund 6.100 Anträge auf Soforthilfezuschuss bei der SAB eingegangen. Sie können noch bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden.

16:33 Uhr | Arbeit auf den Baustellen läuft weiter

Trotz Corona-Krise arbeiten knapp 9.000 Bauarbeiter in der Oberlausitz fast ohne Einschränkungen. Das teilt die Gewerkschaft IG Bauen, Agrar und Umwelt mit. Es werden weiterhin Rüstungen gestellt, Mauern hochgezogen, Dächer gedeckt und Straßen gebaut. Das geforderte "Abstandhalten" mache die "Hand-in-Hand-Arbeit" nicht leichter, sei aber ein Muss. Trotzdem zeige sich die Bauwirtschaft bislang insgesamt deutlich immuner gegen die Krise als viele andere Branchen.

16:15 Uhr | Krankenhaus in Leipzig sucht Helfer

Noch ist die Situation in Sachsens Krankenhäusern relativ entspannt. Aber die Mediziner bereiten sich darauf vor, dass in den nächsten Wochen viele Menschen mit Covid-19 stationär behandelt werden müssen. Deshalb sucht die Uniklinik in Leipzig medizinisch versierte Krisenhelfer, die jetzt oder in Zukunft anpacken wollen. Viele haben sich schon freiwillig gemeldet.

16:04 Uhr | Neue Spielideen gesucht

Kunsthandwerker aus Seiffen wollen der Corona-Krise mit einem Ideenwettbewerb trotzen. Ihr Netzwerk "Denkstatt Erzgebirge" ruft Studenten, Designer und kreative Handwerker auf, eine neue Spielidee für Familien mit Kindern zu entwickeln. Angesichts von Ausgehbeschränkungen sollte sich der Vorschlag leicht im häuslichen Umfeld umsetzten lassen.

Die Vorschläge werden von einer Jury bewertet, die besten erhalten ein Preisgeld. Ideen können bis zum 9. April bei der "Denkstatt Erzgebirge" eingereicht werden.

15:43 Uhr | Verstopfung in Toiletten und Kläranlagen

Wer nicht mehr ausreichend Toilettenpapier zu kaufen bekommt, sucht nach Alternativen. Da sind etwa Küchentücher, Papiertaschentücher oder Babytücher. Aber die führen zu fatalen Folgen in Abwasser- und Kläranlagen.

15:31 Uhr | Kurzarbeit am Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz

Das Gerhart-Hauptmann-Theater in Görlitz hat ab dem 1. April für rund 160 Mitarbeiter Kurzarbeit beantragt. Dies bestätigte der kaufmännische Geschäftsführer Caspar Sawade. Möglich ist dies laut Sawade nur geworden, weil der Betriebsrat die Notwendigkeit erkannt und die Vereinbarung mitgetragen hatte. Eine Kurzarbeiterregelung ist bislang in den Tarifverträgen des Theaters nicht vorgesehen. Wegen der Corona-Krise finden bis Ende Mai keine Vorstellungen statt.

Theater Görlitz
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Die Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz-Zittau GmbH wird von vier Gesellschaftern getragen. Diese sind die Beteiligungsgesellschaft des Landkreises Görlitz mbH, der Landkreis Görlitz sowie die Stadt Görlitz und die Stadt Zittau. Mitfinanziert wird die Arbeit des Theaters aus Fördermittel des Kulturraumes Oberlausitz-Niederschlesien.

14:50 Uhr | Förderportal der Sächsischen Aufbaubank ist online

Das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank (SAB) zur elektronischen Antragsstellung von Soforthilfe funktioniert jetzt. Das teilte das Sächsische Wirtschaftsministerium über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Am Montag war das Portal überlastet zusammengebrochen. Nach deutlicher Erweiterung der Kapazitäten können laut Ministerium über die Internetseite derzeit täglich 24.000 Anträge angenommen werden.

14:03 Uhr | Mehr als 2.000 Corona-Infizierte in Sachsen

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle ist in Sachsen auf 2.084 gestiegen. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) mit. Inzwischen gibt es in der Statistik der sächsischen Regierung 13 Todesopfer, zwei mehr als am Vortag. Bei den Verstorbenen handele es sich um Menschen, die älter als 74 Jahre waren. Im Vergleich zu gestern stieg die Anzahl der Infizierten um 154. Damit gab es nach zwei Tagen sinkender Fallzahlen wieder einen Zuwachs.

Köpping betonte, dass es keine Entwarnung geben kann. Sie empfahl auch, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen.

13:51 Uhr | Produktion im Porschewerk in Leipzig ruht eine weitere Woche

Die Werke des Sportwagenbauers Porsche bleiben wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens auch kommende Woche geschlossen. Wie ein Sprecher des Unternehmens heute mitteilte, setze man vor dem Hintergrund der aktuellen Lage die Produktion im Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen sowie in Leipzig weiterhin aus. Es gebe nach wie vor Engpässe bei den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht zuließen.

Porsche hatte Mitte März angekündigt, die Arbeit in den Werken für zunächst zwei Wochen einzustellen. Zudem hat der Autobauer Kurzarbeit für seine Beschäftigten angemeldet.

13:20 Uhr | Ausgangsbeschränkung bis 20. April - Zwei weitere Tote in Zwickauer Region

Sachsen verlängert die Ausgangsbeschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise bis zum 20. April. Das hat das Kabinett heute in Dresden beschlossen. Der Landkreis Zwickau hat unterdessen fünf Tote infolge einer Corona-Erkrankung gemeldet, zwei mehr als bislang bekannt waren. Bei den beiden zuletzt gemeldeten Verstorbenen handelt es sich um zwei Rentner, Jahrgang 1926 und 1941.

13:10 Uhr | Update: Frottana stellt Mundschutz her

Der Oberlausitzer Textilhersteller Frottana in Großschönau produziert ab sofort einen Mund-Nasen-Schutz für das Gesundheitswesen. Hintergrund ist ein drohender Mangel an Schutzmasken insbesondere für Ärzte und Pflegekräfte. Wie das Landratsamt Görlitz mitteilte, sind die Masken waschbar und der verwendete Stoff ist als bakterien- und virendicht eingestuft.

13:00 Uhr | Spargelbauern fehlen die Erntehelfer - Saisonstart ist noch zu schaffen

Die Spargelernte hat begonnen. Doch wie überall in der Landwirtschaft machen sich auch die Spargelbauern gerade große Sorgen. Vor allem wegen der fehlenden Erntehelfer.

12:52 Uhr | Leipzig lässt zwei Schleusen für Boote vorerst zu

Zum Schutz vor der Ausbreitung des Coronavirus bleiben die Schleusen Connewitz und Cospuden vorerst geschlossen. Die Stadt Leipzig teilte mit, der für Anfang April vorgesehene Betriebsstart werde auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Die beiden Übergänge für Boote befinden sich auf der Pleiße südlich des Schleußiger Wegs beziehungsweise zwischen Waldsee Lauer und dem Cospudener See. Regulär genutzt werden kann dagegen der Fisch-Kanu-Pass an der Schleuse Connewitz.

12:00 Uhr | Stimmung der ostdeutschen Wirtschaft schon vor Corona-Krise getrübt

Das Ifo-Institut in Dresden hat im März einen massiven Einbruch beim Geschäftsklima in ostdeutschen Unternehmen registriert. Dabei sei die Erhebung der Daten noch vor Ausbruch der Corona-Krise in Deutschland erfolgt, teilte das Institut heute mit. Sowohl die Lageeinschätzungen als auch die Geschäftserwartungen der befragten ostdeutschen Firmen seien "steil nach unten gerichtet", hieß es.

11:52 Uhr | BMW beantragt Kurzarbeit - auch für Mitarbeiter in Leipzig

Der Autobauer BMW meldet aufgrund des Produktionsstopps in Deutschland Kurzarbeit für 20.000 Mitarbeiter an. Eine Konzernsprecherin erklärte, betroffen seien auch die Beschäftigten am Standort Leipzig. BMW hatte Mitte März angekündigt, die Autoproduktion in Europa bis zum 19. April zu unterbrechen. Auch in den USA ruht die BMW-Produktion, während in China die Fertigung wieder angelaufen ist.

11:44 Uhr | Blutspendedienst des DRK richtet Außenstelle im Ratskeller Dresden sein

Ab morgen können Blutspender sich auch im Ratskeller in Dresden Blut abnehmen lassen. Wie der DRK-Blutspendedienst mitteilte, wird mit Unterstützung der Stadt ein temporäres Blutspendezentrum eingerichtet. Derzeit seien Blutkonserven sehr knapp, hieß es. Einige aus dem Spenderblut hergestellten Präparate seien lediglich wenige Tage haltbar, sodass ständig Nachschub benötigt werde. Geöffnet ist die Außenstelle in den kommenden drei Wochen mittwochs und donnerstags von 10 bis 16 Uhr sowie am Sonnabend des Osterwochenendes von 9 bis 13 Uhr.

11:02 Uhr | Weiter keine Wochenmärkte in Dippoldiswalde und Coswig

Obwohl Wochenmärkte in Sachsen ab morgen wieder öffnen dürfen, wollen einige Kommunen davon keinen Gebrauch machen. Die Stadt Coswig erklärte, der Schutz der Bevölkerung und der Händler gehe vor. Deshalb werde es in Coswig vorerst bis Ostern keinen Wochenmarkt geben. In Dippoldiswalde und seinen Ortsteilen werden ebenfalls keine Wochenmärkte abgehalten. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Mit der Entscheidung wolle man Händler und Kunden vor Ansteckung schützen. Gerade auf Wochenmärkten komme es zwangsläufig zu größerer Ansammlung von Menschen, was allerdings in der Corona-Krise vermieden werden soll.

Das sächsische Landwirtschaftsministerium hatte gestern bekannt gegeben, dass mobile Verkaufsstände unter freiem Himmel und in Markthallen, die dem Verkauf von Lebensmitteln, selbst erzeugten Produkte aus Gärtnereien und Baumschulen sowie Tierbedarf dienen, ab morgen wieder öffnen dürfen. Zuvor waren diese vom Staatsregierung untersagt worden.

10:43 Uhr | Vogtlandkreis bemüht sich vorsorglich um mehr Pflegekräfte

Vor dem Hintergrund der steigender Corona-Zahlen sucht der Vogtlandkreis vorsorglich Fachkräfte im Bereich Pflege sowie Pflegehilfskräfte. Unter den von der Infektion betroffenen Patienten befinde sich neben pflegebedürftigen Bürgern auch jetzt schon Betreuungspersonal in Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, heißt es in einer Pressemitteilung.

Wer aktuell in Kurzarbeit oder im Ruhestand ist und über eine Berufsausbildung im medizinischen- oder Pflegebereich verfüge, könne sich beim Sozialamt des Vogtlandkreises melden. Derzeit könne die Pflege und Betreuung noch sichergestellt werden, hieß es. Man wolle jedoch gerüstet sein, falls sich die Situation ändere.

10:30 Uhr | Medienprofis geben digitale Elternabende zu Mediennutzung

Der Sächsische Ausbildungs- und Erprobungskanal in Görlitz bietet in der kommenden Woche zwei digitale Elternabende zur Mediennutzung für Kinder an. Die jetzige Situation stelle viele Familien vor neue Herausforderungen, so die Medienmacher. Viele müssten Homeoffice, Kinderbetreuung und Unterricht am Küchentisch gleichzeitig meistern. Die kostenlosen Online-Elternabende wollen deshalb entsprechende Tipps geben, vor allem im Hinblick auf eine realistische Mediennutzung der Kinder und Jugendliche. Wer Interesse hat, kann sich über die Internetseite des SAEK Görlitz anmelden.

10:12 Uhr | MDR-Umfrage: Menschen kommen mit Einschränkungen noch zurecht

Trotz der drastischen Einschränkungen, die die Maßnahmen gegen das Coronavirus mit sich bringen, kommen die Menschen in Mitteldeutschland gut mit der derzeitigen Situation zurecht. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Befragung von mdrFRAGT zum Thema "Coronavirus - Entspannung oder Lagerkoller?"

09:50 Uhr | Bautzen bietet regionalen Händlern Plattform für Lieferangebote

Auf der Internetseite der Stadt Bautzen präsentieren sich ab sofort auch die Händler und Dienstleister der Stadt mit ihren aktuellen Angeboten. Gastronomen listen zum Beispiel ihre Lieferdienstangebote auf, auch einige Ladeninhaber liefern aktuell ihre Waren aus oder bieten ihr Sortiment in einem Online-Shop an. Die dazugehörigen Links, Telefonnummern und E-Mail-Adresse sind ebenfalls in der Übersicht vermerkt.

Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) bittet auf der offiziellen Facebook-Seite der Stadt darum, diese Angebote zu nutzen. Auf diese Weise könne jeder die ortsansässigen Händler und Dienstleister in dieser schwierigen Situation unterstützen und ihnen eine Perspektive geben.

08:18 Uhr | Wie meistern Sie den Alltag mit den Ausgangsbeschränkungen? Reden Sie mit.

Es ist immer noch eine unwirkliche Situation. Das öffentliche Leben ist auf ein Minimum heruntergefahren. Wie geht es uns in dieser Situation? Darüber reden wir heute Abend bei "Dienstags direkt".

08:16 Uhr | Wie Hebammen trotz Corona-Krise helfen

Homeoffice ist für Hebammen nicht umsetzbar, denn Schwangere und Mütter mit ihren Neugeborenen benötigen die Unterstützung vor Ort. MDR SACHSEN hat mit der Vorsitzenden des Sächsischen Hebammenverbandes, Stephanie Hahn-Schaffarczyk, über die Besonderheiten der Hebammenarbeit in der Corona-Krise gesprochen.

07:59 Uhr | Stadt Dresden plant Soforthilfe auf zehn Millionen Euro zu verdoppeln

Die Stadt Dresden will die Zahl der Corona-Soforthilfen voraussichtlich verdoppeln. Der Stadtrat hatte in der vergangenen Woche fünf Millionen Euro für Selbstständige und Kleinstunternehmen freigegeben. Das reicht für 5.000 Antragsteller. Die Zahl der eingereichten Anträge liegt aber schon darüber. Am Freitag wurden die ersten Anträge bearbeitet, gestern gingen die ersten hundert Bescheide über jeweils 1.000 Euro Soforthilfe an die Empfänger.

07:16 Uhr | Fachgesellschaft gegen Verbot von Vätern in Kreißsälen

Werdende Väter oder andere Angehörige sind aus Sicht von Deutschlands Gynäkologen auch in Corona-Zeiten eine unverzichtbare Unterstützung bei Geburten. Die Deutsche Gesellschaft für Psychosomatische Frauenheilkunde und Geburtshilfe mit Sitz in Dresden kritisierte, dass diese Empfehlung vielfach missachtet wird. "Familien bilden immunbiologisch eine Einheit, sie zu trennen, macht schon deswegen keinen Sinn." Gerade unter zunehmend erschwerten Rahmenbedingungen brauchten Frauen bei der Geburt ihre Partner als Begleiter und "Garant für Betreuung, Unterstützung und Hilfe", hieß es.

In Sachsen dürfen beispielsweise in Grimma und Wurzen werdende Väter ihren Partnerinnen wegen der Corona-Krise bei der Geburt nicht mehr beistehen.

07:06 Uhr | Betreiber von Alten- und Pflegeheimen sehen sich bei Schutzausrüstung benachteiligt

Die Betreiber von Alten- und Pflegeheimen sehen sich bei der Ausstattung mit Schutzausrüstung benachteiligt. Das sagte die Chefin der Vereinigung privater Anbieter sozialer Dienste in Sachsen, Jacqueline Kallé, dem MDR. Priorität bei der Verteilung hätten Gesundheitsämter und Krankenhäuser. Pflegeheime stünden irgendwo am Ende der Kette. Kallé betonte, die Heime wollten aber auch ihre Mitarbeiter gleichberechtigt schützen. Schließlich könnten Pfleger kaum Abstand zu den Menschen halten, die sie versorgten. Laut Jacqueline Kallé gibt es in Sachsen noch keine Häufung von Corona-Infektionen in Pflegeheimen.

Bereits gestern hatte die Diakonie Sachsen auf den Missstand hingewiesen und eine angemessene Versorgung von Altenpflege- und Behindertenheimen sowie Mitarbeitern mobiler Pflegedienste eingefordert.

06:58 Uhr | Oberlausitzer bringen selbst genähte Mundschutze ins Landratsamt Bautzen

Im Landratsamt Bautzen sind nach dem Aufruf "Helfen Sie Helfern" die ersten genähten Mundschutze abgegeben worden. Sie werden jetzt gewaschen und an Pflegeheime und soziale Dienste bei Bedarf verteilt. Das Landratsamt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Beteiligung an dieser Aktion vollkommen unbedenklich ist. Anlass ist ein im Internet verbreitetes Schreiben einer Münchner Anwaltskanzlei, in dem darauf hingewiesen wird, dass bei einer falschen Bezeichnung der hergestellten Mundschutze Abmahnungen drohen. Die Spendenaktion des Landratsamtes sei davon aber nicht betroffen, so die Behörde.

06:04 Uhr | Zoologische Gärten fordern Soforthilfe vom Bund

Der Verband der Zoologischen Gärten wendet sich mit der dringlichen Bitte um ein Soforthilfe-Programm in Höhe von 100 Millionen Euro an Bundeskanzlerin Angela Merkel. In dem Schreiben macht Jörg Junhold, Präsident des Verbandes und Zoodirektor in Leipzig, auf die wirtschaftlich angespannte Lage für Tierparks aufmerksam. Insgesamt 56 deutsche Zoos sind im Verband der Zoologischen Gärten organisiert, sie sind wegen der Corona-Ansteckungsgefahr für Besucher geschlossen.

Anders als andere Einrichtungen können wir unseren Betrieb nicht einfach runterfahren - unsere Tiere müssen ja weiterhin gefüttert und gepflegt werden. Momentan arbeiten wir aber ohne Einnahmen bei gleichbleibend hohen Ausgaben. Wie gravierend die Lage ist, lässt sich daran erkennen, dass ein einzelner großer Zoo aktuell einen wöchentlichen Umsatzverlust von etwa einer halben Million Euro zu verkraften hat.

Jörg Junhold, Direktor Zoo Leipzig

05:44 Uhr | Neue Abstrichambulanz in Pirna in Betrieb

Seit Montag können sich Patienten in Pirna in der neuen Abstrichpraxis der Kassenärztlichen Vereinigung Sachen (KVS) auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen. Wie die KVS mitteilte, befindet sich die neue Praxis in der Sporthalle des Beruflichen Schulzentrums für Technik und Wirtschaft (BSZ) in Pirna-Copitz. 

05:40 Uhr | Kosmetikkonzern spendet Desinfektionsmittel an den Freistaat

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf AG spendet heute Händedesinfektionsmittel an den Freistaat Sachsen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt nach eigenen Angaben die Landesregierung bei der Verteilung des zur Umsetzung der Hygienevorschriften in der Corona-Krise dringend erwarteten Schutzmittels. Beiersdorf hatte erst kürzlich bekanntgegeben, auch im ehemaligen Florena-Werk in Waldheim vorübergehend Desinfektionsmittel herzustellen.

05:14 Uhr | Bürger genervt - Ministerium bittet Anrufer um Geduld

Das Sozialministerium bittet Anrufer der zentralen Corona-Hotline Tel. 0800/1000 214 um Nachsicht, wenn einmal kein Durchkommen ist. Zu Zeiten, wo besonders viele anrufen, könne es passieren, dass gerade keine Leitung frei ist. "Das bedauern wir sehr", so Ministeriumssprecher Andreas Friedrich. Man solle dann die Telefonnummer zu einem späteren Zeitpunkt wählen.

Die Hotline der Staatsregierung ist wochentags von 7 bis 18 Uhr und am Wochenende von 12 bis 18 Uhr besetzt und erreichbar. Die Anrufer werden je nach Thema und Anliegen über ein Menü zu Ansprechpartnern in verschiedenen Ministerien geleitet. Antworten zu den häufigsten Fragen zu den Ausgangsbeschränkungen und Einschränkungen des öffentlichen können auch unter www.coronavirus.sachsen.de abgerufen werden. Diese Übersicht mit Fragen und Antworten werde regelmäßig aktualisiert, so Friedrich.

Bürger hatten sich an den MDR gewandt und mehr Flexibiltät von der Verwaltung gefordert. So schreib eine Frau, die zu keinem der Ministeriumsmitarbeiter durchkam: "Mir ist unerklärlich, weshalb die Hotline bei derartig einschneidenden Maßnahmen nicht deutlich länger besetzt ist. Die Menschen werden mit ihren Sorgen und Fragen allein gelassen."

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/KNA/Reuters/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 31.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 30.03.2020 | 19:00 Uhr

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