Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 09.06.: Sachsen stockt Pflegebonus auf

Symbolbild: Paket mit Biogefährdungszeichen auf Deutschlandfahne mit Etikett und der Aufschrift Pflegebonus
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Überblick: Die wichtigsten Meldungen am Montag

Meldungen vom Folgetag

21:52 Uhr | Tickerende

Damit beenden wird den heutigen Corona-Ticker für Sachsen. Wir bedanken uns für Ihr Interesse und sind ab Mittwochfrüh wieder mit aktuellen Meldungen zur Corona-Pandemie für Sie da. Bis dahin, bleiben Sie #miteinanderstark. Gute Nacht!

21:47 Uhr | Ingenieure der Technischen Hochschule Leipzig entwickeln Notfall-Beatmungsgerät

Ingenieure der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) haben ein Notfall-Beatmungsgerät entwickelt. Wie das verantwortliche Forscherteam, mitteilte, soll das Beatmungsgerät am 12. Juni vorgestellt werden. Die Forscher benötigten zehn Wochen um das Gerät zu entwickelnt.

21:32 Uhr | Sitzungssaal des Stadtrates in Leipzig mit Verzögerungen

Der Sitzungssaal im Neuen Rathaus wird wegen der Corona-Pandemie voraussichtlich erst im September fertig. Das sagte Bauleiter Marc Thielemann vom Gebäudemanagement der Stadt heute bei einem Baustellenrundgang.

Ursprünglich sollte der Sitzungssaal schon im Mai fertig saniert sein. Das Budget von 4,4 Millionen Euro wird laut Thielmann aber eingehalten.

19:22 Uhr | Sommermonate könnten Verbreitung des Coronavirus bremsen

Ob Coronaviren auf Handys oder Kleidung ansteckend bleiben, hängt davon ab, wie lange die Tröpfchen feucht bleiben, in denen die Viren unterwegs sind. Forscher haben jetzt die Geschwindigkeit der Verdunstung berechnet und dabei herausgefunden, dass diese Tröpfchen bei einer hohen Temperatur schneller verdunsten.

19:02 Uhr | Große Einnahmeverluste in Boxberg erwartet

Die Gemeinde Boxberg rechnet wegen der Corona-Pandemie mit Einnahmeverlusten in Höhe von rund einer Million Euro. Wie Boxbergs stellvertretender Bürgermeister Hendryk Balko mitteilte, wird die genaue Summe noch ermittelt. Die ohnehin angespannte Haushaltslage werde sich so noch verschärfen, denn weitere Sparmaßnahmen seien unumgänglich. Die von Bund und Freistaat beschlossenen Schutzschirme für die Gemeinden würden dafür sorgen, dass die Kommunen handlungsfähig blieben. Den kompletten coronabedingten Verlust von Einnahmen glichen diese Maßnahmen aber nicht aus, so Balko.

18:38 Uhr | Drei Corona-Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen sind seit gestern drei neue Corona-Infektionen registriert worden. Das geht aus den Meldungen der Landkreise und kreisfreien Städte hervor. Demnach wurde jeweils ein neuer Fall im Erzgebirgskreis, Landkreis Leipzig und im Landkreis Meißen verzeichnet. Der Vogtlandkreis hat zudem zwei neue Todesfälle im Zuge einer Covid-19-Erkrankung gemeldet.

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie insgesamt 5.333 Personen nachweislich infiziert. Schätzungen zufolge sind 5.010 von ihnen wieder genesen. Die Zahl der Toten im Freistaat liegt bei 219.

18:20 Uhr | Besuche in Pflegeheimen weiterhin mit Hürden

Als Sachsens Landesregierung das Besuchsverbot in Alten- und Pflegeheimen aufgehoben hat, war die Freude bei Heimbewohnern und Angehörigen groß. Doch die Zugangsregelungen vor Ort werden von jeder Einrichtung selbst bestimmt. Für Bewohner und Besucher bringt das weiterhin große Einschränkungen mit sich.

18:05 Uhr | AfD will Corona-Ausschuss beantragen

Die AfD will die Einsetzung eines Corona-Ausschusses im Landtag beantragen. Wie die AfD-Fraktion mitteilte, müsse die Opposition in Entscheidungen der Regierung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie einbezogen werden. Die Entscheidung zur Einschränkung der Grundrechte sei so gravierend, dass man eine öffentliche Debatte führen müsse. Gleiches gelte für die Verabschiedung von Hilfspaketen, weil es dabei um sehr viel Geld gehe.

Um einen Ausschuss zu beschließen, braucht es ein Fünftel der Landtagsmitglieder. Da die AfD 38 von insgesamt 119 Abgeordneten stellt, kann sie einen solchen im Alleingang beantragen.

17:45 Uhr | Klinikpersonal fordert bessere Arbeitsbedingungen

Unter dem Motto "Es ist 5 vor 12, klatschen alleine hilft nicht" hat das Pflegepersonal am Leipziger Klinikum St. Georg am Dienstag eine Fotopetition mit mehr als 1.000 Beteiligten an die Geschäftsführung überreicht. Damit unterstreichen die Beschäftigten ihre Forderungen im Tarifstreit. Sie fordern unter anderem eine Lohnerhöhung um 7,5 Prozent.

17:30 Uhr | Kaum Verständnis für Corona-Demonstrationen

Trotz weitreichender Lockerungen protestieren regelmäßig bundesweit Tausende Menschen gegen die Coronamaßnahmen. Mit 71 Prozent zeigt der Großteil der mdrFRAGT-Gemeinschaft in der aktuellen Befragung wenig bis kein Verständnis für die Proteste. Zudem findet der Großteil der Befragten die Maßnahmen, die seit Aufkommen der ersten Pandemiefälle ergriffen wurden, rückblickend richtig.

An der Befragung nahmen mehr als 17.200 Leute aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen teil.

17:15 Uhr | Projekt sucht Ausstellungsräume

Im Rahmen des Projekts "1000 Jahre Oberlausitz - Menschen, Burgen, Städte" werden Stellorte für eine erste Ausstellung gesucht. Die deutschen und polnischen Partner wollen damit über das Projekt informieren und auf das reiche gemeinsame Kulturerbe beiderseits der Neiße aufmerksam machen.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen mussten mehrere geplante Orte für die Wanderausstellung absagen, deshalb werden jetzt neue Möglichkeiten der Präsentation gesucht. Das Projekt "1000 Jahre Oberlausitz" wird von der EU gefördert, Partner sind unter anderem die Universität Breslau, das Museum Bautzen und die Städtischen Museen Zittau.

17:00 Uhr | Dieses Jahr kein "Fete de la Musique"

Das Festival für Straßenmusik "Fete de la Musique" in Chemnitz fällt in diesem Jahr aus. Hintergrund ist das bestehende Verbot von Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Besuchern. Wie die Veranstalter mitteilten, soll es eventuell einen Ersatztermin im September geben. Einzelne Kommunen der Region wollen dennoch am 21. Juni ein Fest veranstalten. So soll es in Augustusburg ein Kunstfest mit dem Auftritt einer Band geben. Die Stadt Zschopau plant, einen LKW als mobile Bühne mit DJ und Band durch die Stadt fahren zu lassen.

16:36 Uhr | AfD in Sachsen will Mundschutzpflicht abschaffen

Sachsens AfD will die Mundschutzpflicht in der Corona-Pandemie abschaffen. Einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag kündigte der sächsische Partei- und Fraktionschef Jörg Urban am Dienstag für die Landtagssitzung am Mittwoch an. Es gebe in Sachsen kaum noch Neuinfektionen. Deshalb müsse in den Schulen, im Handel und im öffentlichen Nahverkehr die Maskenpflicht fallen, so Urban.

16:25 Uhr | Filmnächte am Elbufer ab Juli

Die Filmnächte am Dresdner Elbufer werden zwischen Juli und August knapp 90 Filme zeigen. Außerdem werden Konzerte der Dresdner Philharmonie gezeigt. Johannes Vittinghoff, Geschäftsführer der Filmnächte, rechnet aufgrund der strengen Hygieneauflagen mit großen Verlusten. Die Auflagen sehen eine Begrenzung auf maximal 1.000 Teilnehmer pro Veranstaltung vor. Man wird versuchen, die roten Zahlen im nächsten Jahr auszugleichen, so Vittinghoff.

15:22 Uhr | Zwischenergebnis zur Coronavirus-Studie an Schulen

Bei der Coronavirus-Studie an sächsischen Grundschulen gibt es ein erstes Zwischenergebnis. Wie Studienleiter Wieland Kiess mitteilte, hat sich von den bislang getesteten Grundschülern und Lehrern keiner mit dem Coronavirus infiziert. Anders sehe das bei den Antikörpern aus. Diese seien bei einem Erwachsenen festgestellt worden. Nach Kiess' Ansicht ist das Coronavirus im Moment nicht wirklich aktiv in der Bevölkerung.

Insgesamt werden Kinder und Lehrer an 18 Schulen getestet. Für Anfang September und November sind weitere Testreihen geplant.

15:05 Uhr | Mehr Coronavirus-Tests für betroffene Regionen

In Sachsen sollen künftig in besonders betroffenen Regionen flächendeckende Corona-Tests vorgenommen werden. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping mitteilte, werden in Zukunft in einem Landkreis Mitarbeiter und Bewohner von Krankenhäusern und Altenheimen getestet, sobald es innerhalb von 7 Tagen mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Landkreis gegeben hat. Ebenfalls getestet werden sollen Rettungssanitäter, Erzieher und Justizvollzugsbeamte. Laut Köpping sind dafür 20 Millionen Euro eingeplant.

14:35 Uhr | Umfangreicher Haushalt trotz neuer Schulden

Trotz drohender Einnahmeverluste wegen der Corona-Krise plant Sachsen weiter mit einem Haushalt auf bisherigem Niveau. Wie Finanzminister Hartmut Vorjohann mitteilte, stehen für den Doppeletat 2021/22 rund 41,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Zu erwartende Steuerausfälle würden mit Schulden ausgeglichen. Diese müssten dann ab 2023 getilgt werden. Vorjohann mahnte die anderen Ministerien deshalb an, langfristig und sorgfältig zu planen.

14:20 Uhr | Sächsischer Erfindergeist während der Corona-Pandemie

Eine selbst desinfizierende Besuchsbox, Hygieneschutzwände auf Theken oder eine Desinfektionsmittelsäule aus gebürstetem Edelstahl: Sachsens mittelständische Unternehmen versuchen mit neuen Produktideen der Corona-Pandemie zu trotzen.

14:00 Uhr | Knapp 68 Millionen Euro für Kultur und Tourismus

Der Freistaat Sachsen will den Kultur- und Tourismusbereich in der Corona-Krise mit 68 Millionen Euro zusätzlich unterstützen. Kulturministerin Barbara Klepsch sagte bei der Haushaltsklausur des Kabinetts, dass davon 30 Millionen Euro für freie Theater, Festivals und kulturelle Vereine angedacht seien. Sieben Millionen gingen an die Kulturstiftung des Landes. Damit sollen nach Angaben Klepschs unter anderem freie Künstler gefördert werden. Zwei Millionen seien für die Veranstaltungsbrache vorgesehen. Der Tourismus bekäme fünf Millionen Euro zusätzlich und 1,5 Millionen Euro gingen an Kinos.

Der Staat könne nicht alle Einnahmeverluste ausgleichen. Man möchte aber Impulse setzen und dabei helfen die Krise zu überstehen, so Klepsch.

13:45 Uhr | Sachsen stockt Pflegebonus des Bundes mit 500 Euro auf

Das sächsische Kabinett hat heute beschlossen, Pflegekräften im Freistaat einen einmaligen Bonus in Höhe von 500 Euro zu zahlen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping bei der Pressekonferenz zur Haushaltsklausur mitteilte, wird damit der Bonus des Bundes von 1.000 Euro aufgestockt. Somit werde der besondere Einsatz der Beschäftigten in den Pflegeberufen in Zeiten der Corona-Pandemie mit insgesamt 1.500 Euro gewürdigt.

Ich freue mich, dass wir damit den Pflegenden und zu Pflegenden ein Dankeschön sagen können, für ihre geleistete Arbeit in den letzten Monaten.

Petra Köpping Gesundheitsministerin

Nach Angaben Köppings gibt es circa 70.000 Beschäftigte, die den Pflegebonus in Anspruch nehmen können. Insgesamt sind 30 Millionen Euro dafür vorgesehen.

10:18 Uhr | Mehr als die Hälfte der Sachsen will nicht sofort nach Tschechien

Trotz offener Grenzen will mehr als die Hälfte der Sachsen vorerst nicht nach Tschechien reisen. Das geht aus dem Meinungsbarometer für Mitteldeutschland mdrFRAGT hervor. Lediglich 15 Prozent der fast 9.000 Teilnehmer an der Befragung wollen zeitnah über die Grenze reisen. Ein knappes Drittel plant dies zwar, aber nicht sofort. Einkaufen, Tanken oder Friseurbesuche sind demnach für mehr als die Hälfte der potenziellen Tschechien-Reisenden die Hauptgründe.

07:19 Uhr | Umweltverschmutzung und Infektionsgefahr durch weggeworfene Schutzmasken

In Sachsen werden Schutzmasken zunehmend unachtsam weggeworfen. Das Landesumweltministerium rief dazu auf, Masken nur im Restmüll zu entsorgen - eingepackt in Papier- oder Kunststoffbeutel. Wer einen Mund-Nase-Schutz in die Umwelt werfe, begehe eine Ordnungswidrigkeit. Auch die Abfallunternehmen sehen weggeworfene Masken als Problem. Der Präsident des Verbands kommunaler Unternehmen, Patrick Hasenkamp, sagte, die herumliegenden Masken seien ein Infektionsrisiko. Umweltverbände warnten zudem vor Kunststoffen und Drähten, die in den Masken enthalten sind. Sie seien nicht biologisch abbaubar. Außerdem stellten sie eine Gefahr für Tiere dar.

06:00 Uhr | Balearen sollen schon ab Mitte Juni erste Urlauber empfangen dürfen

6.000 Touristen aus Deutschland dürfen nach Medienberichten schon ab dem 15. Juni auf die Balearischen Inseln fliegen - zwei Wochen vor der offiziellen Öffnung der Grenzen Spaniens für ausländische Besucher. Die Zentralregierung in Madrid habe einem Antrag der Inseln auf Durchführung eines sogenannten Pilotprojekts nach langen Verhandlungen zugestimmt, berichteten die Zeitung "El País" und balearische Medien unter Berufung auf die Regionalregierung in Palma de Mallorca.

Das Pilotprojekt soll den Angaben zufolge dazu dienen, den Ernstfall - den erwarteten Touristenansturm nach Öffnung der Grenzen am 1. Juli - zu proben. 4.000 Urlauber sollen auf Mallorca empfangen werden und je 1.000 auf Menorca und Ibiza mit Formentera. Ob ab den Flughäfen Dresden und Leipzig/Halle im Juni auch schon Direktflüge auf den Balearen starten werden, scheint indes eher unwahrscheinlich. Airlines bieten Tickets ab Juli ab. Bis Ende Juni sind zunächst nur Umsteigeverbindungen buchbar.

05:35 Uhr | Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen weiter gering

In Sachsen nehmen die nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen weiterhin nur leicht zu. Am Montag wies die Statistik aus den Landkreisen und kreisfreien Städten 5.330 Fälle auf. Das waren zwei mehr als am Sonntag. Die Anzahl der Todesopfer liegt bei 217. Schätzungen zufolge sind 4.990 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus wieder genesen.

05:20 Uhr | Hoyerswerda: Schloss und Museum öffnen wieder

In Hoyerswerda sind nach 13-wöchiger Zwangspause ab heute das Schloss und das Stadtmuseum wieder geöffnet. Der Besuch der Einrichtungen ist nach Angaben der Museumsleitung nur mit einer Mund-Nase-Bedeckung gestattet. Außerdem werden maximal 30 Personen gleichzeitig ins Museum gelassen. Im Schloss wurde ein neues Wegeleitsystem eingerichtet, damit sich Besucher möglichst wenig begegnen, teilte die Betreibergesellschaft mit. Offen sei derzeit noch, ob auch Führungen im Museum wieder ermöglicht werden können.

05:01 Uhr | Bautzen und Kamenz - wieder Besuch in Krankenhäusern erlaubt

Mit Inkrafttreten der neuen Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung sind seit dem Wochenende wieder Besuche bei Patienten in den Krankenhäusern möglich. Dafür gelten feste Besuchszeiten, in der Regel am Nachmittag. Außerdem ist die Dauer des Besuchs beschränkt - bei den Oberlausitz-Kliniken auf eine Stunde, im Malteser-Krankenhaus Kamenz auf eine halbe Stunde pro Besucher. Für die Kontaktnachverfolgung müssen die Besucher außerdem einen Fragebogen ausfüllen. Die genauen Regelungen erklären die Krankenhäuser auf ihren Internetseiten.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 09.06.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 09.06.2020 | 19:00 Uhr

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