Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 27.10.: Insgesamt 473 neue Coronafälle in Sachsen

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Meldungen des Folgetages

20:01 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Ticker zu Corona-Themen in Sachsen für heute. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend und halten sie morgen wieder an gleicher Stelle auf dem Laufenden. Bleiben Sie gesund!

19:52 Uhr | Auch Leipzig verschärft Maßnahmen gegen Corona mit neuer Allgemeinverfügung

Die Stadt Leipzig verschärft vor dem Hintergrund steigender Corona-Neuinfektion die Schutzmaßnahmen. Dazu zählt unter anderem die Maskenpflicht unter freiem Himmel innerhalb des gesamten Innenstadtrings, an Haltestellen und auf Wochenmärkten. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung eine Sperrstunde in der Gastronomie zwischen 23 Uhr und 5 Uhr verhängt. In der Zeit darf generell kein Alkohol mehr ausgeschänkt werden. Die neue Verordnung gilt ab Mittwoch.

19:42 Uhr | Sächsische CDU-Fraktion spricht sich gegen "Lockdown light" aus

Die CDU-Fraktion im Landtag von Sachsen hat sich trotz ansteigender Corona-Neuinfektionen gegen einen "Lockdown-Light" ausgesprochen. Der würde die ohnehin schon stark angeschlagene Gastronomie noch weiter belasten, erklärte der Abgeordnete Jan Hippold am Dienstagabend in Dresden. Ein solcher Lockdown sei kein praktikabler Weg, um die Entwicklung der Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. "Eine Schließung von Restaurants und Gaststätten würde nach unserer Einschätzung nur zu einer Verlagerung in den privaten Bereich führen, was nach allen Erkenntnissen unkontrollierbarer und damit weitaus problematischer für die Entwicklung des Infektionsgeschehens ist", so Hippold. Die vergangenen Wochen hätten sehr deutlich gezeigt, dass nicht die Bars und Restaurants das Problem sind, sondern die zunehmende Sorglosigkeit und bisweilen auch Missachtung der hygienischen Abstandsregeln.

19:27 Uhr | Landkreis Mittelsachsen erlässt neue Allgemeinverfügung

Der Landkreis Mittelsachsen hat eine neue Allgemeinverfügung erlassen. Damit reagiere man auf die steigenden Corona-Fallzahlen und das erneute Überschreiten des Risiko-Grenzwertes von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums liegt dieser bei 56,9. Aus diesem Grund verschärfe man die Regelungen für Zusammenkünfte, Veranstaltungen, Gaststätten sowie zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, hieß es. Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch in Kraft und soll bis zum 16. November gelten.

Ab Mittwoch darf demnach kein Alkohol zwischen 22 Uhr und 5 Uhr im Landkreis verkauft werden. Im gleichen Zeitraum müssen auch Gaststätten schließen. Weiterhin sind in Sportstätten, Restaurants und bei Veranstaltungen die Kontakte der Besucher bzw. der Gäste aufzunehmen und vier Wochen aufzuheben. Feiern dürfen nur noch mit maximal zehn Personen und nur im Familien- und Freundeskreis stattfinden. Private Zusammenkünfte sind ebenfalls auf zehn Personen oder eigenen Hausstand begrenzt. Es gilt eine Maskenpflicht für öffentlich zugängliche, geschlossene Räume sowie in Schulgebäuden und in geschlossenen Räumen von Schulen, jeweils mit Ausnahme des Unterrichts.

18:42 Uhr | Insgesamt 473 neue Corona-Fälle in Sachsen

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Dienstag insgesamt 473 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Die meisten neuen Fälle gab es demnach in Chemnitz. Dort wurden 92 neue Infektionen festgestellt, unter anderem 70 in einem Pflegeheim der Stadt. Den höchsten Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche hat weiterhin der Erzgebirgskreis. Dort liegt der Wert am Dienstag bei 236. Sieben weitere Menschen sind in Sachsen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

17:58 Uhr | Hygienekonzept für Augustusmarkt in Dresden genehmigt

Das Hygienekonzept des Augustusmarktes in der Dresdner Hauptstraße wurde genehmigt. Wie der Veranstalter am Dienstag mitteilte, sind die Eckpunkte der Hygienemaßnahmen eine Einfriedung des Areals, Einlasskontrollen, die Kontaktnachverfolgung und eine moderate Entzerrung der Marktpagoden. Dafür kann das Marktgelände um den kompletten Neustädter Markt erweitert werden.

Natürlich müsse man das Infektionsgeschehen weiter beobachten und kann nicht vorhersagen, was wann passiert. Aber es sei falsch, die Waffen zu zeitig zu strecken, sagte Holger Zastrow, Mitveranstalter des Augustusmarktes. Der Augustusmarkt ist Dresdens zweitgrößter Weihnachtsmarkt und der einzige große Markt auf der Neustädter Elbseite. In dieser Saison soll er vom 25. November bis 3. Januar stattfinden.

17:39 Uhr | Leiter der Jazztage Dresden kritisiert Lauterbach

Der Leiter der Dresdner Jazztage, Kilian Forster, hat dem SPD-Gesundheitsexperten Lauterbach vorgeworfen, die Veranstaltungsbranche in den Ruin zu treiben. Lauterbach hatte ein Konzert der Jazztage mit rund 700 Teilnehmern ohne Masken und mit wenig Abstand als unethischen Menschenversuch bezeichnet. Der Chef der Jazztage wies das bei MDR AKTUELL als überzogen zurück. Lauterbach wolle den völligen Lockdown. Man habe sich bei den Jazztagen an die gesetzlichen Regeln und das genehmigte Hygienekonzept gehalten. Niemand sei gezwungen, an Veranstaltungen teilzunehmen. Für die weiteren Konzerte bei den Jazztagen gilt jetzt aber eine Maskenpflicht.

16:43 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer will Schulen und Kindergärten offen halten

Vor den Corona-Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer vor Einschränkungen für Schülerinnen, Schüler und Familien gewarnt. "Kindergärten und Schulen müssen offen bleiben, werden offen bleiben", sagte Kretschmer am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Dresden. Die Pandemie müsse dort bekämpft werden, wo sie auch wirklich stattfinde. Das sei vor allem bei Veranstaltungen und Zusammentreffen, in denen kein Mindestabstand gilt, beispielsweise im Familienkreis.

16:26 Uhr | Kommunen bekommen Millionenhilfe vom Bund für Gewerbesteuerausfälle

Die sächsischen Gemeinden sollen für Gewerbesteuerausfälle in diesem Jahr 156 Millionen Euro vom Bund erhalten. Das Kabinett in Dresden beschloss am Dienstag einen entsprechenden Gesetzentwurf zur Unterstützung der Kommunen in der Corona-Krise. Bereits im August hatte der Freistaat seinerseits rund 226,2 Millionen Euro als Ausgleich für sinkende Steuereinnahmen an die Gemeinden ausgezahlt, 170 Millionen Euro davon als Kompensation der Gewerbesteuerausfälle. "Gemeinsam mit dem Bund sorgen wir dafür, dass die Städte und Gemeinden in Summe vollständig von den pandemiebedingten Ausfällen bei der Gewerbesteuer entlastet werden", sagte der sächsische Finanzminister Hartmut Vorjohann.

16:18 Uhr | Tourismusverband für Durchführung des Striezelmarktes in Dresden

Der Vorsitzende des Tourismusverbandes Dresden, Johannes Lohmeyer, fordert am Dresdner Striezelmarkt in diesem Jahr festzuhalten. Die Dresdner Stadtverwaltung habe in den letzten Wochen wirklich alles getan, um auch bei steigenden Zahlen positiv Getesteter ein Striezelmarkt-Konzept zu erstellen, das dem Schutz der Gesundheit und dem Bedürfnis von Bewohnern und Besuchern nach weihnachtlicher Atmosphäre gleichermaßen Rechnung trage. Der Striezelmarkt sei eine Chance für Handel und Tourismuswirtschaft, das "gründlich verhagelte Jahr 2020" ein wenig aufzufangen und Unternehmen sowie Arbeitsplätze zu sichern, so Lohmeyer.

Die SPD-Fraktion im Dresdner Stadtrat hatte eine Absage des Weihnachtsmarktes gefordert.

15:58 Uhr | Corona-Teststation am Flughafen Leipzig-Halle bleibt vorerst

Die Corona-Teststation am Flughafen Leipzig-Halle bleibt vorerst in Betrieb. Wie eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung MDR SACHSEN mitteilte, ist das der aktuellen Situation und der unklaren Entwicklung der Pandemie geschuldet. Ursprünglich war geplant, das Testcenter Ende Oktober zu schließen. Seit Anfang August wurden dort knapp 28.000 Tests durchgeführt. Bei Personen, die corona-spezifische Symptome haben, übernimmt die Krankenkasse die Kosten, symtomefreie Personen müssen den Test selber bezahlen. Die Teststation am Flughafen hat weiterhin täglich von 16 bis 20 Uhr geöffnet.

15:32 Uhr | Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt gekippt

Das Oberverwaltungsgericht in Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Gäste aus Corona-Risikogebieten gestoppt. Der 3. Senat setzte die Regelung des Landes vorläufig außer Vollzug, wie das Gericht am Dienstag mitteilte. Damit war der Eilantrag eines Vermieters von Ferienwohnungen erfolgreich.

15:25 Uhr | Vollständige Kontaktnachverfolgung in Dresden nicht mehr möglich

In Dresden lässt die steigende Zahl von Corona-Infektionen eine vollständige Nachverfolgung von Kontaktpersonen nicht mehr zu. Wie das Gesundheitsamt auf Anfrage von MDR SACHSEN mitteilte, sind derzeit 45 Personen mit der Nachverfolgung beschäftigt. Anfang Oktober seien es noch 15 Personen gewesen.

In den nächsten Wochen sollen Beschäftigte anderer Ämter der Stadtverwaltung ins Gesundheitsamt wechseln. Wie die Behörde mitteilte, laufen auch Anfragen bei der Bundeswehr. In dieser Woche wolle man sich bereits mit der Dresdner Volkshochschule abstimmen. Die Zahl der benötigten Mitarbeiter hänge vom Anstieg der Corona-Fälle ab, so das Gesundheitsamt.

15:05 Uhr | Polizei Dresden kontrolliert Maskenpflicht in Innenstadt

In Dresden gilt seit heute in großen Teilen der Altstadt und in der Äußeren Neustadt auch im Freien eine Maskenpflicht. Polizei und Ordnungsamt waren heute mit acht Teams zu ersten Kontrollen im Bereich der Altstadt unterwegs. Polizeisprecher Marko Laske sagte: "Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass sich sehr viele an die Maskenpflicht halten. Es gibt einige wenige, die die Maske nicht tragen. Wir haben uns am heutigen Tag bewusst dazu entschieden, es bei einer mündlichen Verwarnung zu belassen." Die Maskenpflicht gelte erst seit wenigen Stunden und vielen Leuten sei die Verordnung noch nicht so richtig bekannt. In Zukunft sei aber auch mit einem entsprechenden Bußgeld zu rechnen, so Laske. Das Bußgeld betrage 60 Euro.

Kontrolle der Maskenpflicht in Dresdner Innenstadt
Polizei und Ordnungsamt waren gemeinsam bei den Kontrollen in der Innenstadt unterwegs. Bildrechte: Tino Plunert

14:12 Uhr | 70 Neuinfektionen in Chemnitzer Pflegeheim

Im Pflegeheim am Goetheplatz in Chemnitz hat es am Dienstag 70 neue Coronafälle gegeben. Wie die Stadt mitteilte, sind dort im Zuge einer Kontaktverfolgung Mitarbeitende, Bewohnerinnen und Bewohner getestet worden. Insgesamt meldet Chemnitz 92 Neuinfektionen im Vergleich zum Montag. Auch in der Kita am Neukirchner Platz und der Kita Spielhaus habe es neue Coronafälle gegeben. Beide Einrichtungen habe man geschlossen. Die Stadt habe weitere Testungen und Nachverfolgungen veranlasst, hieß es.

Insgesamt gibt es damit in Chemnitz bisher 789 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die 7-Tages-Inzidenz neu aufgetretener Erkrankungen pro 100.000 Einwohner liegt nach Angaben der Stadt bei rund 97.

13:28 Uhr | Zahl der Neuinfektionen in Polen stark gestiegen

In Polen ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus stark gestiegen. Wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte, kamen innerhalb eines Tage 16.300 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Hauptstadt Warschau. Seit Samstag sind in dem Land alle Restaurants und Bars für zwei Wochen geschlossen. Versammlungen mit mehr als fünf Personen sind verboten.

13:15 Uhr | Jüdische Woche Dresden sollen stattfinden - Motto an Pandemie angepasst

Trotz steigender Corona-Infektionszahlen halten die Veranstalter der Jüdischen Woche Dresden an ihren Planungen fest. Festivalleiterin Avery Gosfield sagte: "Wir machen, was wir können." Für die Veranstaltungen sind ab dem 1. November jeweils maximal 100 Teilnehmer zugelassen. Sollte es weitere einschränkende Maßnahmen geben, würden Veranstaltungen verschoben oder in den digitalen Raum verlegt, sagte Gosfield. Ob aus Berlin und Prag eingeladene Künstlerinnen und Künstler anreisen können, sei noch offen.

Auch das Motto der Jüdischen Woche wurde den Angaben zufolge an das Pandemiegeschehen angepasst: Es lautet "Zay gezunt!" ("Bleib gesund!") - "Denn was bleibt uns in Zeiten einer Pandemie anderes übrig, als der herzenswarme Wunsch nach Gesundheit und ein bisschen fatalistischer Humor, der das Unerträgliche erträglicher macht?", erklärten die Veranstalter heute.

13:02 Uhr | Leipzig verschärft Corona-Schutzmaßnahmen

Nach einem starken Anstieg der Corona-Infektionen binnen weniger Tage verschärft nun auch die Stadt Leipzig die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Über das vergangene Wochenende habe das Gesundheitsamt 128 neue Infektionen registriert, teilte die Stadt mit. Dadurch stieg der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche auf 35,1. Grund für die steigenden Zahlen in Leipzig sind demnach vor allem Infektionen in vier Altenpflegeheimen und zwei Asylunterkünften.

Zu den neuen Maßnahmen zählen unter anderem eine Sperrstunde in der Gastronomie zwischen 23 Uhr und 5 Uhr, eine Kontaktverfolgung der Gäste in Gaststätten und Restaurants sowie eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen. Bei privaten Feiern sind nur noch maximal 25 Gäste erlaubt, Veranstaltungen unter freiem Himmel sind nur noch mit höchstens 250 Besuchern möglich, in geschlossenen Räumen gilt grundsätzlich eine Obergrenze von 150 Personen. Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung appellierte an die Bewohner, die Schutzmaßnahmen ernst zu nehmen, um sich selbst und besonders gefährdete Menschen vor einer Ansteckung zu schützen.

12:59 Uhr | Jazztage Dresden weisen Kritik an Hygienekonzept zurück

Der Intendant der Jazztage Dresden und Bassist der Klazz Brothers Kilian Forster vor dem Plakat der Jazztage Dresden 2020.
Kilian Forster verweist auf ein genehmigtes Hygienekonzept der Stadt. Bildrechte: imago images/Andreas Weihs

Die Umsetzung des Hygienekonzepts der Jazztage Dresden mit Besuchergruppen ohne Abstand oder Maske hat für öffentliche Diskussionen gesorgt. Nun haben die Veranstalter die Kritik zurückgewiesen. "Wir haben uns eins zu eins an das von der Stadt genehmigte Hygienekonzept gehalten", sagte der Intendant des Festivals, Kilian Forster. Bei einem Konzert am Sonntagabend hatten einander fremde Besucher ohne Abstand und Maske in Zehnergruppen beisammengesessen. "In den freiwilligen Infektionsgruppen saßen Besucher, die sich zuvor bereiterklärt hatten, neben anderen Personen zu sitzen", erläuterte Forster. Dies sei der Stadt auch so vorgestellt worden.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte das Vorgehen scharf kritisiert. "Freiwillige Infektionsgruppen" mit Wildfremden zu bilden, ist ein völlig unethischer Menschenversuch, der die Bemühungen zur Eindämmung des Virus auf unsägliche Art untergräbt", hatte er der "Bild"-Zeitung gesagt.

12:36 Uhr | Jubiläumskonzert der Dresdner Hope-Charity verschoben

Das Wohltätigskeitskonzert zugunsten des Hilfsprojektes Hope Kapstadt wird am Freitag nicht stattfinden. Die Veranstalter teilten mit,
das Konzert sei wegen der Corona-Pandemie ins nächste Jahr verschoben. Initiatorin Viola Klein sagte: "Wir haben Verantwortung für die Gesundheit unserer Gäste." Auch wenn das Hygienekonzept unter den verschärften Corona-Schutzregeln immer noch gelte, bleibe die Frage, ob sich die Gäste in einer Veranstaltung mit mehr 600 Menschen wirklich wohl fühlten. In zwei Teilen soll jedoch das sogenannte Charity Dinner am Wochenende in Dresden stattfinden und Spenden für das Hilfsprojekt in Südafrika einspielen.

Seit 15 Jahren unterstützen Klein und ihre Mitstreiter Kinderärzte in den Kapstädter Townships und haben dafür nach eigenen Angaben gut 1,7 Millionen Euro gesammelt. Wegen des Corona-Lockdowns sei Hilfe dringender nötig denn je, hieß es.

11:22 Uhr | Plauen sagt den Weihnachtsmarkt offiziell ab

In Plauen wird es in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie keinen Weihnachtsmarkt geben. Hohe Auflagen und ein aktuell steigendes Infektionsgeschehen hätten die Verantwortlichen zur Absage bewegt, teilte die Stadt nun offiziell mit. Zuvor hatte die "Freie Presse" von den Plänen berichtet. Ordnungsbürgermeisterin Kerstin Wolf erklärte: "Eine Adventszeit ohne unseren traditionsreichen Weihnachtsmarkt mit den Buden in den Straßen rundherum ist schwer vorstellbar. Und doch sind wir nach langer Abwägung und zum Schutz der Bevölkerung zu dem Schluss gekommen, den Markt ausfallen zu lassen."

Der Plauener Weihnachtsmarkt ist der größte seiner Art im Vogtland. Auf der Homepage der Stadt ist derzeit noch von einem "Weihnachtsmarkt unter besonderen Bedingungen" die Rede.

11:12 Uhr | Dixiebahnhof Weixdorf setzt Veranstaltungen aus

Der Dixiebahnhof in Dresden-Weixdorf stellt coronabedingt seinen Betrieb vorübergehend ein. Steigende Infektionszahlen und Absagen von Künstlern wegen Quarantänemaßnahmen und Reiseeinschränkungen hätten zu diesem Schritt geführt, teilte der veranstaltende Verein mit. Bereits erworbene Karten könnten zurückgegeben werden.

09:30 Uhr | Rathäuser im Landkreis Leipzig schränken Besuchszeiten ein

Wegen der steigenden Corona-Zahlen schränken die ersten Städte und Gemeinden im Landkreis Leipzig die Besuchsmöglichkeiten in ihren Rathäusern wieder ein. In Neukieritzsch kann ab sofort nur noch per Telefon oder Mail Kontakt zu den Mitarbeitern aufgenommen werden. In Grimma und Markkleeberg können die Rathäuser nur nach vorheriger Anmeldung und in dringenden Fällen betreten werden.

09:10 Uhr | CDU-Politiker Dierks findet Verschiebung des Bundesparteitags richtig

Die CDU hat ihren für Anfang Dezember geplanten Bundesparteitag verschoben. Dort sollten 1.000 Delegierte einen neuen Parteichef wählen. Der Generalsekretär der sächsischen CDU, Alexander Dierks, findet die Verschiebung richtig.

08:38 Uhr | Schauspielerin Kati Grasse sucht auf ungewöhnlichen Wegen nach Aufträgen

Die Corona-Krise trifft Schauspielerinnen und Schauspieler hart. Selbst wer üblicherweise gut gebucht ist, hat aktuell immer weniger Auftrittsmöglichkeiten. Die Dresdnerin Kati Grasse lässt sich aber so schnell nicht unterkriegen und hat bei Facebook nach Aufträgen gesucht. Bei MDR SACHSEN spricht sie über mögliche alternative Jobs.

08:25 Uhr | Viele Pfarrer in sorbischen Gemeinden fallen wegen Coronainfektion aus

Kurz vor dem vergangenen Wochenende sind mehrere Geistliche in den sorbischen katholischen Gemeinden zwischen Bautzen und Kamenz positiv auf das Coronavirus getestet worde. Das bestätigte das Bistum Dresden-Meißen dem Sorbischen Rundfunk von MDR SACHSEN. Aktuell finden unter anderem in Radibor keine Gottesdienste statt. Auch die traditionelle Segnung der Gräber zu Allerheiligen wurde in Radibor, Sdier und Crostwitz verschoben. Das Bistum bittet die Gläubigen, sich vor Ort über die jeweils getroffenen Regelungen zu informieren.

07:58 Uhr | Landkreis Meißen verschärft ab heute Allgemeinverfügung

Wegen anhaltend steigender Coronainfektionen hat der Landkreis Meißen seine Allgemeinverfügung ab heute verschärft. Betriebs- und Vereinsfeiern sind untersagt. Maximal zehn Personen dürfen bei privaten Partys zusammenkommen. Auf Märkten und Bahnhöfen sowie an Haltestellen, bei Demonstrationen und in Verwaltungsgebäuden gilt Maskenpflicht. Zwischen 22 und 5 Uhr gilt eine Sperrstunde für Restaurants. Die Auflagen orientieren sich an den Vorgaben der Landesregierung.

07:42 Uhr | Tschechien kündigt nächtliche Ausgangssperre an

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hat die tschechische Regierung eine nächtliche Ausgangssperre angekündigt. Der erhoffte Rückgang der Neuinfektionen sei nicht eingetreten, sagte Gesundheitsminister Roman Prymula. Die vergangene Woche erlassenen strengen Ausgangsbeschränkungen hätten nur "geringfügige Auswirkungen" gehabt. Die Ausgangssperre soll am Mittwoch in Kraft treten und bis zum 3. November jede Nacht von 21 Uhr bis 5 Uhr gelten. Die Menschen dürfen in dieser Zeit nur noch das Haus verlassen, um zur Arbeit oder mit dem Hund Gassi zu gehen. Geschäfte müssen künftig um 20 Uhr und den ganzen Sonntag schließen.

Prag: Ein Mund-Nasen-Schutz liegt auf einem Platz vor einer Straßenbahn. Tschechien hat aufgrund steigender Corona-Zahlen zum zweiten Mal seit dem Frühjahr Ausgangsbeschränkungen verhängt.
Tschechien verschärft die Corona-Regeln nochmals und erlässt eine nächtliche Ausgangssperre. Bildrechte: dpa

Tschechien hatte angesichts der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bereits vergangene Woche strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen erlassen. Nur noch Wege zur Arbeit, zur Familie und zum Arzt sind erlaubt. Viele Läden mussten schließen. Restaurants und Bars waren bereits zuvor geschlossen worden.

06:00 Uhr | Plastikvisiere gelten in Sachsen nicht als Mund-Nase-Bedeckung

Plastikvisiere - sogenannte Face Shields - gelten in Sachsen nicht als Mund-Nase-Bedeckung. Das stellte das Sozialministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN klar. Das Tragen einer textilen Mund-Nasen-Bedeckung in bestimmten Bereichen diene vor allem dem Fremdschutz, hieß es. Nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts könne das Tragen eines Visieres nicht den gleichen Schutz wie eine eng am Gesicht anliegende textile Mund-Nasen-Bedeckung vermitteln. "Daher stellen Visiere keinen grundsätzlichen Ersatz für eine textile Mund-Nasen-Bedeckung dar", so das Ministerium. Wenn allerdings das dauerhafte Tragen einer textilen Mund-Nasen-Bedeckung aus medizinischen Gründen nicht möglich ist bzw. gesundheitliche Probleme verursacht, könne ein Visier im Einzelfall eine sinnvolle Alternative darstellen, ergänzte die Behörde.

In den Bundesländern werden die Visiere unterschiedlich bewertet.  

Schülerin trägt ein Gesichtsschild.
Dürfen nur bei medizinischer Notwendigkeit als Maskenersatz getragen werden: Gesichtsvisiere Bildrechte: dpa

05:45 Uhr | Allgemeinverfügung erweitert Maskenpflicht in Dresden

In Dresden gilt seit heute eine Allgemeinverfügung. Die Verwaltung reagiert damit auf die hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen in der Stadt. So darf von 22 bis 5 Uhr kein Alkohol ausgeschenkt oder verkauft werden, Gaststätten und Bars müssen in dieser Zeit schließen. In öffentlichen Räumlichkeiten gilt eine generelle Maskenpflicht, wenn man dort länger verweilt - selbst in den Gaststätten. Dort darf sie nur am Sitzplatz abgenommen werden, wo schon Zettel zum Erfassen der Kontaktdaten bereitliegen.

Im Freien ist das Tragen einer Maske vorgeschrieben in der Äußeren Neustadt und Inneren Altstadt, auf der Hauptstraße und Augustusbrücke, auf allen Wochenmärkten sowie an sämtlichen Bahnhöfen und Haltestellen. Gefeiert werden darf privat, betrieblich und im Verein nur noch mit maximal zehn Personen. Für alle anderen Versammlungen, Sport- und sonstige Veranstaltungen liegt die Höchstgrenze bei 100 Besuchern oder Teilnehmern.

05:37 Uhr | Krisenstab arbeitet ab Mitwoch wieder in Görlitz

In Görlitz wird ab morgen wieder der Stab für außergewöhnliche Ereignisse zusammentreten. Wie die Stadt mitteilte, setzt sich der Stab unter Führung von Oberbürgermeister Octavian Ursu aus verschiedenen Fachbereichen der Verwaltung und externen Partnern von Polizei, Bundespolizei und Verkehrsbetrieben zusammen. Damit will Görlitz schnell und koordiniert zur Corona-Lage entscheiden. Oberbpürgermeister Ursu appellierte noch einmal an die Bevölkerung, "weiterhin ruhig und besonnen zu bleiben" und aufeinander Rücksicht zu nehmen. Es gebe keinen Grund zur Panik, sagte er.  

Im Landkreis Görlitz war der Inzidenzwert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sprunghaft angestiegen und liegt bei bei 132 (Stand 26.10.2020, 18:15 Uhr). Damit gilt der Landkreis offiziell als Risikogebiet.

05:36 Uhr | Ministerpräsidenten-Runde im Kanzleramt vorgezogen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihr für Freitag geplantes Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder auf den morgigen Mittwoch vorgezogen. Wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte, sollen dabei weitere Schutzmaßnahmen gegen eine zweite Corona-Welle beschlossen werden. Als Grund nannte Seibert die weiter steigenden Infektionszahlen.

Auch Sachsens Regierung reagiert darauf und trifft sich heute mit den Vertretern der Städte und Gemeinden. Ergebnisse der Gespräche sollen nach 15 Uhr bekannt gegeben werden. In Sachsen waren am Montag 556 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das war der zweithöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie.

05:10 Uhr | Virtuell durch Seiffen bummeln

Die Seiffener Drechslergenossenschaft Dregeno eröffnet am Sonntag einen virtuell begehbaren erzgebirgischen Weihnachtsmarkt. Vor der Kulisse der Seiffener Kirche können Nutzer einen virtuellen Rundgang durch den Ort machen, bekommen Einblicke in Werkstätten und können in verschiedenen 'Buden' online einkaufen. Der Erlös soll direkt und in voller Höhe den regionalen Herstellern zugute kommen, sagt die Genossenschaft, in der 120 Erzgebirgischen Kunsthandwerker zusammengeschlossen sind.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.10.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 27.10.2020 | 19:00 Uhr

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