Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 07.04.: Sechs Corona-Infektionen in Lebenshilfe-Wohnheim in Grünbach

Sechs Corona-Infektionen in Lebenshilfe-Wohnheim in Grünbach. Sachsen entscheidet nach Ostern über mögliche Lockerungen. Gericht präzisiert Ausgangsbeschränkungen auf Bereich von 15 Kilometern um den Wohnort. 43 Menschen sind in Sachsen gestorben, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert waren.

Mundschutz liegt auf dem Boden
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Meldungen am 08. April:

21:38 Uhr | Tageszusammenfassung und Tickerende

  • Die Allgemeinverfügung des Landes Sachsen zur Bekämpfung des Coronavirus ist rechtens. Das hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen entschieden. Außerdem definierte das Gericht einen Bewegungsradius von 15 Kilometern um den Wohnort für Sport und die Bewegung im Freien.
  • Sachsens Regierung will nach Ostern über eine mögliche Lockerung der Maßnahmen entscheiden.
  • In Sachsen haben sich bisher 3.181 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 43 Menschen sind daran verstorben.
  • Der Freistaat bringt Hilfsprogramme für Sport und Kultur im Umfang von insgesamt 30 Millionen Euro auf den Weg.

Mit diesem Dankeschön des Robert-Koch-Institutes anlässlich des Weltgesundheitstages beenden wir den Ticker für heute. Wir verabschieden uns und wünschen eine Gute Nacht.

20:40 Uhr | Sechs Corona-Infektionen in Lebenshilfe-Wohnheim in Grünbach

Nach drei Corona-Infektionen bei Mitarbeiterinnen eines Wohnheims der Lebenshilfe in Grünbach hat sich das Virus weiter ausgebreitet. Nach Angaben des Betreibers wurde es bei einer weiteren Beschäftigten und zwei Bewohnern nachgewiesen. Alle seien aber frei von Krankheitssymptomen. Ein großes Problem sei jedoch die fehlende Schutzkleidung, sagt Peter Hallbauer von der Lebenshilfe Auerbach.

20:20 Uhr | Bewegungsradius und mögliche Lockerung der Maßnahmen

Die sächsische Landesregierung berät in der Woche nach Ostern über eine mögliche Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19. Inhalt der Diskussionen werden auch die Ausgangsbeschränkungen sein. Diese hat das Oberverwaltungsgericht in Bautzen heute noch einmal präzisiert. Wir haben die wichtigsten Informationen zusammengefasst.

20:15 Uhr | Forscher der TU Chemnitz erforschen Arbeitsweise während der Corona-Krise

Forscher der Technischen Universität Chemnitz erforschen, welchen Belastungen Berufstätige im Job durch die Corona-Pandemie ausgesetzt sind. Mit Hilfe einer Online-Befragung wollen die Forscher unter anderem herausfinden, ob man im Homeoffice arbeitet, dabei Kinder betreuen muss oder sich Sorgen ums Geld macht.

Darüber hinaus gehe es in der anonymen Datenerhebung vor allem um die Gefühlslage der Menschen seit Beginn der Kontaktbeschränkungen vor gut drei Wochen, sagte Studienleiter Bertolt Meyer. Mit ersten Ergebnissen rechne man in vier bis sechs Wochen.

19:35 Uhr | Reha-Einrichtung scheitert mit Antrag auf Schließung vor dem Landgericht Dresden

Vor dem Landgericht Dresden ist heute die Betreiberin einer Dresdner Rehabilitationseinrichtung gescheitert, die die Landeshauptstadt mit einer einstweiligen Anordnung verpflichten wollte, die Schließung ihrer Einrichtung zu verfügen.

Die Antragstellerin sah sich selbst aus rechtlichen Gründen an der Schließung gehindert. Aus diesem Grund forderte sie die Stadt als zuständige Behörde auf, eine entsprechende Anordnung zu erlassen, um den Schutz der Allgemeinheit vor den drohenden Gefahren durch die Weiterverbreitung von Covid-19 zu gewährleisten.  

Das Gericht wies den Antrag mit der Begründung ab, die Betreiberin hätte kein "allgemeines Rechtsschutzbedürfnis" für die begehrte Anordnung, da sie durch eine eigenverantwortliche Schließung ihrer Einrichtung ihr Begehren schneller und effektiver erreichen könne.

Landgericht Dresden
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18:45 Uhr | Corona-Krise trifft Unternehmen in neuen Bundesländern stärker als in Westdeutschland

Die Corona-Krise trifft die Unternehmen in den neuen Bundesländern stärker als die in Westdeutschland und Berlin. Das zeigt eine Sonderauswertung der aktuellen Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) für das MDR-Magazin "Umschau" zeigt.

18:23 Uhr | Zufahrt zum Berzdorfer See ab Gründonnerstag gesperrt

Die Stadt Görlitz sperrt ab Gründonnerstag alle Zufahrten zum Berzdorfer See. Mit dieser Maßnahme solle das Infektionsrisiko gesenkt werden, teilte die Stadtverwaltung am Dienstag mit.

17:50 Uhr | Oberverwaltungsgericht Bautzen präzisiert Ausgangsbeschränkungen

Das Oberverwaltungsgericht Bautzen hat mit der heutigen Entscheidung zu den Maßnahmen zum Schutz in der Corona-Krise auch die beschlossenen Ausgangsbeschränkungen präzisiert. Dem Urteil zufolge dürfen sich Bürger zum Beispiel zu Fuß oder mit dem Rad in einem Bereich von zehn bis 15 Kilometern vom Wohnort entfernt bewegen. Dies gelte für Sport und die Bewegung im Freien.

Polizeikontrollen Ausgangsbeschränkungen Corona Dresden 28.3.2020
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17:30 Uhr | Dynamo Dresdens Marco Terrazzino über Italien und Corona

Dynamo Dresdens Offensivspieler Marco Terrazzino ist Deutsch-Italiener und hat Verwandte in Turin. Im Interview mit dem MDR spricht er über die Bilder aus Italien und seinen Umgang mit der Corona-Krise.

17:13 Uhr | Supermärkte und Discounter bleiben über Osterfeiertage geschlossen

Die großen Supermarktketten in Sachsen machen von den gelockerten Öffnungszeiten während der Osterfeiertage keinen Gebrauch. Um die Lebensmittelversorgung der Menschen in der Corona-Krise zu gewährleisten, hatte der Freistaat die Öffnung für Lebensmittelmärkte an Sonn- und Feiertagen erlaubt.

17:02 Uhr | Corona-Hilfsfonds: Hoyerswerdaerin sammelt Spenden

Um einigermaßen unbeschadet durch die Corona-Krise zu kommen, unterstützen sich Menschen überall gegenseitig, entwickeln neue Hilfsangebote, bilden Netzwerke. Grit Maroske aus Hoyerswerda hat einen Nothilfefonds eingerichtet, um Menschen schnell und unkompliziert beim Kauf von Lebensmitteln oder Medikamenten zu unterstützen.

16:45 Uhr | Beratung über Lockerung der Maßnahmen zu Corona-Bekämpfung

Sachsen will in der kommenden Woche nach einer Beratung von Bund und Ländern über eine schrittweise Lockerung der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus nach dem 19. April entscheiden. Wie Ministerpräsident Michael Kretschmer mitteilte, soll dazu am Mittwoch nach Ostern eine Schaltkonferenz der Länder mit der Kanzlerin stattfinden.

"Wir sollten den Menschen schon in Aussicht stellen, dass die aus unserer Sicht aktuell positive Entwicklung auch zu entlastenden Maßnahmen führen kann", so Kretschmer. Er betonte aber auch, dass die bestehenden Einschränkungen im Freistaat bis zum 19. April aufrechterhalten werden sollen.

Kretschmer rief die Menschen in Sachsen zu Geduld und Disziplin auf, vor allem während der Osterfeiertage. Es gebe derzeit eine "trügerische Ruhe", so der Regierungschef.

Michael Kretschmer
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16:10 Uhr | Lehrer des Gymnasiums Schkeuditz bedanken sich für das Durchhalten ihrer Schüler

Mit dem andauerndem Lockdown und geschlossenen Schulen ist die Zeit der Corona-Pandemie für viele Schüler und Lehrer eine besondere Herausforderung. Ein paar Lehrer des Gymnasiums Schkeuditz haben sich auf musikalische Art bei ihren Schülern für das Durchhaltevermögen bedankt:

15:50 Uhr | Neues Stipendienprogramm für Künstler als Krisenhilfe

Die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen bringt mit einem neuen Stipendium zusätzlich zehn Millionen Euro für die Kultur auf den Weg. Das habe die Regierung am Dienstag in ihrer Kabinettssitzung beschlossen, teilte Kultusministerin Barbara Klepsch mit. Es werde ein neues, unbürokratisches Stipendienprogramm namens "Denkzeit" aufgelegt. Es richte sich an Künstler, damit sie die Zwangspause kreativ nutzen und Ideen für die Zeit danach entwickeln könnten, so Klepsch.

Zudem soll nach Angaben der Ministerin über die Kampagne "So geht sächsisch" weiteren Künstlerinnen und Künstlern eine Plattform geboten werden. Neben Künstlerhonoraren gebe es hier auch Hilfen für Technik. Zudem solle freien Trägern finanziell unter die Arme gegriffen werden.

Die für die Maßnahmen erforderlichen Mittel muss noch der Landtag bewilligen.

Ein Notenpult bei einem Konzert
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15:40 Uhr | 20 Millionen Euro für sächsische Sportvereine

Auch die Sportvereine in Sachsen sind wegen der Corona-Pandemie in einer Ausnahmesituation. Wettbewerbe finden nicht statt, Einnahmen brechen weg. Der Freistaat will die Vereine deshalb finanziell unterstützen.

15:25 Uhr | Epidemologe Scholz: Maßnahmen zeigen Wirkung

Die zur Eindämmung der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen zeigen nach Einschätzung des Epidemiologen Markus Scholz von der Universität Leipzig bereits deutliche Wirkung. "Wir sehen sowohl für Deutschland als auch für Sachsen eine klare Abschwächung der Ausbreitung der Epidemie", sagte Scholz am Dienstag.

In Leipzig stecke ein Infizierter laut Berechnungen von Scholz aktuell im Durchschnitt nur noch 1,05 Menschen mit dem Virus an. Vor zwei Wochen sei dieser Wert noch doppelt so hoch gewesen. Man könne trotzdem nicht sofort alle Maßnahmen lockern. Wenn alle Maßnahmen sofort aufgehoben würden, führe dies voraussichtlich schnell zu neuen starken Steigerungen bei den Neuinfektionen, betonte Scholz.

Man müsse ein Mittelweg zwischen Lockerungen und Lockdown finden. Nötig seien weiterhin konsequentes Testen, konsequente Isolations- und Quarantänemaßnahmen und weitgehende Abstandsregeln. Unter diesen Umständen könnten etwa Läden, Restaurants und Kinos wieder öffnen, erklärte Scholz.

Markus Scholz, Uni Leipzig Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie
Bildrechte: Uni Leipzig

15:07 Uhr | 150 Menschen melden sich als Freiwillige Helfer für Zwickauer Krankenhaus

Zahlreiche Freiwillige wollen bei Bedarf im Heinrich-Braun-Krankenhaus in Zwickau aushelfen. Die Resonanz auf den Aufruf vor einer Woche sei überwältigend, so Kliniksprecherin Cathleen Schubert: "Auf unseren Aufruf nach ehrenamtlichen Helfern haben sich bis zum heutigen Tag rund 150 Personen gemeldet und registrieren lassen. Darunter befinden sich neben Ärzten und Pflegekräften auch Helfer für unseren Servicebereich."

Man sei noch in der glücklichen Situation, den Klinikbetrieb gut mit unseren eigenen Ressourcen stemmen können,so die Sprecherin. Sie wünsche sich, dass das bestenfalls auch so bliebe und die große Welle an Covid-19-Patienten ausbliebe.

14:45 Uhr | Sächsische Allgemeinverfügung rechtens

Die sächsische Allgemeinverfügung zum Schutz in der Corona-Krise ist rechtens. Ein Eilantrag gegen die Verfügung des Gesundheitsministeriums wurde am Dienstag vom Oberverwaltungsgericht in Bautzen (OVG) abgelehnt.
Die Richter am OVG sehen zwar einen massiven Eingriff in die Freiheitsrechte, stufen diesen aber zur Verhinderung von weiteren Infektionsfällen als verhältnismäßig ein. Außerdem gebe es eine zeitliche Begrenzung. Die Entscheidung des OVG sei unanfechtbar, hieß es.

14:34 Uhr | Gesundheitsministerin ruft zum Test bei Symptomen auf

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping hat die Sachsen aufgerufen, sich bei Symptomen auf das neuartige Coronavirus testen zu lassen. Die Zahl der Tests sei zuletzt zurückgegangen, sagte sie am Dienstag. Es seien täglich bis zu 5.600 Tests möglich, davon würden aber nur knapp die Hälfte genützt. Es gäbe keine Warteschlangen mehr und die Möglichkeiten seien da, so die Ministerin.

Petra Köpping, Sozialministerin Sachsen
Bildrechte: MDR/Sächsische Landesregierung

14:10 Uhr | Zahl der Infizierten steigt auf 3.181 Personen

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Sachsen ist auf 3.181 gestiegen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping am Mittag bekannt gab, sind das 84 Infizierte mehr als am Vortag.

Die Zahl der Todesfälle stieg um acht auf nun insgesamt 43 Verstorbene.

Von den am Corona-Virus erkrankten Personen seien 1.100 wieder genesen. Diese Zahl sei nach Angaben des Gesundheitsministeriums allerdings ein Schätzwert.

13:53 Uhr | Dynamo Dresden beginnt Mannschaftstraining in Kleingruppen

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden wird am Mittwoch nach mehr als drei Wochen Pause wieder in das Mannschaftstraining einsteigen. Aufgrund behördlicher Bestimmungen wegen der Corona-Pandemie finden die Einheiten in Kleingruppen mit maximal drei Spielern, einem Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Profis sowie unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Rudolf-Harbig-Stadion statt.

Für das Training habe man eine Ausnahme für die Lizenzmannschaft vom Innenministerium erhalten, teilte der Verein am Dienstag mit.

Markus Kauczinski
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13:43 Uhr | Sachsen erweitert Zuschüsse für polnische und tschechische Pendler

Sachsen erweitert seine Zuschüsse zur Unterbringung von Pendlern aus Polen oder Tschechien. Die Pauschale von 40 Euro pro Nacht wird auf zusätzliche Branchen ausgeweitet. Sie gilt ab sofort auch für Beschäftigte in Einrichtungen und Betrieben, die der Sicherstellung der öffentlichen Ordnung, sowie der öffentlichen Infrastruktur oder der Versorgung der Bevölkerung dienen. Unter anderem sind das Landwirtschaftsbetriebe Lebensmittelhandel und die Logistik zur Sicherstellung des täglichen Bedarfs.

Für Familienangehörige und Partner gibt es einen Zuschuss von 20 Euro pro Nacht.

Für Beschäftigte aus Tschechien oder Polen, die nach Sachsen pendeln und in einem der oben genannten Bereiche beschäftigt sind, stellt der Arbeitgeber einen Antrag bei der Landesdirektion Sachsen. Die entsprechenden Formulare stehen online zur Verfügung.

12:59 Uhr | Kultusministerium will diese Woche noch Abiturprüfungstermine nennen

Sachsens Kultusministerium will noch vor Ostern sagen, welche Termine für Abiturprüfungen in Sachsen gelten sollen. Bei den Abiturprüfungen sei der zeitliche Druck besonders hoch, weil sie ursprünglich am 22. April beginnen sollten. Die Abschlussprüfungen an den Oberschulen sind bislang für Ende Mai geplant.

11:19 Uhr | Königstein: Edeka-Markt schließt wegen Coronavirus-Verdachts vorübergehend

Der Edeka-Markt in Königstein hat gestern geschlossen. Es gebe einen Verdachtsfall einer Corona-Infektion, hieß es zur Begründung. Die Eigentümerin habe die Schließung selbst veranlasst, hieß es. Der Königsteiner Bürgermeister Tobias Kummer hat die Schließung der Kaufhalle bestätigt. Nach jetzigem Stand soll der Markt noch vor Ostern wieder öffnen.

Ein leerer Parkplatz eines Edeka-Marktes
Der Edeka-Markt in Königstein ist vorübergehend geschlossen. Bildrechte: Marko Förster

10:55 Uhr | Zwei Infektionen in Wohnheimen im Vogtland

Aus einem Wohnpflegeheim der Diakonie in Auerbach wird ein Covid-19-Fall gemeldet. Das zuständige Landratsamt teilte mit, ein Mitarbeiter sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Allen 39 Bewohnern gehe es gut. Im Heim griffen nun verstärkte Quarantäne-Maßnahmen.

Auch aus einem Wohnheim der Lebenshilfe in Grünbach werden Infektionen gemeldet. Hier wurde das Virus laut Landratsamt bei drei Mitarbeiterinnen nachgewiesen. Sie seien unter häusliche Quarantäne gestellt worden, hieß es.

10:44 Uhr | Gesundheitsministerin Köpping warnt von unseriösen Angeboten für Schutzausrüstung

Die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping hat vor unseriösen Angeboten im Zusammenhang mit Schutzausrüstungen in der Corona-Krise gewarnt. Die SPD-Politikerin sagte der "Sächsischen Zeitung", es versuchten "Glücksritter mit falschen Angeboten und der Hoffnung auf Vorkasse, schnelles Geld auf dem Rücken des Steuerzahlers zu verdienen". Laut Ministerium trafen in den ersten zwei Wochen der Corona-Pandemie täglich etwa 40 bis 50 Angebote von sogenannten Vermittlern und Zwischenhändlern ein.

Meist habe sich jedoch schnell herausgestellt, dass die Ware weder in Deutschland noch im Ausland vorrätig war. Die Anbieter hätten dabei beteuert, Ware gegen Vorkasse beschaffen zu können - und das mitunter bis zu 100 Prozent. Die Preise seien bis zu zehn Mal so hoch wie vorher, hieß es. "Bei den bisher rund 500 Angeboten hat sich etwa nur jede 20. Offerte als seriös herausgestellt", sagte Ministeriumssprecher Andreas Friedrich. Der weltweite Markt an Schutzkleidung sei "nur auf den ersten Blick weitgehend leer". Es gebe noch Möglichkeiten, "wenn man sich über den Preis einigt".

10:10 Uhr | Theater Plauen-Zwickau: Schnelle Wiederaufnahme des Spielbetriebs unwahrscheinlich

Der Generalintendant des Theaters Plauen-Zwickau, Roland May, sieht eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in naher Zukunft äußerst skeptisch. In einer schriftlichen Mitteilung heißt es, auch die beiden großen Sommertheaterstücke seien in Frage gestellt - das Musical "Rock of Ages" und der "Liebestrank". Wegen der "Corona-Beschränkungen" sei es äußerst schwierig, zu planen.

In der Woche nach Ostern werde deshalb erneut der Krisenstab des Theaters tagen. May bedankt sich zudem bei jenen Mitarbeitern, die noch immer Gesichtsmasken nähen.

10:00 Uhr | Spielemuseum mit Verleihservice gegen Langeweile

Während der Zeit der "Corona-Ausgangsbeschränkungen" bietet das Deutsche Spielemuseum in Chemnitz einen Verleihservice an. Dort können telefonisch oder per E-Mail Spieleboxen für verschiedene Altersgruppen bestellt und dann am Gründonnerstag abgeholt werden. Museumsmitarbeiterin Marion Reimann sagte, nach Ende der Leihfrist werden die Spiele zur Sicherheit der nächsten Kunden sieben Tage in einem geschlossenen Quarantäne-Raum aufbewahrt.

Gegen eine Gebühr können den Angaben zufolge Spiele für Kinder verschiedenen Alters, für Familien, Senioren oder auch Lernspiele ausgewählt werden.

09:50 Uhr | 150 Freiwillige wollen in Zwickauer Krankenhaus helfen

Das Heinrich-Braun-Krankenhaus Zwickau hat mit seiner Bitte um freiwillige Helfer Erfolg gehabt. Wie eine Kliniksprecherin mitteilte, meldeten sich bereits 150 Menschen. Unter den Freiwilligen sind Ärzte und Pflegekräfte, aber auch Mitarbeiter von Volkswagen. VW Zwickau hatte den Aufruf der Klinik unterstützt, da ein Großteil der Belegschaft derzeit in Kurzarbeit ist.

Wie es vom Heinrich-Braun-Krankenhaus hieß, soll mit den freiwilligen Helfern der Klinikbetrieb gesichert werden, falls es zu einem Anstieg von Coronavirus-Fällen oder einer Erkrankung von Mitarbeitern kommt.

09:15 Uhr | Verdi begrüßt Bonus für Mitarbeiter in Elblandkliniken

Die Gewerkschaft Verdi hat den Corona-Bonus für die Mitarbeiter der Elblandkliniken begrüßt. Landesfachbereichsleiter Bernd Becker sagte, das sei ein wichtiges Signal für die Beschäftigten. Jetzt sollten die anderen Arbeitgeber dem Beispiel folgen. Klatschen alleine reiche nicht, so Becker.

Die Geschäftsführung der Elblandkliniken hatte angekündigt, allen rund 1.700 Mitarbeitern einen Bonus zu zahlen. Vollzeitbeschäftigte erhalten 500 Euro, Teilzeitangestellte bekommen einen anteiligen Betrag.

09:00 Uhr | Homeoffice ist eine Vertrauenssache - das sagt der Arbeitsrechtler

In der Corona-Krise arbeiten viele Zuhause im Homeoffice. Kann ich zwischendurch Wäsche waschen? Was ist mit Überstunden? Arbeitsrechtlich gibt es einiges zu beachten. Arbeitsrechtler Silvio Lindemann fasst zusammen.

08:43 Uhr | Chemnitzer Agentur hilft Gastronomie mit kostenlosem Bestellportal

Immer mehr Restaurants in Chemnitz bieten ihr Essen zum Abholen an oder liefern sogar aus. Doch wie sollen die Kunden davon erfahren? Das hat sich zumindest das Team der Werbeagentur Zebra gefragt und in Eigeninitiative ein Internetportal aufgesetzt, das nun für Durchblick sorgen soll. Unter Lecker-chemnitz.de können sich alle Gastronomen, die mitmachen wollen, kostenlos anmelden. Der Kunde sieht nur die Anbieter, die gerade geöffnet haben und erkennt auf einen Blick, ob diese Abholung oder auch einen Lieferservice anbieten. Das Portal soll auch nach der Corona-Krise erhalten bleiben. Bis Ostern soll auch eine Plattform für Dresden an den Start gehen.

08:38 Uhr | Manuel von Stern Meißen singt für die #miteinanderstarkchallenge

Musik verbindet. Dieser Gedanke steht hinter der #miteinanderstarkchallenge. Verschiedene Künstlerinnen und Künstler schenken ihren Fans einen Song – ganz privat, aufgenommen zu Hause, für die Fans, die auch zu Hause sind. Auch Manuel von Stern Meißen.

Manuel von Stern Meißen 4 min
Bildrechte: MDR

Manuel von Stern Meißen singt

Mo 06.04.2020 11:59Uhr 04:08 min

https://www.mdr.de/miteinander-stark-in-corona-zeiten/miteinander-stark-challenge-stern-meissen-100.html

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Video

08:05 Uhr | Kurbetrieb in Vogtland-Bädern nur eingeschränkt

In den Sächsischen Staatsbädern Bad Elster und Bad Brambach läuft der Betrieb in den sieben Kur- und Rehakliniken mit Einschränkungen weiter. Es sei aber ein deutlicher Rückgang der Patientenzahlen zu verzeichnen, so Kurdirektor Gernot Ressler. Weil Operationen in den Akut-Kliniken verschoben werden, seien auch weniger Reha-Behandlungen nötig. Die Rehakliniken bereiteten sich deshalb darauf vor, andere Patienten vorübergehend aufzunehmen, damit in den Akut-Kliniken dann bei Bedarf mehr Corona-Patienten intensiv behandelt werden können.

06:10 Uhr | Kommunen wollen Abstandsregeln auf Wochenmärkten durchsetzen

Die Kommunen in Sachsen kontrollieren auf Wochenmärkten die Einhaltung der Abstandsregeln in der Corona-Krise. Nachdem Wochenmärkte zunächst verboten worden waren, sind seit dem 1. April mobile Verkaufsstände wieder gestattet. Allerdings müssen Kunden sowie Verkäufer einen Abstand von zwei Metern zueinander einhalten.

In Leipzig habe das auf dem Wochenmarkt am vorigen Freitag an einigen Ständen gut geklappt, andere seien aber dichter umlagert gewesen, sagte Stadtsprecher Matthias Hasberg. Das Ordnungsamt werde daher auf dem nächsten Markt mit mehr Personal kontrollieren. Zudem werde überlegt, ob auch durch eine andere Anordnung der Stände für Abstand und Entzerrung gesorgt werden könne. Mehrere Städte lassen die beliebten Wochenmärkte wieder öffnen und setzen auf Kontrollen. Teilweise wurden auch Schilder aufgestellt, um die Besucher an die Abstandsregeln zu erinnern. Es gibt aber auch Kommunen, wie etwa Dippoldiswalde oder Coswig, die wegen der Ansteckungsgefahr auf Wochenmärkte weiter verzichten.

05:45 Uhr | Hochschule in Zwickau entwickelt Beatmungsgerät aus 3D-Drucker

In der Corona-Krise hilft die Westsächsische Hochschule Zwickau den Engpass an Beatmungsgeräten zu reduzieren. Forscher aus dem Bereich Biomedizinische Technik haben ein Notfall-Beatmungsgerät entwickelt, das sich mit einem 3D-Drucker innerhalb weniger Stunden bauen lässt.

Laut Hochschule kann das Gerät ab sofort international bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankten als letzte Möglichkeit zur Verfügung stehen. Pro Tag ließen sich drei solcher Beatmungsgeräte drucken, hieß es. Die Entwicklung des Notfall-Beatmungsgerät dauerte nur eine Woche. Beteiligt waren auch Forscher der Uniklinik Leipzig und des Fraunhofer-Instituts.

05:14 Uhr | Staatsrechtler sieht Verbot aller Gottesdienste kritisch

Das Verbot aller Gottesdienste auch während der Ostertage sorgt zunehmend für Diskussionen. Der Würzburger Staatsrechtler Horst Dreier nannte es "sehr problematisch", Gottesdienste bundesweit pauschal zu verbieten. Der Jurist argumentierte, gerade in dieser dramatischen Lage sehnten sich viele Menschen nach seelischer Erbauung und geistlichem Zuspruch, daher habe ihn das Verbot schockiert. "Zum ersten Mal seit Menschengedenken wird es keine Ostergottesdienste geben", sagte der Universitätsprofessor der "Rheinischen Post" und schlug stattdessen vor, die Kapazität in den Kirchen zu begrenzen, Abstandsregeln einzuführen und die Kirchen zu ermuntern, mehrere Gottesdienste am Tag abzuhalten.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, äußerte indes in derselben Zeitung Verständnis für die einschneidenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Die Rettung von Menschenleben müsse immer der leitende Gesichtspunkt sein, sagte der Kirchenvertreter.

Quelle: MDR/dpa/epd/afp/lam

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 05.04.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 05.04.2020 | 19:00 Uhr

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