Meldungen am Dienstag Corona-Ticker Sachsen am 12.01.: Vorerst keine Impftermine per Telefon

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Impftermin Corona
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20:20 Uhr | Tickerende

Hiermit beenden wir für heute unseren Ticker zur aktuellen Corona-Situation in Sachsen. Wir wünschen Ihnen noch einen schönen Abend und eine gute Nacht. Bleiben Sie gesund! Morgen Früh sind wir wieder mit aktuellen Meldungen für Sie da.

19:56 Uhr | Viele Pflegekräfte in Mitteldeutschland impfwillig

Viele medizinische und Pflegefachkräfte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen wollen sich durchaus gegen das Coronavirus impfen lassen. In einer nicht repräsentativen Blitzumfrage von MDRfragt gaben dies 64 Prozent der Teilnehmer aus diesen Berufsgruppen an. Nur halb so viele lehnten eine Impfung ab. Eine Impfpflicht für die eigene Branche lehnten 56 Prozent ab.

Insgesamt hatte sich fast die Hälfte der mehr als 37.000 angemeldeten Menschen an der Umfrage beteiligt. Dabei sprach sich eine knappe Mehrheit von 52 Prozent für die von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder geforderte Corona-Pflichtimpfung von Medizin- und Pflegepersonal aus.

19:22 Uhr | Alpine Skisaison in Sachsen beendet

Sachsens Tourismusministerin Barbara Klepsch hat sich heute mit den Liftbetreibern in den Wintersportgebieten des Freistaates auf ein Ende der alpinen Skisaison verständigt. Nach Angaben der CDU-Politikerin wurde in der Videokonferenz festgestellt, dass die aktuelle Lage in der Corona-Pandemie keine verlässliche Grundlage für eine Bewirtschaftung der Hänge bietet.

So müssten die Pisten jetzt künstlich beschneit werden, damit für den Rest der Saison genug Schnee vorhanden ist. Es sei aber unklar, ob und wann der Liftbetrieb wieder gestattet sei und Wintersporttouristen in die Berge reisen dürften. Mit dem Saisonabbruch würden unnötige Kosten vermieden, so Klepsch. Sie kündigte Gespräche mit den Liftbetreibern an, wie deren Einnahmeausfälle kompensiert werden könnten.

stillstehender Skilift in Oberwiesenthal, stellenweise Schnee
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18:48 Uhr | Vorerst keine Impftermine per Telefon

Termine für eine Corona-Schutzimpfung in den sächsischen Impfzentren können vorerst weiter nur im Internet beantragt und vereinbart werden. Wie der Chef des Deutschen Roten Kreuzes in Sachsen, Rüdiger Unger, am Abend mitteilte, wird der für morgen angekündigte Start der telefonischen Terminvergabe aus technischen Gründen verschoben. Eventuell werde das Callcenter am Wochenende die Arbeit aufnehmen.

Die Online-Plattform zur Terminvergabe war gestern freigeschaltet worden. Allerdings brauchten Impfwillige viel Geduld. Wegen der hohen Nachfrage dauerte es oft mehrere Stunden, bis eine Registrierung möglich war.

18:30 Uhr | Knapp 2.000 Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen haben die Gesundheitsämter heute 1.953 nachgewiesene Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das sind 840 Fälle mehr als gestern, aber 118 weniger als vergangenen Dienstag. 126 Covid-19-Patienten starben. Damit erhöht sich die Zahl entsprechender Todesfälle in Sachsen seit Beginn der Pandemie auf 4.372. Mit 27.576 aktiven Corona-Fällen wurde der niedrigste Stand seit einem Monat registriert. Auch die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen ist weiter gesunken. Bei der Corona-Impfquote ist Sachsen weiter bundesweit Schlusslicht.

18:15 Uhr | Sachsen gegen Impfpflicht für Pflegekräfte

Sachsen befürwortet keine Impfpflicht für Pflegekräfte. Staatskanzleichef Oliver Schenk sagte: "Wir sind bei der Frage einer Pflicht eher zurückhaltend." Aufklärung und Information seien wohl besser geeignet, die Akzeptanz zu erhöhen. Deshalb wolle Sachsen mit Überzeugungsarbeit und Aufklärung eine hohe Impfquote erzielen. Schenk reagierte damit auf einen Vorschlag des bayerischen Regierungschefs Markus Söder, der Pflegekräfte zu einer Corona-Schutzimpfung verpflichten will.

17:51 Uhr | Vogtlandkreis veröffentlicht versehentlich sensible Daten

Bei der Berichterstattung zur Corona-Pandemie hat es im Vogtlandkreis eine Datenpanne gegeben. Auf einem Foto, das die Pressestelle des Landratsamtes für die Medien bereitgestellt hatte, waren persönliche Daten deutlich erkennbar. Zu sehen war eine Bundewehrsoldatin, die derzeit im Gesundheitsamt bei der Bearbeitung der Corona-Fälle hilft. Auf ihrem Computermonitor standen deutlich lesbar Namen, Geburtsdaten und teilweise auch Adressen von Pflegeeinrichtungen. Eintragungen wie Befund oder Verdacht verstärken den Eindruck, dass es sich möglicherweise um mit dem Coronavirus infizierte Personen handelt.

Nach einem Hinweis von MDR SACHSEN zog der Vogtlandkreis das Bild inzwischen zurück. Pressesprecher Uwe Heinl sagte, es sei bedauerlicherweise ein falsches Foto verschickt worden und bat um Entschuldigung für den Vorfall.

17:22 Uhr | Kretschmer stellt große Lockerungen ab Februar infrage

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat baldige Lockerungen des Corona-Lockdowns infrage gestellt. Der CDU-Politiker erklärte auf Twitter, niemand könne verlässlich einschätzen, was die Mutation des Virus in Deutschland anrichten werde. Ihr Auftreten würde ohne Lockdown in die Katastrophe führen. Deshalb sei unklar, welche Lockerungen es im Februar oder März geben werde.

In Sachsen gilt der aktuelle Lockdown mit seinen Ausgangs- und Bewegungseinschränkungen nach derzeitigem Stand bis zum 7. Februar. Die von Kretschmer angesprochenen Mutationen des Coronavirus waren zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetreten. Inzwischen wurden sie auch in Deutschland nachgewiesen. Nach Ansicht von Wissenschaftlern sind sie deutlich ansteckender als die herkömmliche Variante.

16:53 Uhr | Bessere Luft in Sachsen dank Corona?

Die Luftqualität in Sachsen hat sich im vergangenen Jahr deutlich verbessert. Nach Angaben des Landesumweltamtes wurden sämtliche Grenzwerte für Luftschadstoffe eingehalten und die Feinstaubkonzentrationen bewegten sich "auf niedrigstem Niveau". Lediglich an zwei Tagen sei der Feinstaubgrenzwert überschritten worden: am 1. Januar 2020 durch das Silvesterfeuerwerk und am 28. März, als Saharastaub bis nach Sachsen geweht wurde.

Ein Grund für die gute Luft könnte die Corona-Pandemie sein. So wurden den Angaben zufolge beim Lockdown im Frühjahr vor allem an Messpunkten nahe verkehrsreicher Straßen verringerte Schadstoffkonzentrationen gemessen. Wie groß der Corona-Effekt genau war, wollen die Umweltexperten bis zum Sommer ausrechnen.

16:11 Uhr | "Books to go" in Bibliothek Rochlitz

Weil wegen des Corona-Lockdowns derzeit kein normaler Bibliotheksbetrieb möglich ist, bietet die Einrichtung in Rochlitz jetzt die Ausleihe quasi im Vorbeilaufen an. Nutzer können Bücher und andere Medien per Internet oder telefonisch vorbestellen und diese dann abholen - ohne die Bibliothek zu betreten. Der Büchertausch erfolgt stattdessen über zwei Fenster zur Straße. Am ersten erfolgt die Rückgabe, am zweiten wird der neue Lesestoff ausgereicht. Bibliotheksleiterin Mandy Uhlemann sagte MDR SACHSEN, das Angebot werde gut angenommen, es gebe viele Vorbestellungen.

Eine Bibliothekarin reicht einem jungen Mädchen zwei Bücher durch ein Fenster.
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15:53 Uhr | Schwer erkrankter EHV-Trainer auf Weg der Besserung

Dem schwer an Covid-19 erkrankten Trainer des Handball-Zweitligsten EHV Aue, Stephan Swat, geht es langsam besser. Wie der Verein heute mitteilte, hat der 43-Jährige die kritischste Phase rund um die Weihnachtsfeiertage überstanden, seine Werte sind stabil. Allerdings gehe die Gesundung nur in kleinen Schritten voran und er werde vorerst weiter auf der Intensivstation behandelt, erklärte EHV-Manager Rüdiger Jurke.

Swat und seine Familie bedankten sich bei allen Beschäftigten des Helios-Klinikums für ihre aufopferungsvolle Arbeit. Besonders gefreut hat sich der Cheftrainer nach Aussage von Jurke über eine Videobotschaft mit Genesungswünschen von Komiker Olaf Schubert, der ihn auch zu einem seiner Konzerte einlud.

15:16 Uhr | Corona-Bundeswehreinsatz im Kreis Görlitz verlängert

Im Landkreis Görlitz werden weiter Bundeswehrsoldaten in Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und im Gesundheitsamt helfen. Wie Landrat Bernd Lange sagte, wird der aktuelle Corona-Hilfseinsatz vom 16. Januar bis zum 19. Februar verlängert. Allerdings stehen dann nur noch 111 statt bisher 156 Soldaten zur Verfügung. Sie helfen unter anderem bei der Versorgung von Heimbewohnern und Krankenhauspatienten sowie bei der Kontaktnachverfolgung Corona-Infizierter.

14:59 Uhr | DRK: Keine Pannen bei Impfportal-Start

Das Deutsche Rote Kreuz sieht keine Pannen im Zusammenhang mit dem Start des Onlineportals zur Terminvergabe für Corona-Schutzimpfungen in Sachsen. DRK-Chef Rüdiger Unger betonte, die Plattform sei nach dem Start nicht kollabiert. Vielmehr habe man gezielt die Geschwindigkeit gedrosselt, damit das System nicht zusammenbricht. Bisher hätten sich schon 14.000 Menschen erfolgreich registriert, 2.811 Termine für die Erst- und Zweitimpfung seien vergeben worden.

Beim Start der Online-Terminvergabe mussten Interessenten gestern oft stundenlang warten, bevor das Registrierungsformular angezeigt wurde.

14:38 Uhr | Pilotprojekt für virenfreie Luft in Schulen

Der Erzgebirgskreis will ein Pilotprojekt für saubere Luft in Schulen starten. Dafür wurden unter anderem für ein Gymnasium in Olbernhau 18 Geräte angeschafft, die Viren aus der Luft filtern. Hersteller ist eine örtliche Tischlerei, die bereits seit Jahren Reinluftwerkbänke für die Uhrenindustrie und die mikromechanische Industrie fertigt. Dort werden nach Angaben von Geschäftsführer Andreas Görg Filter eingesetzt, die ganz kleine Partikel aus der Luft herausfiltern. Diese Technologie sei für die Entwicklung von Geräten genutzt worden, die Aerosole und damit auch Viren "einfangen". Im Gymnasium Olbernhau sollen diese Geräte kommende Woche einsatzbereit sein.

14:23 Uhr | Weiter IT-Probleme bei Corona-Fallbearbeitung im Vogtland

Die Behörden im Vogtland bearbeiten Corona-Fälle nach wie vor unter erschwerten Bedingungen. Als Grund nennt das Landratsamt Probleme bei der digitalen Datenübermittlung zwischen Laboren, Robert Koch-Institut und Gesundheitsamt. Viele Meldungen träfen per Fax ein und müssten händisch erfasst werden. Marco Wendler von der IT-Abteilung des Landratsamtes bezeichnete das Fehlen eines zentralen Systems als das größte Problem. Deshalb habe sich jeder Landkreis sein eigenes System für die Nachverfolgung von Kontaktpersonen und das Erstellen von Bescheiden bauen müssen.

13:57 Uhr | FFP2-Maskenpflicht in Pflegeheimen

Besucher in sächsischen Pflegeheimen müssen künftig FFP2-Masken tragen. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping mit. In der aktuellen Corona-Schutzverordnung gibt es nur eine entsprechende Empfehlung, der Zutritt war aber auch mit einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen erlaubt. Auch die Beschäftigten in den Einrichtungen müssen laut Sozialministerium nun FFP2-Masken tragen. Pflegeheime gelten in Sachsen als Corona-Hotspots. Derzeit gibt es in jeder vierten Einrichtung Infektionsfälle.

Ob auch beim Einkaufen und im öffentlichen Personennahverkehr FFP2-Masken vorgeschrieben sein sollen, wird Köpping zufolge noch diskutiert. In Bayern gilt eine solche Pflicht ab kommendem Montag. Ministerpräsident Markus Söder sagte zur Begründung, die Masken mit dem höheren Standard schützten nicht nur andere Menschen, sondern auch den Träger.

12:51 Uhr | Bestatterinnung: Lage in Krematorien unter Kontrolle

Die Bestatterinnung in Sachsen sieht die Lage in den seit Weihnachten überfüllten Krematorien des Freistaats unter Kontrolle. Auch wenn von einer größeren Entspannung noch nicht die Rede sein könne, habe sich die Lage normalisiert, sagte Innungsobermeister Tobias Wenzel. Die Sterbezahlen seien nach wie vor hoch. Aber nur in Einzelfällen müssten Tote noch zur Einäscherung in andere Bundesländer gebracht werden. "Die Krematorien haben Unglaubliches geleistet. Auch die Beurkundung läuft jetzt viel schneller", betonte Wenzel.

Er hält es für wenig hilfreich, wenn Fotos gestapelter Särge in Medien auftauchen. Das bringe nur Unruhe in die Bevölkerung und entspreche nicht der tatsächlichen Situation.

11:36 Uhr | DGB: Auch bei Unternehmern Corona-Leugner

Der DGB Sachsen mahnt Betriebe an, die Corona-Lage ernst zu nehmen. Auch unter Firmenchefs gebe es Corona-Leugner, sagt DGB-Landeschef Markus Schlimbach. Und diese nähmen dann auch Verstöße gegen den Infektionsschutz hin.

Das geht damit los, dass man zur Baustelle im Kleinbus fährt und dann sitzen da fünf, sechs Leute eng gedrängt im Bus, weil alle natürlich zur Baustelle müssen. Und dann geht es weiter, dass auf der Baustelle kein fließend Wasser da ist, obwohl es jetzt vorgeschrieben ist. Und dann gibt es natürlich auch die Betriebe, die jetzt kurz vor Weihnachten noch Weihnachtsfeiern durchgezogen haben, weil es eben so geplant war.

Markus Schlimbach | DGB-Landeschef in Sachsen

Die Landesdirektion Sachsen als Kontrollbehörde stellt den Unternehmen überwiegend positive Zeugnisse aus. In den vergangenen drei Monaten habe man lediglich 18 Baustellen kurzzeitig schließen müssen, weil es für die Beschäftigten kein fließendes Wasser gegeben habe, sagt Sprecher Holm Felber.

11:20 Uhr | IHK Dresden warnt vor Lockdown der gesamten Wirtschaft

Die IHK Dresden wehrt sich gegen politische Überlegungen, die Wirtschaft zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie komplett in den Lockdown zu schicken. "Unsere Unternehmen haben bisher alle getroffenen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung mitgetragen, selbst wenn damit teilweise erhebliche – für einzelne Firmen oder Selbstständige sogar existenzbedrohende – Einschränkungen verbunden sind und zugesagte Hilfen immer noch auf sich warten lassen", so Hauptgeschäftsführer Detlef Hamamm. Die Belastungsgrenze sei jetzt erreicht. Nach Ansicht der IHK sind die regionalen Unternehmen keine Infektionsherde.

11:10 Uhr | "Fliegender Sessel" der TU Chemnitz ändert das Konzept

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Der fliegende Sessel" am Institut für Germanistik und Interkulturelle Kommunikation der Technischen Universität Chemnitz können derzeit keine öffentlichen Lesungen stattfinden. Die Organisatoren haben sich allerdings eine Alternative überlegt: "Solange coronabedingt viele sonst offene Leseorte geschlossen bleiben, ändert unser fliegender Sessel vorübergehend seinen Kurs und ermöglicht anstelle von offenen Lesungen in offenen Häusern nun offene Lesungen in geschlossenen Häusern", so Coretta Storz, Hauptinitiatorin der Lesereihe.

Die neu konzipierten "fliegenden Lesungen" können nun als Video-Podcast über Youtube aufgerufen werden. Erster Aufzeichnungsort ist das Museum für Naturkunde im Chemnitzer Kulturkaufhaus "Das Tietz".

10:50 Uhr | Astra-Zeneca-Impfstoff: Zulassung in EU beantragt

Der Pharmakonzern Astra-Zeneca und die Oxford University haben für ihr Präparat eine Zulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) beantragt, wie die Behörde in Amsterdam mitteilte. Eine Entscheidung könnte am 29. Januar fallen. Die amtliche Prüfung des Impfstoffes habe schon vor dem offiziellen Zulassungsantrag begonnen. Es handelt sich demnach um eine sogenannte bedingte Zulassung, für die weniger umfangreiche Daten als normalerweise vorliegen. Die vorhandenen Daten müssen laut EMA aber zeigen, dass der Nutzen des Arzneimittels seine Risiken überwiegt.

10:40 Uhr | "Corona-Dikatur" ist eines der Unwörter des Jahres

"Corona-Diktatur" ist eines der Unwörter des Jahres. "Rückführungspatenschaft" wurde als zweites Unwort gewählt. Erstmals sei damit ein Unwort-Paar gewählt worden, teilte die Jury der "Sprachkritischen Aktion" heute in Darmstadt mit. Damit nehme die Jury Rücksicht darauf, dass das Thema Corona-Pandemie in der Öffentlichkeit wie in den Unwort-Einsendungen dominiert habe. Man wolle aber zugleich darauf aufmerksam machen, "dass auch in anderen Themenbereichen weiterhin inhumane und unangemessene Wörter geprägt und verwendet werden".

Die "Sprachkritische Aktion" - eine überwiegend aus Sprachwissenschaftlern bestehende Jury - will mit dem Unwort des Jahres auf unangemessenen, verschleiernden oder diffamierenden öffentlichen Sprachgebrauch aufmerksam machen.

10:21 Uhr | Wissensvideos fürs Homeschooling in der ARD-Mediathek

Die ARD möchte Kinder und Eltern beim Homeschooling unterstützen. Aus diesem Grund sind zahlreiche Lern- und Wissensangebote für Kinder aller Altersgruppen in der Mediathek abrufbar. Grundschüler können Tiere und Pflanzen entdecken, höhere Klassenstufen Physik oder Englisch pauken.

09:44 Uhr | Schneeberg lässt Weihnachtsbeleuchtung erstmals bis Mariä Lichtmess

Die Bergstadt Schneeberg lässt in diesem Jahr erstmals die Adventsbeleuchtung bis Mariä Lichtmess am 2. Februar hängen. Wie die "Chemnitzer Morgenpost" berichtet, wolle die Stadt den Menschen im Lockdown etwas Licht spenden. Ursprünglich sollte die Beleuchtung nach Hochneujahr am 6. Januar abgenommen werden. Einige Städte im Erzgebirge lassen ihre Weihnachtsbeleuchtung traditionell bis Mariä Lichtmess hängen, Schneeberg gehörte bisher nicht dazu.

09:30 Uhr | Sparkasse Meißen besetzt zehn Filialen nicht mehr mit Personal

Die Sparkasse Meißen besetzt ab Montag in zehn Filialen den Service nicht mehr mit Personal. Grund seien die verschärften Corona-Beschränkungen, wie das Unternehmen mitteilte. Betroffen sind demnach unter anderem die Standorte Strehla und Weida sowie Nünchritz, Moritzburg, Weinböhla und Lommatzsch. Die anderen Filialen bleiben besetzt. Trotzdem bittet die Sparkasse Meißen, nicht notwendige Bankbesuche zu unterlassen. Die Sparkasse sei telefonisch erreichbar, hieß es. Auch alle Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker seien in Betrieb.

09:02 Uhr | Elternrat aus Kreis Leipzig fordert entschlackten Lernplan

Der Kreiselternrat des Landkreises Leipzig hat sich mit einem offenen Brief an Ministerpräsident Michael Kretschmer und Kultusminister Christian Piwarz gewandt. Darin machen die Eltern unter anderem darauf aufmerksam, dass die Gefahr immer größer werde, dass Kinder mit Lernschwierigkeiten oder aus bildungsfernen Haushalten unter den aktuellen Bedingungen des digitalen Unterrichts nicht mehr folgen könnten. Die Elternvertreter fordern deshalb unter anderem eine Entschlackung des Lehrplans mit einer Konzentration auf die wichtigsten Fächer und eine Verschiebung von Prüfungsterminen.

08:04 Uhr | Polizei will nicht ohne Anlass in Wohnungen kontrollieren

Die Polizei in Sachsen will die geltenden Kontaktbeschränkungen nicht gezielt kontrollieren. Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar sagte MDR SACHSEN, Wohnungen sollen nicht ohne Anlass überprüft werden. Die Einhaltung des 15-Kilometer-Radiuses soll insbesondere über Autokennzeichen im Blick behalten werden. Die Polizei werde insbesondere einschreiten, wenn sich viele auswärtige Fahrzeuge beispielsweise an Ausflugszielen einfinden. Kretzschmar betonte, dass die Polizei auch ihre Aufgaben jenseits der Corona-Kontrollen erfüllen müsse.

07:42 Uhr | Anmeldungsseite für Impftermine ruckelt weiterhin

Bei der zentralen Anmeldung für Impftermine in Sachsen kommt es weiterhin zu Störungen. Mehrere Versuche am Morgen führten zunächst zu einer Fehlermeldung, die auf eine Überlastung des Servers verwies. Rüdiger Unger vom Deutschen Roten Kreuz sagte dem MDR SACHSENSPIEGEL, man habe bereits "letzte Woche schon bei Webinaren und Schulungsterminen heftige Hackerangriffe aushalten müssen".

07:00 Uhr | Treuen fordert Reaktivierung des Haltepunktes Eich für Impfzentrum

Die Erreichbarkeit des vogtländischen Impfzentrums in Eich sorgt weiter für Diskussionen. Die Stadt Treuen setzt sich dabei vor allem für die Wiederinbetriebnahme des 2011 vom Netz genommenen Bahnhaltepunkts ein. Mit dem Zug wäre Eich sowohl von Plauen als auch vom oberen Vogtland aus direkt zu erreichen. Andrea Jedzig, Bürgermeisterin von Treuen, fordert schnelles Handeln. "Die Älteren nutzen sicherlich noch gern eine Zugverbindung und die Abstandsmöglichkeiten sind ja hier noch besser gegeben als in Bussen."

Laut Aussage des zuständigen Verkehrsverbunds Vogtland würde ein Ausbau des Haltepunkts rund eine Million Euro kosten, Aufwand und Nutzen ständen dabei in keinem Verhältnis. Die Vogtlandbahn fährt im Stundentakt von Plauen nach Falkenstein ohne Halt durch Eich.

06:07 Uhr | Termin beim Juristen ist triftiger Grund zum Rausgehen

Menschen in Sachsen können im Lockdown weiter Rechtsanwälte, Notare, Insolvenzverwalter und rechtliche Betreuer aufsuchen. Wie das Justizministerium MDR SACHSEN sagte, handelt es sich um Berufsgruppen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen. Ein Termin beim Rechtsanwalt fällt damit nicht unter die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. In diesem Punkt hatte es zuletzt Irritationen gegeben, weil diese Ausnahme in der neuen Corona-Schutzverordnung des Freistaates nicht mehr explizit aufgeführt ist.

05:56 Uhr | Oma und Opa dürfen "fremdes" Kind mitbetreuen

Eine Betreuungsperson für zwei Kinder aus verschiedenen Haushalten muss nicht zu einem der Haushalte gehören. Das erklärte das sächsische Sozialministerium auf Nachfrage von MDR SACHSEN. Grundsätzlich sieht die Corona-Schutzverordnung demnach nur vor, dass maximal zwei Kinder aus verschiedenen Haushalten zusammen daheim betreut werden müssen. Großeltern dürfen also den besten Freund oder die beste Freundin ihres Enkelkindes mitbetreuen, auch wenn sie in einem eigenen Haushalt leben.

05:33 Uhr | Sachsen erhält ersten Moderna-Impfstoff

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna wird heute an die Bundesländer verteilt. Wie Bundesgesundheitsminister Spahn mitteilte, hatte der Pharma-Konzern gestern die ersten 60.000 Dosen nach Deutschland ausgeliefert. Wie viele davon Sachsen erhält, wurde nicht mitgeteilt. Wie das Präparat von Biontech und Pfizer muss auch der Impfstoff von Moderna zweimal verabreicht werden. Er soll aber einfacher zu transportieren und zu lagern sein, weil er nicht so stark gekühlt werden muss.

Kartons mit dem Corona-Impfstoff des US-Biotech-Unternehmens Moderna
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05:16 Uhr | 15-Kilometer-Regel gilt auch für Nicht-Sachsen

Die in der sächsischen Corona-Schutzverordnung festgelegte Bewegungseinschränkung gilt auch für Menschen, die aus den benachbarten Bundesländern für Freizeitaktivitäten oder Einkäufe in den Freistaat kommen. Das hat das Sozialministerium auf Anfrage von MDR SACHSEN klargestellt. Demnach ist bei der Berechnung des 15-Kilometer-Umkreises auch nicht die Landesgrenze der Ausgangspunkt, sondern der Wohnsitz der betreffenden Personen im benachbarten Bundesland.

05:00 Uhr | Wenige Verstöße gegen Corona-Vorschriften in sächsischen Firmen

Die Landesdirektion Sachsen hat bei Betriebskontrollen im vergangenen Jahr kaum Verstöße gegen die geltenden Corona-Schutzvorschriften entdeckt. Nach Angaben der Behörde wurden von Mai bis Dezember 865 Firmen überprüft. In den vergangenen drei Monaten hätten lediglich 18 Baustellen kurzzeitig geschlossen werden müssen, weil es für die Beschäftigten kein fließendes Wasser gegeben habe.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 12.01.2021 | 19:00 Uhr

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