Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 23.04.: Kaum noch Neuinfektionen, aber fünf weitere Todesfälle

In Sachsen wurden 44 Neuinfektionen mehr als gestern gemeldet. Die Gesamtzahl steigt damit auf 4.465. Insgesamt 3.250 Infizierte sind wieder genesen. Es gelten weiter strenge Hygieneregeln und Vorsichtsmaßnahmen. Kaisermania ist auf der Suche nach Ersatzterminen. Gewerkschaften fordern Lockerung der Grenzschließung für Berufspendler. Im Herzzentrum Leipzig ist ein Covid-19-Patient gestorben. Das und mehr heute im MDR SACHSEN Corona-Ticker.

Ein Abstrichstäbchen steckt ein Mitarbeiter vom Arbeiter- Samariter-Bund (ASB) nach einer Probennahme im Testzentrum in das entsprechende Plasikröhrchen.
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Meldungen am 24. April:

21:48 Uhr | Tageszusammenfassung und Tickerende

Wir haben für Sie einige Themen des Tages zur Corona-Pandemie in Sachsen zusammengefasst:

  • In Sachsen wurden 44 Neuinfektionen mehr als gestern gemeldet. Die Gesamtzahl steigt damit auf 4.465. Insgesamt 3.250 Infizierte gelten als genesen. Im Landkreis Leipzig und in Chemnitz wurden im Vergleich zum Vortag keine Neuinfektionen registriert. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle ist auch den fünften Tag in Folge gestiegen.
  • In Sachsen gehen immer mehr Klagen gegen die Corona-Schutzverordnung ein.
  • Der MDR-Rundfunkchor und das Sinfonieorchester wollen Konzerte für Alltagshelden spielen. Jeder, der mit einem professionellen Ständchen Danke sagen oder eine musikalische Umarmung versenden möchte, kann sich online mit seiner Geschichte bewerben.
  • Gewerkschaften im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien fordern eine Lockerung der Grenzschließungen für Berufspendler.
  • Das Universitätsklinikum in Leipzig sucht Patienten mit überstandener Corona-Infektion, die Blutplasma spenden können. Mit den Spenden soll erforscht werden, ob die während einer Infektion mit dem Virus gebildeten Antikörper im Blut dabei helfen können, andere Erkrankte zu therapieren.
  • Seit der Einführung der Corona-Schutzmaßnahmen Mitte März hat das Innenministerium weniger Straftaten registriert.
  • Das Kurzarbeitergeld wird ab dem 4. Bezugsmonat auf 70 Prozent, ab dem 7. Monat auf 80 Prozent des Nettolohns aufgestockt. Für Haushalte mit Kindern sind 77 beziehungsweise 87 Prozent vorgesehen. Das Arbeitslosengeld wird um drei Monate verlängert.

Damit beenden wir unseren heutigen Ticker zur Corona-Lage in Sachsen. Danke für Ihr Interesse an unseren Meldungen und Ihr Vertrauen. Auch am Freitag sind wir wieder mit aktuellen Meldungen für Sie da. Bitte bleiben Sie gesund und #Miteinanderstark!

21:30 Uhr | VfB Auerbach: Geisterspiele in Regionalliga keine Option

Der Manager des VfB Auerbach, Volkhardt Kramer, hat sich gegen Geisterspiele in der Regionalliga ausgesprochen. Ticketverkäufe seien für seinen Verein die wichtigste Einnahmequelle, deshalb seien Geisterspiele keine Option, sagte Kramer im ARD extra. Die Ausgaben für die Busfahrten zu den Auswärtsspielen seien zu hoch, wenn die Einnahmen fehlten. Geisterspiele in der Bundesliga befürwortet Kramer aber ausdrücklich. Für viele Menschen werde es „Lebensfreude geben, wenn sie es im Fernsehen anschauen können.“

21:16 Uhr | Jung fordert mehr finanzielle Unterstützung der Kommunen

Burkhardt Jung, Präsident des Deutschen Städtettages fordert mehr finanzielle Unterstützung der Kommunen durch Bund und Länder. Die Situation sei „mittlerweile existenziell“, so Jung im ARD extra. Die Einnahmen fehlten, die Ausgaben gingen ins Unermessliche. Die Kommunen bräuchten zweistellige Milliardenbeträge.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz signalisierte im ARD extra Bereitschaft zu mehr finanzieller Hilfe. Scholz sagte, sicher könnten die Kommunen mit mehr staatlicher Hilfe rechnen. Das sei auch notwendig. „Wenn wir über den Wiederaufschwung in den Deutschland reden“, werde es auch Aufgabe sein, ein zusammenhängendes Konzept diesbezüglich zu entwickeln. Das wolle Scholz vorschlagen. Einer Rechnung des Deutschen Landkreistages zufolge benötigen die Kommunen in Deutschland Hilfen in Höhe von rund 11,5 Milliarden Euro.

21:00 Uhr | Teilerfolg für rechtsextreme Vereinigung - Demo am Freitag erlaubt

Die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch geführte Bürgerbewegung 'Pro Chemnitz' hat vor dem Verwaltungsgericht Chemnitz einen Teilerfolg gegen die Stadt erstritten. Wie das Gericht mitteilte, darf die Vereinigung am 24. April vor dem Karl-Marx-Monument im Zentrum der Stadt eine Versammlung abhalten, aber nicht wie gewünscht mit 500 Teilnehmern, sondern nur mit 15. Zusätzlich dazu müssen die Teilnehmer einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten und einen Munschutz tragen, so das Gericht weiter. Die Versammlungszeit wurde auf eine Stunde begrenzt, beantragt waren fünfeinhalb Stunden. 

20:40 Uhr | RB Leipzig lobt Konzept für Wiederaufnahme der Bundesliga

Der Geschäftsführer des Bundesligisten RB Leipzig, Oliver Mintzlaff, hat das Konzept der Deutschen Fußball Liga für einen möglichen Neustart der Bundesliga gelobt. Wie Mintzlaff auf der Website des Fußballvereins mitteilte, hält er das Konzept für "sehr durchdacht und tragfähig". Außerdem lobte er die Vorauszahlungen der noch ausstehenden TV-Prämien. Dies gebe den Vereinen finanzielle Sicherheit.

Die Entscheidung, ob im Mai der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, obliegt jedoch der Politik, so Mintzlaff.

20:28 Uhr | Maschinenbauer leiden unter schlechter Auftragslage

Ostdeutsche Firmen des Maschinen- und Anlagenbaus leiden unter der schlechten Auftragslage. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer mitteilte, sind nicht ausgelastete Produktionskapazitäten und Kurzarbeit seit der Corona-Pandemie weit verbreitet. Außerdem könnten Maschinen nicht ausgeliefert werden, weil Monteure keinen Zugang zu geschlossenen Betriebsstätten hätten oder Reisebeschränkungen unterlägen.

20:15 Uhr | Viele Klagen gegen Corona-Schutzverordnung

In Sachsen gehen immer mehr Klagen gegen die Corona-Schutzverordnung ein. Vor dem Sächsischen Oberverwaltungsgericht in Bautzen liegen insgesamt mehr als 30 Klagen vor. Mindestens acht Klagen betreffen die 800 Quadratmeter-Grenze im Einzelhandel.

20:04 Uhr | Diesjähriges Ramadan mit Einschränkungen

Muslime, die ab heute den Fastenmonat Ramadan begehen wollen, müssen dieses Jahr mit Einschränkungen rechnen. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping teilte mit, dass Gläubige auf den Besuch von Moscheen verzichten müssen. Auch das allabendliche Fastenbrechen und das damit verbundene Fest zum Ende des Ramadans könne nur im engsten Kreis stattfinden.

Wie schon zu Ostern deutlich geworden ist, befinden sich gerade alle Menschen in Sachsen 'in einer Fastenzeit', in der wir zum Wohle der eigenen Gesundheit und der Gesundheit anderer auf soziale Kontakte und kulturelle und religiöse Großveranstaltungen verzichten.

Petra Köpping Gesundheitsministerin Sachsen

19:45 Uhr | Nach Absage: Keine Fördergelder für Chemnitzer Bürgerfest

Nach der Absage des Chemnitzer Bürgerfestes 'Herzschlag' werden die beantragten Zuschüsse der Stadt nicht den Kulturschaffenden zur Verfügung gestellt. Wie die Stadt mitteilte, gibt es noch keinen Fördermittelbescheid und somit auch keine frei gewordenen finanziellen Mittel. Die Veranstalter des Festes hatten vorgeschlagen, das von der Stadt und Sponsoren eingesparte Geld in einen zentralen Fonds einzuzahlen, um Kunst- und Kulturschaffenden zu helfen.

Die Stadt Chemnitz betonte jedoch, dass sie noch in diesem Monat Leitlinien für die Kultur in der Corona-Krise verabschieden werde. Dazu gehöre auch das kommunale Sonderprogramm "In der Krise hörbar und sichtbar bleiben", mit einem Umfang von 250.000 Euro. Es sieht vor, Kunst- und Kulturschaffende mit jeweils maximal 1.000 Euro zu unterstützen, damit diese nicht von der kulturellen Bildfläche verschwinden.

19:26 Uhr | Mehr Kinder und Schüler in Notbetreuung

In Sachsen hat sich der Zahl der Kinder und Schüler in Notbetreuung innerhalb kurzer Zeit mehr als verdoppelt. Laut Kultusministerium bringen derzeit Eltern über 26.000 Jungen und Mädchen in die Kitas und Grundschulen. Vor einer Woche waren es knapp 12.000. Grund seien die Lockerungen bei den Corona-Ausgangsbeschränkungen.

19:12 Uhr | Chemnitzer FC erfreut über angekündigte Finanzspritze

Der Chemnitzer FC zeigt sich erfreut über die angekündigte Finanzspritze der Deutschen Fußball Liga (DFL) für Vereine der dritten Liga und der Frauen-Bundesliga. DFL-Geschäftsführer Christian Seifert sagte, dass insgesamt 7,5 Millionen Euro für die 25 Mannschaften bereitgestellt werden. Dem Chemnitzer FC stünden demzufolge 300.000 Euro zu.

Über die Zuwendung der DFL-Vereine freuen wir uns sehr. Respekt, Wertschätzung, Teamgeist und gegenseitige Hilfe machen den Sport aus. Ich möchte mich an dieser Stelle im Namen des Chemnitzer FC bei allen 36 Bundesligaklubs und dem DFL-Präsidium für dieses Signal bedanken.

Romy Polster CFC-Vorstandsvorsitzende

18:55 Uhr | Kaum noch Neuinfektionen, aber fünf weitere Todesfälle in Sachsen

In Sachsen wurden 44 Neuinfektionen mehr als gestern gemeldet. Die Gesamtzahl steigt damit auf 4.465. Insgesamt 3.250 Infizierte gelten als wieder genesen. Im Landkreis Leipzig und in Chemnitz wurden im Vergleich zum Vortag keine Neuinfektionen registriert.

Die Zahl der Covid-19-Todesfälle ist dagegen auch den fünften Tag in Folge gestiegen. Landesweit starben bisher 137 Menschen an den Folgen einer Corona-Infektion.

18:18 Uhr | Klimastreiks auch während der Corona-Pandemie

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat für den 24. April zur Teilnahme am "globalen Klimastreik" aufgerufen. Wie die Organisatoren der Ortsgruppen in Dresden und Leipzig mitteilten, kann aufgrund der Corona-Pandemie nicht auf der Straße demonstriert werden. Aktivisten seien deshalb aufgerufen, Plakate, Transparente oder ein grünes Stück Stoff sichtbar an Fenstern zu platzieren. In Dresden sollen zudem gemalte Kreidebilder auf Straßen und öffentlichen Plätzen auf die Klimakrise aufmerksam machen. Auf der Internetplattform Youtube soll es zudem eine Online-Demo mit Musikprogramm und Redebeiträgen von Klimaschützern geben, so die Organisatoren.

18:04 Uhr | MDR-Rundfunkchor und Sinfonieorchester spielen Konzerte für Alltagshelden

Die Musikerinnen und Musiker des MDR-Rundfunkchors und des MDR-Sinfonieorchesters spielen auf Empfehlung des MDR-Publikums Mini-Dankeschön-Konzerte für Helden des Alltags. Wie MDR-Programmdirektorin Katja Wildermuth mitteilte, werden die Ständchen ab dem 27. April "frei Haus geliefert". Die Auftritte vor der Haustür, am Gartenzaun, unterm Balkon, oder vorm Supermarkt können überall in Sachsen stattfinden, so Wildermuth weiter.

Beschenkt werden können in der Krise liebgewonnene Helfer, Nachbarn oder die eigenen Großeltern. Jeder, der mit einem professionellen Ständchen Danke sagen oder eine musikalische Umarmung versenden möchte, kann sich online mit seiner Geschichte bewerben.

Wir möchten mit dieser Aktion auch Menschen in der Region und in kleineren Orten besuchen, die möglicherweise derzeit abgeschnitten oder einsam sind. Wir als MDR wollen zumindest für einen kleinen Moment aufheitern und eine kleine musikalische Freude schenken

Katja Wildermuth MDR-Programmdirektorin

17:41 Uhr | Dankeschön-Pizza für Krankenhaus Glauchau

Die zwei rivalisierenden Fußballvereine Vfb Empor Glauchau und SV Lok Glauchau Niederlungwitz haben gemeinsam als symbolisches Dankeschön mehrere Partypizzen für das Personal des Krankenhauses in Glauchau gespendet.

17:34 Uhr | Kretschmer für längere Steuererleichterungen in Gastronomie

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kann sich eine längerfristige Steuererleichterung für Gastronomiebetriebe in Sachsen gut vorstellen. Er sagte der Deutschen Presse-Agentur, er ginge davon aus, dass die Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes für die Gastronomie über den Sommer 2021 hinaus verlängert werden wird. Zugleich deutete er eine mögliche Lockerung von Einschränkungen für Freiluftgaststätten in Sachsen an.

Die Koalition in Berlin hatte sich am 22. April darauf verständigt, die Mehrwertsteuer für Speisen ab dem 1. Juli 2020 befristet bis zum 30. Juni 2021 auf sieben Prozent zu senken.

17:15 Uhr | Höheres Kurzarbeitergeld trifft überwiegend auf Zustimmung

Die geplante Erhöhung des Kurzarbeitergeldes stößt überwiegend auf Zustimmung. Union und SPD hatten sich darauf verständigt, das Kurzarbeitergeld bei Alleinstehenden von 60 auf 80 und bei Familien auf 87 Prozent des Nettolohns anzuheben. Sozialverbände und Opposition forderten jedoch mehr Hilfen für Geringverdiener und arme Familien. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte, allein im Freistaat gebe es bundesweit den größten Anteil an Beschäftigten, die nur den Mindestlohn bekämen.

Die Arbeitgeber lehnen die pauschale Anhebung des Kurzarbeitergeldes hingegen ab. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer erklärte, mit den Erwartungen an den Sozialstaat sei dieser langfristig überfordert.

Der DGB Sachsen kritisiert, dass das Kurzarbeitergeld erst in drei bis sechs Monaten angehoben werden soll.

16:50 Uhr | Ermittlungen gegen Polizist aus Pirna

Nach einer Versammlung in Pirna wird gegen einen Polizisten ermittelt. Ihm wird vorgeworfen, gegen das Versammlungsgesetz verstoßen zu haben. Gegen den 49-Jährigen wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet.

16:46 Uhr | Kaisermania auf der Suche nach Ersatzterminen

Die Semmel Concerts Entertainment GmbH ist auf der Suche nach Ersatzterminen für die vier Kaisermania-Konzerte in Dresden. Wie der Konzertveranstalter mitteilte, können die ursprünglichen Termine aufgrund des anhaltenden Veranstaltungsverbotes bis einschließlich 31. August nicht stattfinden. Die Tickets behalten ihre Gültigkeit, so das Unternehmen.

Sänger Roland Kaiser während eines Konzertes der Kaisermania im Rahmen der Filmnächte am Elbufer in Dresden
Die Kaisermania-Konzerte am Dresdner Elbufer erfreuen sich jedes Jahr großer Beliebtheit. Bildrechte: imago images / Andreas Weihs

16:05 Uhr | Gewerkschaften für Lockerung der Grenzschließung für Berufspendler

Gewerkschaften im Dreiländereck Deutschland, Polen und Tschechien haben gefordert, die Freizügigkeit für Arbeitnehmer wiederherzustellen. Das geht aus einer gemeinsamen Erklärung des interregionalen Gewerkschaftsrates ( IGR ) Elbe-Neiße hervor. Der DGB Sachsen teilte mit, Grenzschließungen seien kein Instrument zur Corona-Bekämpfung, sondern eine Gefährdung von Arbeitsplätzen und Existenzen. Im Freistaat Sachsen arbeiten demnach über 9.000 Grenzgänger aus Tschechien und mehr als 10.000 aus Polen. Durch die Grenzschließungen sei es ihnen kaum noch möglich, nach Deutschland zur Arbeit zu kommen, so der DGB.

15:33 Uhr | Covid-19-Patient aus Italien im Herzzentrum Leipzig verstorben

Im Herzzentrum Leipzig ist ein zweiter Covid-19-Patient aus Italien verstorben. Wie das Herzzentrum mitteilte, ist der 70-Jährige am 22. April einem multiplen Organversagen erlegen. Der Patient war am 25. März gemeinsam mit einem 31 Jahre alten Covid-19-Patient aus der italienischen Region Bergamo zur Behandlung nach Leipzig geflogen worden. Der 31-Jährige war bereits vergangenen Samstag verstorben.

15:25 Uhr | TU Bergakademie startet Präsenzveranstaltungen

An der TU Bergakademie in Freiberg beginnen am 4. Mai die ersten Präsenz-Lehrveranstaltungen unter Einhaltung besonderer Hygienemaßnahmen. Wie die Unileitung mitteilte, zählen dazu Praktika und Übungen in kleinen Gruppen. Zeitgleich setze die Hochschule weiterhin auf digitale Lehrformate. Diese blieben für die Studenten im laufenden Sommersemester die Regel. Vorrangiges Ziel sei es, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen und die Ansteckungsrate zu senken. Nach Angaben der Hochschule finden mehr als 500 Lehrveranstaltungen derzeit digital statt.

15:15 Uhr | Spielzeit an staatlichen Bühnen offiziell beendet

An staatlichen Bühnen im Freistaat ist das sofortige Ende der aktuellen Spielzeit beschlossen worden. Laut Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch hätten die Bühnen so mehr Planungssicherheit für die kommende Saison. Privaten Theatern empfehle das Kulturministerium ebenfalls, die laufende Spielzeit offiziell zu beenden. Klepsch verwies darauf, dass wegen der Auflagen zum Infektionsschutz seit März keine Aufführungen in Theatern und auf anderen Bühnen mehr stattfinden.

15:10 Uhr | Genesene für Blutplasmaspende gesucht

Das Universitätsklinikum in Leipzig sucht Patienten mit überstandener Corona-Infektion, die Blutplasma spenden können. Wie das Klinikum mitteilte, sind die Spenden für eine bundesweit klinische Studie bestimmt, die erforscht, ob die während einer Infektion mit dem Virus gebildeten Antikörper im Blut dabei helfen können, andere Erkrankte zu therapieren. Spenden kann jeder 18- bis 60-Jährige, der nachweislich positiv auf Sars-CoV-2 getestet wurde und seit mindestens 14 Tagen vollständig beschwerdefrei ist, so das Klinikum weiter.

14:58 Uhr | Köpping: Symptome ernst nehmen und testen lassen

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat an die Verantwortung der Sachsen appelliert, Erkältungssymptome ernst zu nehmen. Die SPD-Politikerin sagte, alle Betroffenen sollten sich testen lassen. Wie und wo dies geschehen könne, werde üblicherweise in Absprache mit dem Hausarzt entschieden. Köpping sagte, Personen mit Symptomen sollten umgehend einen Arzt aufsuchen und nicht erst einige Tage abwarten. Das könne im Fall eines positiven Corona-Tests helfen, schnell mögliche Kontaktpersonen ausfindig zu machen.

In Sachsen könnten täglich 10.000 Tests durchgeführt werden. Die Kapazitäten werden aber nicht ausgeschöpft. Demnach dürften nach Ansicht der Ministerin keine Tests verweigert werden. Die Kosten pro Test beliefen sich auf 39 bis 49 Euro. Im Freistaat wurden inzwischen 40 Testambulanzen eingerichtet.  

14:50 Uhr | Weniger Straftaten seit Corona-Schutzmaßnahmen

Seit der Einführung der Corona-Schutzmaßnahmen Mitte März hat das Innenministerium weniger Straftaten registriert. Wie Innenminister Roland Wöller mitteilte, ist die Anzahl der Straftaten um etwa ein Viertel gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres zurückgegangen. Besonders Diebstähle und Einbrüche seien rückläufig. Zugenommen haben dagegen Betrugsversuche, so Wöller weiter. Ausgenommen von diesem Vergleich seien Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz.

14:32 Uhr | Sachsen unterstützt Tschechien

Sachsen unterstützt das Nachbarland Tschechien mit Schutzausrüstung für die Durchführung von Corona-Tests. Wie Regierungssprecher Ralph Schreiber mitteilte, werden 3.000 Schutzmasken und 2.400 Abstrich-Tests gespendet. Die Übergabe der Schutzausrüstung soll am Rand eines beratenden Gesprächs am 24. April zwischen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow, dem Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, Reimund Neugebauer und dem Regionalhauptmann der tschechischen Region Liberec, Martin Půta, erfolgen.

14:09 Uhr | Schwierige Zeiten für Menschen mit Behinderung

Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sind für jeden schwierig. Doch für Blinde und Gehörlose bringen die Verordnungen besondere Herausforderungen mit sich.

13:59 Uhr | Herrnhuter Losungen trotz Corona-Einschränkungen gezogen

Die Herrnhuter Losungen für das Jahr 2023 stehen fest. Wie die Brüdergemeinde mitteilte, fand die übliche Andacht zu Beginn nur im kleinsten Kreis und mit den nötigen Abständen statt. Die Losungen erscheinen seit 1731 in gedruckter Form und inzwischen weltweit in rund 60 Sprachen. Die Losungen sind jährlich erscheinende Andachtsbücher, die für jeden Tag des Jahres jeweils einen Bibelvers aus dem Alten und einen aus dem Neuen Testament enthalten. Die Losungen sollen dabei helfen, Gottes Wort in unseren Alltag kommen zu lassen, so die Brüdergemeinde.

13:44 Uhr | Umsatzeinbußen bei Sachsens Brauern

Der Internationale Tag des Bieres ist für die sächsischen Brauer in diesem Jahr kein Grund zum Anstoßen. Die Corona-Krise mit den geschlossenen Kneipen verhagelt ihnen den Absatz.

13:12 Uhr | Theaterschneiderinnen verkaufen Mund-Nasen-Schutz

Die Schneiderinnen des Theaters Plauen-Zwickau haben fleißig Mund-Nasen-Masken genäht. Diese sind ab sofort im Service der Plauener Straßenbahn am Tunnel erhältlich, teilte Carolin Eschenbrenner vom Theater mit. Die Masken sind aus Baumwollstoff gefertigt und waschbar. Wegen der Corona-Krise entfallen bis zum 4. Mai alle Vorstellungen des Theaters.

12:36 Uhr | Leipziger Airport boomt bei Frachtflügen

Am Flughafen Leipzig/Halle boomt in der Corona-Krise das Frachtgeschäft. Sprecher Uwe Schuhart sagte dem MDR, Frachtflüge seien derzeit stark gebucht und die Nachfrage wachse. Auch die Flüge von und nach Asien würden wieder zunehmen. Hinzu kämen zahlreiche Sondermaschinen mit Schutzausrüstung. Durch den Frachtverkehr war Leipzig/Halle in der vergangenen Woche der aktivste Flughafen Europas, mit den meisten Starts und Landungen.

12:09 Uhr | Hickhack um Abstandsregeln in Asylheimen

Die Landesdirektion Sachsen will gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Leipzig zu den Abstandsregeln in Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerber vorgehen, teilte ein Sprecher mit. Das Verwaltungsgericht hatte am Mittwoch klargestellt, dass die Abstandsregeln auch in den Aufnahmeeinrichtungen zu gelten haben. Es hob daraufhin die Pflicht eines Asylbewerbers auf, in dieser Einrichtung wohnen zu müssen.

11:54 Uhr | Drang zum Hamstern lässt nach

Der Drang der Verbraucher zum Hamstern lässt offenbar nach. Das geht aus Angaben des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach lagen die Verkaufszahlen für Lebensmittel und Hygieneartikel wie Toilettenpapier in der vergangenen Woche deutlich unter denen der Vorwoche. Auch bei Teigwaren und Reis sei der Absatz zurückgegangen. Die Nachfrage nach Desinfektionsmitteln und Seife sei jedoch weiterhin hoch.

11:12 Uhr | Rettungsschirm für Kommunen

Sachsens Städte und Gemeinden stellen in der Corona-Krise klare Forderungen an den Freistaat. "Das Land muss ein Kommunalschutzpaket verabschieden oder einen Rettungsschirm über die Kommunen spannen", sagte Mischa Woitscheck, Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages (SSG). Die Maßnahmen müssten einerseits zusätzliche Ausgaben abfangen, zum anderen aber auch anstehende Einnahmeausfälle berücksichtigen. Zudem brauche man Haushaltserleichterungen.

Das Land Sachsen hatte bereits angekündigt, einen Teil des geplanten Sondervermögens für die Corona-Folgen den Kommunen zukommen zu lassen. Woitscheck bezifferte das Volumen des Rettungsschirms auf mindestens 1,5 Milliarden Euro für dieses Jahr.

11:06 Uhr | Ohne Mund-Nasen-Schutz: Zugfahrt darf untersagt werden

Personen ohne Mund-Nasen-Schutz in Bus und Bahn können von der Mitfahrt ausgeschlossen werden. Das teilen die Länderbahn und das Straßenverkehrsamt des Landkreises Bautzen mit. Dies geschehe aus Rücksicht auf die anderen Reisenden, so Jörg Puchmüller von der Länderbahn. Er kündigte zudem an, dass entsprechende Schutzartikel auch in den Zügen angeboten werden sollen, sobald es die Versorgungslage zulässt. Bei der Länderbahn sollen die ausgesetzten Fahrausweiskontrollen und der Bordverkauf von Tickets wieder schrittweise eingeführt werden.

10:38 Uhr | MDR überträgt Amtseinführung des Landesbischofs

Tobias Bilz, Landesbischof Sachsen
Bildrechte: Evangelisch-Lutherisches Landeskirchenamt Sachsens

Die öffentliche Amtseinführung von Tobias Bilz als evangelischer Landesbischof in Sachsen wird wegen der Corona-Krise nur im kleinen Kreis gefeiert. Der MDR überträgt diesen besonderen Gottesdienst am Sonnabend, 25. April, ab 12 Uhr live im Fernsehen sowie bei MDR.DE als Livestream mit Gebärdensprache.

Tobias Bilz war Ende Februar von der sächsischen Landessynode mit deutlicher Mehrheit zum Nachfolger von Carsten Rentzing gewählt worden. Der neue Landesbischof stammt aus Dornreichenbach, eine Ortschaft der Gemeinde Lossatal im Landkreis Leipzig. Vor seiner Berufung zum Oberlandeskirchenrat war er elf Jahre sächsischer Landesjugendpfarrer und davor Gemeindepfarrer im Erzgebirge.

10:15 Uhr | Fanshop des Chemnitzer FC öffnet

Der CFC-Fanshop am Stadion in Chemnitz hat ab heute 13 Uhr wieder geöffnet. Maximal zwei Personen dürfen den Laden an der Gellertstraße zeitgleich betreten.

09:42 Uhr | Nahverkehr in Sächsischer Schweiz normalisiert sich

Ab Sonnabend fahren wieder mehr Züge und Busse in und durch die Sächsische Schweiz. Wie der Verkehrsverbund Oberelbe mitteilte, fährt die S1 dann wieder im Halbstundentakt von Dresden bis nach Bad Schandau. Dabei geht jede zweite Fahrt bis nach Schöna. Außerdem sind die Kirnitzschtalbahn sowie die Wander- und Fahrradbusse ab Sonnabend wieder in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Es können auch wieder Tickets beim Busfahrer gekauft werden. Die Fahrgäste werden gebeten, einen Mund- und Nasenschutz zu tragen.

09:13 Uhr | VW produziert wieder

Der Autobauer Volkswagen nimmt nach mehr als fünf Wochen Corona-Stillstand die Fahrzeugproduktion in Deutschland wieder auf. Den Anfang macht seit heute Morgen das Werk in Zwickau, wo der vollelektrische ID3 gebaut wird. Ebenfalls heute wird das Motorenwerk Chemnitz schrittweise wieder hochgefahren. Die Gläserne Manufaktur in Dresden folgt am Montag.

Um den Gesundheitsschutz der Mitarbeiter zu gewährleisten, seien die Hygienestandards verschärft und die Reinigungsintervalle verkürzt worden, sagte der Betriebsratsvorsitzende von VW Sachsen, Jens Rothe, MDR SACHSEN. Zudem sei die Arbeit größtenteils so umorganisiert worden, dass ein Abstand von 1,50 Meter eingehalten werden könne. Dort, wo dies nicht möglich sei, gelte eine Maskenpflicht.

08:40 Uhr | Welttag des Buches

Zum Welttag des Buches gibt es heute Aktionen für Leseratten. Aufgrund der derzeitigen Situation finden diese virtuell statt. So bietet die Chemnitzer Stadtbibliothek ihren Nutzern auch weiterhin alle digitalen Medien kostenlos an. Außerdem werden Tipps zu neuen Titeln gegeben.

Die Aktion "Aue-Bad Schlema liest" wird in diesem Jahr zu "Aue-Bad Schlema hört". Dabei sind Groß und Klein aufgerufen, an einem ungewöhnlichen Ort Geschichten anzuhören, die in einem Podcastkanal zu finden sind. Bis Ende April können die Hörer Selfies einschicken. Unter allen Einsendern werden Bücher verlost.

08:14 Uhr | Dresdner Oktoberfest soll stattfinden

Nach der Absage des Münchner Oktoberfestes will die Feldschlößchen-Brauerei Dresden ihr Pichmännel-Oktoberfest wie geplant stattfinden lassen. Marketingchef Frank Haase sagte MDR Sachsen, die Veranstaltung habe im Vergleich zu München regionales Publikum. Außerdem sei die Vorbereitungszeit geringer. So könne im Notfall kurzfristig entschieden werden. Allerdings sei der Kartenvorverkauf auf Anfang Juni verschoben worden, so Haase. Das Dresdner Oktoberfest ist vom 24. September bis 10. Oktober geplant.

07:58 Uhr | Kurzarbeitergeld wird aufgestockt

Die Spitzen von CDU, CSU und SPD haben sich auf ein weiteres milliardenschweres Hilfspaket in der Corona-Krise verständigt. Das Kurzarbeitergeld wird demnach ab dem 4. Bezugsmonat auf 70 Prozent, ab dem 7. Monat dann auf 80 Prozent des Nettolohns aufgestockt. Für Haushalte mit Kindern sind 77 beziehungsweise 87 Prozent vorgesehen. Das Arbeitslosengeld wird um drei Monate verlängert. Davon profitieren Langzeitarbeitslose, deren Anspruch zwischen Mai und Dezember endet und die krisenbedingt geringe Aussichten auf einen neuen Job haben.

Zudem soll die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie für ein Jahr von 19 auf sieben Prozent gesenkt werden. Als weitere Maßnahme erhalten Schüler bei Bedarf einen Zuschuss von 150 Euro, um sich einen Computer für den Heimunterricht anzuschaffen.

07:41 Uhr | Kein Firmenlauf in Bautzen, kein Stadtfest in Zittau

Der DAK Firmenlauf in Bautzen wird auf 2021 verschoben. Dies teilte der Kreissportbund Bautzen mit. Jährlich nehmen rund 1.500 Sportler an dem Lauf durch die Spreestadt teil. Geplant sei der 10. Jubiläumslauf am 23. Juni im nächsten Jahr.

Das diesjährige Zittauer Stadtfest im Juli werde ebenso abgesagt. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, habe man über einen neuen Termin im Herbst nachgedacht. Da die Situation noch nicht absehbar sei, habe man sich entschieden, das Fest in Zittau komplett abzusagen.

07:09 Uhr | Schulranzenberatung in Freital

Die Einzelhandelsgeschäfte haben wieder auf. Wie der Verkauf unter den neuen Hygienevorschriften läuft, zeigt ein Blick in einen Freitaler Ranzenladen.

06:27 Uhr | Corona-Hotline bis Juni

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat von einem regelrechten Ansturm auf die Corona-Hotline des Freistaates berichtet. Am Wochenende hätten dort 25 Kolleginnen und Kollegen am Telefon gesessen und mehr als 5.000 Anrufe entgegengenommen. Man wolle die Hotline bis Juni verlängern.

Oft gehe es bei den Fragen um die Kinder-Notbetreuung. Am Ende dieser Woche wisse man, wie die Kitas ausgelastet sind. Erst dann lasse sich entscheiden, ob es eine weitere Öffnung geben könne. "Haben Sie ein wenig Geduld", bat die Ministerin.

06:01 Uhr | Kliniken im Erzgebirge kehren zum Regelbetrieb zurück

Angesichts des aktuellen Verlaufs der Corona-Fallzahlen sollen die Kliniken des Erzgebirgskreises ab kommender Woche langsam wieder zum Regelbetrieb übergehen. Damit könnten wichtige Operationen, die schon lange geplant waren, durchgeführt werden. Allerdings würde bei allen neu aufgenommenen Patienten ein Coronatest durchgeführt, so Jürgen Prager, Chefarzt des Erzgebirgsklinikums.

25 bis 30 Prozent der Betten werden weiterhin zur Reserve freigehalten. Außerdem müssen alle Personen, die die Kliniken betreten, ab Montag einen Mundschutz tragen.

05:20 Uhr | Schulen bereiten sich auf Wiederöffnung vor

In einigen Bundesländern schwitzen Schüler schon wieder auf der Schulbank, andere bereiten sich noch auf den Weg zurück in den Schulalltag vor.

05:08 Uhr | Reisekonzern sagt alle Reisen bis Mitte Mai ab

Der Reisekonzern DER Touristik hat seine Reisen bis 15. Mai abgesagt. Das Unternehmen verwies in einer Mitteilung auf die weltweite Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis zum 3. Mai. Offenbar wird nicht damit gerechnet, dass diese danach aufgehoben wird. Kunden mit Reisebuchungen für den Zeitraum vom 16. Mai bis zum 30. Juni können kostenlos stornieren. Sie erhalten dann einen Gutschein für die nächste Reisebuchung.

Zu DER Touristik zählen die Veranstalter Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen. Bundesaußenminister Heiko Maas hatte die Bürger darauf eingestellt, dass auf einen normalen uneingeschränkten Sommerurlaub nicht zu hoffen sei.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 23.04.2020 | ab 06:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 23.04.2020 | 19:00 Uhr

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