Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 19.11.: Lok Leipzig wehrt sich gegen Neustart-Termin

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Blick auf Flutlichtmasten und eine leere Tribüne im Bruno-Plache-Stadion nach dem Spiel Lok Leipzig gegen ZFC Meuselwitz
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19:40 Uhr | Lok Leipzig wehrt sich gegen baldigen Liga-Neustart

Der Nordostdeutsche Fußball-Verband (NOFV) plant den Restart der Regionalliga Nordost - und bei den Vereinen regt sich Widerspruch. Kurz vor einer Videokonferenz des NOFV am Donnerstagabend hat sich Lok Leipzig mit einem Offenen Brief an den Verband zu Wort gemeldet. Darin hat der Verein Forderungen nach dem "Vorziehen der Winterpause und Festsetzen eines Saison-Fortführungstermins Ende Januar 2021" erneuert. Gegen einen baldigen Neustart sprachen sich zudem der Berliner AK, Tennis Borussia Berlin, der BFC Dynamo und Lichtenberg 47 aus. Ebenfalls am Donnerstag haben sich die sächsischen Regionalligisten an die Landespolitik gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten.

Seitens Lok heißt es, der Verein könne es "gemessen an den aktuellen Infektions- und Krankheitszahlen in Deutschland (…) nicht nachvollziehen, dass der NOFV eine Fortsetzung der Saison, noch in diesem Jahr vorantreibt und für möglich hält." Der Verein fordert den Verband auf, einen Fragenkatalog zu beantworten, in dem es unter anderem um die Kostenübernahme von Corona-Tests, finanzielle Unterstützungen, die Anzahl und Unterstützung bei Geisterspielen, Quarantäne- und Abbruchregeln geht.

18:59 Uhr | 1.158 Nachgewiesene Corona-Neuinfektionen

Mit Stand 18 Uhr melden die hiesigen Gesundheitsämter 1.158 Corona-Neuinfektionen. Das ist ein durchschnittlicher Wert der letzten zwei Wochen. Damit gibt es in Sachsen heute 14.724 aktive Fälle - seit Anfang Oktober ist der Wert damit erstmals wieder leicht gesunken. Die meisten Neuinfektionen meldete heute der Landkreis Zwickau mit 184 Fällen. Im Erzgebirgskreis waren es 179 neue Fälle, im Landkreis Mittelsachsen 120. Insgesamt 25 neue Todesfälle wurden im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet. Damit steigt die Zahl der Toten auf insgesamt 614 seit dem Beginn der Pandemie. Derzeit werden in sächsischen Kliniken 1.572 Patienten stationär behandelt. Davon 314 auf Intensivstation.

18:45 Uhr | Erzgebirgische Kunsthandwerker fordern mehr Hilfen

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller fordert von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Novemberhilfe für Unternehmen auszuweiten. Er kritisiert in einem Brief, dass nur Firmen mit komplett eingestelltem Geschäftsbetrieb unterstützt würden. Mehrere Verbandsmitglieder müssten wegen des Lockdowns aber nur Teilbereiche schließen, wie etwa die Gastronomie oder Weihnachtsmarktstände. Sie sollten auch einen Anspruch auf Hilfsgelder haben. Juliane Gröner von der Drechslergenossenschaft Seiffen sieht weitreichende Probleme. MDR SACHSEN sagte sie: "Dass die Touristen fehlen, reißt enorme Löcher, und vor allem die Weihnachtsmarkthändler, die schieben ihre Ware jetzt ins nächste Jahr. Das heißt, die kaufen alle nächstes Jahr nichts ein, weil sie ja ihre Ware dieses Jahr nicht absetzen konnten."

17:55 Uhr | Neues Testzentrum im Vogtland

Im vogtländischen Auerbach ist am Dienstag ein neues Corona-Testzentrum eröffnet worden. In der vom DRK betreuten Einrichtung werden nur Personen getestet, die vom Gesundheitsamt dazu aufgefordert wurden. Die Ambulanz soll vor allem das Testzentrum im Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch entlasten.

17:20 Uhr | Verkaufsoffene Sonntage in Aue

Die Geschäfte in der Auer Innenstadt dürfen am ersten und vierten Advent öffnen. Ab kommendem Montag werde es zudem vor dem Hotel "Blauer Engel" zwei Hütten geben, die unter anderem "Lockdown-Shooter" anbieten, so die Stadt. Das sei ein kräftiges Bier. "Griene Klies mit Schwammebrie" und andere weihnachtliche Leckereien werden auch ab Montag vor einem Werkzeug-Laden am Glück-Auf-Weg "to go" angeboten.

17:05 Uhr | Sieben Demonstrationen in Leipzig

In Leipzig sind für den Sonnabend sieben Versammlungen angemeldet worden. Das teilte die Stadtverwaltung am Nachmittag mit. Wie viele Teilnehmer erwartet werden und wo sie demonstrieren dürfen, wolle man morgen mitteilen. Dazu liefen noch Gespräche. Den Angaben zufolge wurde eine Demonstration aus dem "Querdenken"-Umfeld angemeldet. Diese werde nicht auf dem Augustusplatz stattfinden, weil dieser bereits mit anderen Anmeldungen belegt ist.

Die Stadt kündigte an, gemeinsam mit der Polizei Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung konsequent durchzusetzen. Wer keine Maske trage, müsse 60 Euro zahlen. Zudem würden unzulässige Versammlungen mit einem Bußgeld in Höhe von 5.000 EUR belegt. Laut aktueller Corona-Schutz-Verordnung sind pro Versammlung maximal 1.000 Teilnehmer erlaubt. Aufzüge sind untersagt.

16:30 Uhr | Christen unter "Querdenkern"

Bei den Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen und das Infektionsschutzgesetz waren in den vergangenen Wochen auch christliche Gruppen dabei. Es gebe Überschneidungen zwischen den "Querdenkern" und einer kleinen Gruppe von evangelikalen Christen, sagt etwa der Theologe und Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche Michael Diener. Diese Gruppe sei "klein, aber doch sichtbar".

Ein Grund für die Nähe mancher Christen zu den "Querdenkern" kann laut Diener sein, dass sich diese Gruppe bedingt durch die gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen nicht mehr durch die momentane Regierung repräsentiert sieht: "Das hat mit den üblichen Reizthemen wie Abtreibung, 'Ehe für alle', (...) und mit der Politik der offenen Grenzen zu tun."

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, der seinen Wahlkreis in Chemnitz hat, sagte, einige bibeltreue Christen aus dem Erzgebirge seien zu DDR-Zeitenwegen ihres Glaubens benachteiligt worden. "Manche haben mir berichtet, wie sie sich während der Einschränkungen etwa im Frühjahr im Blick auf das Feiern von Gottesdiensten an diese Zeit erinnert gefühlt haben." Heinrich engagiert sich auch für die "Evangelische Allianz".

15:20 Uhr | Genesene sollen Blut spenden

Der DRK-Blutspendedienst sucht Menschen in Sachsen, die eine durch einen Arzt oder Labor bestätigte Infektion mit Corona ausgestanden haben und seit mindestens vier Wochen symptomfrei sind. Blutplasma von Covid-19-Genesenen kann akut erkrankten Patienten bei schwerem Verlauf helfen. Durch eine Plasmaspende können die Antikörper an erkrankte Personen weitergegeben werden. Die Spender sollen ausgeprägte Symptome gehabt haben, zwischen 18 und 60 Jahren alt sein und mindestens 50 Kilo wiegen.

"Der Bedarf ist leider inzwischen sehr hoch und wir hoffen, möglichst vielen Menschen mit schwerem Verlauf helfen zu können", teilte das DRK mit. Bereits im April wurden im Universitätsklinikum Dresden und an anderen sächsischen Kliniken erstmals an Covid-19 erkrankte Patienten mit dieser Immuntherapie behandelt. Angesichts der vielen neuen Covid-19-Fälle steigt der Bedarf an zusätzlichen Plasmaspenden derzeit schnell an. Informationen und Rückfragen sind telefonisch unter 0800 - 11 949 11 möglich.

15:00 Uhr | Landrat informiert über die Lage im Erzgebirge

Der Landkreis Erzgebirge hat über die dortige Corona-Lage informiert. Generell gebe es noch keine Entspannung der Situation, nur eine gewisse Stabilisierung auf sehr hohem Niveau, erklärte Landrat Frank Vogel. Der CDU-Politiker sprach sich für die Verkleinerung von Schulklassen aus. Dabei würde eine Rotation aus A- und B- Woche helfen. Aktuell müssten bei Infektion einer Person immer sehr viele in Quarantäne, das könne reduziert werden. Die Entscheidung liege aber beim Kultusministerium. Vogel schloss das Thema mit Bestimmtheit: "Wir schließen keine Schulen!"

Frank Vogel
Landrat Frank Vogel. Bildrechte: Landkreis Erzgebirge

Die Testungen laufen laut Landrat indessen immer noch recht schleppend. Es dauere zwei bis fünf Tage, bis Befunde vorliegen. Man habe immerhin nun ein zusätzliches Labor gefunden, mit einer Kapazität von 150 Tests pro Woche. Die Rückstände bei Verfolgung von Kontaktpersonen seien inzwischen fast komplett aufgearbeitet. Der Landrat beobachtete einen Rückgang von Kontakten in den vergangenen Tagen. Das lasse auf ein geändertes Freizeitverhalten schließen.

Die Geschäftsführerin Kliniken Erlabrunn, Constanze Fisch, sagte von ihren 220 Pflegepersonen seien 40 erkrankt oder in Quarantäne. Trotzdem seien die Kliniken noch arbeitsfähig. Es gebe auch Notfallpläne, falls noch mehr Personal ausfällt. Erkranktes Personal sei oft lange außer Gefecht, so Fisch. Alle verschiebbaren Eingriffe würden verschoben, vor allem jene in der Orthopädie. Ein Problem sei die Nachversorgung von Covid-19-Patienten. Die sei nicht immer gegeben. Der Landkreis ist bei Neuinfektionen der vergangenen 7 Tage pro 100.000 Einwohner mit 350 Fällen an zweiter Stelle in Sachsen. Nur der Landkreis Bautzen ist stärker betroffen.

14:20 Uhr | Grüne, Linke und SPD rufen zu Protest gegen "Querdenken" auf

Auf dem Leipziger Augustusplatz wird es vermutlich am Sonnabend mehrere Kundgebungen geben. Die Gegner der Corona-Maßnahmen haben zwar laut Polizei bisher keine Versammlung angemeldet. In sozialen Medien wird allerdings zu einer Versammlung aufgerufen. SPD, Linke und Grüne riefen am Donnerstag gemeinsam zum Protest dagegen auf. "Das Verhalten der so genannten Querdenker, der Menschen, die das Coronavirus für eine Verschwörung halten und der reaktionären Kräfte, die bereitwillig auf diesen Zug aufspringen, ist unverantwortlich", erklärten die Leipziger Verbände der drei Parteien. Zusammen mit dem Aktionsnetzwerk "Leipzig nimmt Platz" wolle man sich dem entgegenstellen.

Erst am 7. November hatten etwa 20.000 "Querdenker" in Leipzigs Innenstadt demonstriert. Massenhafte Verstöße gegen die Maskenpflicht und Rangeleien sorgten bundesweit für Aufsehen. Demonstranten hatten einen - laut Corona-Schutzverordnung verbotenen - Gang um den Leipziger Ring erzwungen. Valentin Lippmann, innenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, forderte deshalb Konsequenzen bei der Versammlungsabsicherung seitens der Behörden: "Dazu braucht es unverzüglich ein Konzept, welches darstellt, wie die Sicherheitsbehörden durch geeignete Maßnahmen und ausreichend Kräfte die Durchsetzung des Infektionsschutzes und den Schutz von Gegenprotest, Journalistinnen und Journalisten sowie der eigenen Einsatzkräfte gewährleisten", so der Innenpolitiker. Unter anderem nannte Lippmann verbesserte Gefahrenprognosen auch mit Hilfe der genutzten Messenger-Dienste sowie ein Gesamtkonzept des Sächsischen Innenministeriums.

13:27 Uhr | Dresdner Reise- und Berufsmesse verschoben

Die für Januar geplante Reisemesse sowie die Messe "KarriereStart" in Dresden werden verschoben. Das haben die Organisatoren bestätigt. Demnach soll die Dresdner Reisemesse nun vom 12. bis zum 14. März stattfinden. Die "KarriereStart" ist vom 26. bis zum 28. März geplant.

13:09 Uhr | Torgau sucht Alternativen zum Weihnachtsmarkt

Ende nächster Woche wollen die Wirte und Händler in Torgau entscheiden, ob es eine Alternative zum Weihnachtsmarkt geben wird. Im Gespräch sei eine sogenannte Weihnachtsstraße als Marktersatz. Statt der verkaufsoffenen Sonntage könne es auch zwei lange Sonnabende geben, sagte Karl-Friedrich Potzelt vom Wirteverein Torgau.

12:28 Uhr | Justizministerin Meier verteidigt Infektionsschutzgesetz

Sachsens Justizministerin Katja Meier (Bündnis 90/Die Grünen) hat die von Bundestag und Bundesrat beschlossene Neufassung des Infektionsschutzgesetzes verteidigt. Das Gesetz soll den Landesregierungen und den Behörden vor Ort Leitplanken geben, welche Schutzmaßnahmen unter welchen Voraussetzungen zulässig seien, sagte die Politikerin heute in einer Sondersitzung des Landtages.

"Das Gesetz sichert Freiheit, indem es für die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen sorgt", so Meier. Die Bekämpfung der Pandemie habe nun eine solide gesetzliche Grundlage.

11:52 Uhr | Jagd unter Corona-Auflagen

Im Forstrevier Gräfendorf bei Mockrehna beginnt heute die erste große Jagd des Jahres. Wegen Corona dürfen nur etwa 50 Jäger teilnehmen, halb so viele wie sonst, berichtet Jan Glock, Leiter des Forstbezirks Taura. Das erlegte Wild soll überwiegend über Großhändler vermarktet werden.

11:17 Uhr | Weihnachtsbaum ohne Adventsmarkt in Delitzsch

Auf dem Delitzscher Marktplatz wird heute der Weihnachtsbaum aufgestellt. Der mehr als zehn Meter hohe Baum kommt in diesem Jahr aus dem Ortsteil Zschepen. Bis ins neue Jahr soll er in der Innenstadt weihnachtlichen Glanz verbreiten. Der Delitzscher Adventsmarkt fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Wegen der Aufstellung des Baumes findet heute kein Wochenmarkt statt.

10:38 Uhr | Polizeigewerkschafter für Böllerverbot zu Silvester

Die Deutsche Polizeigewerkschaft fordert, wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr Silvesterfeuerwerke zu verbieten. Der Vorsitzende Rainer Wendt sagte der BILD-Zeitung, zum Feuerwerk gesellten sich schnell Alkohol, Personengruppen und Partystimmung. Das sei wegen der Pandemie nicht angesagt.

Zuvor hatten bereits die Grünen gefordert, Deutschland solle dem Vorbild der Niederlande folgen und Feuerwerk sowie Partys zu Silvester verbieten. Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) wies darauf hin, dass die Kommunen über Feuerwerksverbote entscheiden müssten.

10:15 Uhr | Landkreis Görlitz braucht Hilfe in Pflegeheimen

Das Landratsamt Görlitz sucht Helferinnen und Helfer, die Bewohner in von Corona betroffenen Pflegeeinrichtungen betreuen können. Gesucht würden Menschen mit einer Ausbildung oder Kenntnissen in einem pflegerischen, medizinischen oder sozialen Beruf, teilte eine Kreissprecherin mit.

Viele Pflegerinnen und Pfleger in den Heimen des Landkreises befänden sich derzeit in Quarantäne. Darum gerate dort die Versorgung der Bewohner in Gefahr. Das Landratsamt will jetzt Freiwillige an die Einrichtungen vermitteln. Interessierte können sich dafür über das Bürgertelefon beim Gesundheitsamt melden.

09:48 Uhr | Komplettes Pflegeheim in Freital in Quarantäne

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge hat ein komplettes Pflegeheim in Freital unter Quarantäne gestellt. Wie das Landratsamt mitteilte, wurden 63 Bewohner und 29 Mitarbeiter der Einrichtung positiv auf das Coronavirus getestet. Die Senioren dürfen ihre Zimmer vorerst nur mit Zustimmung des Pflegepersonals verlassen. Für die Mitarbeiter gilt eine Arbeitsquarantäne. Das heißt, sie dürfen zur Arbeit, müssen ansonsten aber zu Hause bleiben.

09:20 Uhr | Festival für aktuelle Musik startet als Livestream

In Leipzig beginnt heute das 1. Ensemble-Festival für aktuelle Musik. Bis zum Sonntag gibt es zahlreiche Uraufführungen von Ensembles aus China, Japan, Russland und Deutschland - wegen Corona allerdings nur als Livestream im Internet. Veranstaltet wird das neue Festival vom Forum Zeitgenössischer Musik Leipzig.

08:34 Uhr | AfD-Politiker Hilse bei Demo festgenommen

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Karsten Hilse ist gestern am Rand der Corona-Demonstrationen in Berlin vorübergehend festgenommen worden. Der Abgeordnete aus Lohsa habe auf der Straße "Unter den Linden" gegen die Maskenpflicht verstoßen, teilte die Berliner Polizei mit. Er habe sich unkooperativ gezeigt und Widerstand geleistet.

Ein Video in den Sozialen Medien zeigt den Vorfall. Darin ist zu sehen, wie Hilse am Boden liegt und von mehreren Polizisten umringt wird. Seine Hände sind auf dem Rücken gefesselt, kurz darauf wird der Bundestagsabgeordnete abgeführt. Karsten Hilse gab in einer später veröffentlichten Erklärung an, ein Attest zu besitzen, dass ihn von der Maskenpflicht befreie. Die Polizisten hätten jedoch moniert, dass darin keine konkrete Krankheit aufgeführt sei. Hilse kritisierte das "überzogen harte Verhalten" der Polizisten.

07:49 Uhr | Hohe Nachfrage trotz Verbot: Prostituierte arbeiten illegal

Die Nachfrage nach Sexdienstleistungen ist trotz des aktuellen Verbots wegen der Corona-Pandemie hoch. Zeitweise würden die Freier in Hausfluren vor Wohnungsbordellen Schlange stehen, erklärte der Plauener Verein Karo, der sich gegen Zwangsprostitution und sexuelle Ausbeutung engagiert. Viele Prostituierte arbeiteten illegal, weil sie dringend Geld verdienen müssten.

Der Berufsverband erotische und sexuelle Dienstleistungen sagte, sein wegen der Corona-Pandemie eingerichteter Nothilfefonds sei inzwischen leer. Er bat deshalb um Spenden und staatliche Hilfen für Sexarbeiter.

In Sachsen gab es bisher knapp 20 Anzeigen wegen Verstößen gegen das pandemiebedingte Prostitutionsverbot.

07:25 Uhr | Sondersitzung im Landtag zum Infektionsschutzgesetz

Der Sächsische Landtag tritt auf Antrag der AfD heute Vormittag zu einer Sondersitzung zusammen. Dabei geht es um das Infektionsschutzgesetz, das Bundestag und Bundesrat gestern beschlossen haben. Die AfD hatte die Sitzung bereits für Dienstag gefordert. Dabei sollten die Abgeordneten darüber abstimmen, dass Sachsen das Gesetz im Bundesrat ablehnt.

Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) zufolge wäre der Termin aber zu kurzfristig gewesen, um das Recht der Abgeordneten auf Sitzungsteilnahme zu gewährleisten. Die AfD will heute trotzdem namentlich über ihren Antrag abstimmen lassen. Darin bezeichnet sie die Änderungen im Infektionsschutzgesetz als verfassungswidrig.

06:31 Uhr | Nach Quarantäne heute Erstligapremiere der Niners Chemnitz

Unter erschwerten Bedingungen starten die Niners Chemnitz heute in die höchste Basketballliga in Deutschland. Nach wochenlanger Quarantäne reist der Aufsteiger immer noch mit Personalsorgen zum mehrfachen deutschen Meister Bamberg. Das Nachholspiel war kurzfristig von der Basketball-Bundesliga angesetzt worden.

Eigentlich hatten sich die Niners auf das Heimspiel gegen Göttingen am Sonnabend vorbereitet. Wegen der aufgrund von Corona-Infektionen in der Vergangenheit angeordneten Quarantäne konnten die regulär angesetzten ersten beiden Spieltage noch nicht bestritten werden. Deshalb findet heute die Liga-Premiere auswärts statt.

06:09 Uhr | Tafeln geht das Geld aus

Die Tafeln in der Dresdner Region kämpfen weiterhin mit finanziellen Problemen. Die Leiterin der Tafel in Freital, Karin Rauschenbach, sagte, es fehlten nun auch Gelder der Tafel-Kunden. Viele Kunden kämen derzeit nicht, aus Angst sich mit Corona anzustecken.

05:36 Uhr | Gesundheitsämter melden 1.584 Corona-Neuinfektionen

In Sachsen bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter auf einem hohen Niveau. Die Gesundheitsämter meldeten 1.584 Fälle innerhalb eines Tages. 25 Covid-19-Patienten starben. Auf den Intensivstationen der Krankenhäuser werden derzeit 302 Covid-19-Patienten behandelt. Von ihnen müssen 163 invasiv beatmet werden.

05:20 Uhr | Kunsthandwerker fordern Ausweitung der Novemberhilfe

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller hat die Ausweitung der Novemberhilfe gefordert. In einem Brief an Bundestagswirtschaftsminister Peter Altmeier (CDU) heißt es, dass auch Unternehmen, die nur mittelbar von der angeordneten Schließung betroffen sind, Anspruch auf Förderung haben sollten.

In dem Verband gebe es viele Unternehmen, die nur Teilbereiche einstellen mussten, wie etwa Gastronomie oder Stände auf dem Weihnachtsmarkt. Nach der aktuellen Definition bekämen sie aber keinen Ausgleich, da der restliche Geschäftsbetrieb weiterlaufe.

05:13 Uhr | Görlitz verschiebt verkaufsoffenen Sonntag

In Anbetracht der Infektionszahlen kann in Görlitz der am 6. Dezember geplante verkaufsoffene Sonntag nicht stattfinden. Oberbürgermeister Octavian Ursu (CDU) hat diese Entscheidung im Einvernehmen mit den Aktionsring Görlitz e.V. und der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH getroffen.

Angesichts der angespannten Situation könne man nur so der gemeinsamen Verantwortung gerecht werden. Sobald die Lage es wieder zulasse, sollen im neuen Jahr als Ersatz neue Möglichkeiten gefunden werden, den lokalen Handel zu unterstützen, hieß es in einer Mitteilung.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 19.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 19.11.2020 | 19:00 Uhr

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