Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 26.03.: Sperren an Wanderparkplätzen in Sächsischer Schweiz und Osterzgebirge

In Sachsen gelten weiter Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote. Polizei und Ordnungamt kontrollieren die Einhaltung der Regeln. In Pirna ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Händlerin, die trotz einer Infektion mit dem Coronavirus ihr Geschäft weiter betrieben haben soll. Und die Erkrankungszahlen steigen weiter. Derzeit sind 1.275 Menschen infiziert. Acht Menschen starben. MDR SACHSEN hält Sie über die Entwicklungen der Coronavirus-Krise auf dem Laufenden.

Zwei Menschen gehen hinter geparkten Autos an einem Wanderparkplatz spazieren. Um die Ausbreitung des Coronaviruses einzudämmen sind Spaziergänge in größeren Gruppen im Bundesland nicht gestattet.
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Meldungen am 27. März:

22:15 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

  • 1.275 Menschen wurden in Sachsen postiv auf Covid 19 getestet. Bislang starben acht Menschen, am heutigen Donnerstag wurden zwei Todesfälle gemeldet.
  • Kommunen planen Wanderparkplätze und Stellflächen in Naherholungsgebieten zu sperren, um am Wochenende Menschenansammlungen zu verhindern.
  • Polizei und Ordnungsbehörden stellen immer mehr Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz fest.
  • Hamsterkäufe treffen den Einzelhandel, aber auch Notverkäufe und sogar die Bestatter-Branche in Sachsen.
  • Die Debatte ums Mundschutztragen in der Öffentlichkeit geht weiter - immer mehr Sachsen nähen Masken, auch Häftlinge.

An dieser Stelle beenden wir die Berichterstattung zur Corona-Pandemie in Sachsen für heute. Ab morgen früh sind wir wieder mit dem aktuellen Nachrichtenüberblick für Sie da. Wenn Sie nicht arbeiten gehen müssen, bleiben Sie bitte zu Hause.
Unserer Kollegen von MDR KULTUR haben Mediatheken durchstöbert und empfehlen Ihnen diese Filme gegen aufkommende Langeweile zu Hause:

21:18 Uhr | Trauern in Corona-Zeiten

Keine Umarmungen, kein Trost einer großen Trauergemeinde: Die strengen Hygienevorschriften zur Eindämmung des Coronavirus treffen in diesen Tagen auch Trauernde und die Bestatterbranche. In Sachsen dürfen maximal 15 Menschen bei einer Trauerfeier sein. Vielerorts finden die nur noch draußen statt, Trauerhallen bleiben geschlossen, berichtet Bestatter Benjamin Wolf aus Ottendorf-Okrilla. Hamstern macht selbst vor der Bestattungsbranche nicht Halt: Einige von Wolfs Kollegen sollen bereits Särge gehortet haben.

Ich brauche zu einer Trauerfeier nicht mit zwei Trauergästen in die Halle gehen und alle anderen mögen bitte draußen bleiben.

Bejamin Wolf Bestatter

20:54 Uhr | Hamstern und Bilanzen: Der Blick auf Mitteldeutschland

20:41 Uhr | Infektionen im Kreis Zwickau gestiegen

Im Kreis Zwickau ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter angestiegen. Das Gesundheitsamt meldete 244 Fälle und damit 23 mehr als am Mittwoch. Am stärksten betroffen ist die Stadt Zwickau mit 68 Fällen, in der Gemeinde Bernsdorf sind es 36 und in Werdau 30. Drei Menschen sind seit Beginn der Pandemie im Landkreis an den Folgen der Viruserkrankung gestorben. Laut Sozialministerium sind sachsenweit in der Region Zwickau neben den Städten Leipzig und Dresden die meisten Infektionsfälle registriert.

20:26 Uhr | Platzverweise und Kontrollen in der Oberlausitz

20:08 Uhr | VW verlängert Produktions-Pause

VW-Neuwagen stehen in der Morgendämmerung an einem Volkswagen Autohaus.
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Der Volkswagenkonzern verlängert wegen der Coronavirus-Pandemie die Produktionsunterbrechung um weitere vier Arbeitstage in seinen deutschen Werken. Der Autobauer begründete die Maßnahme mit der weiter sinkenden Nachfrage nach Fahrzeugen und Herausforderungen in der Lieferkette. Für rund 80.000 Mitarbeiter der Volkswagen AG werde eine Verlängerung der Kurzarbeit beantragt. Die soll mit der Nachtschicht vom 9. April auf den 10. April enden, so der derzeitige Plan. VW hat in Zwickau, Chemnitz und Dresden Standorte.

20:00 Uhr | Köhraer Gemüselager innerhalb einer Stunde leergekauft

Der Frischemarkt in Köhra bei Belgershain ist am Donnerstag regelrecht überrannt worden. Auf der Straße vor dem Betriebsgelände bildete sich ein zwei Kilometer langer Stau. Das berichtet die Leipziger Volkszeitung (LVZ). Das Lager musste von Frischware leergeräumt werden, weil Großabnehmer wie Schulküchen und Gaststätten derzeit nichts abkaufen. Der Großmarkt verteilte vom Lkw heraus Obst und Gemüse für fünf Euro pro Kiste. Vier Kisten gab es maximal. Der geforderte Sicherheitsabstand wegen der Corona-Pandemie wurde von den Kistenkäufern nicht eingehalten, berichtete die LVZ.

19:47 Uhr | Wie weiter mit Sachsens Schuldenpolitik in der Corona-Krise?

Sachsen hatte in 30 Jahren noch keinen Nachtragshaushalt. Neue Schulden sind seit 2014 per Sächsischer Verfassung verboten. Ausnahmen sind nur möglich, etwa bei einer länger andauernden konjunkturellen Abweichung von der "Normallage" oder nach Naturkatastrophen. In der Corona-Krise hat sich SPD-Fraktionschef Dirk Panter dafür eingesetzt, vom Neuverschuldungsverbot abzuweichen. Ein Nachtragshaushalt sei nötig. Die Schuldenbremse dürfe der Sicherung von Arbeitsplätzen und dem Erhalt von gesunden Unternehmen nicht im Wege stehen. Grünen-Fraktionschefin Franziska Schubert stimmte dem zu.

CDU-Fraktionschef Christian Hartmann geht davon aus, dass die Reserven des Freistaats "noch lange nicht ausgeschöpft" seien. Sachsen sei handlungsfähig. Aber auch die CDU schließe nunmehr grundsätzlich eine Ausnahme vom Neuverschuldungsverbot nicht aus. Die AfD sieht das anders.

Sparschwein 3 min
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Seit 30 Jahren kein Nachtragshaushalt, keine Schulden - das war finanzpolitisch die heilige Kuh in Sachsen - bis jetzt. Denn wegen der Corona-Krise ist das nicht zu halten, wie Uta Deckow berichtet.

MDR SACHSEN - Das Sachsenradio Do 26.03.2020 17:58Uhr 03:03 min

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19:28 Uhr | Gesperrte Wanderparkplätze in Sächsischer Schweiz und im Osterzgebirge

Das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge bereitet Sperrungen von Wanderparkplätzen in der Sächsischen Schweiz, dem Tharandter Wald sowie der Dippoldiswalder Heide vor. Dort soll der erwartete Ausflug- und Tagestourismus am Wochenende mit Kontrollen an Zu- und Abfahrten unterbunden werden. "Der Aufenthalt im Freien sollte nur im wohnlichen Umfeld erfolgen", sagte Landrat Michael Geisler. Er hatte sich am Donnerstag mit Vertretern der Landes- und Bundespolizei über Kontrollen abgesprochen.

19:07 Uhr | Not macht erfinderisch

In Zwickau hat ein Herrenausstatter, der sonst Krawatten, Schleifen und Herrenwesten näht, seine Produktion auf Mundschutzmasken umgestellt. "Wir nähen gerade einen Auftrag über 3.500 Stück Mundschutzmasken", schrieb Kerstin van den Bosch von der gleichnamigen Firma an MDR SACHSEN.

In Bautzen sammelt die Stadt auf ihrer Homepage Angebote von Händlern und Gewerbetreibenden für Online- Angebote. Kunden können in verschiedenen Bereichen stöbern, online bestellen und liefern lassen. Zudem dürfen Anwohner in Bautzen während der Corona-Krise bis zum 20. April auch sonst gebührenpflichtige Parkplätze nutzen – allerdings muss der Bewohnerparkausweis im Auto sichtbar sein.

18:27 Uhr | Kein Aufgalopp im Mai

Die traditionelle Auftaktveranstaltung auf der Leipziger Galopprennbahn Scheibenholz fällt der Coronavirus-Pandemie zum Opfer. Wie die Organisatoren mitteilten, ist die für den 1. Mai geplante Veranstaltung abgesagt worden. Die Entscheidung sei "alternativlos gewesen". Man hoffe, dass die weiteren Renntage im Juni, Juli und im Oktober stattfinden können. 2019 hatten den Aufgalopp auf der Leipziger Galopprennbahn rund 20.000 Zuschauer verfolgt.

18:19 Uhr | Leipzig will Parkplätze im Grünen sperren

Mit weiteren Maßnahmen will die Stadt Leipzig verhindern, dass sich zu viele Menschen an einem Ort treffen. Deshalb sollen am Wochenende Parkplätze an Naherholungsgebieten im Stadtgebiet gesperrt werden, sagte Stadtsprecher Matthias Haßberg. Welche genau, sei noch unklar.

Wo nicht viele Menschen parken können, können sich auch nicht viele Menschen geballt aufhalten.

Matthias Haßberg Sprecher Stadt Leipzig

18:04 Uhr | Bautzen sucht Masken-Näherinnen

Der Landkreis Bautzen sucht Näherinnen und Näher von Schutzmasken. "Helfen Sie den Helfern - fleißige Hobby-Näher gesucht", teilte das Landratsamt Bautzen mit. Im Aufruf werden alle "fleißigen Näherinnen und Näher mit Nähmaschine, Stoffresten und Fantasie" darum gebeten, Mundschutzmasken zu nähen. Denn: "Jede Maske ist besser als keine Maske", sagte Amtsärztin Jana Gärtner. Die Masken sollen auch an Pflegeheime und -dienste gehen. Fertige Stücke können ab Montag, 30. März an den Landratsämtern in Bautzen, Kamenz und Hoyerswerda in Sammelboxen abgegeben werden.

17:56 Uhr | Verbraucherschützer warnen vor Abzockern

Es scheint, als solle mit menschlicher Sorge das große Geschäft gemacht werden.

Andreas Eichhorst Verbraucherzentrale Sachsen

Sachsens Sozialministerium und die Verbraucherzentrale warnen vor Betrügern, die die Notlage während der Corona-Pandemie ausnutzen wollen. Im Internet würden derzeit unter anderem dubiose Angebote zu angeblich ausverkauften Waren gemacht. Das betreffe vor allem Desinfektionsmittel oder Atemschutzmasken. "Egal, ob es sich um Fake-Angebote oder echte Angebote handelt, das Vorgehen ist moralisch verwerflich", so Eichhorst. Sparer sollten auch von zweifelhaften Angeboten zu Sparanlagen oder Krediten per E-Mail oder am Telefon Abstand halten. Anrufer behaupteten dabei häufig, dass Bargeld bald entwertet werde. E-Mails mit Audiodateien im Anhang oder Links von unbekannten Absendern sollten nicht geöffnet werden, empfahl die Verbraucherzentrale.

17:46 Uhr | Spaziergänge? Ja. Gruppenpicknicks? Nein!

Nach den Diskussionen um die Ausgangsbeschränkungen in Sachsen hat Sozialministerin Petra Köpping via Twitter klargestellt: "Spaziergänge an der frischen Luft tun gut! Damit sind keine Gruppenpicknicks oder Treffen im Freien mit Freunden gemeint."

17:32 Uhr | Achtes Todesopfer in Sachsen

Im Landkreis Meißen ist ein Mensch nach Coronavirus-Erkrankung gestorben. Das geht aus am Nachmittag aktualisierten Zahlen des Sozialministeriums hervor. Damit sind in Sachsen bislang acht Menschen am neuartigen Coronavoirus gestorben. Die Zahl der klinisch schweren Verläufe stieg auf neun.

17:26 Uhr | Stadtrat Dresden beschließt Soforthilfe

Der Stadtrat Dresden hat am Donnerstagnachmittag Soforthilfen wegen der Corona-Krise beschlossen. Das Geld soll Selbstständigen, Freiberuflern und Kleinstunternehmern zu Gute kommen. Insgesamt stehen fünf Millionen Euro aus dem Haushalt dafür zur Verfügung. Die 1.000 Euro pro Antragsteller müssen nicht zurückgezahlt werden. Der Firmensitz des Antragstellers muss in Dresden sein, der Wirkungskreis der Firma aber nicht auf die Stadt beschränkt sein. Anträge gibt es hier.

17:08 Uhr | Strafanzeigen der Polizei Leipzig im Umland

Seit Mittwochnachmittag hat die Polizeidirektion Leipzig erneut knapp 50 Einsätze mit Corona-Bezug registriert. Einige Auszüge:

  • In einem Kleingartenverein in Leipzig-Heiterblick campierten und grillten acht Personen. Mehrere Tage lang hatten sich Anwohner schon über Lärm geärgert. Die Party wurde beendet.
  • In Mügeln tranken fünf Personen Bier an einem Dönerstand. Laut Polizei hatte der Eigentümer zum Umtrunk eingeladen. Anzeigen wurden erstattet, der Imbiss geschlossen.
  • In einem Supermarkt in Delitzsch "teilten" sich zwei Männer einen Wagen: einer saß drin, der andere schob. Bitten des Marktleiters ignorierten die beiden. "Sie wurden des Marktes verwiesen und mussten hungrig und ohne Hygieneartikel nach Hause gehen", bilanzierte die Polizei und zeigte das Duo an.

16:57 Uhr | Immer mehr Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen

Mit Wirkung zum 19.3. sperrt die Stadt Leipzig alle Sport- und Spielplätze. Grundlage ist die Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Corona Virus. Die Sperrungen sollen bis zum 20. April gelten. Die Polizei und Ordnungsamt kontrollieren rigoros und verteilen Strafanzeigen. Strafandrohung bis zu 2 Jahre Freiheitsstrafe bei Missachtung
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In Sachsen gibt es noch keinen Bußgeldkatalog für Missachtungen im Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung. Das Infektionsschutzgesetz sieht Freiheitsstrafen von bis zu zwei Jahren oder Geldstrafen vor, betonte das Innenministerium.

Auf Nachfrage von MDR SACHSEN hat das Ministerium eine Übersicht der registrierten Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen aufgelistet:

Registrierte Verstöße gegen die Allgemeinverfügung
Datum PD Chemnitz PD Dresden PD Görlitz PD Leipzig PD Zwickau Bereitschaftspolizei
18. März 2 3 1 2 0 8
21. März 25 59 10 56 25 184
24. März 80 141 38 184 81 555
             

16:43 Uhr | Polizei Görlitz erstellt 60 Strafanzeigen gegen Uneinsichtige

Die Polizei Görlitz hat am Mittwoch bei Überprüfungen zur Einhaltung der Allgemeinverfügung 60 Strafanzeigen erstattet. Sie traf angetrunkene Jugendgruppen an, löste Partys auf und musste mit jungen Leuten diskutieren. In Hoyerswerda weigerte sich ein 19-Jähriger nach Hause zu gehen und bespuckte die Polizisten. "Auch eine Geburtstagsfeier in einem Garten an der Carl-von-Ossietzky-Straße in Görlitz hat ein jähes Ende gefunden", informierte die Polizei. Alle Betreffenden wurden angezeigt wegen Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkungen.

Wir appellieren weiterhin an die Vernunft der Bevölkerung, sich auch bei schönem Wetter an die Ausgangsbeschränkungen zu halten.

Appell der Polizeidirektion Görlitz

16:21 Uhr | ADFC will Straßen in Radwege umwidmen

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Sachsens setzt sich dafür ein, dass Autospuren in Radwege umgewidmet werden. In Zeiten der Corona-Krise würden Menschen den ÖPNV meiden und häufiger Fahrradfahren. "Ärzte und Behörden empfehlen, für die notwendigen Wege möglichst das Fahrrad zu nutzen", argumentiert der ADFC und verweist auf Berlin. Dort seien innerhalb von drei Tagen Spuren für Radler umgewidmet worden. Zudem müssten in Corona-Zeiten die Tast-Ampeln abgeschafft werden. "Die so genannten Betteltaster sind absolut unnötige Infektionsschleudern, die sehr einfach eliminiert werden können", so der ADFC.

16:12 Uhr | Chinesen spenden TU Dresden 10.000 Atemschutzmasken

Der in der Nähe von Shanghai ansässige Taicang High-Tech Park will der Technischen Universität Dresden und ihrem Uniklinikum 10.000 Atemschutzmasken spenden. Ein Teil der Masken soll an das Städtische Klinikum Dresden gehen. Die Spende ist bereits in Frankfurt am Main gelandet. Sie kam durch Vermittlung einer Ausgründung der TU Dresden zustande, erklärte die Hochschule.

Für diese Geste der Freundschaft und dieses starke Zeichen internationaler Solidarität sind wir sehr dankbar und ich bin persönlich tief berührt. In Zeiten der Not hat eine derartige humanitäre Geste eine Bedeutung, die weit über den materiellen Wert hinausgeht.

Hans Müller-Steinhagen Rektor TU Dresden

15:50 Uhr | Wieder Rückstau an Grenze nach Polen

Nachdem Polen am Mittwoch verschärfte Einreisebeschränkungen für Berufspendler bekannt gegeben hatte, kam es ab Mittwochnachmittag auf der Autobahn 4 bei der Ausreise wieder zu Rückstaus. Vor allem Pkw rollten Richtung Polen. Der Verkehr staute sich auf einer Länge von bis zu acht Kilometern. "Wie bereits in der vergangenen Woche waren intensive Einreisekontrollen in Polen" der Grund dafür, informierte die Polizei.

15:41 Uhr | Sachsen rüstet sich für die Erkrankungswelle

Sachsen hat sich dafür entschieden, drei zentrale Krankenhausleitstellen einzurichten. Das übernehmen die Großkliniken in Chemnitz, Leipzig und Dresden. Für die Landeshauptstadt und Ostsachsen ist das Universitätsklinikum Dresden zuständig. Ärzte, Kliniken und Rettungsdienste sollen sich bei der Zentralstelle melden, die verteilt Coronavirus-Patienten auf die Krankenhäuser in Bereich. Prof. Michael Albrecht vom Uniklinikum erklärt die Arbeitsweise:

15:30 Uhr | Schwerkranke Patienten aus Bergamo in Dresden gelandet

Am Donnerstagmittag sind zwei schwerkranke Coronavirus-Patienten in Dresden gelandet. Sie wurden von einer italienischen Militärmaschine gebracht und von Rettungskräften in Fachkliniken gefahren. Anfang der Woche hatte das Sozialministerium mitgeteilt, dass die Universitätsklinik Dresden und das Fachkrankenhaus Coswig je einen Patienten aufnehmen wollen. Sachsen hatte Hilfe zur Versorgung für acht schwerkranke Corona-Patienten angekündigt. Kliniken in Leipzig nahmen sechs Erkrankte auf.

Am 26.3.2020 steht eine Mitlitärmaschine auf dem Rollfeld des Flughafens Dresden. Patienten, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, werden entladen und in Dresdenr Kliniken gefahren.
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15:20 Uhr | Findlingspark Nochten bleibt zu

Der Findlingspark in Nochten bleibt nun doch wegen der Corona-Krise geschlossen. Das teilte die Parkleitung mit und begründete die Maßnahme so: "Besucher und Mitarbeiter sollen keinem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt werden".

15:08 Uhr | Tausende beantragen "Sachsen hilft sofort"

Bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) sind bisher mehr als 5.500 Anträge auf zinslose Darlehen aus dem Förderprogramm "Sachsen hilft sofort" eingegangen. Wirtschaftsminister Dulig sagte, 67 seien bereits bewilligt. In einigen Fällen sei auch schon Geld geflossen. Um die Anträge schnell zu bearbeiten, habe die SAB auf Zweischichtbetrieb umgestellt und arbeite auch am Wochenende, sagte Dulig. Das Förderprogramm für Unternehmen, Landwirtschaftsbetriebe, Solo-Selbstständige und Freiberufler war am Montag aufgelegt worden. Es hat ein Volumen von 120 Millionen Euro und ist mit Hilfen des Bundes kombinierbar.

Das Programm wird aus anderen Bundesländern bei uns nachgefragt. Auch vom Freistaat Bayern. Die finden das richtig gut.

Martin Dulig Wirtschaftsminister Sachsen

14:55 Uhr | Erkrankungen steigen weiter - Mittlerweile sieben Tote

Die Zahl der Corona-Patienten in Sachsen nimmt weiter zu. Mittlerweile wurde das Coronavirus bei 1.275 Menschen nachgewiesen, 147 mehr als am Mittwoch. Diese Zahlen nannte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Dort sprach sie von sechs Todesfällen. Diese waren zwischen 74 und 85 Jahren alt. Unterdessen teilte der Landkreis Görlitz mit, dass eine 89 Jahre alte Patientin verstorben ist. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf sieben.

Bei acht Patienten gibt es einen schweren Verlauf. Jeden Tag werden in Sachsen 5.600 Tests auf das Virus durchgeführt.

14:41 Uhr | Gefangene nähen zehntausende Schutzmasken

Gefangene sitzen an Nähmaschinen und nähen Schutzmasken.
Bildrechte: JVA Torgau

Die Näherei der Justizvollzugsanstalt Chemnitz hat seit voriger Woche 15.000 Mund-Nasen-Schutzmasken für das DRK genäht. Auch in der JVA Torgau werden jeden Tag 2.000 Schutzmasken für Rettungsdienste und den eigenen Bedarf hergestellt.

Sachsens Justizministerin Katja Meier dankte den Insassen am Donnerstag für ihre Arbeit.

Die von Gefangenen genähten Schutzmasken sorgen auch dafür, dass Hilfsorganisationen weiter einsatzfähig bleiben. Das kann den entscheidenden Unterschied machen und Leben retten.

Katja Meier Justizministerin Sachsen

Muss man sich nun einen Mundschutz kaufen?

Über den Nutzen von Mund-Nasen-Masken diskutieren Experten und Laien öffentlich. Lesen Sie hier alle Argumente im Überblick zur Mundschutzdebatte:

14:22 Uhr | Virologe Kekulé empfiehlt Mundschutz

"Wir müssen uns wirklich darauf einstellen, dass wir für mindestens ein Jahr unser Verhalten ändern müssen", sagte der Virologe Alexander Kekulé. Als wichtigste Maßnahme empfiehlt er das Tragen einer einfachen OP-Maske als Mund- und Nasenschutz. Wenn man sich in der Öffentlichkeit näher als zwei Meter komme, könnten derartige Masken schützen. In Sachsens Nachbarland Tschechien ist das Tragen solcher Schutzmasken bereits seit voriger Woche Pflicht.

Damit widerspricht Virologe Kekulé dem Präsidenten der Landesärztekammer Sachsens Erik Bodendieck. Er hatte am Mittwoch so eine Maßnahme für ganz Sachsen abgelehnt. Bodendieck betrachte den Mund-Nasen-Schutz nur für bestimmte Berufsgruppen und für Infizierte als notwendig.

14:16 Uhr | Polizei-Gewerkschafterin klagt an

Cathleen Martin, Spitzenkandidatin der Freien Wähler für die Landtagswahl in Sachsen, steht anlässlich eines Wahlkampftermins vor dem Bundespolizeirevier Altenberg.
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Heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen für Polizeibeamte im Land hat Cathleen Martin von der Deutschen Polizeigewerkschaft Sachsen e.V. geübt. "Irgendwer hat offensichtlich vergessen, den Bedarf in den eigenen Reihen zu erheben", sagte sie und zählte Probleme auf, die ihr von Mitgliedern mitgeteilt wurden. Polizisten fänden keine Notbetreuung für ihre Kinder, für die Arbeit im Homeoffice fehle moderne Technik, Schutzausrüstung sei veraltet oder abgelaufen, in Revieren und Kommissariaten fehlten Schutzausrüstungen komplett, Desinfektionsmittel würden nicht aufgefüllt, mehrere Streifenwagen-Besatzungen müssten sich zwei Schutzmasken teilen. Und: "Die Kollegen fordern eine verbindliche Handlungsanleitung, beispielsweise für die Anzeigenaufnahme vor Ort beim Bürger und in den Dienststellen oder den Transport von Fremdpersonen."

Wir als Gewerkschaft wissen, was Solidarität ist und teilen gern. Doch bitte teilt auch die Schutzausrüstung mit den Kollegen, die Kontakte mit Bürgern haben. Jeder Einkaufsmarkt schützt seine Angestellten mit Scheiben an der Kasse. Wieso schützen wir die Kollegen im Anzeigendienst nicht genau so?

13:24 Uhr | Flughafen Leipzig/Halle macht Nordbahn dicht

Am Flughafen Leipzig/Halle werden weitere Maßnahmen ergriffen, um die Folgen der Corona-Krise abzufedern. Wie die Mitteldeutsche Flughafen AG mitteilte, wird die Nordbahn zwischen 6 und 22 Uhr stillgelegt. Außerdem wurde beschlossen, ab 1. April 2020 Kurzarbeit einzuführen. Das betreffe die Mitarbeiter im operativen Bereich und in der Verwaltung.

13:09 Uhr | Ausgangsbeschränkung - und dann?

Seit dieser Woche gelten Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Viele Sachsen fragen sich schon jetzt: Dauern diese Einschränkungen wirklich nur bis nach Ostern oder doch länger? MDR WISSEN ist dieser Frage nachgegangen.

12:41 Uhr | Anti-Corona-Mundschutz aus dem Erzgebirge

Das Unternehmen Forma Brändl Textil aus dem Erzgebirge will mit Atemschutzmasken aus einem neuen Hightech-Gewebe Schutz vor Coronaviren bieten. Der Stoff töte innerhalb einer Stunde Bakterien und Keime ab und könne so verändert werden, dass er auch vor Viren schützt, erklärte Geschäftsführer Jörg Brändl. Derzeit liefen die letzten Tests.

12:25 Uhr | Leipziger Herzzentrum hat Operationen stark reduziert

Herzzentrum Leipzig
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Wegen der Corona-Pandemie hat das Herzzentrum Leipzig seine stationären Behandlungen um bis zu 40 Prozent reduziert. Der Direktor der Kardiologie, Holger Thiele, sagte dem MDR-Magazin "Hauptsache gesund", planbare Eingriffe seien verschoben worden. Notfälle würden aber weiter behandelt. Gleichzeitig bereite sich das Herzzentrum Leipzig darauf vor, eine größere Anzahl von Corona-Patienten aufzunehmen, so Thiele. 51 Intensivbetten und 89 Beatmungsplätze stünden derzeit zur Verfügung.

11:57 Uhr | Corona-infizierter Händlerin aus Pirna droht Strafverfahren

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen eine Händlerin aus Pirna, die trotz einer Infektion mit dem Coronavirus ihren Laden weiter betrieben haben soll. Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt sagte MDR SACHSEN, die Frau habe möglicherweise gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen. Die Ermittlungen dazu würden noch einige Zeit dauern. Bei Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz drohen in schweren Fällen bis zu zwei Jahre Haft.

11:34 Uhr | Landwirtschaftsminister Günther: Versorgung ist gesichert

Die Versorgung mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs ist in Sachsen gesichert. Das sagte Umwelt- und Landwirtschaftsminister Wolfram Günther heute im Interview mit MDR SACHSEN. "Die Engpässe, die man in den Läden erlebt, liegen daran, dass Konsumenten deutlich mehr kaufen als sie brauchen", so der Minister. Die Märkte kämen mit dem Auffüllen der Waren nicht hinterher.

11:18 Uhr | Gefangene nähen Schutzmasken

In den Arbeitsbetrieben der Justizvollzugsanstalten Chemnitz und Torgau nähen Gefangene Tausende Schutzmasken. Sie sind für das Deutsche Rote Kreuz, für das Polizeiverwaltungsamt und für den eigenen Bedarf der sächsischen Justizvollzugsanstalten bestimmt.

So stellt die Näherei der Justizvollzugsanstalt Chemnitz seit letzter Woche für das Deutsche Rote Kreuz 15.000 Mund-Nase-Schutzmasken aus medizinischem Vlies her. Auch für das Polizeiverwaltungsamt werden 14.000 Schutzmasken genäht.

Gefangene sitzen an Nähmaschinen und nähen Schutzmasken.
In der Näherei der JVA Torgau werden Schutzmasken gefertigt. Bildrechte: JVA Torgau

10:32 Uhr | HC Elbflorenz Dresden beantragt Kurzarbeitergeld

Der Handballzweitligist HC Elbflorenz Dresden hat Kurzarbeitergeld beantragt. Die Maßnahme betreffe alle Spieler, Trainer und Mitarbeiter, teilte der Club mit. "Für den HC Elbflorenz geht es ums Überleben. Es ist allen Beteiligten klar, dass es harte finanzielle Einschnitte geben wird", sagte Manager Karsten Wöhler.

Die Situation für den 2006 gegründeten Handballverein sei ernst. Deshalb ruft Wöhler zur Unterstützung auf. "Wir hoffen auf die Solidarität und Unterstützung unserer Zuschauer und Fans, damit Bundesligahandball in Dresden weiter möglich ist und auch die gute Arbeit im Nachwuchsleistungszentrum des HC Elbflorenz fortgesetzt werden kann", erklärte der Manager.

10:19 Uhr | Neiße-Filmfestival abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist das diesjährige Neiße-Filmfestival abgesagt worden. Es finde nicht wie geplant im Mai statt, teilten die Organisatoren vom Kunstbauerkino Großhennersdorf im Landkreis Görlitz mit. Vor dem Hintergrund der weitreichenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens, geschlossener Kinosäle und Grenzen zu Polen und Tschechien sowie der nicht absehbaren Entwicklung sei eine zuverlässige Vorbereitung und Durchführung des trinationalen Festivals nicht möglich.

10:01 Uhr | Altenheime rufen zum Briefeschreiben auf

Die vier Azurit-Seniorenzentren im Raum Chemnitz haben zu einer Schreibaktion aufgerufen. Verwandte und Angehörige sind aufgefordert, zu Stift und Papier zu greifen und einen Brief oder eine Postkarte zu schreiben. Diese können per Post geschickt oder in den Hausbriefkästen eingeworfen werden. Alle Einsendungen würden weitergeleitet und bei Bedarf auch vorgelesen. Mit der Aktion soll in der besuchsfreien Zeit den eingeschränkten sozialen Kontakten etwas Positives entgegengesetzt werden. Die Azurit-Seniorenzentren befinden in Chemnitz, Hartmannsdorf und Gersdorf.

09:28 Uhr | Tafeln erweitern Lieferdienst

Die Delitzscher Tafel erweitert ihren Lieferdienst in Nordsachsen. Wie der Verein mitteilte, werden nun auch bedürftige Menschen mit Lebensmitteln beliefert, die sich in Isolation beziehungsweise Quarantäne befinden. Auch Menschen, die zur sogenannten Hochrisikogruppe gehören, sollen nach Möglichkeit beliefert werden, hieß es. Um Mitarbeiter zu schützen, bleiben jedoch die Ausgabestellen der Delitzscher Tafel in Eilenburg und Laußig bis auf Weiteres geschlossen. Auch die Leipziger Tafel hat einen erweiterten Lieferservice für Lebensmittel.

09:02 Uhr | Stundung der Sozialversicherungsbeiträge nur heute für März möglich

Von der Corona-Krise betroffene Unternehmen können sich kurzfristig die Sozialversicherungsbeiträge für die Monate März und April stunden lassen. Darauf hat die IHK Chemnitz verwiesen. Allerdings ist Eile geboten. Wer das Angebot für März noch in Anspruch nehmen will, muss den Antrag noch heute bei den jeweils zuständigen Krankenkassen stellen. Anträge können von der Internetseite des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft heruntergeladen werden.

08:31 Uhr | Baukräne drehen sich

Die Coronavirus-Krise hat in Ostdeutschland nach Angaben des Bauindustrieverbandes Ost bislang noch zu keinen gravierenden Einbrüchen geführt. "Ich habe viele Gespräche mit Unternehmen geführt, demnach läuft es auf den Baustellen noch recht gut", sagte Hauptgeschäftsführer Robert Momberg in Leipzig. Die Lieferketten, zum Beispiel für Stahl und Beton, seien im Großen und Ganzen in Takt, es gebe nur vereinzelt Engpässe.

Der Verband vertritt in Sachsen, Sachen-Anhalt, Berlin und Brandenburg 260 Unternehmen mit 20.000 Beschäftigten.

08:18 Uhr | Tierarztpraxen bleiben auf

Auch in der aktuellen Corona-Lage haben die Tierarztpraxen geöffnet. Die Tierbesitzer werden einzeln zu den Terminen bestellt, erklärt Dr. Jörg-Peter Popp die Vorgehensweise in seiner Tagesklinik für Kleintiere in Dresden bei MDR SACHSEN.

07:59 Uhr | Hobbynäherinnen unterstützen Oberlausitz-Kliniken

Bautzener Hobbynäherinnen wollen die Oberlausitz-Kliniken mit Atemschutzmasken unterstützen. Tausend Stoffmasken sollen so schnell wie möglich entstehen, sagte die Initiatorin Simone Lauer. Das Krankenhaus will sie auf verschiedenen Stationen einsetzen. Rund zehn Mitstreiterinnen gebe es schon. Weitere könnten sich gern über kontakt@naturkosmetik-lauer.de melden.

07:34 Uhr | Erfolgreiche virtuelle Theatervorstellung

ein Plakat
Bildrechte: Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg-Buchholz

Das virtuelle Theaterprogramm "Couch Viewing" des Annaberger Theaters ist erfolgreich gestartet. Wie die Kultureinrichtung mitteilte, wurde die Auftaktlesung "Der kleine Prinz" in den ersten drei Stunden mehr als 1.800 Mal im Netz aufgerufen. Intendant Ingolf Huhn zeigte sich von der Resonanz überwältigt. Täglich ab 18 Uhr gibt es im Internet unter anderem Vorlesereihen, Einblicke in Inszenierungen, virtuelle Workshops und Musik zu erleben.

06:56 Uhr | Zwei Ärzte in Meißen mit Coronavirus infiziert

Am Elblandklinikum in Meißen haben sich zwei Ärzte mit dem Coronavirus infiziert. Eine Sprecherin der Klinik sagte, die beiden Mediziner hätten sich unabhängig voneinander angesteckt. Beiden gehe es gut. Die Ärzte seien sofort vom Dienst freigestellt worden. Der Klinikbetrieb sei nicht beeinträchtigt.

06:34 Uhr | Gärtnereien und Baumschulen haben weiter auf

Selbstproduzierende Gärtnereien und Baumschulen dürfen in Sachsen auch weiterhin öffnen. Das haben die beiden zuständigen Ministerien für Inneres sowie für Umwelt und Landwirtschaft nochmal klargestellt.

Blick in ein große Gewäschhaus, in dem Töpfe mit Pflanzen zu sehen sind
Bildrechte: MDR/Monika Werner

Die letzten Tage waren für viele Gärtnereien ein einziges Auf und Ab. Laut der neuen Allgemeinverfügung des Freistaates Sachsen vom Sonntag durften sie öffnen. Trotzdem gab es zum Beispiel in Leipzig Kontrollen und Schließungen durch Ordnungsamt und Polizei. Der Mitteldeutsche Gartenbauverband vermutet als Ursache eine unterschiedliche Interpretation der Allgemeinverfügung durch die Ministerien. Dies sei inzwischen aber geklärt.

Einige Gärtnereien haben nun regulär geöffnet, unter Einhaltung der Mindestabstandsregeln und verschärften Hygienevorschriften, andere öffnen nach Voranmeldung oder liefern nach Hause. Einige bleiben aus Sicherheitsgründen ganz geschlossen.

06:18 Uhr | Neuer Sand für Spielplätze

Die Stadt Oschatz tauscht gerade auf allen gesperrten Spielplätzen den Sand aus - so zum Beispiel auf dem besonders beliebten Spielplatz an der Stadtmauer, aber auch im Ortsteil Thalheim. Damit wolle man den Kindern eine Freude machen, dass sie nach der offiziellen Schließzeit wieder ordentliche Spielplätze vorfinden. Zugleich dankt die Stadt allen Oschatzern, dass sie sich so vernünftig an die Regeln halten und die Spielplätze meiden.

05:49 Uhr | Bereitschaftspolizei kontrolliert Kontaktverbot bei Asylbewerbern

Seit gestern hilft die Bereitschaftspolizei in Schneeberg und Zschorlau bei der Durchsetzung der Ausgangsbeschränkungen. Damit hat das Sächsische Innenministerium auf den Hilferuf der Bürgermeister der Orte reagiert. Bewohner des Flüchtlingsheims in Schneeberg missachteten beim Ausgang das vorgeschriebene Kontaktverbot. Ordnungskräfte seien dabei an ihre Grenzen gestoßen. Der Grund seien Verständigungsprobleme und ein teils aggressives Auftreten von Asylbewerbern gewesen, sagte Schneebergs Bürgermeister Ingo Seifert.

05:24 Uhr | Verschärfte Grenzregeln treffen Logistikbranche

Tschechien verschärft am heutigen Donnerstag die Einreiseregeln für Grenzpendler. Polen zieht am Sonnabend nach. De facto ist berufliches Pendeln für Betroffene dann nicht mehr möglich. Bei Einreise aus Deutschland müssen sie 14 Tage in Quarantäne.

Ausnahmen hat Tschechien nur für Pendler vorgesehen, die in Gesundheitsberufen arbeiten. Die Logistikbranche erwartet große Probleme aufgrund der neuen Regeln. MDR SACHSEN hat mit zwei Transport-Unternehmern gesprochen. Sie verlangen länderübergreifende einheitliche Regeln.

05:03 Uhr | Kinder-Notbetreuung zwischen einem und vier Prozent

In Sachsen Kitas und Schulen werden derzeit nur ein bis vier Prozent der sonst üblichen Kinder betreut. Das teilte Sozialministerin Petra Köpping mit. In den Einrichtungen, in denen der Anteil bei vier Prozent liege, seien die Kommunen gebeten worden, weitere Einrichtungen zu öffnen und die Kinder zu verteilen, "damit die Gruppen sehr klein bleiben", so Köpping. Die Schulschließungen sollen bis zum Ende der Osterferien in Sachsen gelten. Danach wolle die Landesregierung neu entscheiden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 26.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 25.03.2020 | 19:00 Uhr

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