Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 07.01.: Höchstwert: 180 neue Corona-Todesfälle seit dem Vortag

Von Montag bis Sonntag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Ein Beatmungsgerät steht in einem Behandlungszimmer des UKE.
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20:22 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den Corona-Ticker aus Sachsen für heute. Wir sind am Freitag an gleicher Stelle für Sie da. Wir wünschen Ihnen einen schönen Abend. Bleiben Sie gesund!

20:13 Uhr | Kultusminister will Schüler auf Corona testen

Schüler, Lehrer und Erzieher in Sachsen können sich mit Schulbeginn freiwillig auf das Corona-Virus testen lassen. Kultusminister Christian Piwarz bekräftigte bei MDR SACHSEN, schon wenn die Abschlussklassen ab dem 18. Januar in geteilten Gruppen die Schulen wieder besuchen, würden die Tests starten.

18:54 Uhr | Biritische Virusmutation in Dresden nachgewiesen

Die neue britische Mutation des Coronavirus ist erstmals in Sachsen nachgewiesen worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums war die infizierte Person aus Dresden von Großbritannien zurückgekehrt. Das zuständige Gesundheitsamt betreue den Fall und geht nicht von der Gefahr einer weiteren Verbreitung aus, hieß es.

18:35 Uhr | Höchstwert: 180 neue Corona-Todesfälle seit dem Vortag

In Sachsen sind seit dem Mittwoch 180 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das geht aus den am Donnerstag veröffentlichten Zahlen der Landkreise und kreisfreien Städte hervor. Das ist der höchste Wert seit Pandemiebeginn. Insgesamt starben damit in Sachsen bereits 3.857 Menschen an oder mit einer Corona-Infektion.

Seit Mittwoch sind in Sachsen außerdem 2.984 neue Infektionen mit dem Virus gemeldet worden, die meisten davon in Dresden. In der Landeshauptstadt gab es 418 neue Fälle. Die meisten neuen Fälle pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen hat der Landkreis Meißen. Die Inzidenz liegt dort bei 519.

17:48 Uhr | CDU-Parteitag in Großenhain doch abgesagt

Die CDU im Landkreis Meißen hat ihre für morgen geplante Mitgliederversammlung in Großenhain doch abgesagt. Sie werde wegen des Corona-Lockdowns verschoben, sagte Bianca Wunderwald vom CDU-Kreisvorstand. Ein neuer Termin stehe noch nicht fest. Auf der morgigen Mitgliederversammlung sollten die Delegierten für den CDU-Landesparteitag sowie die Direktkandidatinnen und -kandidaten für die Bundestagswahl bestimmt werden. Eine solche Veranstaltung darf nach deutschem Parteienrecht nicht online durchgeführt werden.

Noch am Nachmittag hatte Kreis-Chef Sebastian Fischer betont, dass der Kreisverband an dem Nominierungsparteitag festhalten wolle und auf das Hygienekonzept verwiesen.

17:13 Uhr | Seit November: 1.500 Verstöße gegen Corona-Bestimmungen in Dresden

Die Dresdner Polizei hat seit Mitte November etwa 1.500 Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung registriert. Wie Polizeisprecher Laske MDR SACHSEN sagte, wurden die Kontrollen mit Verschärfung der Corona-Regeln angepasst. Seitdem habe man 1.500 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Darunter seien vor allem Verstöße gegen die Maskenpflicht oder Abstandsregeln.

Darüber hinaus habe es hunderte mündliche Verwarnungen gegeben. Diese Zahlen zeigten, wie notwendig die Kontrollen seien, so Laske weiter. Der Großteil der Bevölkerung halte sich jedoch an die Vorgaben.

16:25 Uhr | Bibliothek in Coswig bietet Bestellservice an

Die Stadtbibliothek in Coswig bietet ab kommendem Montag einen Medienbestellservice an. Dadurch sollten Wartezeiten vermieden und Kontakte in der Bibliothek auf ein Minimum beschränkt werden, teilte die Einrichtung mit. Bis Ende Januar habe die Stadtbibliothek dienstags von 12 bis 18 Uhr und und donnerstags von 9 bis 15 Uhr geöffnet.

Unterdessen bleiben die Städtischen Bibliotheken in Dresden bis Ende Januar geschlossen. Wie eine Sprecherin mitteilte, ist auch die Fahrbibliothek bis dahin nicht unterwegs, die Rückgabeautomaten sind außer Betrieb. Rückgabefristen würden automatisch bis zum Ende der Schließzeit verlängert.

16:02 Uhr | Rund ein Fünftel der sächsischen Kinder in Notbetreuung

Ein Fünftel der Kinder in Sachsen nutzt derzeit die Möglichkeit der Notbetreuung in den ansonsten geschlossenen Kitas. Das teilte der Sächsische Städte- und Gemeindetag am Donnerstag mit. Im Vergleich zum Beginn des harten Lockdowns im Dezember sei der Anteil um fünf Prozentpunkte gewachsen. Auch die Anmeldungen für die Notbetreuung in Krippe und Kindergarten seien um fünf Prozentpunkte auf 28 Prozent gestiegen. Die Notbetreuung in den Schulhorten nehme knapp jedes zehnte Kind in Anspruch.

15:49 Uhr | Wenig Verstöße bei Kontrollen im Vogtland

Polizei und Vogtlandkreis ziehen eine überwiegend positive Bilanz nach den Kontrollen der Corona-Schutzverordnung am Mittwoch. Der Großteil der Bürger halte sich an die an die Regeln, so die Polizei. In lediglich drei Fällen seien Verstöße dagegen angezeigt worden. So habe man in Ebmath zwei Leute aufgegriffen, die vom Einkaufen aus Tschechien einreisten. In Plauen habe sich ein Mann nicht an die angeordnete Quarantäne gehalten. Im Einsatz waren 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landkreises und 44 Polizeikräfte.

15:31 Uhr | Finanzminister sieht "schwierige Zeiten" für Sachsen

Finanzminister Hartmut Vorjohann sieht finanziell schwierige Zeiten auf Sachsen zukommen. "Derzeit reden wir von einem Rückschritt um circa zwei Jahre. Das heißt, Sachsen wird wohl erst 2022 in etwa das Einnahmeniveau erreichen, das vor der Krise für 2020 erwartet worden war", sagte Vorjohann am Donnerstag im Landtag bei der Einbringung des Regierungsentwurfs für den Doppelhaushalt 2020/2021. Den Wachstumspfad der vergangenen zehn Jahre werde man mittelfristig nicht wieder erreichen können. "Hinzukommt, dass die von vielen befürchtete Insolvenzwelle ein Damoklesschwert ist, das ab Frühjahr scharf über uns schwebt", so der Finanziminister.

15:16 Uhr | Bisher rund 13.000 Sachsen geimpft

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping zeigt sich mit der Impfbereitschaft in sächsischen Pflegeheimen zufrieden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind bisher etwa 13.000 Menschen im Freistaat geimpft. Es gebe eine "sehr gute" Bereitschaft, das sei erst einmal positiv, sagte Köpping am Donnerstag im sächsischen Landtag. Allerdings fehle noch ausreichend Impfstoff. In Sachsen stünden derzeit 68.250 Impfdosen bereit, 50 Prozent der gelieferten Dosen werden für die nötige zweite Impfung zurückgelegt.

Nach derzeitiger Planung sei davon auszugehen, dass bis Ende Januar etwa 18 Prozent der ersten Priorisierungsgruppe geimpft werden können, hieß es aus dem Sozialministerium. Von Montag an soll für ältere Menschen, die zu Hause leben, eine Online-Buchung von Impfterminen möglich sein, wie Köpping ankündigte. In der nächsten Woche soll zudem eine Telefonhotline freigeschaltet werden.

Korrektur: In der ursprünglichen Fassung des Eintrags hieß es, es seien bisher nur rund 5.000 Sachsen geimpft. Das Gesundheitsministerium hat diese Zahl am Nachmittag korrigiert. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

14:56 Uhr | Polizei hilft einsamer Seniorin in Hoyerswerda

Um Kontakt zu anderen Menschen zu bekommen, hat sich eine einsame Seniorin aus Hoyerswerda an die Polizei gewandt. Die Rentnerin habe sich schon zwischen Weihnachten und Silvester verzweifelt bei der Polizei gemeldet, wie die Polizei mitteilte. Eine Bürgerpolizistin habe sich am Mittwoch viel Zeit genommen, die 92 Jahre alte Frau besucht und ausführlich mit ihr geplaudert. Die Rentnerin habe keine Verwandten mehr und sich allein gefühlt. Nach Angaben der Polizei bedankte sich die die Seniorin nach dem Besuch "von Herzen".

14:31 Uhr | Landesregierung prüft Entschädigung für Berufspendler

Angesichts der ab Montag geltenden Corona-Testpflicht für Berufspendler aus Polen und Tschechien wird in der Landesregierung eine finanzielle Entlastung der Betroffenen geprüft. Das Sozialministerium teilte MDR SACHSEN mit, derzeit werde über diese Frage diskutiert. Am Freitag könne mehr dazu gesagt werden. Wer aus dem Ausland zur Arbeit oder Ausbildung nach Sachsen fährt, braucht ab kommendem Montag zweimal wöchentlich eine Bescheinigung, dass er oder sie negativ auf Corona getestet wurde. Nach der jetzigen Regelung müssen die Betroffenen bzw. deren Arbeitgeber selbst die Kosten tragen.

14:13 Uhr | Verstöße gegen Corona-Schutzverordnung in Bautzen und Görlitz

Für die Polizei in den Landkreisen Bautzen und Görlitz gab es am Mittwoch zahlreiche Einsätze im Zusammenhang mit der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung. Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, ahndeten die Beamten bei Kontrollen rund 70 Verstöße gegen die Corona-Einschränkungen. Man habe entsprechende Anzeigen erstattet und Bußgelder verhängt, hieß es.

Unter anderem habe es in Bautzen am Mittwochabend eine unangemeldete Versammlung von rund 25 Personen auf der Friedensbrücke gegeben. Die Teilnehmenden hätten zwar Mund-Nase-Bedeckungen getragen und die vorgeschriebenen Abstände eingehalten, die Polizei habe trotzdem Personalien aufgenommen und eine Anzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz geschrieben.

13:51 Uhr | Landtagspräsident appelliert an Eigenverantwortung

Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler hat an die Eigenverantwortung der Bürger in der Corona-Pandemie appelliert. In seiner Neujahrsansprache im sächsischen Landtag sagte Rößler, alle Menschen seien jetzt Katastrophenschützer. Es gelte, "nicht auf Anweisungen zu warten, sondern für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, das zeichnet den freien Bürger aus", so Rößler. Die Pandemie sei eine "Naturkatastrophe in Zeitlupe", die alle fordere. Man könne nicht alles auf den Staat, auf professionelle Helfer abwälzen. Verantwortlich in einer Pandemie sei jeder und jede.

13:32 Uhr | Flugverkehr sinkt auf Niveau der Vorwendezeit

Am Flughafen Leipzig/Halle hat es im vergangenen Jahr 18 Prozent weniger Flüge gegeben. Allerdings waren hier die Einbußen wegen des hohen Fachtanteils nicht so hoch wie an anderen Flughäfen. Laut der Deutschen Flugsicherung hat sich der Luftverkehr in Deutschland durch die Corona-Krise mehr als halbiert.

So gab es im vergangenen Jahr insgesamt knapp 1,5 Millionen Starts, Landungen und Überflüge. Das seien 56 Prozent weniger gewesen als im Vorjahr. Derart wenig Luftverkehr habe es zuletzt vor der Wiedervereinigung Ende der 1980er-Jahre gegeben. Die größten Verluste verzeichneten nach Angaben der Flugsicherung die Flughäfen Frankfurt und München.

13:04 Uhr | Frustrierte Gewerbetreibende wollen Lockdown ignorieren

Die Verlängerung des Lockdowns hatte sich in den vergangenen Tagen bereits abgezeichnet - zum Ärger vieler Einzelhändler und Gastronomen. Einige von ihnen haben nun angekündigt, trotz der Verlängerung des Lockdowns ihre Geschäfte und Gaststätten zum 11. Januar wieder zu öffnen.

12:37 Uhr | Drei-Schicht-System im Krematorium Zwickau

Die Stadt Zwickau registriert seit Dezember rund 50 Prozent mehr Sterbefälle als gewöhnlich. Nach Angaben aus dem Garten- und Friedhofsamt arbeiten die Beschäftigten im kommunalen Krematorium daher nun in drei Schichten sowie an den Wochenenden. Es gebe zudem nicht genügend Kühlmöglichkeiten für die Verstorbenen. Da die Standesämter mit der Ausstellung der Totenscheine nicht hinterherkämen, habe sich die Lagerzeit der Toten auf rund zwei Wochen verdoppelt.

12:11 Uhr | Dresdner Klinikdirektor kritisiert Schul- und Kita-Schließung

Der Leiter der Dresdner Uni-Kinderklinik, Reinhard Berner, hat die coronabedingten Schließungen von Schulen und Kitas kritisiert. Der Spezialist für Infektionskrankheiten sagte, Kinder seien nicht die Treiber der Pandemie. Berner zufolge wurden in den vergangenen zehn Monaten bundesweit etwa 800 infizierte Kinder in Krankenhäusern behandelt. Das sei angesichts von 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland enorm wenig.

11:54 Uhr | CDU-Kreisparteitag im Corona-Hotspot

Trotz des Lockdowns und dazu im Corona-Hotspot lädt der CDU-Kreisverband Meißen morgen zu einer Mitgliederversammlung nach Großenhain ein. Erwartet werden bis zu 150 Teilnehmer. Auf der Veranstaltung sollen die Delegierten für den CDU-Landesparteitag sowie die Direktkandidaten für die Bundestagswahl bestimmt werden. Das Vorhaben wird auf den sozialen Plattformen heftig kritisiert. Inzwischen haben zwei Ortsverbände von 28 die Teilnahme am Kreisparteitag abgesagt. Auch einer der beiden Bewerber als Bundestagsdirektkandidat will nicht kommen.

Der CDU-Kreisverband Bautzen hatte hingegen seinen Parteitag verschoben. Eine Online-Nominierung lasse das Bundewahlgesetz nicht zu, sagte Philipp Wersch vom CDU-Kreisvorstand Bautzen MDR SACHSEN.

11:18 Uhr | Dresdner Citymanagement will verkaufsoffene Sonntage

Das Citymanagement in Dresden will in diesem Jahr verkaufsoffene Sonntage planen, um die Umsätze bei den Geschäften anzukurbeln. Immer mehr Einzelhändler in Dresden unterstützen die Idee. Durch die Corona-Pandemie seien viele Läden in finanzielle Schieflage geraten. Die Initiative könnte Abhilfe schaffen, sagt der Centermanager des Elbeparks Dresden, Gordon Knabe. "Wir brauchen dringend jede Verkaufsmöglichkeit für die Betreiber", so Knabe.

10:50 Uhr | Eltern auf Arbeit, Kinder zu Hause

Kitas und Schulen bleiben in Sachsen bis Ende Januar geschlossen, nur Abschlussklassen könnten bald wieder starten. Alle anderen müssen weiter zu Hause lernen. Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, können meist nicht ins Homeoffice wechseln, um ihre Kinder zu Hause zu begleiten. Wie sie diese Wochen empfinden, haben sie MDR SACHSEN in eindrücklichen Worten geschildert.

10:10 Uhr | Kunstsammlungen gut durchs Corona-Jahr gekommen

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) sind bisher ohne gravierende finanzielle Einschnitte durch die Corona-Krise gekommen. Die 15 Museen des Verbundes hätten zum Jahresende ein ausgeglichenes Ergebnis im Haushalt erreicht, sagte der Kaufmännische Direktor, Dirk Burghardt.

Dennoch hätten die SKD im Corona-Jahr 2020 eine Lücke von knapp 5,6 Millionen Euro hinnehmen müssen. Ausgeglichen worden sei diese mit Corona-Finanzhilfen des Freistaates in Höhe von 4,1 Millionen Euro sowie mit den Einnahmen aus den Ticketverkäufen von Mai bis Oktober. Außerdem wurden der Ankaufsetat reduziert und Sonderausstellungen verschoben. Der Jahresetat umfasste laut Burghardt rund 44 Millionen Euro.

09:48 Uhr | Arbeitgeberverband und Steuerzahlerbund mahnen zu Sparsamkeit

Der Arbeitgeberverband und der Bund der Steuerzahler haben die sächsische Politik zu Sparsamkeit gemahnt. Mit Blick auf die heute im Landtag beginnende Debatte zum Doppelhaushalt für die Jahre 2021 und 2022 forderten die Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft und der Steuerzahlerbund einen "realistischen und verantwortungsvollen Finanzrahmen". Man müsse "sehr streng prüfen, was möglich und was aktuell nicht finanzierbar ist", hieß es.

Die sächsische Regierung will trotz prognostizierter rückläufiger Steuereinnahmen die Ausgaben nicht senken und plant mit insgesamt 42,9 Milliarden Euro sogar einen Rekordhaushalt.

09:20 Uhr | Ausblick: Ausstellungen und Konzerte in diesem Jahr

Viele Kulturevents mussten im vergangenen Jahr verschoben, ausgesetzt oder abgesagt werden. Für das Kulturjahr 2021 haben sich Sachsens Einrichtungen und Veranstalter neu orientiert und setzen dabei vor allem auf die Sommermonate und den frühen Herbst.

08:45 Uhr | Siegertrophäe in 12.750 Euro Corona-Hilfe verwandelt

Die Online-Versteigerung des "Goldenen Adlers" von Ex-Skispringer Manfred Deckert hat 12.750 Euro eingebracht. Der Oberbürgermeister des vogtländischen Auerbachs will mit dem Geld Projekte und Personen aus seinem Umfeld unterstützen, die durch Corona in Schwierigkeiten geraten sind.

Deckert erhielt die Statue als Gesamtsieger der Vierschanzentournee im Jahr 1982. Der Adler sei eine stolze Trophäe, so der Oberbürgermeister. "Aber ich glaube, jetzt ist die Zeit, dass er sich in die Lüfte erhebt und zu einem neuen Besitzer kommt. Ich trage die Erfolge in meinem Herzen, da kann sie mir niemand nehmen." Hingegen gebe es derzeit viele Leute, die Probleme haben und denen Deckert unter die Arme greifen will.

07:56 Uhr | Unternehmen müssen wegen Ferienänderung umplanen

Weil in Sachsen die Winterferien vorgezogen wurden, stehen jetzt viele Unternehmen vor planerischen Herausforderungen. Sie müssen in den nächsten Wochen Schichten und Dienstpläne umstellen.

07:27 Uhr | Viele Besucher im Sommer im Hoyerswerdaer Museum

Das Schloss- und Stadtmuseum Hoyerswerda hat zwischen dem ersten und zweiten Lockdown spürbar mehr Besucher als im gleichen Zeitraum vorangegangener Jahre gezählt. Damit konnten die Verluste aus dem ersten Lockdown gut kompensiert werden, sagte Museumsleiterin Kerstin Noack.

Dennoch habe die Kultureinrichtung finanzielle Einbußen zu verkraften. Durch die Corona-Einschränkungen waren die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und der Vermietung von Räumlichkeiten deutlich geringer ausgefallen. Ausstellungen wurden abgesagt, ebenso kulturelle Projekte wie der "KunstBus2020" und viele andere Veranstaltungen.

06:47 Uhr | Patientenschützer fordern Testpflicht für Pflegekräfte

Die Stiftung Patientenschutz fordert verpflichtende Corona-Tests für alle Pflegekräfte vor jeder Schicht. Vorstand Eugen Brysch begründete dies mit der offenbar geringen Impfbereitschaft des Pflegepersonals. Er sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", die Pflegekräfte schleppten das Virus oft von außen ein, ohne es zu wissen.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, appellierte an die Beschäftigten in den ambulanten und stationären Einrichtungen, sich impfen zu lassen, um den ihnen anvertrauten Menschen nicht zu schaden. Nur dadurch könne momentan sichergestellt werden, dass sich das Virus nicht weiter ausbreite.

06:23 Uhr | Ferienfahrplan bis Mitte Januar bei Regionalbus Leipzig

Die Regionalbus Leipzig GmbH passt ihren Fahrplan an den veränderten Schulbetrieb an. Wie das Unternehmen mitteilte, verkehren die Busse bis 17. Januar nach dem Ferienfahrplan. Wenn am 18. Januar die Vorabschluss- und Abschlussklassen in die Schulen zurückkehren, gelte wieder der Normalfahrplan, informierte das Unternehmen.

05:59 Uhr | Bautzens Oberbürgermeister mit Coronavirus infiziert

Bautzens Oberbürgermeister Alexander Ahrens (SPD) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das teilte er auf seiner Facebookseite mit. Er könne aus eigener Erfahrung schildern, dass die Symptome alles andere als harmlos seien. Ihm gehe es den Umständen entsprechend, schreibt er.

Alexander Ahrens
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Ahrens bittet alle Bautzener, sich an die Regelungen des Lockdowns zu halten und das Virus ernstzunehmen. Nur so könne man die Pandemie besiegen. Gestern Nachmittag meldeten die Gesundheitsämter der Landkreise Bautzen und Görlitz 820 neue Virusinfektionen, 35 weitere Frauen und Männer sind im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Infektion gestorben.

05:27 Uhr | Hohe Einbußen in der Messebranche

Die deutschen Messeveranstalter haben im Corona-Jahr 2020 fast drei Viertel ihres üblichen Umsatzes eingebüßt. Davon geht der Branchenverband AUMA aus. Von mehr als 360 geplanten internationalen und regionalen Messen hätten mehr als 70 Prozent abgesagt oder verschoben werden müssen, erklärte AUMA-Geschäftsführer Jörn Holtmeier. Unter normalen Umständen liege der Umsatz der Messebranche bei gut vier Milliarden Euro pro Jahr.

Nicht nur die Veranstalter selbst, sondern auch Messebau, Hotels, Gastronomie sowie Taxifahrer und Spediteure hätten unter dem zusammengestrichenen Messegeschäft gelitten. In einem normalen Jahr trage die Durchführung von Messen rund 28 Milliarden Euro zur deutschen Wirtschaftsleistung bei. Davon würden für 2020 nur rund sechs Milliarden übrig bleiben, so Holtmeier.

05:13 Uhr | Gesundheitsministerin Köpping: "Es braucht gesamtgesellschaftlichen Zusammenhalt"

Kaum sind die neuen Corona-Regeln beschlossen, sorgen sie bereits für Diskussionen. Viele Fragen bleiben offen. Sozialministerin Petra Köpping hat gestern im Interview mit dem MDR SACHSENSPIEGEL Antworten auf Zuschauerfragen gegeben.

05:02 Uhr | Regierung legt Landtag Pandemiebericht vor

Die Abgeordneten stehen zu Beginn der Sitzung des Sächsischen Landtages mit Abstand zueinander an ihren Plätzen im Plenarsaal.
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Zu Beginn der ersten Landtagssitzung im neuen Jahr wird die Landesregierung heute einen Bericht zur aktuellen Corona-Lage im Freistaat vorlegen. Dabei soll es unter anderem um die Entwicklung der Infektionszahlen und die Auslastung der Krankenhäuser gehen. Auch die Impfstrategie wird eine Rolle spielen. Im Anschluss ist eine Aussprache der Fraktionen geplant. Am Freitag soll dann die neue und bis Monatsende geltende Corona-Schutzverordnung beschlossen werden.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 07.01.2021 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 07.01.2021 | 19:00 Uhr

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