Meldungen am Donnerstag Corona-Ticker Sachsen am 02.04.: Landesregierung will wegen Corona-Krise sechs Milliarden Euro Kredite aufnehmen

In Sachsen gelten bis 20. April Ausgangsbeschränkungen. Nächste Woche beginnen die Hochschulen ihr Sommersemester digital. Aktuell gelten 2.411 Menschen als bestätigte Corona-Fälle, 20 Menschen starben. Sachsens Regierung will auch Mittelstandsfirmen und Kreativen helfen und dafür Milliarden-Kredite aufnehmen.

Viele Hundert Euro Scheine
Bildrechte: IMAGO

Meldungen am 3. April:

22:00 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

Danke für Ihr Interesse am heutigen Nachrichtengeschehen zur Corona-Krise in Sachsen. Wir sind morgen früh wieder für Sie am Platz und versprechen Ihnen auch weiterhin: Wir bleiben "Miteinander stark".

21:08 Uhr | Dynamo Dresden spendet 50.000 Euro für Sozialprojekte

Dynamo Dresden spendet in der Cornavirus-Krise 50.000 Euro für soziale Zwecke. Demnach sollen jeweils 15.000 Euro der Gesamtsumme an das Krankenhaus Friedrichstadt und das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden gehen. 5.000 Euro kommen dem Krankenhaus "Papa Giovanni XXIII" in Bergamo/Italien zu Gute. Auch die Treberhilfe Dresden und die Tafeln bekommen Geld, ebenso Angestellte des Sponsors "Konsum".

Ob in Form von Spenden nach den Flutkatastrophen oder im Rahmen des Wiederaufbaus der Frauenkirche, Dresden und Dynamo haben oft Solidarität erfahren, wenn sie dringend benötigt wurde. Es ist jetzt die Zeit, etwas zurückzugeben.

20:59 Uhr | Mutter startet Kurzgeschichten-Wettbewerb über Ausnahmezeit

Eine Mutter aus Thalheim hat einen Kurzgeschichten-Wettbewerb gestartet. Claudia Curth ruft Kinder und Erwachse in Sachsen dazu auf, ihr bis zum 20. April Kurzgeschichten mit Erlebnissen, Begegnungen oder Ideen mitten aus der Coronavirus-Krise zu schicken. Die fünffache Mutter liest die Geschichten vor und stellt die Videos dazu ins Netz.

20:44 Uhr | Kultusministerium will Zensurengebung verändern

Sachsens Kultusministerium will für den Rest des Schuljahres die Notengebung verändern. "Wir arbeiten an Szenarien, damit den Schülern durch die Schließzeit nicht in irgendeiner Form Nachteile entstehen", sagte Kultusminister Christian Piwarz der "Sächsischen Zeitung". Es soll sogenannte "Günstigkeitsregeln" für die Schüler geben. Bis zum Ende des Schuljahres am 19. Juli sollen sie ihren Notenspiegel verbessern können. Demnach sollen Lehrer dabei zugunsten der Schüler entscheiden, bei Versetzungen zum Beispiel.

Bereits am Mittwoch hatte Kultusminister Piwarz im MDR SACHSENSPIEGEL verlangt, den Druck aus dem Unterricht zu Hause zu nehmen.

20:30 Uhr | Viele Neuinfektionen in Zwönitz

Die Covid-19 Infektionszahlen haben sich in der Stadt Zwönitz deutlich erhöht. Konkret hat die Stadt nun 87 laborbestätigte Corona-Infektionsfälle und damit 63 mehr als am Mittwoch. Drei Menschen sind seit vergangenem Sonntag verstorben, teilte der Erzgebirgskreis mit.

Blick auf die Stadt Zwönitz, die sich in einem Tal im Erzgebirge ausstreckt.
Bildrechte: Bernd März

Schwerpunkt in Zwönitz ist das Altenpflegeheim "Bethlehemsstift", wo umfangreich getestet wurde. Gegenwärtig haben sich dort 48 Bewohner und 29 Mitarbeiter nachgewiesen infiziert. In der Einrichtung waren zuvor zwei Menschen gestorben.

19:49 Uhr | RB-Coach Nagelsmann hofft auf positiven Nebeneffekt der Krise

Während mehrere Fußball-Profis von RB Leipzig am Donnerstag zum Blutspenden in die Uniklinik Leipzig gegangen sind, macht sich ihr Trainer Julian Nagelsmann Gedanken über die Zukunft der Branche. Er hofft auf den positiven Nebeneffekt der Coronavirus-Krise, dass die finanziellen Auswüchse im Profifußball auf ein normales Maß reduziert werden.

19:30 Uhr | Nachtragshaushalt soll durch Landtag

Sachsen ist es laut Verfassung verboten, neue Schulden aufzunehmen. Ausnahmegründe, von dieser Regelung abzuweichen, sind Naturkatastrophen. Als solche wertet Ministerpräsident Michael Kretschmer die Coronavirus-Krise. Der Sächsische Landtag muss darüber abstimmen und braucht eine Zwei-Drittel-Mehrheit, um den angekündigten Kredit über sechs Milliarden Euro aufnehmen zu können. Das nannte Kretschmer im Gespräch mit MDR SACHSEN:

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer steht in dresden in der staatskanzlei und spricht mit MDR-Politikredakteurin Uta Deckow für die Sendung SACHSENSPIEGEL am 2.4.2020.
Bildrechte: MDR

Eine wirklich schwere Entscheidung, aber notwendig, um dieses Land gut durch diese Krise zu führen.

Michael Kretschmer Ministerpräsident

Kretschmer nannte den Gründonnerstag (9. April) als Sitzungstermin für den Sächsischen Landtag, in dem der Nachtragshaushalt verabschiedet werden soll.

18:48 Uhr | Landesregierung will wegen Corona-Krise sechs Milliarden Euro Kredite aufnehmen

Sachsen will größeren Firmen des einheimischen Mittelstands in der Corona-Krise helfen. Das kündigte Wirtschaftsminister Martin Dulig am Donnerstag an. Konkret gehe es um Firmen mit zehn bis 250 Beschäftigten, um deren wachsende Liquiditätsprobleme aufzufangen. Das Geld werde für Steuerausfälle gebraucht, ein Teil davon sollen Direkthilfen sein. Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte im MDR SACHSENSPIEGEL an, man werde "dem Sächsischen Landtag vorschlagen, ein Sondervermögen zu gründen, aus dem diese Maßnahmen finanziert werden können und dazu ein Kreditvolumen von sechs Milliarden Euro aufzunehmen".

Die Mittelstandslücke muss geschlossen werden, damit die Aufbauleistung der letzten 30 Jahre nicht vergebens war.

Michael Kretschmer Ministerpräsident Sachsen

Sachsen

Ein Mann im Alter zwischen 40 und 50. Er trägt ein dunkles Sakko und einen blauen Schlips. Seine Augen sind blau und seine Haare braun mit grauen Schläfen. Er gibt ein Interview und schaut knapp an der Kameralinse vorbei. Es handelt sich um Martin Dulig, den Wirtschaftsminister von Sachsen. 6 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Das landeseigene Darlehensprogramm "Sachsen hilft sofort" gilt nur für Einzelunternehmer und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten und einem Jahresumsatz von bis zu einer Million Euro. Es wurde jetzt auch auf Freiberufler und sächsische Kreative erweitert, wie etwa Tanzlehrer, Musiker oder freie Künstler. Auch diesen Kreativen stehen die Soforthilfe-Darlehen zu. Hier geht es zum Antrag.

18:28 Uhr| Kleineres Pflegeheim bei Hoyerswerda stark betroffen

Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infizierten im Landkreis Bautzen ist um vier Fälle auf 193 gestiegen. Besonders stark betroffen ist ein kleineres Pflegeheim im Raum Hoyerswerda, teilte das Landratsamt mit. In der Einrichtung wurden mehrere Angestellte und Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet. Der personelle Engpass werde als kritisch bewertet.

In Quarantäne sind im Landkreis derzeit 609 Personen. Fünf der im Landkreis Bautzen positiv getesteten Menschen werden vorsichtshalber in einer Klinik behandelt. Hinzu kommen laut Gesundheitsamt fünf weitere Corona-Patienten, die nicht aus dem Landkreis stammen, aber in hiesigen Kliniken liegen. Zwei Patienten sind bisher im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie verstorben.

18:12 Uhr | Pflegedienste suchen händeringend Schutzkleidung

Schutzkleidung und -material sind bei Pflegediensten noch immer Mangelware. Das Pflegepersonal berichtet von vielen Sorgen in einer Krisenzeit, in der die Menschen im Mittelpunkt stehen sollten. Die Geschäftsführerin eines ambulanten Pflegedienstes in Borna, Chris Bergmann, verbringt die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit Anfragen und Suchen nach Schutzbekleidung für ihre Mitarbeiter.

Sollen wir in den ambulanten Pflegediensten, Pflegeheimen und Rettungsdiensten ungeschützt geopfert werden?

Chris Bergmann Geschäftsführerin eines Pfelegedienstes in Borna

17:56 Uhr | Farbe für Gelassenheit

Ein 200 Quadratmeter großes Kunstposter ist an einem Hochhaus im Zentrum von Chemnitz angebracht worden. Es soll in Zeiten der Coronavirus-Krise die Chemnitzer aufmuntern helfen, sagte der Unternehmer René König. Er ist einer der Initiatoren der Aktion und hat das Logo entworfen. Es trägt die Botschaft: "Solidarität - Gemeinsam durch die Coronakrise".

Wir als Ostdeutsche hatten schon einmal eine Situation erlebt, wo von heute auf morgen ein großer Wandel war. Man sollte kühlen Kopf bewahren. Das ist die Botschaft.

René König Unternehmer in Chemnitz

An einem großesn DDR-typischen Hochhaus hängt ein kunterbuntes, rieses Plakat. Schon von weitem sieht man ein rotes Herz darauf. Das Plakat will den Chemnitzern Mut machenm, dass die Stadt die Corona-Krise gemeinsam bewältigen kann.
Bildrechte: Harry Härtel

17:43 Uhr | Herzzentrum Leipzig: Italienischer Patient in Lebensgefahr

Nach dem Tod eines Corona-Patienten (57) aus Italien in Leipzig ist ein weiterer italienischer Patient lebensbedrohlich erkrankt. Man sei "in die letzte medizinische Eskalationsstufe" gegangen, sagte der Ärztliche Direktor des Herzzentrums Leipzig, Gerhard Hindricks. Der Patient kam demnach an eine sogenannte künstliche Lunge. "Wenn das nicht greift, haben wir keine weiteren Möglichkeiten", sagte der Arzt. Der Patient habe keine Vorerkrankungen gehabt und sei jünger als 40 Jahre alt.

Das hat mich schon fassungslos gemacht. Der Fall zeigt, dass auch jüngere Menschen nicht sicher sein können, nicht von Covid-19 bedroht zu sein.

Gerhard Hindricks Ärztlicher Direktr Herzzentrum Leipzig

Der zweite Patient im Herzzentrum ist älter als 70 Jahre und hatte Vorerkrankungen. Sein Zustand sei erst kritischer gewesen, habe sich aber "günstiger entwickelt", sagte Hindricks.

Der Zustand der beiden italienischen Corona-Patienten am Klinikum Chemnitz ist stabil. Beide müssten noch immer beatmet werden, erklärte das Klinikum. Vorige Woche waren acht Corona-Patienten aus Norditalien nach Sachsen geflogen worden. Sie werden in fünf Kliniken behandelt. Am heutigen Donnerstag werden drei Corona-Patienten aus Frankreich nach Dresden gebracht und in der Region weiter behandelt.

17:24 Uhr | Bundesagentur für Arbeit warnt vor gefälschten Mails

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Chemnitz hat vor betrügerischen E-Mails gewarnt, die derzeit zum Kurzarbeitergeld kursieren. Aktuell erhalten Arbeitgeber und Firmen unseriöse Mails, die mit dem Absender "kurzarbeitergeld@arbeitsagentur-service.de" versandt werden, informierte die BA. In der E-Mail würden Arbeitgeber dazu aufgefordert, konkrete Angaben zur Person, Firma und zu den Beschäftigten zu machen, um Kurzarbeitergeld zu erhalten.

Informationen zur Beantragung von Kurzarbeitergeld erhalten Betriebe telefonisch unter: 0800-4 55 55 20.

Die Bundesagentur verweist darauf, dass solche Mails umgehend zu löschen seien, man solle keinesfalls darauf antworten. "Die BA fordert Arbeitgeber nicht per E-Mail auf, Kurzarbeitergeld zu beantragen."

17:16 Uhr | Ferienfahrplan bei der Freiberger Eisenbahn

Wegen der Coronavirus-Krise fährt die Freiberger Eisenbahn nur noch eingeschränkt. Die Züge zwischen Freiberg und Holzhau fahren vom 6. bis 19. April 2020 ab 4:40 Uhr im Zwei-Stunden Takt. Es gilt der Ferienfahrplan, teilten die Betreiber mit. An Wochenenden und an Feiertagen gilt der Zwei-Stunden-Takt von 8:40 Uhr bis 16:15 Uhr.

17:08 Uhr | Bahnhofsbuchhandlung im Leipziger Hauptbahnhof schließt nun doch

"Unsere Filiale in Leipzig hat mit sofortiger Wirkung bis auf Weiteres geschlossen!", heißt es auf der Homepage der Bahnhofsbuchhandlung Ludwig in Leipzig. Die Schließung bestehe vorerst auf unbestimmte Zeit, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage von MDR SACHSEN.

Am 24. März hatte das Geschäft im Bahnhof seinen Zeitungs- und Zeitschriftenbereich wieder geöffnet, musste aber seine Buchauslagen absperren.

17:00 Uhr | Zweiter Todesfall im Landkreis Görlitz | Physiotherapie Löbau geschlossen

Der Landkreis Görlitz hat den zweiten Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung zu verzeichnen. Ein 65 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen starb am Mittwoch in einer Klinik, teilte der Landkreis mit. Der Mann stammte aus der Pflegeeinrichtung Klein Priebus. Auch der erste Todesfall des Landkreises betraf Klein Priebus. Am 25. März starb eine 89-Jährige aus dem Pflegeheim.

Im Landkreis Görlitz gibt es aktuell 88 bestätigte Coronavirus-Fälle. Das sind sechs Fälle mehr als am Mittwoch. Von den bisher festgestellten Corona-Infektionen gelten 13 Menschen als wieder geheilt. In Quarantäne sind derzeit 135 Personen. Zwölf Menschen sind in stationärer Behandlung. Davon wird ein Patient weiterhin auf der Intensivstation betreut.

Das Gesundheitsamt hat eine Physiotherapie-Praxis in Löbau geschlossen und zwei Wochen Quarantäne für alle Angestellten angeordnet. Eine Mitarbeiterin wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Aktuell werden deren Kontaktpersonen ermittelt.

16:28 Uhr | Sachsen verschiebt Vollzug bei bestimmten Haftstrafen

In der Coronavirus-Krise verschiebt Sachsen den Vollzug einiger Haftstrafen. Konkret betrifft das den geplanten Haftantritt bei Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren, sagte Justizministerin Katja Meier. Ausgenommen seien Verurteilte, die wegen Gewalttaten, Sexualdelikten oder Rauschgiftkriminalität ins Gefängnis müssen. Zudem verschiebt man sogenannte Ersatzfreiheitsstrafen.

Die Maßnahmen sollen helfen, die Belegung in den Haftanstalten zu reduzieren. Justizministerin Meier zufolge gibt es in sächsischen Gefängnissen bisher keine nachgewiesene Corona-Infektion. Seit 23. März sind Besuche von Angehörigen in den JVAs untersagt.

16:07 Uhr | Drei Corona-Patienten aus Frankreich landen in Dresden

In Dresden landen am Donnerstag insgesamt drei Corona-Infizierte aus Frankreich. Ein Flughafensprecher sagte MDR SACHSEN, die Betroffenen würden separat per Ambulanzflugzeug zum Flughafen gebracht und dort im Laufe des Nachmittags und Abends landen. Nach Informationen des Universitätsklinikums Dresden werden jeweils ein Patient im Uniklinikum, im Fachkrankenhaus Coswig und im Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt betreut.

15:41 Uhr | Dresden stundet Gewerbesteuer auf Antrag

Unternehmen, die wegen der Coronavirus-Krise die Stundung, einen Erlass oder eine Aussetzung der Gewerbesteuer beantragen, soll die zinslose Stundung ohne größere Nachweise gewährt werden, teilte die Stadt Dresden mit. Dies erfolge bis zum gewünschten Termin des Antragstellers, aber längstens bis zum 31. Dezember 2020.

Auch Vorauszahlungen zur Gewerbesteuer 2020 könnten zeitnah angepasst werden. Die Einbußen durch die Krise müsse das Unternehmen plausibel darlegen, informierte die Stadt.

15:34 Uhr | Uni Leipzig sucht Teilnehmer für Studie zu Coronavirus

Das Institut für Psychologie der Universität Leipzig sucht Teilnehmer für eine Studie zum Coronavirus. Dabei soll es unter anderem um persönliche Ansichten und Einstellungen in Bezug auf die Cornavirus-Pandemie gehen. Die Befragung soll etwa zehn bis 15 Minuten dauern. Mehr Infos dazu hier.

15:05 Uhr | Fähre Coswig-Kötitz-Gauernitz fährt am Wochenende nicht

Die Fähre zwischen Coswig-Kötitz und Gauernitz stellt an Wochenenden ihren Betrieb bis zum 19. April ein. Dafür hat sich der Corona-Krisenstab des Landkreises Meißen ausgesprochen und mit der Verkehrsgesellschaft Meißen abgesprochen. Auch am Karfreitag werde die Fähre nicht übersetzen.

Die Fähre fährt bei niedrigem Wasserstand vor der Stadt Coswig über die Elbe.
Bildrechte: dpa

Verwaltungsdezernet Manfred Engelhard begründete den Schritt so: "Die Einhaltung der Abstandsregeln kann auf der Fähre nicht garantiert werden." Die Sicherheitskriterien könnten an Wochenenden mit vielen Fahrgästen nicht erfüllt werden. Die Gefahren einer Coronavirus-Ansteckung seien viel zu groß.

14:54 Uhr | Großenhainer Tafel weiter offen

Die Großenhainer Tafel ist auch in Corona-Zeiten zu den gewohnten Ausgabezeiten mittwochs und freitags geöffnet, teilte die Diakonie Riesa-Großenhain mit. Das Angebot könnten auch Nutzer der Tafel Radeburg wahrnehmen und Lebensmittel für andere Tafel-Gänger aus Radeburg mitnehmen, die zu Hause bleiben. Ebenso sind geringfügig Beschäftigte und Menschen in Kurzarbeit Nutzungsberechtigte.

Die Tafel wird auch in der Karwoche in Großenhain und in Radeburg Lebensmittel verteilen und kleine Osterpräsente verschenken.

14:43 Uhr | Zehn infizierte Bewohner im Seniorenheim Hohnstein

Von den 48 Bewohnern eines Seniorenheims in Hohnstein sind zehn positiv auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden. Drei Betroffene befänden sich in stationärer Behandlung, teilte das Landratsamt in Pirna mit. Zudem seien sechs Mitarbeiter des Seniorenheims positiv auf eine Infektion getestet worden.

Das Pflegeheim in Hohnstein stellt momentan die größte neue Herausforderung dar.

Michael Geisler Landrat

Seit Mittwoch steht die Einrichtung unter Quarantäne. Das Seniorenheim dürfen nur noch Ärzte, Rettungskräfte und Angehörige für eine Sterbebegleitung betreten.

14:26 Uhr | Weiterer Anstieg der Corona-Infektionen

In Sachsen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf 2.411 gestiegen. Das sind 166 Fälle mehr als am Mittwoch, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Toten stieg demnach auf 19.

14:19 Uhr | Neuer Newsletter "Kultur für zu Hause".

Die Corona-Krise hat das öffentliche Leben zum Stillstand gebracht. Auch die Kultur ist schwer betroffen: Kinos, Theater, Konzertsäle bleiben im Moment leer. MDR KULTUR hat daher Alternativen zusammengetragen, die man im Wohnzimmer genießen kann. Ob digitales Theater, Video-Konzerte, virtuelle Museumsbesuche oder Projekte der Kreativszene - mit dem Newsletter verpassen Sie keine Tipps mehr.

13:49 Uhr | Vierter Coronavirus-Todesfall im Erzgebirgskreis

Der Erzgebirgskreis hat den vierten Todesfall im Zusammenhang mit einer Coronavirus-Erkrankung gemeldet. Dabei handelt es sich um eine mehr als 70 Jahre alte Person. Derzeit beläuft sich die Gesamtzahl infizierter Personen im Erzgebirgskreis auf 150.

13:16 Uhr | Fehlende Schutzkleidung behindert Arbeit der Zahnärzte

Wegen fehlender Schutzmaterialien haben etwa ein Fünftel der Zahnarztpraxen in Sachsen ihre Öffnungszeiten verkürzt. Darauf hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung Sachsen verwiesen. So kämen zahlreiche Praxen im Freistaat nur noch mit großen Anstrengungen an die erforderlichen Hygieneartikel.

Die Zahnärzte wollten einerseits ihren Versorgungsauftrag wahrnehmen, könnten andererseits aber die verpflichtenden Anforderungen wegen der Coronavirus-Pandemie nicht einhalten. Eine Versorgungslücke für Patienten sei aber noch nicht entstanden, erklärte Vorstandvorsitzender Holger Weißig. Wegen der Ausgangsbeschränkungen würden derzeit weniger Menschen ihre Routinetermine wahrnehmen.

12:55 Uhr | Wirtschaftshilfe: Erste Firmen erhalten Geld

Seit Anfang der Woche können die dringend benötigten Wirtschaftshilfen von Bund und Ländern fließen. Wie das Wirtschaftsministerium mitteilte, kommen die Programme in Sachsen nach den Anlaufschwierigkeiten ins Laufen. Über 6.000 sächsische Unternehmen bekamen Gelder bewilligt.

12:39 Uhr | Dresdner Verkehrsmuseum krempelt Eisenbahn-Schau um

Die Museen haben wegen der Corona-Krise geschlossen. Das Dresdner Verkehrsmuseum modernisiert in dieser Zeit seine Dauerausstellung über die Geschichte der Eisenbahn. Ergänzt wird sie um ein sogenanntes Ferkeltaxi.

12:16 Uhr | Dritter Todesfall in Zwönitz

Im Zwönitz im Erzgebirge ist ein weiterer Mensch an den Folgen von Covid-19 verstorben. Dem Landratsamt zufolge handelt es sich um einen 79 Jahre alten Mann. Er war kein Bewohner des örtlichen Altenpflegeheims, informierte Landkreissprecher André Beuthner auf Anfrage von MDR SACHSEN. Ende März waren zwei Frauen im Alter von 89 und 92 Jahren, die in dem Zwönitzer Altenheim lebten, an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben.

11:38 Uhr | Unis starten online in die Vorlesungszeit

An der Bergakademie Freiberg sollen ab kommendem Montag Vorlesungen und Kurse online stattfinden. Eine Anwesenheit der mehr als 4.000 Studierenden in den Hörsälen sei mindestens bis zum 4. Mai nicht möglich und auch nicht notwendig, teilte die Universität heute mit. Digitale Lehrangebote stünden den Studierenden auf dem Bildungsportal Sachsen zur Verfügung. Dort fänden die Studierenden auch zusätzliche Materialien zum Selbststudium, so die Universität.

"Für Lehrveranstaltungen, die sich aufgrund ihrer praktischen Inhalte nicht in das digitale Klassenzimmer verlegen lassen, wird ein Ausgleich anderer Art geschaffen oder diese werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben", teilte Prorektor Urs Peuker mit. Auch die Technische Universität Dresden und die Universität Leipzig wollen wie geplant am 6. April digital in die Vorlesungszeit starten.

11:12 Uhr | Evangelische Andacht per Telefon

In Leipzig gibt es jetzt eine evangelische Andacht per Telefon. Damit wolle man vor allem ältere Gläubige erreichen, die keinen Internetanschluss haben, sagte Pfarrer Sebastian Keller von der Erlöserkirchgemeinde Leipzig-Thonberg. Die Nummer sei leicht zu merken und laute "6 mal die 9 und einmal die Null". Oder: (0341)-99 99 99 0

10:51 Uhr | Sprechstunde für Eltern mit Vorschulkindern

Viele Eltern, die ihr Vorschulkind zurzeit zu Hause betreuen, fragen sich mit Blick auf den Einschulungstermin, ob ihr Kind ausreichend auf die Schule vorbereitet ist. Fragen rund um dieses Thema beantworten am Freitag Expertinnen des Diagnostik- und Beratungszentrums (DBZ) Radebeul in einer Telefonsprechstunde. Unter der Rufnummer 0351-88 82 68 10 sitzen von 10 bis 11 Uhr die Ergotherapeutin Stefanie Eger und die Logopädin Astrid Lau am Hörer.

10:25 Uhr | Straßenmagazin "Kippe" als Download im Internet erhältlich

Heute erscheint die Aprilausgabe des Leipziger Straßenmagazins "Kippe". Das Titelthema beschäftigt sich mit dem Gefühl Angst. Allerdings wurde diesmal nur eine Mini-Auflage von 1.000 Heften vornehmlich für Abonnenten gedruckt. Der freie Verkauf ist im Moment gestoppt. Dafür gibt es die "Kippe" als kostenlosen Download auf ihrer Webseite. Um die meist in Armut lebenden Verkäufer zu unterstützen, wird im Gegenzug um eine Spende in Höhe von 2 Euro gebeten.

Verkäufer der Leipziger Obdachlosenzeitung -Kippe-
Bildrechte: IMAGO

10:04 Uhr | Aktion Zivilcourage will Helfernetzwerk aufbauen

Der Verein Aktion Zivilcourage hat eine Anlaufstelle für freiwillige Helfer eingerichtet, die im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aktiv werden wollen. Die Anlaufstelle Ehrenamt/Mundbedeckung (EAM) soll Privatpersonen mit Einsatzstellen vernetzen sowie Ehrenamtliche, die Mundbedeckungen nähen, mit Einrichtungen verbinden, teilte Sebastian Reißig von der Aktion Zivilcourage mit. Die Anlaufstelle EAM ist telefonisch werktags zwischen 9 und 17 Uhr unter 03501 460882 und per E-Mail ehrenamt@aktion-zivilcourage.de erreichbar.

09:40 Uhr | Bibliotheken in Markranstädt und Elstertrebnitz stellen Bücher raus

In Markranstädt können sich Literaturfreunde trotz geschlossener Bibliotheken und Buchläden weiter mit Büchern versorgen. Vor dem Rathaus hat die Bibliothek zwei Bücherkisten platziert mit Büchern für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zum kostenlosen Mitnehmen. Die Bücher stammen aus dem Flohmarktbestand der Stadtbibliothek. Die Kisten werden regelmäßig nachgefüllt.

In Elstertrebnitz steht ein öffentliches Bücherregal im Buswartehäuschen an der Turnhalle. Bestückt wird es ebenfalls mit Beständen aus der örtlichen Bibliothek.

Verschiedene Bücher 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

09:29 Uhr | Wasserwerke in Leipzig melden normalen Verbrauch

In und um Leipzig wird trotz des angemahnten häufigen Händewaschens nicht mehr Wasser verbraucht. Sowohl die Wasserwerke Leipzig als auch der Versorgungsverband Eilenburg-Wurzen stellen keinen nennenswerten Wasserverbrauch fest.

Auch bei der Abwasseraufbereitung gebe es keine Probleme, so Katja Gläß von den Wasserwerken Leipzig. Die Klärwerke liefen reibungslos, ein erhöhtes Aufkommem von groben Stoffen sei nicht festzustellen. Dennoch wird darum gebeten, keine Zellstofftaschentücher oder Küchenkrepp in den Toiletten zu entsorgen.

09:14 Uhr | Ist Krankschreiben lassen besser als Kurzarbeit?

Diese Frage treibt viele um: Wenn ich spüre, dass mein Chef Kurzarbeit beantragen will, kann ich mich dann noch schnell krankschreiben lassen, um das volle Geld zu bekommen? Rechtsanwalt Silvio Lindemann aus Dresden erklärt die Rechtslage.

08:42 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer: "Wir sind auf dem richtigen Weg"

"Um mich herum sind viele Menschen, die genau wissen, was sie tun", sagt Michael Kretschmer am Mittwoch im MDR SACHSEN-Interview. Er lobte das gemeinsame Verständnis der Sachsen und antwortete auf zahlreiche, sehr aktuelle Fragen.

08:05 Uhr | Filmwettbewerb für Kinder und Jugendliche

Das Chemnitzer Filmfestival Schlingel ruft Kinder und Jugendliche auf, bis Oktober eigene kleine Filme zu drehen. Das sei eine gute Gelegenheit, die aktuell verfügbare Zeit zu Hause kreativ zu gestalten, hieß es. Die Filme sollten nicht länger als fünf Minuten sein. Thematisch seien keine Grenzen gesetzt. Zur Produktion könnten auch Handy-Apps genutzt werden. Die besten Filmideen sollen im Oktober auf großer Leinwand im Kino gezeigt werden.

07:23 Uhr | Schwierige Bedingungen bei Bestattungsunternehmen

Ein Todesfall ist für eine Familie immer eine Ausnahmesituation. Professionelle Hilfe für die Hinterbliebenen bieten auch Bestattungsunternehmen. In der Corona-Krise geraten Sachsens Bestatter jetzt selbst in eine Ausnahmesituation.

06:48 Uhr | Zulassungsstellen in Werdau, Zwickau und Glauchau wieder in Betrieb

Die Kfz-Zulassungsstellen in Werdau, Zwickau und Glauchau sind wieder in Betrieb. Ein bestätigter Corona-Fall hatte die Arbeit dort in der vergangenen Woche lahmgelegt. Es sei nachgebessert worden, hieß es vom Landkreis Zwickau. Nun habe die Abarbeitung von Rückständen und Anträgen mit besonderer Dringlichkeit oberste Priorität.

06:29 Uhr | Andrang bei den Apotheken

Nach Angaben des Sächsischen Apothekerverbands kommen in der Corona-Krise deutlich mehr Menschen in Apotheken. Es lägen drei arbeitsintensive und kräftezehrende Wochen hinter den Beschäftigten in Apotheken, teilte Verbandssprecherin Kathrin Quellmalz mit. Gerade die Beratung und Aufklärung der Patienten sei zeitintensiv, aber dringend notwendig. Hinzu kämen Lieferengpässe bei wichtigen Wirkstoffen sowie die schwierige Beschaffung von Ausgangsstoffen für die Herstellung von Desinfektionsmitteln.

Um bei einer Quarantäne nicht das ganze Personal isolieren zu müssen, arbeiteten einige Apotheken im Freistaat bereits im Zwei-Schicht-System, erklärte Quellmalz. Von präventiven Corona-Tests der Mitarbeiter von Apotheken halte der Verband jedoch nichts, sie seien zu aufwendig.

06:12 Uhr | Corona-Ambulanz wird in Kamenz aufgebaut

In Kamenz wird eine Corona-Ambulanz aufgebaut. Wie das Landratsamt Bautzen mitteilte, wurden bereits sieben Testplätze eingerichtet, die sollen auf 14 Plätze erweitert werden. Die Ambulanz soll noch in dieser Woche in Betrieb gehen. Auch in Radeberg ist eine Corona-Praxis geplant. In Hoyerswerda und Bautzen gibt es bereits solche Praxen.

Die Tests in den Corona-Ambulanzen werden durch niedergelassene Ärzte vorgenommen. Getestet werden ausschließlich Personen, die von ihrem Hausarzt in die Ambulanz überwiesen werden. Personen ohne Überweisung und Termin werden nicht getestet, so das Landratsamt Bautzen. Unangekündigt in der Ambulanz zu erscheinen, sei zudem ein Verstoß gegen die Ausgangsbeschränkungen des Freistaates und könne mit einem Bußgeld von bis zu 150 Euro bestraft werden.

05:40 Uhr | Telefonische Bürgersprechstunde in Zwickau

Aufgrund der aktuellen Situation findet in Zwickau die heutige Bürgersprechstunde im Rathaus nur telefonisch statt. Dabei besteht von 9 bis 11 Uhr die Möglichkeit, sich mit Fragen und Hinweisen direkt an die Oberbürgermeisterin zu wenden. Eine Voranmeldung ist nicht nötig, teilte die Stadtverwaltung mit. Seit vielen Jahren bietet Pia Findeiß diese Bürgersprechstunden an.

05:18 Uhr | Lähmt Coronavirus Breitbandausbau in Bautzen?

Im Landkreis Bautzen geht der Breitbandausbau unter erschwerten Bedingungen weiter. Wie die Deutsche Telekom auf Anfrage mitteilte, hätten einige Tiefbauunternehmen ihren ausländischen Mitarbeitern freigestellt nach Hause zu fahren, damit sie bei ihren Familien in der Heimat sein können.

Inwieweit das den Netzausbau verzögert, lasse sich noch nicht abschätzen, meinte Telekomsprecher Georg von Wagner. Für ausländische Mitarbeiter, die dableiben und weiterarbeiten möchten, habe sich die Telekom um Unterkünfte gekümmert. Die Ausbauarbeiten konzentrieren sich derzeit auf den öffentlichen Bereich. Der Bau von Hausanschlüssen soll später nachgeholt werden, teilte der Landkreis Bautzen mit.

05:04 Uhr | App soll Corona-Erkrankte in der Nähe zeigen

Forscher aus Dresden haben eine App mitentwickelt, die gegen die Ausbreitung des Coronavirus helfen könnte. Wer die App auf seinem Handy hat, bekommt eine Nachricht geschickt, die zeigt, ob man Kontakt zu einem nachweislich Coronavirus-Infizierten hatte. Danach sollte man sich testen lassen, um Gewissheit zu haben. Das Ganze soll auch den Datenschutzrichtlinien entsprechen.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.04.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 01.04.2020 | 19:00 Uhr

Mehr aus Sachsen