Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 03.04: Coronavirus-Infektionen in 16 Pflegeheimen nachgewiesen

In Sachsen gibt es in 16 Pflegeheimen Bewohner oder Pflegekräfte, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Das teilte Gesundheitsministerin Petra Köpping heute mit.

Eine junge Frau hat ihre Hand auf der Schulter einer älten Frau gelegt, die in einem Seniorenheim am Tisch sitzt.
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Meldungen am 4. April

22:38 Uhr | Tageszusammenfassung und Tickerende

Danke für Ihr Interesse am heutigen Nachrichtengeschehen zur Coronavirus-Krise in Sachsen. Bleiben Sie gesund und wir bleiben "Miteinander stark".

21:44 Uhr | Lausitzer Kirchenchor probt digital

Um auch in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen zusammen zu proben, ist der Lausitzer Kirchenchor kreativ geworden. Die Mitglieder proben mittlerweile gemeinsam im Netz.

21:38 Uhr | Gewinner der Krise: Riesaer Seifenwerk

Händewaschen ist eine der einfachsten Maßnahmen, um sich vor Viren zu schützen. Daher ist Seife derzeit gefragter denn je. So spürt das Riesaer Seifenwerk plötzlich Rückenwind, das eigentlich vor dem Aus stand.

20:47 Uhr | Erste Corona-Tote im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge

Bei einer gestern in Bannewitz verstorbenen 82-jährigen, stellte der zuständige Notarzt die Viruserkrankung COVID-19 fest, wie das Landratsamt am späten Freitagnachmittag mitteilte.

20:33 Uhr | 14.000 Schutzmasken und 200 Liter Desinfektionsmittel für den Landkreis Nordsachsen

Das Landratsamt Nordsachsen hat heute 14.000 Schutzmasken und 200 Liter Desinfektionsmittel an die vollstationären Pflegeeinrichtungen im Landkreis verteilt. Wie das Landratsamt mitteilte, stammen die gespendeten Masken vom Bund und die Desinfektionsmittel von der Großspende der Beiersdorf AG. Eine weitere Spende für ambulante und stationäre Träger im Bereich der Sozial-, Kinder- und Jugendhilfe durch den Freistaat sei bereits angekündigt.

Frau mit Brille trägt Desinfektionsmittelflaschen und Kartons
Kathleen Krieg, Leiterin der K&S Seniorenresidenz Eilenburg, nimmt Desinfektionsmittel und Schutzmasken, die das Landratsamt auf 39 Pflegeeinrichtungen im Landkreis verteilt hat, in Empfang. Bildrechte: MDR/Landratsamt Nordsachsen/Alexander Bley

20:23 Uhr | "In aller Freundschaft"-Darsteller in Zwangspause

Die Corona-Pandemie zwingt die beliebte TV-Krankenhausserie "In aller Freundschaft" in eine längere Sommerpause. Wegen der Krise ruhen derzeit die Dreharbeiten am Set in Leipzig. Voraussichtlich bis zum 16. Juni können noch neue Folgen gesendet werden. Danach werden die Darsteller der Serie in eine Sommerpause geschickt. Wie lange diese dauert, kann aufgrund der aktuellen Lage noch nicht abgeschätzt werden.

20:10 Uhr | Bereits 100 Ausfallbürgschaften durch Bürgschaftsbank vergeben

Die Bürgschaftsbank Sachsen (BBS) hat in den vergangenen zwei Wochen insgesamt 100 Ausfallbürgschaften per Eilverfahren vergeben. Damit helfe die BBS vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen im Freistaat, um großzügige Kredite zu bekommen und die, durch die Coronavirus-Krise entstehenden finanziellen Engpässe, zu überstehen, so das Wirtschaftsministerium. Die maximale Höhe der Bürgschaft, wie sie staatliche rückverbürgt wird, liegt bei 90 Prozent des Kreditvolumens.

19:49 Uhr | Semesterstart an sächsischen Hochschulen ab dem 06. April

Am kommenden Montag, dem 06. April, beginnen die Sommersemester an Sachsens Hochschulen. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, wird der Hochschulstart im Wesentlichen mit digitalen Lehrinhalten realisiert. Vorlesungen in Räumlichkeiten der Universitäten seien noch bis zum 04. Mai ausgesetzt.

An der Universität in Leipzig sitzen Lehramts-Studenten vom ersten Semester in einer Vorlesung.
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19:39 Uhr | Aufatmen bei Sachsens Drittligisten: DFB beschließt neues Maßnahmenpaket

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat am Freitag ein Maßnahmenpaket vorgestellt. Das soll in Not geratenen Vereine zugute kommen. Demnach müssen diese Vereine im Falle eines Insolvenzverfahrens keinen Punktabzug befürchten, so ein Sprecher des DFB. Auch eine Saisonverlängerung ist nun möglich. In Sachsen kommt dieses neue Maßnahmenpaket unter anderem dem Chemnitzer FC und dem FSV Zwickau zu Gute.

19:18 Uhr | Finanzminister schätzt Krisenfolgen für die nächsten drei Jahre ab

Sachsens Finanzminister Hartmut Vorjohann rechnet mit rund 6,5 Milliarden Euro Kosten für den Freistaat durch die Corona-Krise. Die Folgeschäden würden sich über drei Jahre hinweg erstrecken, sagte er im MDR SACHSENSPIEGEL. Das Milliardenloch resultiere aus Steuereinnahmeausfällen und Mehrausgaben, um die Krisenfolgen abzufedern. Das Kabinett hatte sich am Donnerstag für eine Neuverschuldung von sechs Milliarden Euro ausgesprochen. Der Sächsische Landtag muss darüber nächsten Donnerstag abstimmen.

19:00 Uhr | Sonn- und Feiertagsfahrverbot bis Ende Mai aufgehoben

Sachsen hebt das Fahrverbot für Lastwagen an Sonn-und Feiertagen bis Ende Mai auf. Damit soll sichergestellt werden, dass der Waren- und Güterverkehr auch in Zeiten der Coronavirus-Krise reibungslose funktioniere, so Verkehrsminister Martin Dulig.

18:45 Uhr | Leipziger Passionskonzerte an Karfreitag im Netz

Erstmals in der 170-jährigen Tradition des Leipziger Bachfests findet die Johannes-Passion online statt. Dazu versammeln sich an Karfreitag acht Musiker aus Leipzig an Bachs Grab in der Thomaskirche und musizieren zusammen mit der globalen Bach-Familie virtuell im Netz. Der MDR ist im Fernsehen, Radio und Online mit von der Partie.

18:30 Uhr | Verdi fordert Soforthilfen auch für Solo-Selbstständige

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert die Soforthilfen für die Wirtschaft in Mitteldeutschland auch für freischaffende Journalisten, Musiker und Künstler zu öffnen. Die bisherigen Programme in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen würden Solo-Selbstständige im Haupterwerb von den Hilfen ausschließen, kritisierte Michael Kopp, Landesfachbereichsleiter bei Verdi.

Damit stehen viele Solo-Selbstständige vor dem finanziellen Ruin und können ihren Lebensunterhalt nicht mehr bestreiten. Viele haben seit Ausbruch der Coronakrise schlicht keinerlei Einkommen mehr.

Michael Kopp Verdi Landesfachbereichsleiter Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen

18:18 Uhr | RB Leipzig trainiert mit Sondergenehmigung in Kleinstgruppen

Die Profis von RB Leipzig dürfen mit einer Sondergenehmigung wieder in der Trainingsakademie am Cottaweg trainieren. Da es sich um eine Arbeitsstätte handelt, dürfe dort weiter trainiert werden, so das sächsische Innenministerium. Dennoch absolviert das Team von Julian Nagelsmann die individuellen Einheiten wegen der Coronavirus-Krise nur in Kleinstgruppen, bestätigte der Verein am Freitag. Die derzeitige Situation wird wöchentlich neu bewertet.

17:52 Uhr | Bienen-Patenschaften zur Unterstützung des Leipziger Zoos

Der Zoo Leipzig wirbt mit symbolischen Bienen-Patenschaften um Unterstützung in der Coronavirus-Krise. Der Einrichtung seien von einem auf den anderen Tag die Einnahmen weggebrochen, während die Kosten weiterliefen, erklärte Direktor Jörg Junhold. Nach eigenen Angaben fehlten bis zu vier Millionen Euro in der Kasse. Für einen Euro kann man symbolisch Pate für eine Biene werden. Auch größere Spendenpakete bis hin zu 1.000 Euro für eine Bienenkönigin sind möglich.

17:23 Uhr | 16 Pflegeheime mit bestätigten Coronavirus-Infizierten

In Sachsen gibt es nach Angaben der Landesregierung in 16 Pflegeheimen Bewohner oder Pflegekräfte, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert haben. Man habe die Pflegeheime von Anfang an im Blick gehabt, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping. Insgesamt gibt es in Sachsen rund 1000 Pflegeheime und 120 000 Pflegekräfte. Mehr als eine Million Menschen in Sachsen haben das 65. Lebensjahr erreicht oder überschritten.

17:02 Uhr | Baumärkte für Privatkunden geschlossen

Baumärkte sind für den Publikumsverkehr geschlossen. Handwerksbetriebe können nach Absprache oder auf Bestellung Waren in Baumärkten abholen, die sie für die Erledigung ihrer Aufträge benötigen, wie das Innenministerium mitteilte. Diese Regelung gelte nicht für Privatpersonen.

Zahlreiche Menschen stehen in einer Schlange vor einem Baumarkt
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16:45 Uhr | Neue Erstaufnahmeeinrichtung zur Reduzierung des Infektionsrisikos in Leipzig

In Leipzig wird eine zusätzliche Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber geöffnet. Am Montag nimmt die Landesdirektion Sachsen die Einrichtung Mockau III für zunächst drei Monate in Betrieb. Wie die Behörde mitteilte, soll damit das Infektionsrisiko für die Bewohner der Erstaufnahmeeinrichtungen deutlich reduziert werden. Bisher habe es bis auf zwei Fälle in Leipzig keine weiteren bestätigten Infektionen in sächsischen Aufnahmeeinrichtungen gegeben. Im März wurden in Sachsen insgesamt 276 Asylbewerber neu registriert.

16:41 Uhr | Bevorstehende Ernte scheint gesichert - Studierende dennoch erwünscht

Um die bevorstehende Ernte von Spargel und Erbeeren stemmen zu können, dürfen nun doch begrenzte Kontingente von Saisonarbeitern nach Sachsen kommen. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow und Landwirtschaftsminister Wolfram Günther riefen Studierende dazu auf, kurzfristig als Saisonarbeitskräfte in der Landwirtschaft auszuhelfen. "Das könnte dem oder der Einzelnen helfen, die Ausfälle ein Stück weit zu kompensieren", so Gemkow. Auch Günther betonte, dass Studierende eine wertvolle Ergänzung zu erfahrenen Saisonkräften sein können.

16:26 Uhr | Antragstellung für Agrarförderung im gewohnten Zeitraum

Sachsens Landwirte können Anträge für Direktzahlungen und flächenbezogene Agrarförderungen für das Jahr 2020 wie üblich noch bis zum 15. Mai online einreichen. Landwirtschaftsminister Wolfram Günther betonte, dass die Agrarförderung auch in Zeiten der Coronavirus-Krise wichtig sei um die landwirtschaftlichen Betriebe am Laufen zu halten.

16:09 Uhr | Coronavirus-Patient auf Infektionsstation im Klinikum Görlitz

im Klinikum Görlitz wird momentan ein Coronavirus-Patient auf der Infektionsstation betreut. Drei weitere Verdachtsfälle seien isoliert, so eine Kliniksprecherin.

Die Situation ist nach wie vor angespannt. Wir sind froh, dass die Kurve im Landkreis Görlitz nur langsam steigt. Dennoch bleibt die Lage besorgniserregend.

Ulrike Holtzsch Geschäftsführerin

Auch die deutschlandweiten Lieferengpässe von Schutzausrüstung machen dem Klinikum zu schaffen. Laut Pflegedirektorin Brigt Bieder sei man jedoch überwältigt davon, wie viele Angebote von Privatleuten und Nähstuben für selbstgenähte Schutzmasken man bekomme.

15:40 Uhr | Studentenwerke unterstützen Studierende

Studierende, die durch die Coronavirus-Krise in Not geraten sind, können bei ihrem Studentenwerk ein Darlehen beantragen. Wie der Pressesprecher des Innenministeriums, Falk Lange, mitteilte könnten die Studentenwerke Darlehen in Höhe eines drei- bis niedrig vierstelligen Betrag vergeben. Die Höhe des Darlehens und die Summe pro Jahr, die für die Darlehensvergabe zur Verfügung stünden, unterschieden sich jedoch von Studentenwerk zu Studentenwerk.

15:27 Uhr | 84 Infizierte im Altenpflegeheim Bethlehemstift in Zwönitz

Nachdem im Altenpflegeheim ‘Bethlehemstift‘ zwei Menschen verstarben, wurden die Coronavirus-Tests dort ausgeweitet. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping mitteilte, hat sich die Zahl der Infizierten auf 84 erhöht. Betroffen sind neben 51 Bewohnern auch 33 Mitarbeiter.

15:17 Uhr | Polizeigewerkschaft fordert einheitliche Corona-Regelungen

Die Gewerkschaft der Polizei kritisiert die Kommunikation der Politiker in der Coronavirus-Krise. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Jörg Radek sagte dem MDR, die Landesregierungen müssten mehr erklären, warum sie welche Maßnahme wählten. Die Menschen fragten sich, warum ihnen etwas untersagt werde, was anderenorts erlaubt sei. Diese Unterschiede müssten bis ins Detail erklärbar sein. Es sei nicht Sache von Beamten, solche Defizite auszugleichen. Die Erfahrung der Polizei sei aber, dass die Ausgangsbeschränkungen überall vorwiegend positiv angenommen würden.

15:09 Uhr | Kurzarbeit bei der Leag

Die Leag schickt knapp 300 Angestellte in Kurzarbeit. Grund dafür sei unter anderem ein gesunkener Absatz von Braunkohlestaub und Briketts, wie ein Unternehmenssprecher mitteilte. Ebenfalls von Kurzarbeit betroffen sind die Angestellten des Leag-eigenen Konferenzzentrums im Spreewald und die Ausbildungsstätten in Schwarze Pumpe, Jänschwalde und Lippendorf. Die Angestellten erhalten als Kurzarbeitergeld 85 Prozent ihres Nettolohns.

14:55 Uhr | Landessportbund und Innenministerium arbeiten an finanzieller Unterstützung für sächsische Sportvereine

Bis einschließlich zum 19. April wird es keinen regulären Fußball-Spielbetrieb im Freistaat geben, so ein Sprecher des sächsischen Fußball-Verbands. Auch viele andere Sportarten haben mit gestrichenen Wettkämpfen, geschlossenen Sportstätten und einhergehenden finanziellen Verlusten zu kämpfen. Dennoch sichert Innenminister Wöller den Sportvereinen die versprochenen Gelder, sowie eine Ausgleichszahlungen für coronabedingte Einbußen zu.

Uns ist sehr an einer ordnungsgemäßen Abwicklung gelegen.

Roland Wöller Innenminister

14:35 Uhr | Weiterer Anstieg der Corona-Infektionen

In Sachsen ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen auf 2.646 gestiegen. Das sind 235 Fälle mehr als am Donnerstag, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Zahl der Toten stieg auf 25. In der Stadt Chemnitz ist der erste Patient im Zuge der Corona-Pandemie gestorben. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, handelt es sich um einen 90-jährigen Mann mit Vorerkrankungen.

14:30 Uhr | Kultusminister Piwarz hält weiter an Abitur-Prüfungsterminen fest

In Sachsen werden die Abiturprüfungen nach derzeitigem Stand wie geplant am 22. April beginnen. Kultusminister Christian Piwarz teilte mit, es gebe eine klar kommunizierte Terminkette, auf die sich Schulen und Schüler eingerichtet hätten. Davon solle nur im äußersten Notfall abgewichen werden. Der entscheidende Punkt sei allerdings, wann die Schulen wieder öffnen können. Piwarz betonte, dass es rund um das Osterwochenende eine Entscheidung geben werde. Für den Fall, dass die Schulen länger geschlossen bleiben, könnten die Nachschreibetermine ab 13. Mai als Haupttermin für die Abiturprüfungen infrage kommen. Möglich sei auch, die Prüfungen bei geschlossenen Schulen abzuhalten.

13:55 Uhr | Restauratoren geben Schutzanzüge und Atemmasken an Kliniken ab

Restauratoren der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) spenden ihre Schutzanzüge und Atemmasken an das Klinikum Oberlausitzer Bergland. Wie eine Sprecherin der SKD mitteilte, werden insgesamt 6.200 Einmal-Handschuhe, 130 Schutzanzüge und circa 150 FFP2-Atemschutzmasken gespendet.

12:59 Uhr | Zwei Männer in Leipziger Klinik gestorben

In Leipzig sind zwei Menschen an den Folgen der Coronavirus-Infektion gestorben. Die 86 und 73 Jahre alten Männer seien mit teils schweren Vorerkrankungen zur Behandlung ins Klinikum gekommen, teilte das Klinikum St. Georg mit.

12:25 Uhr | Rufnummer für Unterrichtsfragen

Die Sächsische Bildungsagentur hat für die Oberlausitz eine Hotline für Eltern eingerichtet , die Fragen zur derzeitigen Unterrichtssituation haben. Gedacht ist diese Unterstützung für Fragen, die nicht direkt mit der Schule und den Lehrern geklärt werden können. In Bautzen ist die Hotline 03591 621555 immer Montag bis Freitag von 9 bis 15 Uhr erreichbar.

11:54 Uhr | Ostermarkt in Bautzen findet statt

Der Ostermarkt in Bautzen findet in diesem Jahr als Grünmarkt statt. Dies teilte die Stadtverwaltung mit. Daher werden am Karsamstag auf dem Kornmarkt zwischen 7 und 12 Uhr nur frische Lebensmittel angeboten.

11:32 Uhr | Miniwelt in Lichtenstein verschiebt Saisonstart

Die Miniwelt in Lichtenstein muss ihren für heute geplanten Saisonstart verschieben. Wie die Betreiber des Miniaturparks mitteilten, wird als neuer Termin der 1. Mai anvisiert. Bis dahin würden kleinere Reparaturen erledigt, zum Beispiel an der Siegessäul. Außerdem werden und Bäume und Büsche beschnitten. Besuche sind derzeit nur virtuell möglich: bei Facebook und Instagram.

11:15 Uhr | Freiberg unterstützt Unternehmen

Die Stadt Freiberg greift den von der Corona-Krise betroffenen Betrieben und Geschäften unter die Arme. Auf der Webseite der Stadt wurde eine Börse eingerichtet, die über Lieferservice und Abholangebote verschiedener Dienstleister und Gastronomen informiert.

Zudem will die Stadt Unternehmen mit Umsatzeinbußen entgegenkommen, sagte Freibergs Oberbürgermeister Sven Krüger. "Wir haben die Entscheidung getroffen, dass wir pragmatisch mit Anträgen auf Stundung der Gewerbesteuer und Grundsteuer umgehen werden, weil wir die Liquiditätslage der Firmen nicht noch weiter schwächen wollen."

11:04 Uhr | Zahnärzte auf Behandlung von Coronavirus-Patienten eingestellt

Auch Coronavirus-Patienten können bei Schmerzen vom Zahnarzt behandelt werden. Nach Auskunft der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Sachsen gibt es im Freistaat vier Schwerpunktpraxen, die Covid-19-Patienten und unter Quarantäne Stehende behandeln. Diese Schwerpunktpraxen finden sich in allen drei Regierungsbezirken und zusätzlich in der Oberlausitz.

Schmerzpatienten, die mit dem Coronavirus infiziert sind, müssen in jedem Fall über den Notruf ihren Zahnarzt informieren. Dieser leite dann alles in die Wege.

10:35 Uhr | Grenzüberschreitender Wanderweg geschlossen

Der Wanderweg zwischen den Talsperren Rauschenbach und Fláje in Nordböhmen ist derzeit nicht durchgehend begehbar. Wie die Landestalsperrenverwaltung mitteilte, darf die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien aufgrund der Corona-Pandemie nur an wenigen Stellen überschritten werden – der Grenzübergang in Deutschgeorgenthal gehört nicht dazu. Auch die grüne Grenze bleibt weiterhin geschlossen. Die Wanderwege rund um die Talsperre Rauschenbach können weiterhin genutzt werden.

Mauerkrone der Talsperre Rauschenbach nach der Sanierung im März 2015
Bildrechte: MDR/Mario Unger

10:13 Uhr | Leipziger Bachfest auf der Kippe

Das Leipziger Bachfest wird möglicherweise in diesem Jahr abgesagt. Das sagte Bachfestintendant Michael Mau. Wichtige Besucherländer wie Kanada oder Australien hätten Reiseverbote für Europa erlassen. Man gehe auch davon aus, dass die USA ihr Reiseverbot verlängern werden. Zudem stünden einige Veranstaltungsorte in Leipzig nicht mehr zur Verfügung. Und da die Altersstruktur der Besucher in der Regel bei über 60 Jahren liegt, der Corona-Risikogruppe, rechne man nur mit einem Drittel der erwarteten Besucher.

Mau bedauert die drohende Absage, weil der Vorverkauf rekordverdächtig verlief. Das Bachfest sollte vom 11. bis 21. Juni stattfinden.

09:46 Uhr | Wochenmärkte in sächsischen Kommunen

In Leipzig öffnet heute wieder der Wochenmarkt im Zentrum der Stadt. Auch in Oschatz gibt es nach zweiwöchiger Zwangspause wieder einen Frischemarkt auf dem Neumarkt. Ebenso bieten in Markranstädt und Bischofswerda regionale Produzenten und Direktvermarkter heute ihre Produke an.

Auf allen Märkten werden die mobilen Verkaufsstände mit großem Abstand angeordnet. Damit Kunden und Händler vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bestmöglich geschützt sind, muss der geforderte Sicherheitsabstand eingehalten werden und die Händler müssen an ihren Ständen entsprechende Sicherheitshinweise anbringen. Verkauft werden Lebensmittel, selbst erzeugte Produkte aus Gärtnereien und Baumschulen und Artikel für den Tierbedarf.

09:18 Uhr | Warnung vor unverhältnismäßigen Eingriffen in Bürgerrechte

Verfassungsrechtler haben Bund und Länder vor unverhältnismäßigen Eingriffen in die Bürgerrechte gewarnt. Der Berliner Rechtsexperte Hartmut Aden sagte dem MDR, die Bundesländer hätten Regelungen auf Basis des Infektionsschutzgesetzes erlassen, die sehr weitreichende Grundrechtseingriffe zuließen. Man müsste eigentlich täglich neu prüfen, ob diese Eingriffe für das Gesundheitsziel unbedingt erforderlich seien. Zwei Bundesländer hätten vorgeschrieben, dass man immer einen Ausweis dabei haben müsse. Das sei vom Infektionsschutzgesetz gar nicht gedeckt.

Die Verwaltungsrechtlerin Andrea Edenharter kritisierte, dass die vom Bundestag beschlossene Änderung des Gesetzes keine Befristungen vorsehe. Auch Sachsens Justizministerin Katja Meier sprach sich für eine Befristung der Maßnahmen aus. In Sachsen habe man das auch so gemacht.

09:09 Uhr | Hotelier aus Geithain lobt Soforthilfe

Der Geithainer Hotelier Jan Brunswig lobt die Soforthilfe des Freistaates Sachsen für von der Krise betroffene Kleinunternehmer. Er habe für sein Hotel "Leipziger Land" problemlos Unterstützung erhalten. Innerhalb von drei Tagen nach Antragsstellung sei das Geld da gewesen. Die erste große Existenzangst sei damit genommen. Er habe gehört, dass einige seiner Branchenkollegen auf größere Hindernisse stoßen, so Brunswig. Aus seiner Sicht aber funktioniere das Instrument der Soforthilfe.

08:38 Uhr | Kraftfahrzeugverband: Reifenwechsel ist erlaubt

Der Besuch einer Autowerkstatt zum Reifenwechsel ist trotz der Corona-Krise erlaubt. Darauf hat der Kraftfahrzeugverband-Verband hingewiesen. Vizepräsident Thomas Peckruhn sagte dem MDR, man sehe eine starke Verunsicherung der Kundschaft. Viele hätten Angst, dass sie ein Bußgeld zahlen müssten, wenn sie eine Werkstatt aufsuchten und kontrolliert würden. In der sächsischen Verordnung zu Corona stehe aber explizit, dass der Weg zu einer Werkstatt ein triftiger Grund sei. Die Kunden dürften den Termin also wahrnehmen.

08:21 Uhr | Dresdner Dixielandfestival abgesagt

Das Internationale Dixielandfestival im Mai in Dresden ist abgesagt. Das gab Festivalleiter Joachim Schleese am Morgen bei MDR SACHSEN bekannt. Die 50. Auflage des Festivals wurde auf nächstes Jahr verschoben. Dann werde das komplette Programm nachgeholt. Laut Schleese behalten die gekauften Karten für die jeweiligen Veranstaltungen ihre Gültigkeit.

07:52 Uhr | Kamenz gibt Krankenhaus Geld für Versorgung von Corona-Patienten

Die Stadt Kamenz will das Malteser-Krankenhaus St. Johannes mit 100.000 Euro bei der Versorgung von Corona-Patienten unterstützen. Das haben jetzt die Stadträte entschieden. Demnach soll dem privat geführten Krankenhaus im Bedarfsfall mit dieser Summe geholfen werden.

07:15 Uhr | Dresdner Museen setzen auf digitale Angebote

Die Museen der Stadt Dresden erweitern ihr digitales Angebot. Damit reagieren die Verantwortlichen auf die geschlossenen Ausstellungen und die abgesagten Veranstaltungen. In der Städtischen Galerie und auch im Stadtmuseum wurden in den letzten Tage reichlich Filmbeiträge produziert. Die sollen jetzt nach und nach auf der Facebookseite und dem Youtube-Kanal der Museen Dresden landen.

Auch das Kunsthaus Dresden veröffentlicht aktuell über die Facebookseite regelmäßig Bilder und Hintergrundinformationen zu Werken der aktuell geschlossenen Ausstellung "Requiem". Die Technischen Sammlungen Dresden haben indes gemeinsam mit der Technischen Universität und MDR Wissen Mathematikstunden für zu Hause konzipiert. Die rund 45 Minuten langen Videos gibt es unter anderem in der ARD Mediathek.

06:43 Uhr | Lehrerverband: Schulen stufenweise wieder öffnen

Der Deutsche Lehrerverband warnt davor, noch lange auf digitalen Unterricht zu setzen. Präsident Heinz-Peter Meidinger sagte der Funke-Medien-Gruppe, Studien zufolge bringe digitaler Unterricht nur ein Viertel des Lernerfolgs von Präsenzunterricht. Viele Schüler würden komplett abgehängt. Dazu gehörten Kinder mit Förderbedarf oder aus Familien, die sich keinen PC leisten können.

Meidinger schlug vor, die Schulen unter Wahrung des Infektionsschutzes stufenweise wieder zu öffnen. Nach der Osterpause könnten zunächst die Abschlussklassen wieder in die Schulen kommen. Nach und nach könnten die anderen Klassenstufen folgen.

06:25 Uhr | Dresdner Firma stellt Corona-Schnelltest her

In Sachsen können mehr Menschen als bisher auf eine Corona-Infektion getestet werden. Das berichten "Sächsische Zeitung" und "Dresdner Neuesten Nachrichten". Demnach hat das Dresdner Biotech-Unternehmen Biotype mit der Serienproduktion eines britischen Schnelltestsystems begonnen. Nach Angaben der Geschäftsführung sollen täglich bis zu 10.000 solcher Virentest-Kits gefertigt werden. Sie könnten binnen zwei Stunden das Ergebnis liefern, ob eine Infektion vorliegt. Die Tests seien ab sofort verfügbar.

06:04 Uhr | Leipzig öffnet vier Wertstoffhöfe

Die Stadt Leipzig öffnet ab kommendem Dienstag vier ihrer Wertstoffhöfe. Das betrifft die Wertstoffhöfe an der Dieskaustraße, Lößniger Straße, Max-Liebermann-Straße und Augustiner Straße. "Bei der Stadtsauberkeit im öffentlichen Raum sind zunehmend illegale Ablagerungen festzustellen", begründet Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal den Schritt. Die aktuellen Abstandsregeln bleiben auch auf den Wertstoffhöfen gültig. Die Stadtreinigung bitte die Bürger auch zu prüfen, ob eine Entsorgung in der jetzigen Situation wirklich unaufschiebbar ist.

Die Landkreise Nordsachsen und Leipzig halten die Wertstoffhöfe indes weiter geschlossen. In Eilenburg ist der Wertstoffhof für Gewerbetreibende und Firmen von Montag bis Freitag geöffnet.

05:31 Uhr | Freie Wähler fordern Exit-Strategie

Die Freien Wähler in Sachsen fordern für die Zeit nach Ostern eine Lockerung der Corona-Einschränkungen im Alltag. "Die Unterbrechung der Infektionskette war richtig und ist wochenlang erfolgt. Nicht eine Minute länger als nötig sollte in unsere Freiheitsrechte eingegriffen werden", sagte Steffen Große, Landeschef der Freien Wähler (FW).

Zugleich gehe es darum, das Wirtschaftsleben wieder anzukurbeln. Das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben müsse wieder in Gang kommen. Als Voraussetzung nannte der FW-Landeschef verschärfte Hygienevorschriften, darunter Desinfektionsspender und Leitlinien an allen öffentlichen Kontaktpunkten

05:20 Uhr | Einnahmeausfälle in Sächsischen Zoos

Tierparks und Zoos sind in Sachsen geschlossen, nur das Zoopersonal bekommt derzeit die Tiere zu sehen. Die Einrichtungen verlieren wegen der ausbleibenden Besucher viel Geld. Der Zoo Hoyerswerda beziffert seinen Einnahmeausfall zum Saisonstart auf einen fünfstelligen Betrag pro Woche. Der Leipziger Zoodirektor Jörg Junhold ist auch Leiter des Verbands Zoologischer Gärten in Deutschland. Er hat Bundeskanzlerin Angela Merkel einen Brief geschrieben und bittet darin um 100 Millionen Euro Soforthilfe für die Zoos.

05:06 Uhr | Chemnitz sucht Telefonpaten

Forscher der TU Chemnitz und die Volkssolidarität möchten alte Menschen in Corona-Zeiten vor der Vereinsamung bewahren. Dazu soll ein ehrenamtlicher Telefondienst eingerichtet werden. Telefonpaten sollen die Senioren regelmäßig anrufen und ihnen zur Seite stehen. Das soll helfen, die negativen Auswirkungen der angewiesenen Kontaktsperre abzufedern. Freiwillige, die mitmachen möchten, können sich bei der Volkssolidarität Chemnitz melden, Telefon: 0371-53 85-117.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.04.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 01.04.2020 | 19:00 Uhr

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