Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 16.10.: Erzgebirgskreis meldet 131 neue Corona-Fälle

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Corona-Teströhrchen
Bildrechte: imago images/Alexander Limbach

20:02 Uhr | Tickerende

An dieser Stelle beenden wir den heutigen Liveticker zu Coronathemen in Sachsen. Am Wochenende halten wir sie auf unserer Internetseite MDR SACHSEN auf dem Laufenden. Am Montag gibt es dann wieder einen Liveticker. Wir wünschen Ihnen ein schönes Wochenende. Bleiben Sie gesund!

19:48 Uhr | Daten-Update: Große Unterschiede zwischen Regionen in Deutschland

In den vergangenen Tagen ist deutschlandweit die Zahl der täglich gemeldeten Corona-Fälle deutlich angestiegen. Allein von Donnerstag zu Freitag wurden mehr als 7.300 neue Infektionen registriert. Die Werte liegen damit sogar über den Spitzenwerten aus der Anfangsphase der Pandemie in Deutschland. Allerdings gilt es zu beachten, dass die Teststrategie seitdem mehrfach angepasst wurde und wöchentlich mehr Tests durchgeführt werden, weshalb die Zahlen nicht uneingeschränkt vergleichbar sind. Die Kollegen von MDR SACHSEN-ANHALT haben sich durch die Datenmenge gegraben und eine Übersicht erstellt:

19:27 Uhr | Laut Gesundheitsministerium: 234 Personen in stationärer Behandlung

Laut sächsischem Gesundheitsministerium befinden sich zurzeit 234 Personen nach einer Infektion mit dem Coronavirus in stationärer Behandlung. Davon benötigen 37 Menschen eine intensivmedizinische Betreuung. Die meisten stationären Fälle gibt es demnach im Bezirk Chemnitz mit 133 Patientinnen und Patienten.

19:01 Uhr | Erzgebirge Aue kämpft um Zuschauer vor Zweitligaspiel am Sonntag

Erzgebirge Aue kämpft vor dem Zweitliga-Duell mit dem 1. FC Heidenheim am Sonntag um die Zulassung von möglichst vielen Zuschauern und ruft nach politischer Unterstützung. Weil der Erzgebirgskreis mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von mehr als 50 nun offizielles Corona-Risikogebiet ist, dürfen nur noch 500 Zuschauer ins Stadion. "Wir werden als Wirtschaftsunternehmen unserer Erwerbsgrundlage beraubt. Während andere Firmen, auch Großbetriebe, ihre Produktion fortführen dürfen, werden wir massiv eingeschränkt. Da muss die Frage erlaubt sein, inwiefern die Landesregierung hier eingreifen kann", sagte Aues Geschäftsführer Michael Voigt der "Chemnitzer Morgenpost".

18:33 Uhr | Helios Klinikum Aue verhängt Besuchsverbot

Als Reaktion auf die stark steigenden Infektionszahlen im Erzgebirge verhängt das Helios Klinikum in Aue ein Besuchsverbot. Wie es von der Klinik hieß, sind wiederholt die im Haus geltenden Hygiene- und Besuchervorschriften missachtet worden. In medizinischen Ausnahmesituationen, die einen Besuch erforderlich machen, würde man sich mit den Angehörigen in Verbindung setzen, hieß es auf der Internetseite des Klinikums. Persönliche Gegenstände für Patientinnen und Patienten könnten am Empfang abgegeben werden.

18:26 Uhr | Städte und Landkreise melden 406 Neuinfektionen

Die Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen haben am Freitag 406 neue Infektionen mit dem Corona-Virus gemeldet. Das ist der zweithöchste Tageswert seit Beginn der Pandemie. Nur am Montag dieser Woche lag er mit 434 neuen Fällen noch höher. Allerdings flossen am Montag auch Fälle vom Wochenende in die Gesamtzahl mit ein. Drei weitere Menschen sind in Sachsen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion verstorben.

17:57 Uhr | Neue Allgemeinverfügungen in Chemnitz und den Landkreis Bautzen

Die Stadt Chemnitz hat am Freitag die Schwelle von 35 Infizierten auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Wie die Stadt mitteilte, liegt der Wert aktuell bei 37. Daraufhin wurde eine neue Allgemeinverfügung für die Stadt erlassen. Diese tritt am Sonnabend in Kraft. Die Stadt kündigte an, die Einhaltung der Regeln verstärkt zu kontrollieren.

Auch der Landkreis Bautzen reagiert auf die sich weiter verschärfende Corona-Pandemie mit einer neuen Allgemeinverfügung. Diese tritt am Sonnabend in Kraft. Demnach werden private Zusammenkünfte im eigenen Haus auf 50 Personen beschränkt, bei Familienfeiern in Gaststätten auf 75. 

17:33 Uhr | Dresden verlegt Jahrestag von Pegida und Gegenproteste auf Cockerwiese

Dresden verlegt das Versammlungsgeschehen zum Pegida-Jahrestag auf die Cockerwiese. Wie die Stadt am Freitag mitteilte, müsse man auch zu Pandemiezeiten das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit gewährleisten. Allerdings sei auch der Schutzpflicht auf körperliche Unversehrtheit Rechnung zu tragen. Der Gegenprotest werde erfahrungsgemäß in Hör- und Sichtweite stattfinden, hieß es. Um der Gesamtteilnehmerzahl unter Einhaltung des Mindestabstands gerecht zu werden, habe sich die Versammlungsbehörde trotz der ausgebliebenen Kooperationsbereitschaft seitens Pegida entschieden, als Versammlungsfläche die Cockerwiese zuzuweisen.

17:03 Uhr | Erzgebirge meldet 131 neue Corona-Fälle

Der Erzgebirgskreis hat am Freitag 131 neue Corona-Fälle gemeldet. Das ist der größte Zuwachs an Neuinfizierten an einem Tag seit Beginn der Pandemie in Sachsen. Damit stieg die Zahl der nachweislich im Erzgebigskreis Infizierten auf 1.418 Personen. Der Erzgebirgskreis gilt offiziell als Corona-Risikogebiet.

16:52 Uhr | Neue Karte mit Infektionsfällen in Dresdner Gemeinschaftseinrichtungen

Die Stadt Dresden hat auf ihrer Internetseite eine interaktive Karte veröffentlicht, auf der Coronafälle in Gemeinschaftseinrichtungen der Stadt dargestellt werden. Das betrifft zum Beispiel Schulen, Alten- und Pflegeheime. Die Karte werde regelmäßig aktualisiert, hieß es.

16:36 Uhr | Fraunhofer-Gesellschaft stellt neues Corona-Testmobil vor

Forschende der Fraunhofer-Gesellschaft haben am Freitag in Dresden ein neues Corona-Testmobil vorgestellt. Mit diesem und einem neuartigen Testverfahren wollen Laborteams in Zukunft Infektionen schneller nachweisen, sagte Fraunhofer-Projektverantwortlicher Gerd Geißlinger. Tests und Ergebnisse gäbe es damit schnell und direkt vor Ort, etwa an möglichen Corona-Hotspots.

15:20 Uhr | Leipziger Epidemiologe: "Äußerst beunruhigender Trend"

Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz zeigt sich angesichts der stark steigenden Zahl von Neuinfizierten sehr beunruhigt. Die vom Robert Koch-Institut am Freitag vermeldeten 7.334 Neuinfektionen werte er als "überexponentiellen Trend". "Ursachen hierfür sind nach unserer Einschätzung die zunehmende Verlagerung von Aktivitäten in Innenräume aufgrund der Witterungsbedingungen sowie die zunehmende Ineffizienz von Kontrollmechanismen bei steigenden Zahlen wie zum Beispiel der Kontaktverfolgung", so Scholz.

Markus Scholz, Uni Leipzig Institut für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie
Bildrechte: Uni Leipzig

Dass Sachsens größte Stadt Leipzig bisher auf einem sehr niedrigen Niveau liegt, sei eine Folge der sehr früh eingeleiteten Maßnahmen, so der Wissenschaftler. Leipzig sei es gelungen, "die Epidemie bereits Mitte Mai praktisch komplett auszulöschen". Reiserückkehrer wurden schnell isoliert. "Deshalb steigen in Leipzig die Zahlen aktuell deutlich langsamer als in anderen Regionen, bei denen das Virus nie komplett verschwunden war." Scholz appellierte an alle Bürger, dringend die sogenannten AHA-Regeln einzuhalten, um das Virus einzudämmen.

15:08 Uhr | Nachtestung in Behindertenheim in Coswig

Bei den Nachtestungen in einem Behindertenheim in Coswig sind weitere fünf Bewohner und ein Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Landkreis Meißen mit. Das Heim sowie zwei Gaststätten in Weinböhla galten zuvor als Schwerpunkte von Corona-Neuinfektionen. Aktuell vermeldet der Landkreis 443 positiv getestete Personen.

14:43 Uhr | Viele neue Fälle in Chemnitz registriert - Allgemeinverfügung in Arbeit

In Chemnitz hat der Inzidenzwert erstmals die 35-er Marke überschritten. Die Stadtverwaltung sagte daraufhin alle ab heute geplanten Veranstaltungen in der Stadthalle sowie die morgige Museumsnacht ab. Das Chemnitzer Rathaus kündigte noch für heute eine Allgemeinverfügung an. Dann sind beispielsweise Großveranstaltungen mit mehr als 250 Zuschauern verboten, Sportveranstaltungen müssen ohne Zuschauer ausgetragen werden. Bei privaten Feiern sind nur 25 Teilnehmer erlaubt. Zudem gilt ab 23 Uhr eine Sperrstunde.

Veranstalter und Betreiber von Betrieben, Sportstätten, Gaststätten, Hotels, Beherbergungsstätten sowie Ansammlungen im öffentlichen Raum müssen ab sofort personenbezogene Daten zur Kontaktnachverfolgung erheben. Zudem gibt es Besuchsverbote in Krankenhäusern und Pflegeheimen Wie lange die Maßnahmen aufrechterhalten werden, hängt davon ab, wie sich die Infektions-Zahlen in den kommenden Tagen entwickeln.

Derzeit gibt es 479 bestätigte Fälle in Chemnitz, 27 mehr als gestern. Im Krankenhaus liegen 27 Personen, davon drei auf der Intensivstation. Der Inizidenzwert liegt jetzt bei 37,12.

Die schnell und deutlich ansteigenden Zahlen hier in Chemnitz lassen uns keine anderen Möglichkeiten. Jeder/jede Einzelne muss durch noch umsichtigeres Handeln dazu beitragen, die weitere Verbreitung des Virus in den Griff zu bekommen.

Harald Uerlings Leiter des Gesundheitsamtes

Der sprunghafte Anstieg kam offenbar überraschend. Noch am Vormittag hatte die Stadt mitgeteilt, "in den kommenden Tagen" damit zu rechnen, dass der Wert auf über 35 steigt.

14:05 Uhr | 13 neue Fälle - Förderschule in Oschatz komplett in Quarantäne

Das Gesundheitsamt des Landkreises Nordsachsen hat am Freitag entschieden, die gesamte Rosenthalschule Oschatz in Quarantäne zu schicken. Nachdem eine Lehrerin einen positiven Corona-Befund erhalten hatte, wurden am Donnerstag vorsorglich alle Schüler, Lehrer und weiteren Beschäftigten der Oschatzer Förderschule auf das Coronavirus getestet. Die Laborergebnisse der rund 120 Proben hätten ergeben, dass weitere zwölf Mädchen und Jungen aus verschiedenen Klassenstufen sowie eine Hortnerin positiv seien.

Das Gesundheitsamt arbeite daran, die unmittelbaren Kontaktpersonen auch im privaten Umfeld der 13 neuen Positivfälle zu ermitteln, hieß es. Diese müssen dann wie alle Schüler und Mitarbeiter der Rosenthalschule Oschatz die vierzehntägigen Herbstferien in Quarantäne verbringen.

13:52 Uhr | Neue Corona-Fälle an vier Dresdner Schulen und in zwei Seniorenheimen

​In vier Dresdner Schulen und zwei Seniorenheimen gibt es neue Corona-Fälle. Wie die Stadt mitteilte, ist die 62. Grundschule betroffen, an der eine Person positiv getestet wurde. Für eine zweite Klasse sei eine Quarantäne bis zum 26. Oktober angeordnet worden. Außerdem sei in der 62. Oberschule eine Person positiv getestet und eine sechste Klasse in Quarantäne geschickt worden.

Je einen Fall gab es nach Angaben de Stadt an der Dreikönigsschule und am Gymnasium Klotzsche. Hier laufen die Kontaktermittlungen. Im Dresdner Osten sind zwei Seniorenheime betroffen. In einem gibt es zwei und in einem weiteren einen positiven Befund. Das Gesundheitsamt ermittle ebenfalls, hieß es.

13:32 Uhr | Museumsnacht in Chemnitz fällt aus

Die Museumsnacht in Chemnitz fällt in diesem Jahr aus. Wie das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz auf Twitter mitteilte, ist die für den 17. Oktober geplante Veranstaltung abgesagt. Grund seien die stark angestiegenen Corona-Fallzahlen.

13:20 Uhr | Auch Hessen will Beherbergungsverbot abschaffen

Auch Hessen plant die Abschaffung des Beherbergungsverbots. Das kündigte die Staatskanzlei in einer Mitteilung am Freitag an. Die geplante Abschaffung stehe auf der Tagesordnung für eine Sitzung des Corona-Kabinetts am kommenden Montag.

13:13 Uhr | Weihnachtsmärkte in der Corona-Zeit - Wie steht es um die Planungen im Erzgebirge?

Die Corona-Pandemie macht vieles unsicher in diesem Jahr - auch die Weihnachtsmärkte. Die steigenden Infektionszahlen und die Einstufung als Risikogebiet machen vor allem im Erzgebirge die Vorbereitungen schwierig. MDR SACHSEN hat mit einigen Gemeinden über den aktuellen Planungsstand gesprochen.

13:05 Uhr | Reportage: Busunternehmen und Anti-Corona-Proteste

Seit Monaten beschäftigen die Anti-Corona-Proteste die Republik. Die Logistik hinter den Demonstrationen ist gesichert. Busunternehmen geht es derzeit schlecht und so sind Fahrten zu den Veranstaltungen für einige zum wichtigen Geschäft geworden. Doch nicht nur das, einige unterstützen die Proteste auch noch weiter.

12:46 Uhr | Verwirrung um Infektionszahlen in Dresden

Die Stadt Dresden hat die Zahl der neu mit dem Coronavirus Infizierten vom Donnerstag nach unten korrigiert. Am Nachmittag meldete die Stadt noch 32 neue Fälle, änderte die Zahl dann am Abend aber auf zehn. Das sächsische Gesundheitsministerium hatte sogar 91 Neuinfektionen für Dresden gemeldet. Die unterschiedlichen Zahlen kommen laut Behörden durch verschiedene Meldezeiten der Einrichtungen zustande.

12:20 Uhr | Gesundheitsamt Chemnitz kündigt weitere Einschränkungen an

Wegen weiter steigender Corona-Infektionszahlen drohen in den kommenden Tagen in Chemnitz weitere Beschränkungen des öffentlichen Lebens. Wie das Gesundheitsamt der Stadt am Freitag mitteilte, liegt der sogenannte Inzidenz-Wert mit den durchschnittlichen positiv Getesteten innerhalb einer Woche seit Tagen stabil über 20 und steigt weiter. Ab dem Wert 35 würden weitergehende Beschränkungen im öffentlichen Leben notwendig. Die Überschreitung dieses Grenzwertes sei in den kommenden Tagen zu erwarten. Ab dann würden Veranstaltungen mit mehr als 250 Teilnehmern verboten und private Feiern seien nur noch mit maximal 25 Personen erlaubt. Auch die Sperrstunde ab 23 Uhr werde dann eingeführt.

An einem großesn DDR-typischen Hochhaus hängt ein kunterbuntes, rieses Plakat. Schon von weitem sieht man ein rotes Herz darauf. Das Plakat will den Chemnitzern Mut machenm, dass die Stadt die Corona-Krise gemeinsam bewältigen kann.
Das Plakat will den Chemnitzern Mut machen, dass die Stadt die Corona-Krise gemeinsam bewältigen kann. Bildrechte: Harry Härtel

Um den weiteren Anstieg der Infektions-Zahlen zu verhindern, komme es in den nächsten Tagen zu verstärkten Kontrollen von Gewerbe, Restaurants und Bars sowie im öffentlichen Personennahverkehr, hieß es. Bei Verstoß gegen die geltenden Regeln drohen empfindliche Bußgelder.

11:55 Uhr | Landessportbund Sachsen ruft Vereine zur Sorgfalt auf

Der Landessportbund Sachsen (LSB) bittet Vereine um besondere Sorgfalt bei der Umsetzung der Corona-Hygienemaßnahmen. In Anbetracht der steigenden Infektionszahlen in ganz Deutschland, Sachsen und einzelnen Regionen im Freistaat müssten die Mitgliedsorganisationen dem Infektionsschutz im organisierten Sport weiterhin hohe Bedeutung beimessen. 

Wichtige Informationen zur Corona-Pandemie ab: 'Nur mit Mund und Nasenschutz zu betreten'
Der Präsident des LSB forderte Vereine auf, den Wettkampf- und Trainingsbetrieb möglichst risikoarm zu gestalten. Bildrechte: imago images / Marcel Lorenz

Auch aktuell lasse die momentan gültige Corona-Schutz-Verordnung im Freistaat das Sporttreiben im Verein weiterhin mit nur leichten Einschränkungen zu. Vereine sollten anhand der aktuellen Lage in ihrer Region und den Rahmenbedingungen ihrer Sportart trotzdem prüfen, inwiefern sich der Wettkampf- und Trainingsbetrieb gegebenenfalls wieder risikoärmer gestalten lässt, so LSB-Präsident Ulrich Franzen.

11:12 Uhr | Bayern kippt Beherbergungsverbot

Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots läuft in Bayern an diesem Freitag aus. Die Staatsregierung verzichte auf eine Verlängerung der Vorschrift, "wir belassen es dabei", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann am Freitag in München.

10:03 Uhr | Corona-Krise verzögert "Rollende Landstraße" in Richtung Polen

Die Corona-Pandemie bremst die Planungen für die "Rollende Landstraße" in Richtung Polen aus. Nach Angaben des sächsischen Wirtschaftsministeriums liegen zwar die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie "Rail Bridge Polen - Sachsen" vor. Allerdings könnte wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie in den nächsten Jahren Geld für das Projekt fehlen. Das weitere Vorgehen sei deshalb noch unklar.

2018 hatte das Ministerium mit Vertretern von Deutscher Bahn, Transportgewerbe, Speditionen und der Industrie- und Handelskammer eine Arbeitsgruppe gegründet, um mehr Güterverkehr von den Autobahnen auf die Schiene zu verlagern.

09:42 Uhr | Malteser stoppen Klinik-Verkäufe in Kamenz und Görlitz

Die Malteser-Hilfsorganisation wird die Krankenhäuser in Kamenz und Görlitz zunächst weiterführen. Wie ein Sprecher MDR SACHSEN sagte, hat in der aktuellen Corona-Pandemie die medizinische Versorgung der Patienten auf hohem Niveau für die Malteser Priorität. Vor knapp einem Jahr hatte die Hilfsorganisation angekündigt, beiden Standorte an neue Träger übergeben zu wollen.

08:54 Uhr | Weitere Kinder und Pädagogen im Erzgebirge in Quarantäne

Im Erzgebirgskreis gibt es an weiteren sechs Bildungseinrichtungen Quarantäneanordnungen. Grund sind positive Corona-Tests bei einem Schüler sowie bei mehreren Lehrern und Erziehern. Betroffen sind dem Landratsamt zufolge drei Kitas in Annaberg-Buchholz, Gornau und Crottendorf, eine Grundschule in Annaberg-Buchholz, die Internationale Oberschule Niederwürschnitz und erneut die Oberschule Ehrenfriedersdorf.

08:27 Uhr | Bayern gibt Kampf um Beherbergungsverbot auf

Bayern wird nicht an einem Beherbergungsverbot für Urlauber aus inländischen Corona-Risikogebieten festhalten. Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, die Regelung werde in seinem Bundesland Stück für Stück auslaufen. Voraussetzung sei aber, dass die Menschen sich an die neuen, strengeren Kontaktbeschränkungen hielten, die beim Bund-Länder-Corona-Gipfel beschlossen worden seien. Bayern hatte danach zunächst am Beherbergungsverbot festgehalten. In anderen Bundesländern wie Sachsen wurde es von den Regierungen oder durch Gerichtsentscheide gekippt - oder gar nicht erst umgesetzt.

07:39 Uhr | Köpping: Grenze zu Tschechien bleibt offen

Die sächsische Landesregierung will den kleinen Grenzverkehr mit Tschechien trotz der stark gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen aufrechterhalten. Sozialministerin Petra Köpping sagte MDR SACHSEN, derzeit sei nicht geplant, die Grenze zu schließen oder die Quarantäneregeln nach einer Rückkehr aus dem Nachbarland zu ändern. Zugleich zeigte sie sich besorgt über den Anstieg der Corona-Neuinfektionen in Sachsen selbst. Nach ihrer Einschätzung ist das Gesundheitssystem im Freistaat jedoch gewappnet, um mehr Covid-19-Patienten als derzeit versorgen zu können.

Köpping widersprach zudem erneut Aussagen, wonach wegen mehr Tests auch mehr Corona-Infektionen nachgewiesen würden. Seit dem Sommer würden in Sachsen nahezu konstant zwischen 2.000 und 3.000 Tests täglich vorgenommen. Gestiegen sei lediglich die Zahl positiver Ergebnisse. Zudem seien aktuell sehr viel mehr jüngere Menschen betroffen, bei denen der Krankheitsverlauf nicht so schwer sei.

Sozialministerin Köpping bei einer Pressekonferenz 12 min
Sachsen kündigt schärfere Corona-Regeln an und hebt Beherbergungsverbot auf Bildrechte: MDR

07:04 Uhr | Klinikmitarbeiter in Aue werben für Grippeschutzimpfung

Die Mitarbeiter des Helios Klinikums in Aue lassen sich im Rahmen der Kampagne "#FürDich!" gegen Grippe impfen. Wie die Einrichtung mitteilte, soll damit die Öffentlichkeit sensibilisiert werden. Während der aktuellen Corona-Pandemie könne das Grippevirus für Kliniken eine größere Belastung darstellen als früher. Klinikgeschäftsführerin Carolin Uhl sagte, Beschäftigte und Patienten müssten nun vor zwei Ansteckungsgefahren statt nur vor einer geschützt werden. Zudem will das Klinikum den Angaben zufolge vermeiden, dass Grippefälle in der Belegschaft zu Personalnot und Versorgungsengpässen bei einer erneuten Corona-Welle führen.

06:21 Uhr | Dresdner Stadtrat stimmt Striezelmarkt-Konzept zu

Trotz der auch in Dresden steigenden Corona-Neuinfektionszahlen hält die Stadt am traditionellen Striezelmarkt und weiteren Weihnachtsmärkten fest. Der Stadtrat beschloss am Donnerstagabend, dass die Märkte zusätzliche Flächen nutzen dürfen, um die Corona-Schutzbestimmungen einzuhalten. Er stimmte damit den ausgearbeiteten Hygienekonzepten zu, wonach die Verkaufstände über fast die gesamte Innenstadt verteilt aufgestellt werden sollen. Der Aufbau soll in zwei Wochen beginnen, der Striezelmarkt am 23. November eröffnet werden. Voraussetzung bleibt aber, dass zur Advents- und Weihnachtszeit die Infektionszahlen die festgelegten Grenzwerte nicht überschreiten.

06:02 Uhr | Kaum Abfischfeste in der Oberlausitz

Wegen der Corona-Pandemie finden die meisten der traditionellen Abfischfeste der Oberlausitzer Teichwirte in diesem Jahr nicht statt. Wie Andreas Stummer vom Landesfischereiverband MDR SACHSEN sagte, wurden fast alle großen Feste abgesagt, weil die Betriebe die Corona-Schutzbestimmungen nicht einhalten oder die Kosten für deren Umsetzung nicht stemmen könnten. So gibt es in diesem Jahr kein großes Fischerfest an der Schwarzen Lache, auch die Abfischfeste der Teichwirtschaft Ringpfeil und der Teichwirtschaft Greim finden nicht statt.

05:23 Uhr | Museumsbahn fährt nicht in die Herbstferien

Die Museumsbahn Schönheide im Erzgebirgskreis hat ihre für kommendes Wochenende geplanten "Fahrten in die Herbstferien" ersatzlos abgesagt. Der Vorstand reagiert damit nach eigenen Angaben auf die ständig steigenden Corona-Infektionszahlen und die damit verbundene Unsicherheit in der Bevölkerung. Der Verein wolle nicht dazu beitragen, die Infektionsrate weiter zu erhöhen, heißt es in der Mitteilung.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 16.10.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 16.10.2020 | 19:00 Uhr

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