Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 27.03.: 20 Millionen Euro Mietausfälle pro Monat erwartet

Sachsens Wohnungsgenossenschaften (VSWG) rechnen im Zuge der Corona-Pandemie mit Mietausfällen von knapp 20 Millionen Euro pro Monat. Das teilte der Vorstand am Freitag in Dresden mit.

Symbolbild zum Mietrecht
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Meldungen am 28. März:

21:34 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

  • In Sachsen sind 1.505 Menschen postiv auf das Coronavirus getestet worden. Neun Menschen sind im Freistaat bislang an den Folgen der Infektion gestorben. Am heutigen Freitag wurde ein Todesfall bestätigt.
  • Die Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz in Sachsen nehmen zu. Von Donnerstag zu Freitag sind laut Innenministerium 115 Straftaten registriert worden, zuvor waren es 103. 
  • Immer mehr Schnapsbrennereien helfen bei der Produktion von Desinfektionmittel.
  • Ein Verbund von drei Firmen aus dem Erzgebirge arbeitet an textilen Mundschutzmasken, die gegen Viren schützen sollen.
  • Sachsens Krankenhäuser sind gut auf die Behandlung von Corona-Patienten vorbereitet. Von den rund 26.000 Krankenhausbetten im Freistaat Sachsen stehen potentiell 14.471 Betten zur Versorgung von Corona-Patienten zur Verfügung, davon 1.422 auf Intensivstationen. 

Wir beenden an dieser Stelle die Berichterstattung zur Corona-Pandemie in Sachsen für heute. Ab morgen früh sind wir wieder mit dem aktuellen Nachrichtenüberblick für Sie da. Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Und denken Sie bitte daran: Abstand halten - miteinander stark.

21:04 Uhr | Kirchen digitalisieren ihre Gottesdienste

Die Corona-Pandemie hat auch das öffentliche Leben der kirchlichen Gemeinden zum Erliegen gebracht. Die Kirchen in Mitteldeutschland versuchen, online für ihre Gemeindemitglieder da zu sein. Neben Livestreams bieten sie Gottesdienste, an denen man sich beteiligen kann. Glockengeläut gibt es natürlich auch.

20:37 Uhr | Viele polnische Mitarbeiter bleiben im Klinikum Görlitz

Am Klinikum in Görlitz hat sich bisher mehr als die Hälfte der polnischen Beschäftigten entschieden, eine vorübergehende Unterkunft auf deutscher Seite in Anspruch zu nehmen. Wie die Klinikleitung mitteilte, wollen 17 von insgesamt 32 Beschäftigten ihre Görlitzer Kollegen weiterhin unterstützen. Dazu gehören Ärzte, Pflegekräfte sowie Personal anderer Berufsgruppen. Ab morgen dürfen auch Berufspendler aus Polen nicht mehr aus- und einreisen.

20:05 Uhr | Petra Köpping und Martin Dulig stellen sich Bürgerfragen

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) haben in einem Facebook-Livechat über die Coronaviruslage in Sachsen informiert. Wie Dulig mitteilte, ist die Darlehensvergabe der Sächsischen Aufbaubank angelaufen. Bisher seien rund 6.000 Anträge eingegangen und 340 bereits bewilligt worden. Bestellungen für Schutzausrüstungen im medizinischen Bereich laufen auf Hochtouren, so Köpping. Diese würden dann nach einer Prioritätenliste vergeben. Ob das öffentliche Leben nach Ostern wieder hergestellt werden könne, kann die Gesundheitsministerin noch nicht sagen. Man müsse abwarten wie sich die Pandemie in nächsten Tagen und Wochen entwickelt.

19:50 Uhr | Sachsens Forschungs- und Wissenschaftslandschaft bündelt Kräfte

Sachsens Forschungs- und Wissenschaftslandschaft stellt in Zusammenarbeit mit den Unikliniken und anderen medizinischen Einrichtungen derzeit ein großes Helfernetzwerk auf die Beine. Dabei unterstützen sie sich zum Beispiel bei der die Bereitstellung von Schutzkleidung und Atem- und Gesichtsschutzmasken. Viele Unternehmen und Institute stellen Schutzmasken für das medizinische Personal her. "Ich bin für die Unterstützung und die exzellente wie pragmatische Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Institutionen sehr dankbar und sage ihnen meine volle Unterstützung zu", sagte Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow. "Es ist beeindruckend zu sehen wie viel auch kurzfristig möglich ist und welche Kraft das gemeinsame Engagement entfaltet."

19:33 Uhr | Förderung für Berufspendler aus Tschechien und Polen

Die Landesdirektion Sachsen hat heute die vom Freistaat Sachsen finanzierte Förderung von Berufspendlern gestartet. Die Förderung ist für Berufspendler aus Tschechien und Polen aus dem Gesundheitssektor gedacht, die wegen der aktuellen Grenzregularien nicht täglich nach zu Hause zurückkehren können. Ab sofort ist das Antragsformular auf der Internetseite der Landesdirektion verfügbar.

Je Arbeitskraft, die Unterkunft in Sachsen nimmt, wird eine Pauschale von 40 Euro pro Nacht gezahlt, wenn die Zuwendungsvoraussetzungen erfüllt sind. Für die mitreisenden Angehörigen beträgt die Pauschale 20 Euro pro Nacht.

19:14 Uhr | Kein Patientenkontakt durch infizierte Ärzte in Meißen

Zwei Ärzte am Elblandklinikum Meißen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Wie eine Klinik-Sprecherin am Freitag mitteilte, hatten die Ärzte keinen Patientenkontakt. Die beiden Mediziner befinden sich in Quarantäne.

19:02 Uhr | Tag der Sachsen soll verschoben werden

Der Bürgermeister der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema, Heinrich Kohl, hat darum gebeten, den Tag der Sachsen zu verschieben. Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise, vor allem auf Partner-Unternehmen der Region, könnten die laufenden Vorbereitungen nicht fortgesetzt werden. Aue-Bad Schlema stehe bereit, Sachsens größtes Volksfest zu einem späteren Zeitpunkt auszurichten. Das Kuratorium des Tages der Sachsen soll in der kommenden Woche über eine Verschiebung entscheiden.

18:53 Uhr | Lehramtsstudenten fordern Reduzierung der Abschlussprüfungen

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie setzen sich die sächsischen Lehramtsstudierenden für eine massive Reduzierung ihrer Abschlussprüfungen ein. So sollen die mündlichen Prüfungen und die schriftliche Klausur entfallen. Bestehen bleiben soll einzig die wissenschaftliche Abschlussarbeit. "Hunderte Examenskandidaten werden neben den allgemein zu bewältigenden Pandemie-Problemen (Kinderbetreuung, Isolation, geschlossene Bibliotheken, eingeschränkter Kontakt zu Dozierenden etc.) durch die Angst vor den vielen Prüfungen zu einem unbestimmten Zeitraum geplagt", so Felix Fink, Referent für Lehramt des Studentenrates der Universität Leipzig.

18:37 Uhr | Leipzigs Oberbürgermeister wendet sich an Senioren

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) will sich in Briefen gezielt an die Senioren der Stadt wenden. "Bleiben Sie, so oft es geht, zu Hause", appelliert er in dem Brief, der am Montag an alle Leipziger über 65 Jahre verschickt werden soll. Das teilte die Stadt am Freitag mit. Er wende sich vor allem an die älteren Bürger, weil sie häufiger schwer am neuartigen Coronavirus erkrankten, so Jung.

18:20 Uhr | 20 Millionen Euro Mietausfälle pro Monate erwartet

Sachsens Wohnungsgenossenschaften (VSWG) rechnen im Zuge der Corona-Pandemie mit Mietausfällen von knapp 20 Millionen Euro pro Monat. Das teilte der Vorstand am Freitag in Dresden mit. Der VSWG erwartet zudem, dass sich der Anteil der ausfallenden Mieten mit zunehmender Dauer der Krise um rund 1,5 bis 2 Prozent pro Monat erhöhen könnte und plädierte für einen Sicher-Wohnen-Fonds. "Niemand soll aufgrund der Corona-Krise seine Wohnung verlieren", stellte der VSWG klar.

Die 209 im VSWG organisierten Wohnungsgenossenschaften bewirtschaften mit insgesamt knapp 300.000 Wohneinheiten rund 19 Prozent des gesamten Mietwohnungsbestandes in Sachsen und bieten rund einer halben Million Menschen ein Zuhause.

17:48 Uhr | Minister im Live-Chat

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wollen ab 18 Uhr in einem Facebook-Livechat Fragen rund um das Coronavirus beantworten. Fragen können im Livestream oder bereits im Vorfeld auf der Facebook-Seite des Freistaates gestellt werden.

17:29 Uhr | Sachsens Krankenhäuser sind gut vorbereitet

Sachsens Krankenhäuser verfügen über eine große Bettenkapazität zur Behandlung von Corona-Patienten. Von den rund 26.000 Krankenhausbetten im Freistaat Sachsen stehen potentiell 14.471 Betten zur Versorgung von Corona-Patienten zur Verfügung. Momentan sind davon 5.325 Betten frei. Für die Behandlung schwerer klinischer Krankheitsverläufe stehen 1.422 Betten auf Intensivstationen zur Verfügung. Davon sind 1.173 mit Beatmungsgeräten ausgestattet. Aktuell werden in sächsischen Krankenhäusern 222 Corona-Patienten behandelt. Davon liegen 32 Patienten auf Intensivstationen.

Sachsen ist mit dieser Bettenkapazität im Bundesvergleich sehr gut aufgestellt.

Petra Köpping Sächsische Gesundheitsministerin

"Die Krankenhäuser haben in den letzten Wochen ihre Kapazitäten überprüft und die Planung für die Behandlung schwerkranker Patienten abgeschlossen", so die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping. Wir wissen nun, was unsere Krankenhäuser zu leisten imstande sein werden."

17:08 Uhr | Hohe Verluste für den Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig

Der Manager des Handball-Bundesligisten SC DHfK Leipzig, Karsten Günther, geht aktuell von einem Verlust von etwa zehn Prozent des Jahresetats aus. Das ist fast eine halbe Million Euro und betrifft nur die Zeit bis zum 30. Juni 2020. Nur Kredite würden dem Verein nicht helfen. "Das würde bedeuten, wir müssten in den kommenden Jahren einen ordentlichen Überschuss erwirtschaften, um das Geld zurückzuzahlen", so Günther.

16:51 Uhr | Corona-Testambulanz in Mittweida eröffnet

Am Donnerstag hat eine neue Corona-Testambulanz auf dem Krankenhausgelände in Mittweida eröffnet. Wochentags zwischen 9 und 11 Uhr werden Patienten auf das Corona-Virus getestet. Termine dafür vergibt das Gesundheitsamt Mittweida telefonisch. Nur bei Auftreten akuter Symptome wie Husten, Halsschmerzen und Fieber finden Tests statt.

16:37 Uhr | IHK verschiebt Abschlussprüfungen

Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) verschieben die für April und Mai geplanten schriftlichen Abschlussprüfungen der Auszubildenden in den Sommer 2020. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Weiterbildungsprüfungen statt. Diese sollen zwischen Juni und August nachgeholt werden.

Auch alle IHK-Unterrichtungen sowie die IHK Sach- und Fachkundeprüfungen (Verkehrsprüfungen sowie Unterrichtungen und Prüfungen aus dem Bereich des Gewerberechts) bleiben mindestens bis zum 24. April 2020 ausgesetzt.

16:15 Uhr | Neue Studie zur Zahl möglicher Corona-Todesfälle

Forscher um Neil Ferguson vom Imperial College in London legen eine neue Studie über die Auswirkungen des Coronavirus vor. MDR Wissen hat dazu recherchiert.

15:56 Uhr | Wachsender Bedarf an Saisonarbeitskräften in der Landwirtschaft

Um den landwirtschaftlichen Betrieben durch die Corona-Krise zu helfen hat die Bundesregierung die Zeitgrenze für eine kurzzeitige Beschäftigung angehoben. Für die Zeit vom 1. März bis 31. Oktober 2020 können Saisonkräfte fünf Monate oder 115 Arbeitstage eine kurzfristige Beschäftigung sozialversicherungsfrei ausüben. Normalerweise liegt diese Grenze bei drei Monaten oder 70 Arbeitstagen. Außerdem sollen die zwei Online-Plattformen www.daslandhilft.de und www.saisonarbeit-in-Deutschland.de den landwirtschaftlichen Betrieben dabei helfen, Saisonarbeitskräfte zu finden.

15:40 Uhr | Hinzuverdienstgrenze für Rentner angehoben

Die Hinzuverdienstgrenze für Rentner ist zur Bewältigung der Corona-Krise deutlich angehoben worden. Wie die Deutsche Rentenversicherung Mitteldeutschland am Freitag in Leipzig mitteilte, steigt sie für das Jahr 2020 von 6.300 Euro auf 44.590 Euro. Jahreseinkünfte bis zu dieser Höhe führen somit nicht zu einer Kürzung einer vorgezogenen Altersrente. Ab dem Jahr 2021 gelte dann wieder die bisherige Grenze.

15:27 Uhr | Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz nehmen zu

Die Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz in Sachsen nehmen zu. Von Donnerstag zu Freitag seien 115 Straftaten registriert worden, zuvor waren es 103. Das teilte Innenminister Roland Wöller auf einer Pressekonferenz am Nachmittag mit. Die meisten Sachsen würde sich aber an die Regelungen halten. "Wir haben im Bereich der Polizeidirektion Dresden immer noch die Benutzung von Spielplätzen und Sportstätten, obwohl es untersagt ist", so Wöller. Außerdem habe es eine Reihe von Feierlichkeiten gegeben. In den meisten Fällen reiche eine Belehrung aus. Doch es kam auch zweimal zu Widerstand gegen die Einsatzkräfte. Wöller kündigte für das Wochenende eine verstärkte Polizeipräsenz und "konsequente Kontrollen" an.

14:56 Uhr | Stadt Leipzig erlässt Sondernutzungsgebühren

In bestimmten Fällen erlässt die Stadt Leipzig die Sondernutzungsgebühren und Verwaltungskosten für das laufende Jahr. Dies gilt auch rückwirkend für bereits erhobene und gezahlte Gebühren in diesem Bereich. Diese werden zurückerstattet. Oberbürgermeister Burkhard Jung hat das auf Vorschlag von Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau entschieden. Die Stadt verzichtet damit auf geschätzte Einnahmen in Höhe von rund 2,75 Millionen Euro, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie für in Leipzig tätige Unternehmen abzumildern.

14:33 Uhr | Coronavirus-Pandemie: Neuntes Todesopfer in Sachsen

In Sachsen gibt es einen neunten Todesfall eines an dem Coronavirus erkrankten Patienten. Das teilte des Gesundheitsministerium mit. Nach MDR-Recherchen stammt das Opfer aus dem Vogtlandkreis. Die Zahl der Corona-Patienten in Sachsen nimmt weiter zu. Mittlerweile wurde das Coronavirus bei 1.505 Menschen nachgewiesen, 230 mehr als am Donnerstag. Diese Zahlen nannte Gesundheitsministerin Petra Köpping am Nachmittag bei einer Pressekonferenz. Zu den Todesfällen sagte Köpping: "Das sind alles Menschen, die hoch betagt sind und deswegen bestätigt sich das, dass gerade ältere Menschen aufpassen und sich schützen müssen." Man könne auf keinen Fall Entwarnung geben, so Köpping.

Außerdem sprach die Ministerin von den ersten Schutzmaskenlieferungen. "Wir haben 66.000 OP-Masken und Gesichtsmasken bekommen, Schutzbrillen, Ganzkörperanzüge." 10.000 OP-Masken stammen dabei vom chinesischen Versandriesen Alibaba und wurden als Spende nach Sachsen geliefert, so Köpping.

14:23 Uhr | Polizei kontrolliert mit Reiterstaffel an den Elbwiesen

Im Zusammenhang mit der Allgemeinverfügung des sächsischen Sozialministeriums zeigt die Polizeidirektion verstärkte Präsenz. Diese soll am Wochenende noch einmal verstärkt werden. Besonders Menschenansammlungen werden in den Blick gefasst. An den Elbwiesen ist zurzeit die Reiterstaffel für Kontrollen im Einsatz.

Reiterstaffel der Polizei auf den Elbwiesen
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14:15 Uhr | Beim FSV Zwickau droht Millionenloch

Fußball-Drittligist FSV Zwickau rechnet im Fall eines Saisonabbruchs mit Umsatzverlusten von einer Million Euro. Das teilte der Club am Freitag in einer Erklärung mit.

13:59 Uhr | Kurzarbeitergeld für Auszubildende

Kurzarbeitergeld ist auch für Auszubildende möglich. Im Betrieb soll jedoch zuerst alles Zumutbare versucht werden, um die Ausbildung fortzusetzen. Ist dennoch die Kurzarbeit für Auszubildende unvermeidbar, hat der Auszubildende zunächst für die Dauer von sechs Wochen einen Anspruch auf Fortzahlung der Vergütung. Ab der siebten Woche kann dann Kurzarbeitergeld gezahlt werden.

Für Hans-Joachim Wunderlich, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Chemnitz, greift die bestehende Regelung deutlich zu kurz. "Gerade in der derzeitigen Situation ist es wichtig, Kurzarbeitergeld für die Auszubildenden nicht erst ab der siebenten Woche, sondern sofort und ohne bürokratischen Aufwand zu zahlen", so Wunderlich. "Das gibt sowohl den Unternehmen, als auch den Auszubildenden Sicherheit."

13:40 Uhr | Abschlussprüfungen in der Oberstufe nicht in Gefahr

Auch die Schüler der Oberstufe müssen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Gedanken um ihre Abschlussprüfungen machen. Das stellte eine Sprecherin des sächsischen Kultusministeriums am Freitag klar. Bisher war in der Öffentlichkeit meist nur von der Abiturstufe gesprochen worden. Alle Prüfungen in diesem Schuljahr sollen wie geplant durchgeführt werden. Das hatte die Kultusministerkonferenz der Länder bei ihrer Konferenz am vergangenen Dienstag beschlossen. Bei einer Änderung würden die Schüler rechtzeitig informiert, so Sachsens Kultusminister Christian Piwarz.

13:20 Uhr | Einschränkungen im Bahnverkehr ab 1. April

Ab dem 1. beziehungsweise 4. April passen die Bahngesellschaften im Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) ihr Angebot an die deutlich gesunkene Nachfrage an. "Die Unternehmen rechnen mit einer hohen Zahl an Krankmeldungen und streichen daher Fahrten", erklärt Burkhard Ehlen, Geschäftsführer des VVO. Die Einschränkungen betreffen DB Regio, die Mitteldeutsche Regiobahn und den Trilex. Ab Pirna, Meißen und Tharandt sollen die S-Bahnen zweimal stündlich nach Dresden fahren, ab Großenhain, Weinböhla und Radeberg rollen die Züge zwei- bis dreimal stündlich. Bad Schandau, Elsterwerda, Hoyerswerda, Kamenz, Königsbrück und Riesa sind im Stundentakt erreichbar.

12:41 Uhr | Mundschutz und Atemmasken

Welche Sicherheit Mundschutz und Atemmasken in welchen Situationen bieten können, hat MDR Wissen recherchiert.

12:07 Uhr | Leipzig bedankt sich

Die Stadt Leipzig hat via Twitter ein Dankeschön geschickt, an alle, die mit ihrem Verhalten die schnelle Verbreitung des Coronavirus verhindern. "Danke, dass Ihr zu Hause bleibt, Abstand haltet und alle mithelft, die Krise zu meistern", heißt es darin.

Die dazu gestellten Motive können heruntergeladen und weiter verteilt werden. Mit dieser Kampagne unter dem Schlagwort #leipzigbleibtzuhause sollen die Menschen sensibilisiert werden, die Kontakt- und Bewegungseinschränkungen einzuhalten. Das teilte die Stadtverwaltung heute mit.

11:52 Uhr | Dresdner Musikfestspiele weiter geplant

Die Dresdner Musikfestspiele sollen zumindest jetzt noch nicht abgesagt werden. Das erklärte eine Sprecherin des Festivals. Man hoffe nach wie vor, dass die Veranstaltungen stattfinden können. Die Entscheidung darüber liege bei der Stadt und werde voraussichtlich im April fallen. Die Musikfestspiele sollen am 12. Mai beginnen. In diesem Jahr sollte ein Schwerpunkt auf der Musik Ludwig van Beethovens liegen - anlässlich seines 250. Geburtstags.

11:25 Uhr | Weitere Infizierte bei Spiel Leipzig gegen Tottenham

Beim vorläufig letzten Großereignis vor Zuschauern in Deutschland waren unwissentlich mehrere mit dem Coronavirus infizierte Menschen.

11:06 Uhr | Vonovia: Keine Wohnungsräumungen bei Mietausfall

Das Wohnungsunternehmen Vonovia hat seinen Mietern in Leipzig stabile Verhältnisse während der Corona-Krise zugesagt. Mit Kunden, die aktuell in wirtschaftliche Bedrängnis geraten, finde man schnelle und pragmatische Lösungen, so das Unternehmen. Der telefonische Mieterservice bleibe erreichbar. Auch bereits angekündigte Wohnungsräumungen würden ausgesetzt, Mieterhöhungen werde es nicht geben. Vonovia ist nach eigenen Angaben der bundesweit größte Vermieter, in Leipzig mit einem Bestand von 6.500 Wohnungen.

10:41 Uhr | Desinfektionsmittel aus der Schnapsbrennerei

Im Kampf gegen das Coronavirus sind die Desinfektionsmittel knapp geworden. Schnapsbrennereien in der Oberlausitz produzieren hochprozentigen Alkohol und geben ihn als Corona-Killer an Apotheken und Kliniken in der Region ab.

10:26 Uhr | Lehrer dürfen Heimarbeit benoten

Lehrer dürfen die Heimarbeit, die sie während der ausgesetzten Schulpflicht aufgegeben haben, benoten. Das stellte Susann Meerheim, Sprecherin des Sächsischen Kultusministeriums, auf Anfrage von MDR SACHSEN klar. Dabei könnten die Anforderungen, die die verschiedenen Schulen an die Kinder und Jugendlichen stellen, sehr variieren. Wenn Eltern hier unsicher sind, sollten sie den Kontakt mit der Schule oder dem Lehrer suchen, um die Bedenken zu klären, so Meerheim.

10:07 Uhr | Steigende Nachfrage bei Krabat-Milchwelt

Die Krabat-Milchwelt aus Kotten bei Wittichenau verzeichnet eine steigende Nachfrage nach ihren Produkten. In den belieferten Supermärkten, im Hofladen und den Verkaufswagen würde derzeit mehr frische Milch und Joghurt verkauft, sagte Geschäftsführer Tobias Kockert. Die Öffnungszeiten des Hofladens in Kotten wurden auf fünf Tage in der Woche ausgedehnt.

09:39 Uhr | Pflanzungen im Wald mit wenig Forstarbeitern

Im Forstbezirk Eibenstock kann nur mit angezogener Handbremse gearbeitet werden. Wie Forstamtsleiter Stephan Schusser sagte, ist momentan nur noch die Kernmannschaft mit 55 Leuten im Einsatz. Auch Verwaltungsangestellte arbeiten auf Abstand derzeit im Wald mit. Neben der Sichtung von Borkenkäferbefall müssen jetzt laut Schusser vor allem die jungen Bäume in den Boden.

09:17 Uhr | Minister antworten im Facebook-Livechat

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) und Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) wollen heute Abend ab 18 Uhr in einem Facebook-Livechat Fragen rund um das Coronavirus beantworten. "Wir sprechen über die Maßnahmen der Sächsischen Staatsregierung gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Sachsen", steht in dem Facebook-Post mit der Ankündigung zur Fragen-Antwort-Runde. Fragen können bereits auf der Facebook-Seite von sachsen.de gestellt werden.

08:49 Uhr | Grenzstau am Abend auf der A4

Gestern Abend staute sich auf der A4 der Verkehr in Richtung polnischer Grenze. Nach MDR-Reporterinformationen streckte sich die Fahrzeugschlange zeitweise über 15 Kilometer. Pkw wurden an der Anschlussstelle Nieder Seifersdorf auf die Umleitungsstrecken abgeleitet.

Lkw stehen in langer Reihe nachts auf der Autobahn.
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08:18 Uhr | Corona-Fall in Altenheim im Erzgebirge

In einem Altenheim im erzgebirgischen Bärenstein ist ein Küchenmitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet worden. Wie das Landratsamt bestätigte, ist es der erste Corona-Fall in einem Altenheim im Erzgebirgskreis. Der Mann hatte über leichte Symptome geklagt und sich testen lassen. Die Vorsichtsmaßnahmen in der Einrichtung sind noch einmal erhöht worden.

07:42 Uhr | Diakonie: Unterkünfte für Obdachlose fehlen

Die Diakonie hat die Landkreise, Städte und Gemeinden aufgerufen, Unterkünfte für Obdachlose bereitzustellen. "In unseren diakonischen Einrichtungen, wie den Tagestreffs, können wir aufgrund der neuen Hygieneregeln maximal die Hälfte der sonstigen Gäste versorgen", sagte Diakonie-Sprecherin Sigrid Winkler-Schwarz aus Radebeul. Manche Einrichtungen, wie die Nachtcafés, mussten sogar ganz geschlossen werden.

Deshalb appellieren wir an die Kommunen, leerstehende Tagungshäuser, Hotels oder Hostels für die Übernachtung Wohnungsloser bereitzustellen.

Sigrid Winkler-Schwarz Diakonie Sachsen

07:25 Uhr | Weitere Bauverzögerung bei Haftanstalt in Zwickau möglich

Die Fertigstellung der gemeinsamen Justizvollzugsanstalt von Sachsen und Thüringen in Zwickau verzögert sich möglicherweise weiter. Nach Angaben des Finanzministeriums in Dresden sei noch nicht absehbar, wie sich die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie auswirkten.

Aktuell liefen die Tiefbauarbeiten. Die Anstaltsmauer und ein Regenwasserrückhaltebecken sollen in den nächsten Monaten fertiggestellt werden. Ob es dann in der zweiten Jahreshälfte planmäßig mit dem Rohbau weitergehen kann, ist aber unklar. Die Arbeiten hatten im vergangenen Sommer begonnen und sollen Ende 2023 beendet sein. Die mehr als 170 Millionen Euro teure JVA soll 820 Haftplätze haben.

06:54 Uhr | Wöller: Ausgangsbeschränkung verbietet Wanderausflüge

In Sachsen gibt es Verunsicherung, wie weit sich Menschen im Sinne der geltenden Ausgangsbeschränkung von ihrer Wohnung entfernen dürfen. Innenminister Roland Wöller sagte, das private Wohnumfeld sei auf jeden Fall verlassen, wenn man beispielsweise als Dresdner in die Sächsische Schweiz wandern oder klettern gehe.

Mehrere Kommunen sperren zum Wochenende hin Wanderparkplätze und Stellflächen in Naherholungsgebieten. Die Leipziger Polizei hatte gestern eingeräumt, dass es eine Fünf-Kilometer-Beschränkung beim Spazierengehen und Sporttreiben nicht gibt.

06:34 Uhr | Mann schießt mit Schreckschusspistole in Gruppe

In Leipzig-Grünau ist am Abend ein Mann mit einer Schreckschusspistole auf eine Gruppe  losgegangen. Laut Polizei hatte sich der 42-Jährige im Allee-Center als Polizist ausgegeben und drei Menschen aufgefordert, sich wegen der Corona-Krise auseinander zu setzen. Kurz danach habe er seine Waffe geladen und abgedrückt, die mit Reizgas geladen war. Eine Person habe das Reizgas abbekommen, klagte danach über Atemprobleme und Schmerzen in den Augen. Gegen den polizeibekannten Täter ermittelt jetzt die Kriminalpolizei.

06:17 Uhr | Kein Mittelalter-Spectaculum in Zittau

Die Stadt Zittau hat alle geplanten Veranstaltungen bis zum 1. Juni abgesagt. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wird es in diesem Jahr das Mittelalterfest Spectaculum am Vorabend des Himmelfahrttages nicht geben. Auf Grund der gegenwärtigen Corona-Pandemie, sei es nicht möglich, langfristige Verträge mit Veranstaltern und Künstlern einzugehen.

Auch mit den Veranstaltern des Neiße Filmfestivals, des trinationalen Theaterfestivals J-O-S und der Deutschen Meisterschaften im Orientierungslauf habe man das Vorgehen abgestimmt, so Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker.

05:53 Uhr | Grimma stundet bei Notlagen Gebühren und Steuern

Die Stadt Grimma will Steuerzahler, die von den Auswirkungen der Corona-Krise betroffen sind, vorübergehend entlasten. Wie es aus dem Rathaus hieß, besteht die Möglichkeit der Stundung fälliger Gebühren und Steuern. Die Anträge sollten inhaltlich den Zusammenhang von Corona- Krise und Zahlungsschwierigkeiten abbilden. Seien diese Voraussetzungen gegeben, würden die Anträge schnell und wohlwollend geprüft.

05:21 Uhr | Infektiologe: Kontaktverbot kam für den Osten möglicherweise zur rechten Zeit

Das Kontaktverbot könnte Mitteldeutschland einen milderen Verlauf der Corona-Pandemie bescheren als Westdeutschland. Diese Hoffnung äußerte Prof. Mathias Pletz, Direktor des Instituts für Infektionsmedizin und Krankenhaushygiene am Uniklinikum Jena, im MDR-Magazin "Hauptsache Gesund". "Wir wissen nicht, ob dieser Kelch an uns vorübergehen wird, aber vielleicht kommt das Kontaktverbot für den Osten rechtzeitig", so Pletz.

05:14 Uhr | Häusliche Gewalt befürchtet

Frauenverbände, der Bund deutscher Kriminalbeamter und das Bundesfamilienministerium befürchten, dass Gewalt zunehmen wird, wenn die Menschen in häuslicher Isolation sind. Besonders gefährdet seien Frauen und Kinder. Dabei sind Frauenhäuser in Sachsen bereits im Normalzustand überbelegt. Sachsens Justizministerium prüft derzeit, ob Plätze für Opfer in leerstehenden Hotels, Ferieneinrichtungen oder Mutter-Kind-Einrichtungen genutzt werden könnten. Frauenaktivisten rufen auch die Nachbarschaft auf, bei Gewaltanzeichen im Umfeld zu reagieren, die Polizei zu verständigen und so zu helfen.

  • Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist erreichbar unter: 0800 0 11 60 16

05:03 Uhr | Fichtelbergbahn stellt Freitagabend Betrieb ein

Die Fichtelbergbahn stellt zum Sonnabend ihren Betrieb vorläufig ein. Geschäftsführer Roland Richter begründete den Schritt mit drastisch gesunkenen Fahrgastzahlen wegen der Coronakrise.

Wenn keiner mehr mitfahren möchte, macht es natürlich wenig Sinn, mit Zügen Luft durch die Gegend zu fahren.

Roland Richter

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 26.03.2020 | 19:00 Uhr

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