Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 27.11.: 2.418 Neuinfektionen in Sachsen

Von Montag bis Freitag halten wir Sie mit unserem Corona-Ticker über das Pandemiegeschehen in Sachsen auf dem Laufenden. Hier finden Sie Zahlen, Fakten, Hintergründe.

Symbolbild Corona-Test
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22:15 Uhr | Tickerende

Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Abend und friedlichen ersten Advent!

22:10 Uhr | Die neun Corona-Regeln im Überblick

Sachsen verzeichnet Rekordzahlen bei den Corona-Infektionen, die Krankenhäuser sind überlastet, bereits jetzt müssen viele Patienten in angrenzende Regionen verlegt werden. Um die Pandemie einzudämmen, hat Sachsen seine Corona-Maßnahmen weiter verschärft. Die neuen Regeln gelten ab Dienstag, bis zum 28. Dezember.

21:55 Uhr | Freie Sendezeit für Leipziger Clubkultur in Corona-Zeiten

Leipziger Kulturschaffende haben beim MDR-Wettbewerb "Freie Sendezeit" gewonnen und diese der Leipziger Clubkultur gewidmet. In einem 15-minütigen Video versammelten sie zahlreiche Musiker, Clubkünstler und Kulturschaffende, die in der Corona-Pandemie schon seit vielen Monaten nicht auftreten dürfen. Ohne Kunst und Kultur würde es still, erklärten die Organisatoren via Facebook. "Das Tolle ist, dass wir alle aus unterschiedlichen Subkulturen etwas gemeinsam gemacht haben."

Eine Gruppe junger Menschen laufen mit mobiler Musik 5 min
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Mit mehr als 350 Vorschlägen sind Kunst- und Kulturschaffende dem Aufruf zum MDR-Ideenwettbewerb "Freie Sendezeit für freie Künstlerinnen und Künstler" gefolgt. Eine Auswahl von 15 Projekten wird nun präsentiert.

artour Do 26.11.2020 00:20Uhr 05:05 min

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Video

21:47 Uhr | Dresdner Augustusmarkt ist abgesagt

Der Dresdner Augustusmarkt auf der Hauptstraße fällt aus. "Die Würfel sind gefallen. Die neuen Verordnungen machen Weihnachtsmärkte unmöglich", erklärten die Organisatoren. "Nachdem sie bis zum 30. November verboten waren, sind sie jetzt endgültig auch für den Dezember untersagt." Das gelte auch für den Augustusmarkt. "Bei allem Verständnis für politische Entscheidungen in diesen Tagen ist die Absage für uns unfassbar traurig", schrieben die Veranstalter.

21:41 Uhr | Görlitz ist am Limit und hofft auf Hilfe in der Corona-Pandemie

Die Intensivbetten im Landkreis Görlitz sind fast völlig ausgelastet. Die Pflegekräfte arbeiten am Limit, Patienten müssen in andere Städte verlegt werden.

21:15 Uhr | Gymnasium Markneukirchen schickt fast alle Schüler nach Hause

Das Gymnasium Markneukirchen hat für die kommende Woche für die Schüler der Klassen 5-10 häusliche Lernzeit angeordnet. Das geht aus einem Schreiben der Schulleiters an die Eltern hervor. Ausnahmeregelungen gelten demnach für die Klassen 8a und 10b, die nach beendeter Quarantäne ab Montag wieder zur Schule kommen dürfen sowie für die Klasse 10a, die am Dienstag wieder mit dem Unterricht in der Schule beginnt.

Am Gymnasium Markneukirchen waren in dieser Woche nach vielen positiven Corona-Tests fast täglich ganze Klassen unter Quarantäne gestellt worden. Die Situation könnte sich verschärfen, da noch Bewertungen des Gesundheitsamtes ausstehen, hieß es in dem Schreiben. "Besonders die Vielzahl aktuell nicht einsetzbarer Lehrerinnen und Lehrer macht einen 'normalen' Schulbetrieb nicht mehr möglich", erklärte der Schulleiter. Alle Schüler würden über die Bildungsplattform "Lernsax" mit Unterrichtsmaterialien versorgt.

20:15 Uhr | Kreise in Sachsen haben bundesweit mit die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen

Sachsen ist in der Corona-Pandemie ein trauriger Spitzenreiter. Mehrere Landkreise gehören bundesweit zu den Gebieten mit den meisten Corona-Erkrankungen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Sieben-Tage-Inzidenz). Im Vergleich mit den RKI-Daten hat nur der Landkreis Hildburghausen in Thüringen mit 629,8 eine höhere Sieben-Tage-Inzidenz. Dann folgt mit 443 schon der Landkreis Zwickau. Die bayrische Stadt Passau weist mit einer Inzidenz von 439,4 ebenfalls hohe Fallzahlen auf, gefolgt vom Erzgebirgskreis mit 419 Fällen pro 100.000 Einwohner. Die Landkreise Bautzen (394), Görlitz (380) und der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (375) sind bundesweit ebenfalls vorn mit dabei. (Anmerkung der Redaktion: Die Zahlen des RKI sind oft verzögert, es können sich auch noch andere Gewichtungen ergeben). Die bundesweiten Zahlen des RKI im Vergleich.

20:00 Uhr | Neue Regeln: Masken im Unterricht ab Klassenstufe 7 Pflicht

In den sogenannten Hochinzidenzgebieten (aktuell 11 von 13 Kommunen in Sachsen) werden auch die Maßnahmen an Schulen und Kindertageseinrichtungen verschärft. Unter anderem wird das Tragen einer Maske auch im Unterricht für alle Schüler ab Klassenstufe 7 Pflicht. Das erklärte Kultusminister Christian Piwarz in einer Pressekonferenz am Abend. Zudem würde für weiterführende Schulen Wechselunterricht eingeführt - ausgenommen sind Abschlussklassen. Weitere Details finden sie hier.

19:35 Uhr | Rekordwerte bei Neuinfektionen in Sachsen

Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Sachsen hat einen neuen Höchststand erreicht. Am heutigen Freitag meldeten die Kreise und kreisfreien Städte 2.418 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Das sind noch einmal 413 Neuinfektionen mehr als am Donnerstag und damit der höchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner weist derzeit mit 443 der Landkreis Zwickau auf, gefolgt vom Erzgebirge mit 419. Ähnlich hohe Zahlen melden auch die Landkreise Bautzen (394), Görlitz (380) und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (375).

In Sachsen starben zudem weitere 66 Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung. Damit steigt die Zahl der Todesfälle durch oder mit Covid-19 im Freistaat auf insgesamt 912. 32.640 Personen gelten rechnerisch als wieder genesen.

Aktuell liegen 1.978 Corona-Patienten im Krankenhaus, das sind 27 mehr als am Vortag. Von ihnen müssen 362 Erkrankte intensivmedizinisch behandelt werden, sieben mehr als am 26. November.

18:54 Uhr | Sachsen verschärft Corona-Maßnahmen bis nach Weihnachten

Ausgangsbeschränkungen, Wechselunterricht, nicht weiter als 15 Kilometer vom Wohnort entfernen - Sachsen hat die Maßnahmen zur Beschränkung der Corona-Maßnahmen weiter verschärft. Detaillierte Informationen finden Sie in dem untenstehenden Beitrag.

18:35 Uhr | Reha-Kliniken sollen Krankenhäuser entlasten

"61 Menschen sind allein von gestern auf heute in den Krankenhäusern gestorben", erklärte Sozialministerin Petra Köpping auf der aktuellen Pressekonferenz. Künftig sollen Reha-Kliniken die Krankenhäuser entlasten, indem Reha-Stationen zu Krankenhaus-Einheiten umgerüstet werden.

18:27 Uhr | Ministerpräsident Kretschmer "Die aktuellen Beschränkungen reichen nicht aus"

"Die Zahlen aus den Krankenhäusern in Sachsen sprechen ihre eigene Sprache, wir sind an der Belastungsgrenze", erklärt Ministerpräsident Michael Kretschmer zur Stunde auf der aktuellen Pressekonferenz. "Wenn die saisonale Grippe dazukommt, sind wir nicht mehr in der Lage, die medizinische Versorgung zu gewährleisten." Vieles in dem Land funktioniere mit einer unheimlichen Solidarität, doch die aktuellen Beschränkungen reichten nicht aus. Es brauche Ausgangsbeschränkungen. "Ein härteres Vorgehen ist jetzt nötig", sagte Kretschmer.

17:20 Uhr | Chefarzt aus dem Erzgebirge: "Wirklich sehr bedrohliche Situation"

Die Corona-Lage im Erzgebirge bleibt angespannt. Das zeigt sich vor allem in den Krankenhäusern. "Das ist wirklich eine sehr bedrohliche Situation. Die stationären Behandlungsfälle nehmen entsprechend der hohen Infektionsrate immer mehr zu, die schweren Verläufe nehmen immer mehr zu. Wir haben wirklich die Kapazitätsgrenzen fast erreicht", sagte Norbert Heide, Chefarzt des Klinikums Mittleres Erzgebirge. Schon jetzt müssten Patienten verlegt werden. Nicht nur in nahe Krankenhäuser, sondern länderübergreifend. So müsse beispielsweise wahrscheinlich die Hilfe von Krankenhäusern in Halle in Anspruch genommen werden.

16:31 Uhr | Staatsweingut Wackerbarth knipst das Licht aus

Das Staatsweingut Wackerbarth schaltet die Lichtinstallationen seines Barockgartens aus. Das gab das Weingut heute auf seiner Facebook-Seite bekannt. "Als Staatsweingut sind wir verpflichtet zu prüfen, wie wir in der aktuellen Situation keine zusätzlichen Anreize für mögliche Kontakte schaffen. Mit dem beginnenden Advent haben wir uns entschlossen, bis auf Weiteres auf unser Licht zu verzichten", hieß es. Auch der "Wackerbarth to go"-Stand werde geschlossen. Wein gibt es den Angaben zufolge jedoch weiterhin im Gutsmarkt und im Online-Shop. Auch der Barockgarten bleibt geöffnet. "Wir wünschen euch in den kommenden Wochen viel Durchhaltevermögen und Wohlergehen – sowie ein paar genussvolle Momente mit einem guten Glas sächsischen Wein bzw. Sekt", hieß es mit Blick auf die kleinen schönen Dinge in diesem seltsam-besonderen Winter.

Schloss Wackerbarth
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16:17 Uhr | Damit Kranke versorgt werden können: Breiter Appell, Kontaktbeschränkungen einzuhalten

Angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen in Sachsen mahnen Landesregierung und kommunale Spitzenverbände unbedingte Kontaktbeschränkungen an. Alle nicht notwendigen Kontakte sollen sowohl zum eigenen als auch zum Schutz anderer unbedingt weiter reduziert werden, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung, die am Freitag in Dresden verbreitet wurde. Oberstes Ziel sei, "das gute, funktionierende Gesundheitssystem in Sachsen aufrecht zu halten und eine Versorgung für jede Patientin und jeden Patienten auch weiterhin sicherzustellen".

16:08 Uhr | Liederfest "Hoyschrecke" der Kulturfabrik Hoyerswerda startet heute online

Das 24. Liederfest Hoyschrecke der Kulturfabrik Hoyerswerda startet heute coronabedingt in einer online-Version. Den Anfang macht am Abend die Offene Bühne, die bereits im Vorfeld aufgezeichnet wurde. Ab 20 Uhr ist sie im Internet unter www.hoyschrecke.de zu sehen. Auch die Publikumswertung erfolgt online. Sonnabend wird das vorher aufgezeichnete Wettbewerbskonzert gezeigt. Acht Liedermacherinnen und Liedermacher unter anderem aus Regensburg, Dresden, München und Jena stehen auf der virtuellen Bühne. Die beiden Gewinner von Jury- und Publikumspreis erhalten anschließend eine Einladung zu einem Preisträgerkonzert im kommenden Jahr. Dann sollen auch die metallenen Hoyschrecken übergeben werden.

15:21 Uhr | Dresdner Frauenkirchen-Vesper wird wohl nach drinnen verlegt

Die traditionelle weihnachtliche Vesper der Stiftung Frauenkirche wird möglicherweise wegen der Corona-Pandemie erstmals seit 1993 nicht unter freiem Himmel stattfinden. "Derzeit laufen die Planungen für eine Innenveranstaltung in der Frauenkirche", sagte Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz der "Sächsischen Zeitung". Wegen der Corona-Hygieneauflagen müssten die Zugänge zum Platz vor der Kirche so kontrolliert werden, dass das Abstandsgebot eingehalten wird. Das sei auf dem Neumarkt aber kaum zu leisten. Vergangenes Jahr kamen rund 18.000 Menschen. Die Stiftung Frauenkirche will am Dienstag über das diesjährige Corona-Konzept informieren. Auf jeden Fall soll die Vesper vom MDR übertragen werden.

14:54 Uhr | Ehrenamtliche für Corona-Schnelltest-Station gesucht

Das ASB-Seniorenheim "Am Gorbitzer Hang" in Dresden sucht ehrenamtliche Helfer mit medizinischer Vorbildung für die Durchführung von Corona-Schnelltests. "Wir wollen Besuche weiterhin ermöglichen und gleichzeitig den Schutz der Bewohner vor dem Coronavirus gewährleisten", hieß es. Ein Besuch im Pflegeheim sei für Bewohner und Angehörige der Vorweihnachtszeit enorm wichtig. Mit den ausgebauten Testkapazitäten möchte das Seniorenheim vorrangig Besucher der Bewohner sowie Gäste des Hauses wie Handwerker oder Lieferanten testen. Für die Durchführung der Tests sucht der ASB schnellstmöglich Fachkräfte aus den Bereichen Medizin, Pflege und Sanitätsdienst sowie Medizinstudierende ab dem 5. Semester.

14:27 Uhr | Lage in Krankenhäusern verschärft sich weiter

Die Krankenhausgesellschaft (KGS) Sachsen schlägt Alarm. Die Situation an den Krankenhäusern verschärfte sich weiter durch die hohe Zahl der Corona-Infektionszahlen. "In einigen Krankenhäusern wird bereits nahe an der Belastungsgrenze gearbeitet. Es sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Corona erkrankt oder in Quarantäne, die verbleibenden arbeiten am Limit", erklärt Stephan Helm, Geschäftsführer der KGS. Zudem seien die Kapazitäten fast ausgeschöpft. Wichtig sei abseits der Corona-Patienten auch den Regelbetrieb zur Versorgung für alle anderen Kranken zu gewährleisten.

13:25 Uhr | "Corona-Pflegeteam" soll Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste unterstützen

In Sachsen unterstützt jetzt ein "Corona-Pflegeteam" ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen. Wie das sächsische Sozialministerium mitteilte, soll die neue Koordinierungs- und Beratungsstelle helfen, die pandemiebedingten Herausforderungen zu bewältigen. In dem Team arbeiten Pflegefachkräfte, die beratend zur Seite stehen. Ziel sei es, bei Covid-19-Infektionsfällen in den Einrichtungen und Diensten die pflegerische Versorgung sicherzustellen.

13:18 Uhr | Weihnachtsmarkt in Chemnitz abgesagt - kleiner Ersatz

Der Weihnachtsmarkt ist coronabedingt in Chemnitz zwar abgesagt - ganz müssen die Menschen dort aber nicht auf eine festliche Stimmung verzichten. Der Wochenmarkt werde um 17 zusätzliche Händler mit weihnachtlichem Sortiment ergänzt, um etwas Advents- und Weihnachtsflair zu schaffen, teilte die Stadt mit. Zudem wird der Wochenmarkt vom 1. bis 23. Dezember jeweils von Dienstag bis Sonnabend täglich in der Zeit von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Auf dem Markt gilt jedoch Maskenpflicht und es darf kein Alkohol getrunken und ausgeschenkt werden.

13:12 Uhr | Görlitzer Landrat Lange fordert einheitliche Corona-Regeln in Sachsen

Der Görlitzer Landrat Bernd Lange hat sich vor der Verabschiedung einer neuen Corona-Schutzverordnung für einheitliche Regeln in Sachsen ausgesprochen. Damit könne eine breitere Akzeptanz in der Bevölkerung erlangt werden, hieß es am Freitag aus dem Landratsamt. Grundsätzlich sprach sich Lange auch für härtere Regelungen bei der Eindämmung der Corona-Pandemie aus.

Bei der Betrachtung der Festlegungen müssen wir uns aber auch die Frage stellen, ob wir das umsetzen können. Wir brauchen Regeln, die kontrollierbar sind. Erst dann können wir die Verschärfungen mittragen.

Bernd Lange | Landrat des Landkreises Görlitz

12:11 Uhr | Männelmacher hoffen auf Unterstützung über Kampagne "So geht Sächsisch"

Ein Räuchermännchen mit gelber Laterne bläst Rauch aus.
Räuchermännchen werden auch auf Weihnachtsmärkten verkauft, was in diesem Jahr nicht geht. Bildrechte: dpa

Der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller darf auf Unterstützung durch den Freistaat Sachsen über die Imagekampagne "So geht Sächsisch" hoffen. Das sagte Verbandschef Frederic Günther heute MDR SACHSEN nach einem Treffen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer. Es gehe den erzgebirgischen Männelmachern insbesondere "um mehr Sichtbarkeit", die sonst auf Weihnachtsmärkten gegeben ist. Diese finden in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie im klassischen Sinn nicht statt.

11:18 Uhr | Landkreis Görlitz plant Impfzentrum in Löbau

Der Landkreis Görlitz plant sein zentrales Impfzentrum in Löbau einzurichten. Wie Landrat Bernd Lange sagte, ist auf dem Gelände der ehemaligen Landesgartenschau genug Platz, um drei oder vier Impfstrecken einzurichten. Zusammen mit dem Löbauer Oberbürgermeister Dietmar Buchholz habe man die weitere Vorgehensweise abgestimmt. Die ersten Impfzentren in Dresden, Chemnitz und Leipzig bereitet der Freistaat schon vor. Dem angedachten Impfzentrum in Löbau muss das Gesundheits- und Sozialministerium noch zustimmen.

09:56 Uhr | Sorbisches Nationalensemble verschiebt neues Vogelhochzeitsprogramm auf 2022

Das Sorbische Nationalensemble hat seine Vogelhochzeitsprogramme abgesagt. Wie die Einrichtung mitteilte, sind aufgrund der Corona-Pandemie und der derzeitig damit verbundenen behördlichen Festlegungen keine Vorstellungen mehr möglich. Außerdem sei nicht abzusehen, wann die Schließung von Theatern wieder aufgehoben wird und in welchem Umfang Theateraufführungen dann wieder erlaubt sind.

Damit ist das Sorbische National-Ensemble nach eigenen Angaben gezwungen, erstmals seit dem Beginn der Vogelhochzeitsprogramme im Jahre 1957 die beliebten Vorstellungen abzusagen. Die für Anfang kommenden Jahres geplanten Premieren sollen 2022 nachgeholt werden.

08:55 Uhr | Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen schlägt Corona-Massentests für alle vor

Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann, hat Corona-Massentests für die gesamte Bevölkerung vorgeschlagen. Heckemann sagte dem MDR, er würde sich eine stärkere Ausweitung von Schnelltests wünschen. Damit bekäme man eine gewaltige Sicherheit. Man könnte alle Infizierten herausfinden und das Virus langsam aushungern.

Voraussetzung ist laut Heckemann aber, dass genügend Schnelltests zur Verfügung stehen. Derzeit werden solche Tests nur als Ergänzung zum klassischen PCR-Test eingesetzt, der im Labor ausgewertet wird. Das Ergebnis liegt zwar innerhalb kurzer Zeit vor, ist aber weniger eindeutig. Kritiker verweisen zudem darauf, dass Massen-Schnelltests nur eine Momentaufnahme abbilden. In der Slowakei und in Südtirol wurde kürzlich die gesamte Bevölkerung getestet.

08:07 Uhr | Sachsens Kabinett will neue Corona-Regeln festlegen

Sachsens Kabinett will heute die neuen Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie festlegen. Der Entwurf der Regierung wurde erstmals zuvor in den Fachausschüssen des Landtags diskutiert, am Freitagnachmittag stellen unter anderem Regierungschef Michael Kretschmer und Gesundheitsministerin Petra Köpping die neue Verordnung vor.

Die Regelungen sollen dann auch über Weihnachten und Silvester Bestand haben. Nach Beratungen von Bund und Ländern hatte Kretschmer bereits angekündigt, dass bei einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern in einer Woche schärfere Regeln wie etwa Kontaktbeschränkungen oder Alkoholverbot in der Öffentlichkeit verhängt werden sollen.

07:18 Uhr | Landkreis Görlitz verhängt mehr als 1.000 Corona-Bußgelder

Im Landkreis Görlitz wurden seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als 1000 Verwarn- und Bußgelder in Höhe von gut 78.000 Euro verhängt. Der größte Teil der Verfahren stammt aus dem Beginn der Pandemie im Frühjahr, als eine Ausgangssperre galt. Dort wurde fast 800 Mal das Verlassen der Wohnung ohne triftigen Grund geahndet.

Außerdem geht es um das Nichteinhalten des Mindestabstandes von 1,50 Meter oder die Zusammenkunft mehrerer Personen im öffentlichen Raum. Im Zusammenhang mit der Weigerung, einen Mund-Nasenschutz zu tragen, bearbeitet Ordnungsamt aktuell zehn Verfahren.

06:46 Uhr | Datenpanne in Chemnitz: Mehr Tote als bislang bekannt

Die Corona-Pandemie hat in Chemnitz mehr Tote gefordert als bislang in den Statistiken ausgewiesen. Anstatt der 19 bislang gemeldeten soll es bereits mehr als 40 Opfer geben. Sozialbürgermeister Ralph Burghart begründet das mit Versäumnissen im städtischen Gesundheitsamt. Vor zwei Wochen seien die Zahlen nicht an das Robert Koch-Institut weitergeleitet worden. Burghart: "Wir haben die Information von den Krankenhäusern und Pflegeheimen bekommen und die wurden nicht ins Computersystem eingepflegt." Im zuständigen Bereich des Gesundheitsamtes waren demnach Mitarbeiter erkrankt. Beim Aufarbeiten liegengebliebener Daten sei dann der Fehler aufgefallen.

Das Durchschnittsalter der Menschen, die mit oder an Corona starben, lag laut Stadtverwaltung bei mehr als 80 Jahren.

06:30 Uhr | Gastgewerbe verlangt Planungssicherheit für Zeit ab dem 21. Dezember

Nach der Verlängerung der Corona-Beschränkungen verlangt das sächsische Gastgewerbe Planungssicherheit für die Zeit danach. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga teilte mit, die meisten Betriebe wollten jetzt von der Politik wissen, ob sie ab 21. Dezember wieder öffnen dürften. Das habe eine Blitzumfrage unter rund 400 Hoteliers und Gastronomen ergeben. Die Lage in der Branche sei nach acht Monaten Pandemie existenzgefährdend. Der Hauptgeschäftsführer des sächsischen Dehoga-Verbands, Axel Klein, erklärte, dass sich das Infektionsgeschehen trotz Schließung nicht verbessert habe, sei ein deutlicher Beweis dafür, dass Gastbetriebe nicht Teil des Problems sind.

06:09 Uhr | RKI: Mehr als eine Million nachgewiesene Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland hat die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen die Marke von einer Million überschritten. Wie das Robert-Koch-Institut am Morgen mitteilte, wurden binnen eines Tages 22.800 Menschen positiv getestet. Weitere 426 Menschen starben - damit so viele wie noch nie an einem Tag seit Beginn der Pandemie.

Die Gesundheitsämter der Landkreise und Großstädte in Sachsen meldeten gestern ebenfalls 24-Stunden-Höchstwerte. Demnach starben 73 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19; rund 2.000 wurden positiv getestet - die meisten davon im Erzgebirgskreis und im Landkreis Zwickau.

05:43 Uhr | Zug im kleinen Grenzverkehr für Einkaufstouristen pausiert

Der Regional-Express Ústí nad Labem – Dresden für tschechische Einkaufstouristen fällt an den Adventswochenenden in diesem Jahr aus. Damit soll die Ausbreitung der Corona-Pandemie eingedämmt werden. Ebenso entfallen geplante Zusatzzüge aus Liberec nach Dresden entfallen, teilte der Verkehrsverbund Oberelbe mit. Der Regionalexpress fährt regulär an Wochenenden morgens von Ústí nad Labem nach Dresden und nachmittags zurück und ist vor allem bei tschechischen Einkaufstouristen beliebt. Diese Fahrgäste dürfen derzeit Sachsen jedoch nicht besuchen.

Ein Regionalexpress der Tschechische Bahn in Dresden
Der Regionalexpress der Tschechischen Bahn zwischen Ústí nad Labem und Dresden pausiert wegen Corona. Der Zug wird üblicherweise von Einkaufstouristen aus dem Nachbarland gerne genutzt. (Archivfoto des Zuges vom Oktober 2020 am Dresdner Hauptbahnhof) Bildrechte: MDR/L. Müller

Die für Berufspendler wichtigen Bus- und Bahnlinien sind jedoch weiterhin unterwegs. So seien Busse der Linie 398 (Dresden - Teplice) grenzüberschreitend unterwegs, so der Verkehrsverbund. Zudem böten die Nationalparkbahn (U 28) zwischen Rumburk, Sebnitz, Bad Schandau und Děčín sowie die grenzüberschreitende Fähre Schöna – Hřensko Verbindungen für die Fahrgäste an, die die Grenze aus dringenden Gründen überqueren müssen. Auch die Eurocity-Züge und der Railjet auf der Linie Hamburg - Berlin - Dresden - Prag - Budapest/Wien sind laut Fahrplanauskunft der Deutschen Bahn regulär unterwegs. Die Regionalzüge Zittau - Liberec, Johanngeorgenstadt - Karlovy Vary, Falkenstein - Klingenthal - Kraslice und Zwickau - Bad Brambach - Cheb verkehren ebenso weiterhin nach Fahrplan.

05:36 Uhr | Kretschmer: "Freiheit endet, wenn das Leben anderer bedroht ist" - Ein Faktencheck

Es wird ein anderes Weihnachten dieses Jahr – eines mit Einschränkungen. Mit Blick auf die Pläne, die Personenzahl von Weihnachtsfeiern im Familienkreis zu beschränken, sagte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer im Interview mit dem MDR: "Jetzt sind wir gefragt, jetzt brauchen wir Regeln, weil die Freiheit endet dann, wenn das Leben Anderer bedroht ist." Ist das so? Endet die Freiheit, wenn das Leben Anderer bedroht ist? Ein Faktencheck.

05:25 Uhr | 17.000 Anträge auf Novemberhilfe eingegangen

Nur einen Tag nach Freischaltung der entsprechenden Internet-Plattform sind bundesweit bereits fast 17.000 Anträge auf Novemberhilfe gestellt worden. Bis Donnerstag um 14:30 Uhr seien 9.638 Direktanträge und 7.159 Anträge über Steuerberater eingegangen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Zusätzlich seien im System knapp 49.000 Steuerberater-Anträge angelegt, aber noch nicht abgesendet worden.

Mit der Novemberhilfe bekommen Betriebe bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes vom November 2019 erstattet, wenn sie im Jahr 2020 aufgrund von Corona-Verordnungen schließen mussten. Solo-Selbstständige, die direkt Anträge stellen können, erhalten bis zu 5.000 Euro.

05:12 Uhr | In Sachsen sollen 13 Impfzentren entstehen

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen in Sachsen 13 Impfzentren entstehen. In jedem der zehn Landkreise sowie in den kreisfreien Städten soll ein solches Zentrum bis zum 15. Dezember aufgebaut werden, kündigte das Sozialministerium gestern an. Zunächst sollen in Chemnitz, Dresden und Leipzig Impfzentren erprobt werden.

Weiter hieß es, zudem sei der Einsatz mobiler Teams vorgesehen. Diese sollen etwa in Alten- und Pflegeheimen zum Einsatz kommen. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, dass sofort mit den Impfungen begonnen werden könne, wenn die ersten Impfdosen in Sachsen zur Verfügung stehen, so das Ministerium.

Quelle: MDR/Redaktion/dpa/epd/afp/Reuters

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.11.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 27.11.2020 | 19:00 Uhr

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