Meldungen am Freitag Corona-Ticker Sachsen am 20.03.: Inzwischen 562 Infizierte in Sachsen

In Sachsen gibt es den ersten Todesfall während der Coronavirus-Pandemie. Die Zahl der bestätigten Infektionen ist inzwischen auf 562 angestiegen, teilte das Gesundheitsministerium mit. Landesweit wurden Verbote verschärft. MDR SACHSEN hält Sie über die Entwicklungen der Coronavirus-Krise auf dem Laufenden.

Proben von Patienten für die Virus-Diagnostik
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Meldungen vom Sonnabend

21:48 Uhr | Zusammenfassung und Tickerende

Damit beenden wir heute unsere Corona-Pandemie-Berichterstattung für Sachsen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie gesund bleiben. Danke für Ihr Vertrauen und: A b s t a n d halten!

21:23 Uhr | Exponentieller Verlauf der Coronafälle zeichnet sich ab

Die Fallzahlen der bestätigten Corona-Infizierten in Sachsen nehmen einen exponentiellen Verlauf an und legen deutlich zu. 562 bestätigte Fälle gibt es inzwischen in Sachsen - und auch den ersten Todesfall eines Coronavirus-Patienten im Landkreis Bautzen. In welchen Regionen die Zahl der neu erkannten Infektionen am Freitag besonders zugenommen haben und wo alle Corona-Daten und Statistiken auch ihre Grenzen haben, das und mehr im täglichen Corona-Daten-Update.

20:27 Uhr | Stadt Dresden verschärft landesweite Verbote zusätzlich

Der gestrige Tag hat gezeigt, dass anscheinend viele Menschen den Ernst der Lage noch nicht erkannt haben. Aus diesem Grund hat der nunmehr eingerichtete Krisenstab der Stadt Dresden heute entschieden, die bisher geltenden Allgemeinverfügungen des Freistaates Sachsen mit Bezug auf die Landeshauptstadt noch einmal zu verschärfen. Die Unvernunft von einigen führt jetzt zu härteren Maßnahmen für alle.

Dirk Hilbert Oberbürgermeister Dresden

In der Allgemeinverfügung der Stadt Dresden, die in der Nacht von Freitag zu Samstag in Kraft treten wird, ist es untersagt, sich im öffentlichen Raum mit mehr als fünf Personen zu treffen. Grundsätzlich ist es erlaubt, mit triftigem Grund das Haus zu verlassen. Dazu gehören auch Sport und Bewegung im Freien - aber nicht in Gruppen, sondern möglichst alleine, erläutert Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann.

19:51 Uhr | Jan Vogler will mit Konzert Zuversicht von New York aus verbreiten

Musiker um den Dresdner Cellisten und Festspielintendanten Jan Vogler wollen mit einem Konzert Zuversicht in die heimischen Wohnungen bringen - per Livestream aus New York. Das Konzert unter dem Motto "Music Never Sleeps NYC" soll am 27. März eine Stunde vor Mitternacht mitteleuropäischer Zeit beginnen, teilte Vogler am Freitag mit.

Jan Vogler
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Wir werden uns alle zusammenschließen, um eine musikalische Botschaft des Mutes, des Mitgefühls, der Freundschaft, der Hoffnung und der Liebe von New York aus in die ganze Welt zu senden.

Jan Vogler Cellist

Beteiligt seien namhafte Solisten und Ensembles wie der Geiger Gil Shaham und das Orchester "The Knights".

19:43 Uhr | Physiotherapiepraxen dürfen geöffnet bleiben

Physiotherapiepraxen dürfen weiterhin geöffnet bleiben. Das teilte das Gesundheitsministerium MDR SACHSEN auf Nachfrage mit. Diese Praxen fallen unter Gesundheitsfürsorge und seien weiterhin von der heute veröffentlichten Allgemeinverfügung ausgenommen, sagte ein Sprecher. Er ergänzte, jeder müsse jetzt wissen, ob er noch öffnet oder nicht.

19:37 Uhr | Darlehensprogramm für Unternehmen und Freiberufler beschlossen

Sachsens Kabinett hat am Freitag ein Darlehensprogramm für Unternehmen und Freiberufler beschlossen. Damit sollen die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus abgefedert werden.

19:00 Uhr | Sachsens Ärzten mangelt es enorm an Schutzausrüstung

Laut Klaus Heckemann, Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen (KVS), mangelt es Ärzten im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie enorm an Schutzausrüstung. Besonders FFP3-Atemmasken seien Mangelware, so die KVS.

18:45 Uhr | Landespolizeipräsident Kretzschmar: "Menschen können sich auf Polizei verlassen"

Die sächsische Polizei sieht sich gut auf die Corona-Krise vorbereitet. Das teilte Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar mit.

Die Menschen im Freistaat Sachsen können sich darauf verlassen, dass die sächsische Polizei ihnen auch in Zeiten von Corona als Freund und Helfer zur Seite steht. Wir sind jederzeit einsatzbereit - rund um die Uhr und im gesamten Freistaat. Auch wenn es zu krankheitsbedingten Ausfällen kommt, haben wir dafür Sorge getragen, dass die Einsatz- und Leistungsfähigkeit der sächsischen Polizei sichergestellt ist.

Horst Kretzschmar Landespolizeipräsident Sachsen

Die polizeiliche Kontrolltätigkeit im Zusammenhang mit der Bewältigung der Corona-Krise trage wesentlich zur Wirksamkeit des Infektionsschutzes und zur Aufrechterhaltung eines geordneten Zusammenlebens bei, sagte Kretzschmar.

18:26 Uhr | Verkäuferin in Leipzig von "Hamsterkäufer" angegriffen

Ein Supermarktbesucher hat in Leipzig-Grünau eine Verkäuferin angegriffen. Wie die Polizei Leipzig mitteilte, zeigte sich der 66-Jährige Mann während seines "Hamsterkaufs" wenig einsichtig. Er wurde von einer Mitarbeiterin aufgefordert, einen Teil seiner Waren zurückzulegen. Daraufhin griff er die Mitarbeiterin verbal und körperlich an. Wegen versuchter Körperverletzung wurde der "Hamsterkäufer" schließlich angezeigt. Seine Einkäufe musste er zurücklegen.

18:08 Uhr | Weitere Corona-Portalpraxis in Plauen

Am Helios-Klinikum Plauen soll eine weitere Corona Portalpraxis eröffnet werden. Das hat das zuständige Landratsamt des Vogtlandkreises mitgeteilt. Dort soll Patienten geholfen werden, die bei begründetem Verdacht auf eine Covid-19-Infektion keinen Termin bei ihrem Hausarzt bekommen. Portalpraxen gibt es im Vogtland bereits an der Paracelsus-Klinik Reichenbach und am Klinikum Obergöltzsch in Rodewisch. Ziel ist es, die Verbreitung des Virus in den klinischen Bereich und die Notaufnahme zu verhindern.

17:51 Uhr | Tschechien verschärft Regeln für Grenzpendler

Tschechien verschärft die Grenzkontrollen für Berufspendler. Sie müssen laut tschechischem Innenministerium ab Samstag ein spezielles Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte vorlegen. Dort sollen Ein- und Ausreise an der Grenze mit einem Stempel bestätigt werden. Das Formular kann hier heruntergeladen werden. Die tschechische Regierung begründetet die verschärfte Regelung damit, dass die Pendler-Regelung bisher zu oft von unberechtigten Personen missbraucht worden sei.

17:44 Uhr | Hoyerswerda schaltet öffentliche Hotspots ab

Die Stadt Hoyerswerda schaltet ihre öffentlichen Hotspots ab. Nach Angaben der Stadtverwaltung sind die "HoySpots" im Zentrum und in den Ortsteilen ab heute nicht mehr in Betrieb. Damit sollen Menschenansammlungen in diesen Bereichen vermieden werden.

17:31 Uhr | 15.000 Mal DRK-Hilfe im Megastau auf A4

15.000 Mal haben mehr als 160 DRK-Ehrenamtliche im Megastau auf der A4 geholfen. Wie das DRK mitteilt, sind alle Helfer erleichtert, dass der Einsatz in der Freitagnacht beendet werden konnte. Die Situation auf der Autobahn sei teilweise aus humanitärer Sicht bedenklich. Aktuell rollt der Verkehr wieder und die Einsatzbereitschaft der DRK Einheiten in Weißwasser, Görlitz, Bautzen, Löbau und Zittau sei wiederhergestellt. Die übrig gebliebenen Lebensmittel seien den Tafeln in Görlitz und Löbau zur Verfügung gestellt worden.

17:18 Uhr | 41 Millionen Euro für sächsische Landwirte werden ausgezahlt

Die Prämien für eine umwelt- und klimagerechte Bewirtschaftung werden wie geplant an sächsische Landwirte ausgezahlt.

Diese Mittel wie auch andere Förderungen vor allem für Landwirte werden wie geplant ausgezahlt - ungeachtet der Corona-Epidemie.

Wolfram Günther Sächsischer Landwirtschaftsminister

Zudem würdigte Günther das Engagement der Beteiligten. "Die Betriebe, die Umwelt- und Landschaftspflegeverbände und die Einzelpersonen haben sich freiwillig verpflichtet, ihre Flächen für mindestens fünf Jahre besonders natur-, umwelt- und klimaschutzgerecht zu bewirtschaften. Dieses vorbildhafte Engagement unterstützen wir", so der Minister.

Derzeit erhalten sächsische Landwirte knapp 41 Millionen Euro für die umwelt- und klimagerechte Bewirtschaftung ihrer Flächen im Jahr 2019. Begünstigt sind fast 3.600 Antragsteller, die am sächsischen Agrarumwelt- und Naturschutzprogramm teilnehmen.

17:03 Uhr | Erster Corona-Infizierter in Sachsen gestorben

In Sachsen ist der erste mit Corona infizierte Patient gestorben. Das bestätigte der Landkreis Bautzen. Eine weitere Person im Kreis Bautzen ist nach der Infektion schwer erkrankt. Die Zahl der Corona-Infizierten im Landkreis ist auf 55 gestiegen.

16:52 Uhr | Sehr starker Anstieg bei Kurzarbeit-Anzeigen in Sachsen

Circa 2.800 sächsische Betriebe haben diese Woche aufgrund der aktuellen Lage Kurzarbeit angezeigt. Das ist das Ergebnis eines Monitorings der Bundesagentur für Arbeit. Bedeutet: In einer Woche dieses Jahres hat es fast 2.000 Anzeigen mehr als im gesamten vergangenen Jahr gegeben - ein Anstieg von gut 310 Prozent. 2019 hätten insgesamt 899 Betriebe Kurzarbeit angezeigt, so die Arbeitsagentur.

Wir wissen, dass die aktuelle Situation nicht einfach ist. Es geht um die Wirtschaft und die Menschen in Sachsen.

Klaus-Peter Hansen Vorsitzender der Regionalgeschäftsführung, Arbeitsagentur Sachsen

Jederzeit könne sich die Situation ändern, ergänzte Regionalgeschäftsführer Klaus-Peter Hansen. "Wir wissen heute nicht, was kommende Woche auf uns zukommt. Auch auf politischer Ebene, in der praktischen Umsetzung und Anwendung von Gesetzen, ist die Dynamik sehr hoch." So ist in dieser Woche der Beratungsbedarf zu Kurzarbeitergeld sprunghaft gestiegen. Dafür seien Hansens 6.000 Mitarbeiter jetzt da.

16:40 Uhr | Stadt Chemnitz: Falschmeldung über Stadtratssitzung im Umlauf

Auf WhatsApp ist eine Falschmeldung über eine Stadtratssitzung in Chemnitz im Umlauf. Wie die Stadt mitteilte, wird darin über eine bevorstehende Ausgangssperre informiert.

Das ist völlige Fake-News.

Matthias Nowak Stadtsprecher Chemnitz

Es habe gar keine Stadtratssitzung gegeben. "Wir haben das schon an die Polizei weitergegeben", sagte Nowak. In der Sprachnachricht an einen "innercircle", beziehe sich ein Unbekannter auf AfD-Stadtrat Nico Köhler. Der Mann behauptet darin auch, Angehöriger eines medizinischen Teams zu sein. Der totale Shutdown, sprich die Ausgangssperre werde kommen, sagte der Unbekannte. Die Aufnahme stammt offenbar vom Donnerstagabend, denn der Unbekannte bezieht sich darin auf eine Fernsehansprache, die Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) "vorhin" gehalten habe. Die Ansprache wurde am Donnerstagabend im MDR ausgestrahlt.

16:24 Uhr | Ab Montag nur noch Notbetrieb im Sozialgericht Dresden

Ab Montag, dem 23. März, ist das Sozialgericht Dresden auf einen Notbetrieb beschränkt. Wie das Gericht mitteilte, können nur noch die dringenden und unaufschiebbaren Angelegenheiten bearbeitet werden. Für Bürgerinnen und Bürger sei der Eilrechtsschutz jedoch jederzeit gewährleistet.

16:11 Uhr | Leipzigs OB befürchtet: "Ausgangssperre nicht abzuwenden"

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung warnt vor weiteren Einschnitten ins öffentliche Leben in Leipzig. Die sächsische Landesregierung verschärfte erst heute die Beschränkungen, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Ansammlungen von Menschen stehen ab Sonntag unter Strafe.

Ich befürchte, die Ausgangssperre ist nicht abzuwenden. Vor allem, wenn man sieht, wie viele Menschen sich nach wie vor verhalten.

Burkhard Jung Oberbürgermeister Stadt Leipzig

Jung hat sich mit einem Appell an die jungen Menschen in Leipzig gewandt: Wolle man Ausgangssperren verhindern, müssten große Gruppen aufhören, sich in Feierlaune in den Parks oder auf der Sachsenbrücke zu treffen. "Das ist kein Spaß mehr. Das ist keine Feiersituation mehr, wo man miteinander feiert und die Bierflasche kreisen lässt. Hier geht es wirklich um das Überleben von vielen, vielen Menschen. Und wenn unser Gesundheitssystem nicht zusammenbrechen soll, dann muss dieser Shutdown jetzt umgesetzt werden."

16:03 Uhr | 144.000 Deutsche warten auf Rückkehr

Im Ausland warten noch rund 144.000 Deutsche auf eine Rückkehrmöglichkeit in ihre Heimat. Sie hätten sich in entsprechende Listen eingetragen, teilte das Auswärtige Amt mit. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, sie zurückzuholen. Seit Montag wurden den Angaben zufolge bereits fast 100.000 Bundesbürger mit mehr als 100 Flügen nach Deutschland gebracht. Das ist die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Außenminister Maas gab unterdessen bekannt, dass die weltweite Reisewarnung midestens bis Ende April gilt, also auch für die Osterferien.

15:51 Uhr | Erstattung von Elternbeiträgen beschlossen

Sachsens Staatsregierung und die Kommunalen Spitzenverbände haben sich zur Erstattung von Kitagebühren verständigt. Das teilte das Kultusministerium mit. Folgende Absprachen hat das Ministerium übermittelt:

  • 1. Für den Zeitraum der Schließung von Kitas, Orten der Kindertagespflege und Horten werden keine Elternbeiträge erhoben.
  • 2. Bis zu einer gesetzlichen Regelung werden die Städte und Gemeinden in die Vorfinanzierung gehen. Die Kosten belaufen sich auf rund 28,3 Millionen Euro.
  • 3. Der Freistaat wird die kommunalen Belastungen durch eine zentrale Finanzierungsregelung kompensieren.
  • 4. Landkreise, Städte und Gemeinden sowie die Staatsregierung sind sich darin einig, die Gespräche fortzuführen, um die enormen Herausforderungen gemeinsam und solidarisch zu meistern.

An dem Gespräch nahmen Finanzminister Hartmut Vorjohann, Kultusminister Christian Piwarz sowie die Präsidenten des Sächsischen Landkreistages, Frank Vogel, und des Sächsischen Städte- und Gemeindetages, Bert Wendsche, teil.

15:33 Uhr | Passanten und Polizisten bespuckt

Ein Mann hat am Donnerstag in Leipzig eine Mutter angeschrien und bespuckt. Das teilte die Polizeidirektion Leipzig heute mit. Zeugen beobachteten den Vorfall. Die Polizei schickte nach eigenen Angaben einen Untertützungswagen der Bereitschaftspolizei zum Einsatzort. Die Beamten seien ebenfalls von dem 31-Jährigen bespuckt worden. Der Mann sagte, er sei an Corona erkrankt. Wegen diverser Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sei der Deutsche bereits polizeibekannt.

Die Polizei setzte sich nach diesem Vorfall mit dem Gesundheitsamt und dem Bereitschaftsrichter in Verbindung. Es wurde entschieden, dass bei dem 31-Jährigen ein Corona-Test durchgeführt werde und der Mann bis zum Eingang des Testergebnisses zunächst in Polizeigewahrsam bleibe. Wie die Polizei mitteilte, wird gegen den 31-Jährigen wegen des Verdachts der Beleidigung ermittelt. Diese Ermittlungen müssten perspektivisch ausgeweitet werden, sofern der Covid-19-Test positiv ausfallen sollte, so die Polizei.

Ähnliche Vorfälle gab es auch in anderen deutschen Städten - so zuletzt in München.

15:19 Uhr | MDR startet "Corona Creative"-Ideenwettbewerb

Der Mitteldeutsche Rundfunk ruft Filmemacher zu einem Ideenwettbewerb auf. Gesucht werden dokumentarische Kurzformate von maximal 15 Minuten Länge über die Corona-Krise in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Dafür stellt der Mitteldeutsche Rundfunk einen Sonderetat von 100.000 Euro bereit. Einsendeschluss für die Ideen ist der 27. März 2020.

14:55 Uhr | Erster Corona-Kranker in Sachsen ist geheilt

Der erste mit dem Corona-Virus infizierte Sachse ist wieder gesund. Der 68 Jahre alte Rentner aus Dippoldiswalde ist geheilt. Das bestätigte der Pressesprecher des Landratsamtes in Pirna auf Anfrage von MDR SACHSEN. Der Mann wurde nach einem Skiurlaub in Norditalien nach seiner Rückkehr positiv auf das Virus getestet.

14:43 Uhr | Sachsen erweitert ab Sonntag Allgemeinverfügung

Die sächsische Landesregierung verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Ansammlungen von Menschen stehen ab Sonntag unter Strafe. Von einer flächendeckenden Ausgangssperre ist aber noch keine Rede.

14:35 Uhr | Zahl der Infizierten in Sachsen weiter gestiegen

In Sachsen ist die Zahl der Infizierten weiter stark angestiegen. Wie Sozialministerin Petra Köpping soeben in Dresden mitteilte, sind bisher 562 Infektionen bestätigt. Das sind 173 mehr als gestern.

14:28 Uhr | Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erlässt Elternbeiträge

Der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge setzt die Zahlung von Elternbeiträgen für die Kinder, die zu Hause betreut werden müssen, vorerst aus. Das teilte das Landratsamt mit. Das genaue Verfahren zur konkreten Abrechnung erfolge erst, wenn alle Einrichtungen den regulären Betrieb wieder aufgenommen haben.

Eine sachsenweite Regelung wird erwartet.

14:18 Uhr | Auch Termine für Konfirmationen wackeln

Nach der Absage von Jugendweihen müssen sich nun auch Konfirmanden darauf einstellen, dass sie ihre Feiern verschieben müssen. Nach derzeitiger Lage sei es nicht möglich, diese besonderen Gottesdienste zu den üblichen Daten, etwa am Palmsonntag, zu feiern, sagte der sächsische Landeskirchensprecher, Matthias Oelke, am Freitag in Dresden. Die Entscheidung, wann die Gottesdienste nachgeholt werden, liege bei den jeweiligen Kirchgemeinden.

14:13 Uhr | Hilfe für Truckerfahrer gefordert

Der Fernfahrer-Nothilfe-Service fordert, dass Trucker auf Rastplätzen und Autohöfen kostenfrei Toiletten und Sanitäranlagen benutzen dürfen. Damit soll es ihnen erleichtert werden, den besonders hohen Hygieneregeln während der Corona-Pandemie nachzukommen, sagte Bernd Gunter Treffkorn vom Fernfahrer-Nothilfe -Service MDR SACHSEN. 

14:10 Uhr | Schumannwettbewerb in Zwickau abgesagt

Wegen der Corona-Krise hat die Stadt Zwickau den Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb im Juni abgesagt. Derzeit wird geprüft, ob eine Verschiebung ins Jahr 2021 möglich ist. Zur Rückgabe bereits erworbener Tickets will das Kulturamt gesondert informieren. - Mehr als 280 Künstler aus 45 Nationen hatten sich zum Wettbewerb angemeldet. Sie wollten vom 4. bis 14. Juni in den Fächern Gesang und Klavier gegeneinander antreten.

14:05 Uhr | Supermärkte sonntags offen? "Die Leute brauchen eine Pause"

13:57 Uhr | Weitere Einschränkungen im Landkreis Mittelsachsen

Im Landkreis Mittelsachsen sollen alle Veranstaltungen mit mehr als 20 Teilnehmern verboten werden, darunter Hochzeiten, Geburtstage und Trauerfeiern. Wie das Landratsamt mitteilte, ist derzeit eine Allgemeinverfügung in Arbeit. Sie solle spätestens ab dem Wochenende gelten. Landrat Matthias Damm sagte, mit der Zahl 20 folge man einer Empfehlung des Gesundheitsamtes. - Derzeit gilt noch eine Verfügung des Freistaates. Sie besagt, dass Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern durchgeführt werden können.

13:52 Uhr | Weselsky fordert massive Einschränkung des Bahnverkehrs

Der Eisenbahnverkehr muss jetzt um 50 Prozent reduziert werden. Das fordert der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, im Interview mit dem MDR-Magazin "Umschau". Weselsky begründet seine Forderung mit dem Schutz des Personals und einer notwendigen Reserve im Fall einer massiven Infizierung des aktiven Bahnpersonals mit dem Coronavirus.

Wenn die Szenarien der Wissenschaftler eintreten, werden auch Lokführer und Zugbegleiter befallen werden. Wenn wir bis dahin auf Verschleiß gefahren sind, dann haben wir überhaupt keine Reserven. Niemand wünscht sich, dass der Eisenbahnverkehr ganz zum Erliegen kommt.

Claus Weselsky Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL

13:23 Uhr | Polizei in Chemnitz räumt Spielplätze und schließt Läden

Beamte der Chemnitzer Polizei und der Bereitschaftspolizei mussten gestern mehrfach wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung zum Infektionsschutz einschreiten. So baten in Lichtenau, Döbeln und Leisnig die Gemeinden um Unterstützung, da Geschäfte unerlaubt geöffnet hatten. Auf Sport-, Spiel- und Bolzplätzen sowie auf einer Skateranlage in Chemnitz wurden größere Gruppen Jugendlicher aufgefordert, die Areale zu verlassen. Ähnliche Vorfälle gab es nach Angaben der Polizei in Döbeln, Neukirchen und Marienberg.

13:00 Uhr | Söder kündigt bundesweite Restaurant-Schließungen an

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat angekündigt, dass alle Bundesländer ab Mitternacht alle Gastronomiebetriebe schließen. Es werde zunächst für die nächsten 14 Tage nur noch "to go, Drive-in und Lieferungen" geben, sagte er. "Auch alle anderen Bundesländer wollen das umsetzen." Friseure, Bau- und Gartenmärkte müssen laut Söder nun ebenfalls geschlossen bleiben.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte ähnliche Schritte bereits gestern Abend in einer im MDR übertragenen Rede angekündigt. Am Nachmittag will die sächsische Landesregierung das weitere Vorgehen bekannt geben.

12:50 Uhr | Leipzig erlässt strenge Regeln für Trauerfeiern

Ab heute dürfen Trauerfeiern in Leipzig nur noch stattfinden, wenn maximal 20 Personen teilnehmen. Diese Regelung gilt für die Räumlichkeiten und Außenbereiche aller Friedhöfe im Stadtgebiet. Die Teilnehmer müssen untereinander einen Abstand von 1,50 Meter einhalten. Grundlage für die Regelung ist eine Allgemeinverfügung der Stadt Leipzig, teilte das Rathaus mit.

12:45 Uhr | Bayern erlässt strenge Ausgangsbeschränkungen

Bayern erlässt im Kampf gegen die Corona-Pandemie "grundlegende Ausgangsbeschränkungen". Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder soeben an. "Wir fahren das öffentliche Leben nahezu vollständig herunter", sagte der Regierungschef. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab morgen nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

12:31 Uhr | Wenige Ausnahmen für Behindertenwerkstätten im Kreis Meißen

Das Landratsamt des Landkreises Meißen hat Werkstätten für behinderte Menschen aufgefordert, die Einrichtungen zu schließen. Laut Landratsamt seien allerdings Ausnahmen möglich: "Es wird  kleine Gruppe geben, die sich weiterhin in den Werkstätten treffen dürfen. Hierbei handelt es sich um Menschen, die seit langer Zeit täglich zusammen sind, einschließlich der Betreuer." Gerade Menschen mit Behinderungen sind von Abweichungen ihres Alltags besonders betroffen.

12:00 Uhr | Wasserwerke Leipzig warnen vor mutmaßlichen Betrügern

In Leipzig sind aktuell mutmaßliche Betrüger unterwegs, die angeblich Wasserproben in Wohnungen entnehmen wollen. Die Leipziger Wasserwerke betonen, dass im Zusammenhang mit der Corona-Krise solche Proben nicht notwendig und auch nicht von Wasserwerken veranlasst seien. Sollten in Ausnahmefällen Zugänge zu Wohnungen nötig werden, geschehe dies nie ohne Terminvereinbarung, hieß es.

11:41 Uhr | Leipziger Verein fordert Hilfe für Wohnungslose und Menschen ohne Aufenthaltsstatus

Der Verein Clearingstelle Anonymer Behandlungsschein Leipzig fordert einen einfachen Zugang zu Corona-Tests für Menschen ohne Krankenversicherung, Wohnungslose und Menschen ohne Aufenthaltsstatus. In Leipzig könne der Verein diese für Betroffene mit Fördergeldern des Gesundheitsamtes finanzieren. Andernorts sei dies nicht möglich. Der Verein fordert landesweite Lösungen - insbesondere mit Blick auf mögliche stationäre Behandlungen. So müsse die Kostenrückerstattung für Krankenhäuser unbürokratisch erfolgen, hieß es.

11:00 Uhr | Weitere Einschränkungen bei Tafeln in Sachsen

Bei den Tafeln in Sachsen kommt es zu weiteren Einschränkungen. Aktuell sind die Ausgaben in Aue, Bautzen, Hoyerswerda, Leipzig, Stollberg/Lugau, Meißen, Weißwasser und Zwickau geschlossen. Bei der Görlitzer Tafel kommt es zu Einschränkungen. Der Landesverband Tafel Sachsen teilte am Mittwoch auf Anfrage mit, dass über das Zentrallager in Dresden die Versorgung gesichert sei. Allerdings fehlen Helfer in den Ausgaben.

10:50 Uhr | Dulig: Darlehensprogramm für Kleinunternehmer - das ganze Interview

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat umfangreiche Unterstützung für die Bürger angekündigt, die durch die Coronaviruskrise in Existenznot geraten. Der Minister sagte am Morgen bei MDR SACHSEN, der Freistaat werde ein Programm für alle Klein- und Kleinstunternehmer auflegen. Jeder könne ein Darlehen beantragen, das drei Jahre tilgungsfrei ist. Die Rückzahlung werde unkompliziert geregelt.

10:34 Uhr | So haben sich die Corona-Infektionen in Sachsen entwickelt

10:17 Uhr | Kanzleramtschef: Verhalten der Bürger entscheidet über Ausgangssperren

Das Verhalten der Bürger am Wochenende wird nach Angaben von Kanzleramtschef Helge Braun maßgeblich darüber entscheiden, ob in Deutschland Ausgangssperren verhängt werden. "Wir werden uns das Verhalten der Bevölkerung an diesem Wochenende anschauen", sagt er dem "Spiegel".

Am Sonnabend würden sich die Menschen traditionell miteinander verabreden, weil sie frei hätten. "Aber das geht abseits der Kernfamilie derzeit nun einmal leider nicht. Das muss jetzt eingestellt werden. Geschieht das nicht, kann es passieren, dass auch in den Bundesländern weitergehende Maßnahmen beschlossen werden, obwohl wir das eigentlich vermeiden wollen." Auch die Bundesregierung wolle eine Ausgangssperre vermeiden.

Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer und Wirtschaftsminister Martin Dulig hatten bereits an die Sachsen appelliert, sich nicht in größeren Gruppen zu treffen.

10:10 Uhr | Bürgermeisterwahl in Ottendorf-Okrilla abgesagt - Briefwahl in Radeburg

In Ottendorf-Okrilla ist der zweite Wahlgang der Bürgermeisterwahl abgesagt worden. Dieser war für den 29. März geplant. Wie die Gemeinde auf ihrer Internetseite mitteilte, wird die Wahl komplett anulliert. Ein Termin für eine Neuwahl steht demnach noch nicht fest. In Radeburg wird die Bürgermeisterwahl am 29. März als Briefwahl durchgeführt. Die Einrichtung von Wahllokalen wurde behördlich untersagt.

09:54 Uhr | Einschränkungen bei Bus und Straßenbahn im VVO

In den Regionalbussen im Bereich des Verkehrsverbundes Oberelbe gelten ab Montag die Ferienfahrpläne. Bereits am Wochenende entfällt der Nachtverkehr, teilte der VVO mit. Keine Einschränkungen soll es vorerst im Zugverkehr geben. Bei den Dresdner Verkehrsbetrieben gelten bereits ab heute abweichende Fahrpläne, die sich am Sonnabend-Takt orientieren.

08:16 Uhr | Privatwirtschaftlicher Flixtrain stellt Betrieb ein

Flixtrain-Lok
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Die privatwirtschaftlich betriebenen Flixtrain-Züge haben am Donnerstag den Verkehr eingestellt. In Sachsen ist davon nur Leipzig betroffen. Wer bereits Tickets gebucht hat, kann diese am Reisetag in ICE- und IC-Zügen der Deutschen Bahn nutzen. Das teilten der Betreiber Flixbus und die Deutsche Bahn übereinstimmend mit. Die grünen Flixtrain-Züge fahren bis vorerst Ende April nicht.

07:50 Uhr | Wirtschaftsminister Dulig fordert von Sachsen: Abstand halten

Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig hat an die Bürger appelliert, die von der Regierung vorgegebenen Schutzmaßnahmen einzuhalten. Die meisten gingen sehr verantwortungsvoll damit um, sagte der Minister MDR SACHSEN. Allerdings würden zehn oder 20 Prozent reichen, die unvernünftig handeln, um die Regierung zu drastischeren Maßnahmen zu veranlassen.

Es gehe um den Schutz von Menschenleben. Der stellvertretende Regierungschef kündigte auch strengere Kontrollen der Auflagen an. Es sei nicht hinnehmbar, dass gesperrte Spielplätze weiter genutzt werden oder sich Menschen in größeren Gruppen etwa am Dresdner Elbufer versammelten.

07:26 Uhr | Elbe-Häfen laufen auf Hochtouren

Der Containerumschlag im Hafen Riesa läuft auf Hochtouren. Um wegfallende Transportwege wegen der Corona-Krise zu kompensieren, verkehren nach Angaben der Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe (SBO) verstärkt Schiffe zwischen Deutschland und Tschechien. In Riesa kommen derzeit beispielsweise Getreide oder Düngemittel in großer Menge an. Die Lkw-Flotte der SBO-Hafengruppe ist im Dauereinsatz und inzwischen auch in Richtung der Seehäfen unterwegs.

Problematischer ist die Situation in den tschechischen Häfen, weil im Nachbarland eine generelle Ausgangssperre herrscht. Dennoch seien alle verfügbaren Mitarbeiter im Einsatz, um Getreide, Düngemitteln, Kohle, Asphalt und Produkte für die Fahrzeugindustrie in Richtung Deutschland zu verschiffen.

07:05 Uhr | Sachsen lockert Sportstättenbeschränkung für Spitzenathleten

Die neu gegründete Interessengemeinschaft "Teamsport Sachsen", der 21 Profi-Vereine angehören, hat Ausnahmegenehmigungen für das Training von Spitzensportlern erwirkt. Nach einem Treffen mit Sachsens Staatskanzlei-Chef Oliver Schenk und Vertretern dieser Interessengemeinschaft haben das Sächsische Innenministerium und das Gesundheitsministerium die strikte Schließung von öffentlichen und privaten Sportanlagen gelockert.

Demnach dürfen ab sofort Leistungssportler, die sich auf die Olympischen Sommerspiele vorbereiten und Mannschaftssportler von Bundesliga-Vereinen diese Sportanlagen zu Trainingszwecken wieder nutzen. Dafür können die Vereine jetzt beim sächsischen Innenministerium einen Antrag stellen, wenn vorher der Betreiber der Sportstätte und das entsprechende örtliche Gesundheitsamt zugestimmt haben.

06:32 Uhr | Mehrere Bundeswehrsoldaten in Frankenberg haben Corona

Mehrere Bundeswehrsoldaten in der Frankenberger Kaserne sind an Corona erkrankt. Das hat ein Bundeswehrsprecher auf Anfrage von MDR SACHSEN bestätigt. Über die Zahl der Infizierten machte er aufgrund der sich ständig ändernden Lage keine Angaben. Betroffene und Kontaktpersonen befänden sind in Quarantäne. Dabei sei man den Vorgaben des Robert-Koch-Institutes gefolgt. In der Kaserne wird weiterhin Dienst verrichtet.

Nicht zwingend benötigtes Personal arbeite von zu Hause aus. Teile der Frankenberger und der Marienberger Brigade haben zuletzt die Hilfsaktion im Grenzstau an der A4 unterstützt. Rund 50 Soldaten verteilten Getränke und Lebensmittel an Lkw-Fahrer.

06:02 Uhr | Gewerkschaft Verdi gegen Sonntagsöffnung von Lebensmittelläden

Der Leiter des Fachbereichs Handel bei Verdi, Jörg Lauenroth-Mago, hat sich gegen einen verkaufsoffenen Sonntag in Lebensmittelmärkten ausgesprochen. "Die Leute brauchen eine Pause", sagte Lauenroth-Mago der Nachrichtenagentur dpa. Die Ausnahmeregelung sei bedenklich. "Der Job ist hoch stressgeladen in der Krise", so Lauenroth-Mago. Menschen von Hamsterkäufen zurückhalten und gleichzeitig mit der eigenen Angst vor einer Infizierung umgehen zu müssen, strenge "einfach viel mehr an als das Normale". Verkäuferinnen und Verkäufer, Lagerarbeiter und die übrigen Beschäftigten bräuchten die Möglichkeit, Luft zu holen.

Die Landesregierung hatte zum vergangenen Donnerstag zahlreiche Regelungen gelockert, um die Versorgung mit Lebensmitteln und notwendigen Waren zu erleichtern. Die gelockerten Öffnungszeiten sollen ermöglichen, dass sich Kunden beim Einkaufen in den Läden weniger ballen. In Sachsen werden die meisten Supermarktketten nach eigenen Aussagen ihre Öffnungszeiten jedoch nicht ausweiten.

05:55 Uhr | Weil der Busfahrer keine Tickets verkauft - Unternehmen öffnen Servicestellen

Wegen der Corona-Krise werden in den meisten Überlandbussen vom Fahrer keine Tickets mehr verkauft. Das führt insbesondere im ländlichen Raum zu Problemen, wo Automaten fehlen. Der Verkehrsverbund Mittelsachsen teilte mit, Regiobus Mittelsachsen und der Regionalverkehr Erzgebirge verlängern deshalb die Öffnungszeiten der Kundencenter und eröffnen neue Verkaufsstellen. Demnach gibt es Fahrscheine in Freiberg, Zschopau, Annaberg-Buchholz, Olbernhau, Aue, Schwarzenberg, Lugau und am Omnibusbahnhof in Chemnitz.

05:40 Uhr | Grenzstau auf A4 hat sich aufgelöst

Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich in der Nacht zu Freitag vorerst aufgelöst. Am Donnerstagabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 20 Kilometern und sich dann gegen Mitternacht ganz aufgelöst. Das sagte ein Sprecher der Polizei Görlitz. Grund dafür sei eine Lockerung der polnischen Grenzkontrollen.

05:12 Uhr | Automobilbauer fahren Produktion auf Null

Bei Volkswagen in Sachsen wird seit Donnerstagabend die Produktion heruntergefahren. Nach Angaben der Konzernleitung sollen die Bänder zunächst für zwei Wochen stillstehen. Das gilt auch für die Werke in Chemnitz und Dresden mit insgesamt 10.000 Beschäftigten. Porsche wird seine Produktion Anfang der Woche stoppen, ebenfalls zunächst für zwei Wochen. Im Leipziger Werk ist schon ab morgen Schluss. BMW in Leipzig schließt gleich für vier Wochen. Hier arbeiten sonst 5.400 Mitarbeiter.

05:00 Uhr | Rückblick auf gestern - Kretschmer appelliert an Vernunft und Solidarität

Quelle: MDR/stt/kk/tk/dk/al/ms/kh/lam/dpa/epd/afp

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 20.03.2020 | ab 05:00 Uhr in den Nachrichten
MDR SACHSENSPIEGEL | 20.03.2020 | 19:00 Uhr

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